Hallo, meine Tochter ist fast 6 Wochen alt.
Mein Problem begann vor gut 3 Wochen, als mein Baby und ich Antibiotika einnehmen mussten.
Seitdem kämpfe ich mit schmerzenden Brustwarzen (nicht wund). Die linke Brust ist mittlerweile schmerzfrei, aber die Rechte ist kaum auszuhalten.
Zu den Symptomen: Die Brustwarze brennt und ist sehr Berührungsempfindlich (dauerhaft) Sie verfärbt sich sehr oft mehrmals am Tag weiß (auch die linke Brustwarze, die ist aber wie gesagt schmerzfrei). Der Schmerz beim Stillen ist so stark, dass er quer durch den Körper bis in die Schultern zieht. Das nur auf der rechten Seite.
Soor wurde von der Kinderärztin ausgeschlossen. Sie hat das Baby und meine Brustwarzen angeschaut.
Das Anlegen habe ich mir noch mal von einer Stillberaterin zeigen lassen, da meine Hebamme da meiner Meinung nach nicht ganz so fit ist.
Achte nun seit über einer Woche auf das richtige asymmetrische Anlegen, und nehme Magnesium (1200 mg täglich), aber es wird einfach nicht besser. Ich trage daheim keinen BH, laufe möglichst oben ohne rum und creme regelmäßig meine Brustwarzen ein.
Die Schmerzen sind so stark, dass ich vor jedem Anlegen Angst habe.
Ich halte das Stillen auch länger als 15 Minuten durch, dann nehme ich sie wieder von der Brust. Das hat natürlich zur Folge dass sie nie richtig satt wird und nach kurzer Zeit schon wieder hin will.
Was könnte das sein und wie kriege ich es wieder in den Griff? Habe das Gefühl, schon alles probiert zu haben.
Meine linke, schmerzfreie Brust gibt anscheinend zu wenig Milch. Da jammert sie immer und stößt manchmal die Brust weg. Diese Brust war schon immer kleiner als meine rechte und ist auch in der Schwangerschaft nicht oder nur kaum gewachsen. Eigentlich nimmt sie meine linke Brust fast nur zum Nuckeln her.
Füttere seit den Schmerzen auf Anraten meiner Hebamme Pre Nahrung mit der Flasche zu.
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Ständige Schmerzen einseitig. Woher kommt das?
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Re: Ständige Schmerzen einseitig. Woher kommt das?
Hallo und herzlichen Glückwunsch zum Baby <3!
Ich bin nur eine andere Stillmama, aber das klingt für mich nach Vasospasmen. Kann gerade nicht verlinken, aber gib' das mal in die Boardsuche ein (oder schau' in der Linksammlung Stillwissen)... Zufüttern solltest Du wenn, dann nur stillfreundlich, also nicht mit der Flasche, sondern z.B. per Becher. Leider sind Hebammen nicht immer auch Stillexpertinnen, selbst wenn sie auf anderen Gebieten fachlich top sind.
Sicher meldet sich aber bald auch eine berufenere Stimme
Liebe Grüße
Mutterhenne
Ich bin nur eine andere Stillmama, aber das klingt für mich nach Vasospasmen. Kann gerade nicht verlinken, aber gib' das mal in die Boardsuche ein (oder schau' in der Linksammlung Stillwissen)... Zufüttern solltest Du wenn, dann nur stillfreundlich, also nicht mit der Flasche, sondern z.B. per Becher. Leider sind Hebammen nicht immer auch Stillexpertinnen, selbst wenn sie auf anderen Gebieten fachlich top sind.
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mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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Re: Ständige Schmerzen einseitig. Woher kommt das?
...auf die umständliche Art hier der Link: Hilfe bei Vasospasmen viewtopic.php?f=2&t=167795&hilit=Vasospasmen
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Re: Ständige Schmerzen einseitig. Woher kommt das?
...und nochmal: Stillfreundlich zufüttern. Allgemein wird aber davor gewarnt, früh ohne medizinische Indikation zuzufüttern: viewtopic.php?f=2&t=148337
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Re: Ständige Schmerzen einseitig. Woher kommt das?
Hallo und herzlich willkommen im SuT! 
