ich würde mich sehr über eine Stillberatung freuen. Nachdem ihr mir vor fast 4 Jahren schon zum Vollstillen bei meiner Tochter verholfen habt würde ich mich wieder über Unterstützung freuen.
Unser Sohn ist am 06.09.2018 per geplanter Sectio geboren. Für die Sectio haben wir uns aufgrund der traumatischen ersten Geburt entschieden. Dies war auch für uns genau das Richtige und es hat uns doch sehr mit der ersten Geburt versöhnt. Er wurde direkt im Kreißsaal angelegt und hat auch gesaugt. Leider hat er stark an Gewicht verloren, so dass wir auf Anraten der Klinik zugefüttert haben.
Ich habe bereits bei meiner großen Tochter anfangs zugefüttert und das BES genutzt bis ich vollgestillt habe. Bei ihr waren jedoch die Mengen, die wir zugefüttert haben sehr viel geringer. Ich möchte sehr, sehr gerne wieder vollstillen wenn das möglich ist, aber ich merke auch, dass diesmal meine Kapazitäten sehr viel begrenzter sind. Ich schaffe es nicht so oft zu Pumpen (ca. 6-7x pro Tag), habe das Gefühl, dass mich das ganze Thema noch mehr stresst und sich alles nur noch um das Thema Zufüttern dreht. Ich habe aber nun noch eine kleine Tochter, die natürlich auch Zuwendung benötigt.
Das ist der bisherige Gewichtsverlauf:
06.09.2018 – 3530g (Geburtsgewicht - Krankenhaus)
10.09.2018 – 3240g (Krankenhaus)
11.09.2018 – 3250g (Hebamme)
13.09.2018 – 3230g (Hebamme)
14.09.2018 – 3230g (Hebamme)
17.09.2018 – 3450g (Hebamme)
18.09.2018 – 3520g (Babywaage zu Hause)
1. Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
a. Ja, wir füttern aktuell Pre und abgepumpte Muttermilch zu. Wir haben erst mit dem Medela Feeder per Handfütterung zugefüttert und seit Samstag nutzen wird das BES. Pro Stillmalzeit sind es 70 ml die wir zufüttern.
2. Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
a. Aktuell versuche ich immer zuerst zu stillen und dann anschließend füttern wir Pre oder Muttermilch zu. Ich denke wir stillen so zwischen 8-10x täglich (ich habe es noch nicht notiert). Er trinkt leider immer nur kurz und nach meinem Gefühl saugt er auch nicht sehr effektiv an der Brust. Er schläft zwischen 2,5-4 Stunden zwischen den Stillmahlzeiten.
3. Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
a. Wir haben 5-6 Pipi Windeln und ca. 1 Stuhlwindel pro Tag
4. Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
a. Nach der Sectio kam er direkt ins Bonding Tuch und wurde dann im Kreißsaal angelegt wo er auch direkt gesaugt hat.
b. In den Tagen danach hat er gut gesaugt aber stark abgenommen (fast 10% des Geburtsgewichtes), so dass in der Klinik zum Zufüttern geraten wurde. Wir haben anfangs mit dem Becher zugefüttert und sind dann auf den Feeder umgestiegen. Ich hatte das Gefühl, dass er dadurch aber immer fauler an der Brust wurde und diese dann nur noch angeschrien hat, da es ihm gefühlt nicht schnell genug ging. Daher haben wir dann zu Hause auf das BES umgestellt, was ich bereits bei meiner Tochter genutzt habe.
c. Seitdem geht er zumindest wieder an die Brust, aber ich habe das Gefühl, dass er nicht richtig saugt ohne BES. An die linke Brust geht er total ungerne und hat Probleme mit dem Andocken. Ich habe schon verschiedene Stillhaltungen ausprobiert, aber es klappt nicht richtig. Sobald ich das BES an der Brust habe saugt er gut, jedoch nur an der rechten Brust. An der linken ändert sich nichts.
5. Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
a. Nein, wir haben außer dem Feeder und dem Becher nichts anderes genutzt.
6. Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
a. Wir haben eine Hebamme, aber Stillen und Stillprobleme sind nicht unbedingt ihr Steckenpferd. Sie hat schon das Thema Abstillen in den Raum gestellt. Wir hatten am Samstag eine Stillberaterin hier, mit der ich nochmal das BES „geübt“ habe.
7. Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
a. Ich hatte in der Schwangerschaft eine Schwangerschaftsdiabetes, die ich aber mit einer Diät in den Griff bekommen habe. Aufgrund starker Übelkeit habe ich in der Schwangerschaft Agyrax genommen.
8. Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
a. Bei meiner Tochter war das Stillen auch schwierig. Wir haben auch zugefüttert und das BES genutzt. Mit Eurer Hilfe haben wir dann am schlussendlich vollgestillt und ich habe sie bis zum 15. Monat gestillt. Ich denke, dass bei mir auch eine große Angst mitspielt. Das habe ich schon im Krankenhaus gemerkt, dass ich Angst hatte wieder in diese Spirale: Pumpen, Zufüttern, BES, Gewicht etc gerate.
Die genauen Daten habe ich bisher noch nicht notiert, aber hier schon mal die bisherigen Infos für Heute:
18.09. 3510 g, 4x gestillt, 60 ml MuMi, 210 ml PRE 0x Stuhl, 2x Pipi
Ich hoffe, ihr habt erstmal alle wichtigen Infos.
Liebe Grüße
Mama von zwei Wunderkindern