Wieder zu wenig Milch - Welche Untersuchungen sinnvoll?

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sams2201
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Wieder zu wenig Milch - Welche Untersuchungen sinnvoll?

Beitrag von sams2201 »

Hallo zusammen,
vor 12 Tagen wurde meine zweite Tochter geboren und schon wieder klappt das Stillen leider nicht so gut wie erhofft :-(
Bei meiner Großen habe ich es im nachhinein darauf zurückgeführt, dass ich in der ersten Zeit leider kaum Unterstützung und Anleitung durch meine Hebamme hatte und dadurch einiges nicht so optimal gelaufen ist. Meine Tochter hatte stark ab- und nicht wieder zugenommen, was sie aber damals abtat und erst als der Kinderarzt am 10.Tag meinte, das Gewicht wäre grenzwertig, wir müssten vor/nach dem Stillen wiegen und zufüttern, habe ich die Reißleine gezogen und mir eine Stillberaterin gesucht. Diese hat mich zwar unterstützt, aber eine wirkliche Steigerung meiner Milchmenge hat das alles nicht mit sich gebracht. Damals habe ich von Stilltee über Malzbier und Powerpumpen bis zu Oxytocin-Nasenspray alles versucht, aber nichts half so richtig.
Das war für mich damals sehr schwer zu akzeptieren. Ich hätte sie so gerne vollgestillt und im Vorfeld habe ich auch nicht im geringsten damit gerechnet, dass das womöglich nicht funktionieren könnte.
Schlussendlich habe ich meine Tochter immerhin fast 8 Monate gestillt. Den größten Teil ihres Milchbedarfs mussten wir allerdings die ganze Zeit zufüttern.
Vor diesem Hintergrund habe ich mir diesmal eine Hebamme gesucht, die gleichzeitig auch Stillberaterin ist und sich sehr fürs Stillen engagiert.
Wir haben im Vorfeld alles besprochen, haben überlegt, wo letztes Mal Fehler lagen, was optimiert werden kann. Ich war hochmotiviert und gleichzeitig gelassen, weil ich dachte, nun würde alles besser. Aber das einzige, was nun tatsächlich besser gelaufen ist, ist die Gewichtskontrolle und das frühzeitige Zufüttern, als die Kleine mehr als 10% des Geburtsgewichts verloren hatte. So dass ich mir in diesem Punkt nun keine Vorwürfe machen muss und relativ entspannt bleiben kann, im Gegensatz zum letzten Mal. Zunächst habe ich beim Stillen mit Spritze zugefüttert, seit heute nutze ich das Brusternährungsset.
Vom Stillmanagement her ist dieses Mal eigentlich alles gut gelaufen. Ich habe zuhause entbunden, die Geburt war schön und ohne Schmerzmittel oder sonstige Interventionen. Ich habe die Kleine schon kurz nach der Geburt angelegt und sie hat gut gesaugt. In den ersten Tagen habe ich sie zwischen 12 und 14 Mal angelegt.
Da sie als Sterngucker geboren wurde, waren wir bereits am zweiten Tag beim Osteopath, der u.a. ihre Nacken- und Kiefermuskulatur gelockert und Blockaden beseitigt hat. am Anfang hatte sie beim Saugen die Unterlippe nicht ganz nach außen gestülpt, aber seit der Behandlung ist alles ok.
Meiner Hebamme ist bereits nach ein paar Tagen aufgefallen, dass die Kleine nicht bzw. nur selten schluckt. Obwohl ich an Tag 4/5 einen spürbaren Milcheinschuss hatte, hat sich die Milchmenge nur geringfügig gesteigert. Beim Abpumpen kamen erst nur wenige Tropfen, nun bin ich immerhin bei ca. 10-15ml pro Seite pro Abpumpen. Leider schaffe ich es nicht regelmäßig nach jedem Stillen auch noch zu Pumpen.
Ich habe nun mehrmals die Kleine vor und nach dem Stillen gewogen und auch hier betrug die Differenz ca. 20g, viel mehr scheint die Brust also nicht herzugeben. Meist erscheint es mir so, als wäre die Brust noch nicht leer, aber raus bekomme ich die Milch auch nicht :-(
Datum Gewicht Stillhäufigkeit Menge Pre Nahrung
09.05 3480g 12-0 Uhr: 7X -
10.05 13x -
11.05 3220g 14x -
12.05 3150g 12x 20 ml
13.05 3170g 15x 185 ml
14.05 3270g 14x 240 ml
15.05 3280g 13x 280 ml
16.05 3320g 14x 280 ml
17.05 3320g 16x 385 ml
18.05 3350g 15x 355 ml
19.05 3370g 12x 355 ml
20.05 3390g 11 x 330 ml
21.05 3340g


Gewogen wurde immer mit der gleichen Waage. Die hat die Hebamme mir dagelassen.
Ich habe eine kleine Brust und wohl nicht übermäßig viel Drüsengewebe, aber meine Hebamme ist sich sicher, dass das nicht die Ursache für den Milchmangel ist. Sie vermutet, dass der Milchspendereflex aus irgendeinem Grund beeinträchtigt sein könnte.
Ich möchte gerne weitere Untersuchungen machen lassen, allerdings war mein Frauenarzt diesbezüglich keine große Hilfe. Daher hoffe ich von euch einige zusätzliche Infos bekommen zu können, um dann beim Arzt einfach nur die zu untersuchenden Parameter nennen zu müssen.
- Schilddrüsenunterfunktion: welche Parameter sind hier relevant?
- PCOs: mein vorheriger Frauenarzt erwähnte mal beiläufig, dass meine Eierstöcke auf PCO hindeuten. Der aktuelle Frauenarzt meinte nun, da ich zweimal spontan schwanger wurde und auch sonst keine Beschwerden habe, wäre die Diagnose eher unwahrscheinlich. Was kann diesbezüglich untersucht werden?
- Insulinresistenz: ich hatte in der ersten Schwangerschaft Schwangerschaftsdiabetes, der rein diätetisch behandelt wurde. in der jetzigen Schwangerschaft waren meine Werte grenzwertig, ich habe auch nur etwas auf die Ernährung geachtet und hatte damit keine Probleme. Was kann man bezüglich einer Insulinresistenz untersuchen lassen? Wie erfolgt die Diagnose?
- Vitamin B12: ich habe irgendwo gelesen oder gehört, dass ein Vitamin B12 - Mangel Probleme bei der Milchbildung verursachen könnte. Leider finde ich keine wirklichen Infos dazu. Kann jemand von euch etwas dazu sagen? (Ich ernähre mich vegetarisch.)
- Welche weiteren Parameter könnten relevant sein?

Ich bedanke mich bei allen, die den etwas lang geraten Text bis hierher gelesen haben und bin dankbar für jeden Tipp. Falls ich irgendeine Info vergessen habe, fragt bitte nach.
Liebe Grüße, Sandra
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Mausebär
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Re: Wieder zu wenig Milch - Welche Untersuchungen sinnvoll?

Beitrag von Mausebär »

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter.

Ich kann dir fachlich leider nicht weiter helfen, aber ich möchte dir schon mal Mut zu sprechen und dir alles Gute wünschen. An besten du schaust dir gleich mal an wie die Stillberatung hier funktioniert und beantwortest die Fragen, dann können dir die Still-Mods sicher helfen.
Völlig verrückte Familie mit Mausebär 12/2016 und Knödl 10/2023 :smilie_und_kind:
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