Du solltest zusätzlich zum Mg Vitamin B6 einnehmen:
2x am Tag 100 mg Vitamim B6 in einem Vitamin-B-Komplex, der auch Niacin enthält. Es gibt in Deutschland nicht so hoch dosierte Präparate, daher wirst Du mehrere Tabletten nehmen müssen um auf diese Dosierung zu kommen. Innerhalb einer Woche sollte es besser werden. Falls nicht müssen wir etwas Anderes ausprobieren.
Desweiteren ist es wichtig, dass Du die Brust und den ganzen Körper gut warm hältst. Daher bietet sich "oben ohne" nicht an. Besser sind waschbare Stilleinlagen aus reiner Wolle in den BH zu legen, die Brust direkt nach dem Stillen einzupacken und Füße sowie Schultern immer gut warm zu kleiden. Selbst bei heißem Sommerwetter, denn Wind z.B. kann Vasospasmen auslösen.

Ich hatte selbst Vasospasmen und weiß wie weh diese tun. Es macht aber mehr Sinn kurzfristig ein stillverträgliches Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen einzunehmen, als dem Baby PRE zu füttern. Daher wäre mein Vorschlag, dass wir systematisch gegen den Vasospasmus arbeiten und Du weiterhin voll stillst, ggf. Muttermilch gewinnst und diese stillfreundlich zufütterst.
Was hältst Du davon?
Viele Grüße,
Teazer (Stillmodteam)
Das sind Vasospasmen. Diese sind gut behandelbar. Mutterhenne hat Dir ja schon einiges verlinkt. Gut, dass Du schon Mg nimmst. Verträgst Du es gut? Nimmst Du es über den Tag verteilt?Lollygirl hat geschrieben:Die Brustwarze brennt und ist sehr Berührungsempfindlich (dauerhaft) Sie verfärbt sich sehr oft mehrmals am Tag weiß (auch die linke Brustwarze, die ist aber wie gesagt schmerzfrei). Der Schmerz beim Stillen ist so stark, dass er quer durch den Körper bis in die Schultern zieht. Das nur auf der rechten Seite.
Du solltest zusätzlich zum Mg Vitamin B6 einnehmen:
2x am Tag 100 mg Vitamim B6 in einem Vitamin-B-Komplex, der auch Niacin enthält. Es gibt in Deutschland nicht so hoch dosierte Präparate, daher wirst Du mehrere Tabletten nehmen müssen um auf diese Dosierung zu kommen. Innerhalb einer Woche sollte es besser werden. Falls nicht müssen wir etwas Anderes ausprobieren.
Desweiteren ist es wichtig, dass Du die Brust und den ganzen Körper gut warm hältst. Daher bietet sich "oben ohne" nicht an. Besser sind waschbare Stilleinlagen aus reiner Wolle in den BH zu legen, die Brust direkt nach dem Stillen einzupacken und Füße sowie Schultern immer gut warm zu kleiden. Selbst bei heißem Sommerwetter, denn Wind z.B. kann Vasospasmen auslösen.
Fast jedes Kind hat eine bevorzugte Seite. Das ist ganz normal. Und Brüste arbeiten nie symmetrisch. Die meisten Frauen sind "Rechtsbrüster".Meine linke, schmerzfreie Brust gibt anscheinend zu wenig Milch. Da jammert sie immer und stößt manchmal die Brust weg. Diese Brust war schon immer kleiner als meine rechte und ist auch in der Schwangerschaft nicht oder nur kaum gewachsen. Eigentlich nimmt sie meine linke Brust fast nur zum Nuckeln her.
Zufütterung ist nur bei Gedeihstörungen notwendig. Unnötige Zufütterung greift in Deine Milchbildung ein. Da Du noch in der Etablierungsphase bist, kann das langfristig zu zu wenig Milch führen.Füttere seit den Schmerzen auf Anraten meiner Hebamme Pre Nahrung mit der Flasche zu.
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Ich hatte selbst Vasospasmen und weiß wie weh diese tun. Es macht aber mehr Sinn kurzfristig ein stillverträgliches Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen einzunehmen, als dem Baby PRE zu füttern. Daher wäre mein Vorschlag, dass wir systematisch gegen den Vasospasmus arbeiten und Du weiterhin voll stillst, ggf. Muttermilch gewinnst und diese stillfreundlich zufütterst.
Was hältst Du davon?
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"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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Re: Ständige Schmerzen einseitig. Woher kommt das?
Guten Morgen! Wie geht es Dir?
Viele Grüße,
Teazer (Stillmodteam)
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