pqr hat geschrieben:Hallo
Mein Kind ist nogh kleiner, ich wollte Dir trotzdem meime Gedanken dalassen.
Der Plan würde mich als Kind, insbesondere als das kleinere, auch überfordern.
Es sieht so nach einem Berg aus. Ich finde schwierig, dass echte Aufgaben, Körperpflege und Bett gehen als Aufgaben vetmischt sind.
Es sind ja einige dabei, die das Kind quasi für sich selbst tun sollte, also eher Regeln oder Routinen.
Finde ich auch, ich finde die Bildchen auch zu verspielt, irgendwie ist das für mich optisch nicht "klar".
Wir haben einigermaßen erfolgreich eingeführt, dass die Kinder abends beim Ausziehen ihre Dreckwäsche in die Wäschewanne bringen (das ist praktischerweise auf dem Weg ins Bad) und die noch sauberen Klamotten mindestens auf ihre Kommode legen, am besten wieder in die Schublade. Das klappt jetzt echt ganz gut, oft müssen wir kurz daran erinnern, aber dann klappt es auch. Das ist nur eine Winzigkeit, bei all dem Chaos, das sie täglich verursachen, aber es ist ein Anfang.

Und mir ist es lieber, die machen nur ein bisschen, das dann aber auch richtig und selbstverständlich.
Dann haben wir jetzt gerade eingeführt, dass sie das Schüsselchen, in dem sie sich mittags etwas Süßes zum Vorlesen mit aufs Sofa nehmen, danach wieder in die Küche bringen. Das klappt überhaupt noch nicht. Sie stehen irgendwann auf, sausen zum Spielen und vergessen es. Aber ich schätze, in 2 Wochen klappt das - bis dahin werden wir mehr oder weniger geduldig daran erinnern.
Ich denke, es braucht ca. einen Monat, so eine Routine einzuführen. Und je klarer ist, wann was gemacht wird, desto einfacher ist es. Ich würde deshalb mit einer Sache anfangen und dann mit der Zeit neue hinzufügen. Geschirr nach dem Essen zur Spülmaschine bringen wäre einer meiner nächsten Punkte.
Das Thema Aufräumen ist ja nochmal ein eigenes.... hier gilt, wer Chaos macht, macht es - meist mit elterlicher Unterstützung - wieder weg. Aber es ist typischerweise viiiiiiel elterliche Unterstützung nötig, bei der Großen (so alt wie deine Große) kaum noch, bei den anderen aber sehr. Die beiden Kleinen (knapp 4 und gerade 6) wissen auch einfach oft nicht, was sie machen sollen, wenn man sagt "räum auf". Sagt man dagegen "sammle mal alle Puppenklamotten ein und stecke sie in
diese Schublade", dann klappt das, sogar ohne viel Theater. Oder man sagt "jetzt such mal drei Sachen, bei denen du genau weißt, wo sie hinkommen, und räum sie dahin". Ich finde das ehrlich gesagt ganz spannend, solche Aufräumstrategien zu vermitteln.
Wir räumen also viel mit auf. Zweimal in der Woche kommt die Putzfrau, da räumen wir oft am Abend vorher alle zusammen 15 Minuten auf, dann geht es. Spiele und Puzzles werden meist nach Gebrauch wieder eingeräumt, das klappt in ca. 75% der Fälle ohne unser Zutun. In den verbleibenden 25% finden wir Eltern die Sachen irgendwann und räumen sie leise grummelnd weg. Dafür dürfen Playmobillandschaften wochenlang stehenbleiben, wenn sie bespielt werden...