Ein wenig zum Hintergrund vorweg:
Bei meiner 2 Jahre alten Tochter war der Stillstart sehr schwierig und in den ersten Lebenstagen nahm sie zu stark ab (13%), danach auch mit Zufüttern nur schwerlich zu und fiel von der 50. Percentile unter die Kurve. Es war eine blöde Kombination zwischen spätem und sehr heftigem Milcheinschuss, starken und lange Zeit unerkannten Vasospasmen, Nicht-Erkennen von frühen Hungersignalen, stillem Reflux und damit einhergehenden Stillvermeidung vom Baby (durch Verbinden von Stillen und Schmerzen).
Durch Behandlung des Reflux, Zufüttern und gutem Stillmanagement hat sie es dann sogar zwischenzeitlich auf die 75. Percentile bugsiert.
Allerdings empfand ich die Zeit des permanenten Stillen -Zufüttern - Abpumpen - Sterilisieren - Stillen... und die ganze Unsicherheit und Sorge ums Kind, die damit einher ging, super anstrengend, stressig und ganz ganz fürchterlich.
Gelohnt hat es sich trotzdem: Wir waren schnell beim Vollstillen und stillen noch heute.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- 2 x 10 ml abgepumpte Milch mit Becher
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
- Die ersten 5 Tage haben wir die meiste Zeit nackt kuschelnd im Bett verbracht. Wir stillen nach Bedarf und sie darf auch einfach mal nur nuckeln. Wir stillen 11-13 × am Tag. Sie meldet sich relativ zuverlässig alle 1-3 Stunden.
Meine Vasospasmen melden sich leicht zurück, aber ich halte direkt mit Magnesium, Kalzium und B-Vitaminen dagegen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
- 2-4x am Tag pinkelt sie, 0-3× Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
- Ruhiges Kind, das sich seit 2-3 Tagen zuverlässig alle 1-3 Stunden meldet und sogar deutlich macht, wenn es die Brust wechseln will. Keinerlei Andockprobleme, keine wunden Brustwarzen, saugt zuverlässig und schluckt hörbar.
Allerdings hatte/habe ich wieder einen heftigen Milcheinschuss mit heftiger Schwellung und viiiiiiel Milch - wie beim ersten Kind auch. Mit dem Unterschied, dass diesmal die große Schwester mithilft, wenn es schmerzhaft wird, und das Baby selbst bei praller Wassermelone keine Andockprobleme hat, solange die Schwerkraft ein wenig gegenwirkt.
Dazu habe ich tagsüber, wenn die Große in der Kita war, abgepumpt, um den ärgsten Schmerz/Druck zu nehmen. Heute scheint es sich bereits ganz gut eingependelt zu haben. Zumindest musste ich nicht mehr pumpen oder Schmerzmittel nehmen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
- Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- Wir wohnen in Dänemark und eine Kinderkrankenschwester macht hier die "Nachsorge" und hat uns nun auch das Zufüttern empfohlen. Ich fühle mich durch sie aber nicht gut bezüglich Stillen betreut, da ich den Eindruck habe, dass der Fokus rein auf dem Babygewicht liegt und eine gute Stillbeziehung unrelevant ist. Auch scheinen ihre Kenntnisse bzgl. Stillen nicht gut zu sein. Stillen 8x am Tag sei ausreichend und ähnliche Aussagen machen mich sehr skeptisch. Und da ich ihre Kompetenzen da anzweifle, bin ich mir halt auch sehr unsicher, ob Zufüttern nun notwendig ist oder nicht.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
- Nein. Abgesehen von den Vasospasmen.
21.10. 3020 g (Geburtsgewicht)
22.10. ____ g, 2x Urin, 3x Stuhlgang
23.10. ____ g, 2x Urin, 0x Stuhlgang
24.10. 2700 g, 12x Stillen, 3x Urin, 1x Stuhlgang, Abgepumpt: 195 ml, Zugefüttert: 1×10 ml
25.10. 2880 g, 12x Stillen, 2x Urin, 1x Stuhlgang, Abgepumpt: 150 ml
26.10. ____ g, 12x Stillen, 3x Urin, 1x Stuhlgang, Abgepumpt: 110 ml
27.10. 2860 g
Dazu ist noch zu sagen, dass jedes Gewicht mit einer anderen Waage genommen wurde und dass die Kleine nach Wechselstillen mit Brustkompression keine Milch mehr aus dem Becher möchte.
Ist Zufüttern denn empfohlen bei den Werten? Mich stresst das total, weil es mich emotional so ins Wochenbett meiner Großen zurückkatapultiert.
Wenn Zufüttern angezeigt ist, würde ich das aber gerne kontrolliert und besser begleitet machen, damit ich mich nicht mehr so ausgeliefert fühle.
Milch ist auf jeden Fall reichlich da. Mit Handpumpe bekomme ich innerhalb weniger Minuten 50-80 ml pro Seite heraus. Es sollte also kein Problem sein, für den Zwerg einen Tagesvorrat abzupumpen.
Mit etwas Glück kann mein Mann morgen eine Babywaage besorgen.
Vielen Dank bereits im Voraus für eure Zeit!