Gibt es Stilldemenz wirklich?

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AnnieMerrick
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Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von AnnieMerrick »

Die Wendung Schwangerschaftsdemenz / Stilldemenz kennt ihr ja bestimmt. Ist da was dran.
Ich verzweifle fast, mir fallen banale Worte nicht ein, Satzbildung, ich vergesse mitten im Gespräch den Satz. Eine absolute Katastrophe. Schlimme Vergesslichkeit gibts gratis.

Es kann natürlich der Schlafmangel und die Hitze sein, aber doch nicht so schlimm.

Gibt es sowas wie Stilldemenz und was kann man dagegen tun?
Viele Grüße
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Lösche Benutzer 16233

Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von Lösche Benutzer 16233 »

Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen, laut dem eine schwangerschaftsdemenz bzw kognitive Einschränkung oder konzentrationsprobleme in einer Studie nicht belegt werden konnte.
Enni
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von Enni »

Eher nicht - und bisweilen wird der Begriff „Still‘demenz‘“ auch als unpassend empfunden. Ich z. B. verwende ihn nicht. Ja, als Neumama ist man häufig vergesslich - der Kopf ist einfach so voll mit so vielen Dingen. Aber dement ist man ganz sicher nicht.
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Seelentattoo
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von Seelentattoo »

Ich vergesse auch unheimlich viel, auch beim dritten Kind. Die hormonumstellung ist immer am schlimmsten (also sowohl vor als auch nach der Geburt).
Habe auch wortfindungsstörungen. Hatte gelesen, dass Vitamin b helfen soll, habe es mir aber bisher nicht besorgt.
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anirahtaK
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von anirahtaK »

hm eigentlich ging das ja schon in der Schwangerschaft los... zumindest bei mir und anderen Bekannten.
Und es hörte nach dem Stillen nicht auf. Ich würde auch sagen, der Fokus verändert sich eben. Auf der Arbeit vergesse ich nicht so viel, wie zu Hause. Und zu Hause sind es auch meist Sachen, die meinen Mann oder mich betreffen. Wenns ums Kind geht, vergesse ich so gut wie nie was. Bekloppt was...

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AnnieMerrick
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von AnnieMerrick »

Seelentattoo hat geschrieben: 02.08.2018, 22:24 Ich vergesse auch unheimlich viel, auch beim dritten Kind. Die hormonumstellung ist immer am schlimmsten (also sowohl vor als auch nach der Geburt).
Habe auch wortfindungsstörungen. Hatte gelesen, dass Vitamin b helfen soll, habe es mir aber bisher nicht besorgt.
Vit b6 hilft nicht. Ich habe eine überdosis im blut und wortfindungsstörungen!
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kerstins
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von kerstins »

Ich war und bin vergesslich bei manchen Dingen - bei anderen nicht. Es könnte mit der Interessenslage zusammenhängen, oder mit der (momentanen) Verknüpfungsmöglichkeit der Erinnerung.
Was definitiv der Fall war bei mir (wurde oben schon fokussierung genannt): sobald das Baby schrie war alles andere weg. Herd an, telefonieren,... erstmal die Urbedürfnisse befriedigen. Ich finde das einen sehr praktischen Instinkt solange kein Höhlenbär kommt um mich aufzufressen ;).
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sandra86
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von sandra86 »

Ich merke einfach seit ich Kinder habe (mit jedem mehr) eine deutliche Überlastung und muss mich wesentlich mehr und besser strukturieren und organisieren als vorher. Es gibt aber halt auch einfach mehr zu strukturieren und organisieren. Mir tut es aktuell sehr leid, dass ich die Kinder ständig mit falschem Namen anspreche. Ich bin einfach am Limit meiner Fähigkeiten und da leidet meine kognitive Leistungsfähigkeit.
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Sabina
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von Sabina »

Ich habe das auch und es wird tatsächlich mit dem Abstillen jeweils wieder besser. Aber ich glaube, dass es nebst dem Hormonchaos in Schwangerschaft und gleich nach der Geburt bei mir vor allem am Schlafmangel liegt. Den habe ich momentan zwar dem Stillen/Kleinkind zu verdanken aber ich wäre wohl ähnlich unkonzentriert wenn ich aus anderen Gründen keine 60 Minuten am Stück schlafen könnte.

Den Begriff ‚Stilldemenz‘ finde ich ganz und gar nicht schlimm und verwende ihn selbst auch manchmal. Das ist ja für niemanden verletzend oder diskriminierend und ich glaube auch nicht, dass Frauen sich gegen das Stillen entscheiden weil sie vor der Stilldemenz Angst haben.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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Linda89
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Re: Gibt es Stilldemenz wirklich?

Beitrag von Linda89 »

Ich habe definitiv eine arge Einschränkung meiner kognitiven Fähigkeiten gehabt während den Schwangerschaften, so ab Mitte der Schwangerschaft. Nach Geburt noch ein paar Monate stark und dann ist es abgeflaut, bis ich nach 1 bis 2 Jahren (zwischen den Kindern also quasi gar nicht) wieder auf normalem Stand war. Ich bin von Beruf forschende theoretische Mathematikerin, meine kognitiven Fähigkeiten sind meine essenziellen Fähigkeiten, ich hab das also arg im Beruf gemerkt.

Ich werde auch meinen nächsten Chef drauf hinweisen, falls ich schwanger werde. So nach dem Motto „Ich bin jetzt schwanger, ich werd ne Zeit lang dümmer sein, wunder dich nicht.“...
Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
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