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ICSI trotz Stillen - eure Erfahrungen und Medikamente?

Verfasst: 23.09.2016, 14:17
von Wunschkind2017
Hallo an alle Stillmamis,
ich bin ganz neu hier im Forum, habe bisher nur meinen Vorstellungsbeitrag veröffentlicht.

Ich heiße Milla, bin 32 und mein Mann ist 45. Wir haben ein wunderbares Mädchen von 2 Jahren, das noch abends und nachts gestillt wird, gelegentlich auch noch morgens.
Unsere Suse ist ein ICSI-Kind und auch ein Geschwisterchen müsste auf diesem Wege entstehen. Aufgrund des Alters meines Mannes können und wollen wir uns dafür nun nicht mehr Jahre Zeit lassen. Abstillen und mit jeder negativen ICSI das Abstillen bereuen kommt aber auch nicht in Frage.

Nun werden wir in 1-2 Monaten wieder starten und ich würde gern wissen, welche Medikamente ihr für eine ICSI trotz stillen genommen habt.
Unsere Liste sieht derzeit so aus:
- Gonal F, Utrogest, Ovitrelle, Clexane, Doxycyclin, Prednisolon = unbedenklich.
- Orgalutran oder Cetrotide = beides fraglich.

Was habt ihr im Antagonistenprotokoll als DR genommen? Beide Medikamente werden bei Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen, aber warum? Welche stillfreundlichen Alternativen gibt es?
Der Termin mit unserem Arzt ist in 3 Wochen und ich würde nicht gern unvorbereitet hinfahren.

Ich hoffe auf viele hilfreiche Antworten von euch und danke im Voraus,
Milla :6:

Re: ICSI trotz Stillen - eure Erfahrungen und Medikamente?

Verfasst: 27.09.2016, 07:45
von Mondenkind
Hallo und herzlich willkommen hier.

Wenn du die Wörter "Kiwu" oder "ICSI" in die Boardsuche eingibst, findest du reichlich Threads zu dem Thema, falls hier keiner was rückmeldet.

Falls du über die ERfahrungsberichte hinaus noch was wissen möchtest, also aus fachlicher Sicht, dann müsste ich wissen, warum ICSI notwendig ist bei euch.

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Re: ICSI trotz Stillen - eure Erfahrungen und Medikamente?

Verfasst: 27.09.2016, 09:04
von Brianna
Wir hatten auch mal überlegt. Ich habe mich aber nach Beratung hier entschieden, vorher abzustillen, da in meinem Fall wegen Problemen in der ersten Schwangerschaft schwanger weiterzustillen nicht zu empfehlen war. Ich fand es für mein Kind schwerer, bei Schwangerschaftsfeststellung sofort nicht mehr zu stillen. Deshalb habe ich ihn in der Planungszeit langsam abgestillt. Die Kiwu wusste davon. Sah aber kein Problem, da bis Behandlungsbeginn abgestillt war.
Ich drücke die Daumen.

Re: ICSI trotz Stillen - eure Erfahrungen und Medikamente?

Verfasst: 27.09.2016, 11:07
von chipmunk
Ich kann keine Erfahrungen beitragen, habe aber vor gut einem Jahr das Thema mit meiner FA, die auch in einer Kinderwunschklinik mitarbeitet, angesprochen (da ICSI bei uns auch im Raum steht und stand).
Ihr Aussage dazu war, dass wir eine ICSI in der dortigen Kinderwunschklinik auch während "latentem" Stillen (so ~ 2x pro Tag meinte sie damit) machen könnten.

Wie genau die Medikamente dazu angepasst werden müssen, weiss ich aber nicht.

Ich vermute, dass es von den dortigen Ärzten abhängt, also wie aufgeschlossen sie dem Thema gegenüber stehen.

Re: ICSI trotz Stillen - eure Erfahrungen und Medikamente?

Verfasst: 27.09.2016, 11:22
von Gast
Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

ICSI ist notwendig aufgrund von OAT3 bei meinem Mann und PCOS bei mir.

LG

Re: ICSI trotz Stillen - eure Erfahrungen und Medikamente?

Verfasst: 27.09.2016, 21:06
von jente
Hallo,
Ich hatte eine IVF in der Stillzeit, hilft dir das auch? Protokoll: Downregulation mit Synarela Nasenspray, Stimu mit Menogon, ausgelöst mit Brevactid. Danach dann bis zur 12. SWS Utrogest. Von den Dosierungen entsprach es genau denen bei meiner ersten IVF, damals hatte ich natürlich noch nicht gestillt. Wobei ich beim ersten Mal keine Downregulation hatte, Nur Menogon und Brevactid sowie Utrogest.

Mein Stillkind war bei der zweiten IVF gut 1,5 Jahre alt und es gab soweit ich es bemerkt habe keine Probleme.

Viel Glück euch!

Re: ICSI trotz Stillen - eure Erfahrungen und Medikamente?

Verfasst: 27.09.2016, 21:43
von Mondenkind
Gast hat geschrieben: ICSI ist notwendig aufgrund von OAT3 bei meinem Mann und PCOS bei mir.
Die meisten Kinderwunschzentren möchten natürlich abgestillte Mütter, zum einer wegen der rechtlichen Sicherheit zum anderen, weil damit die baby take home Raten höher sind. Allgemein ist es was die Erfolgschancen angeht, eher vertretbar weiter zu stillen, wenn die Unfruchtbarkeit beim Mann begründet liegt. Bei chronischer Anovulation, also ausbleibenden Eisprüngen, wie es beim PCO oft vorkommt, kann das Stillen die Chancen auf eine Schwangerschaft schon deutlich mindern. Dann sollte man bedenken.

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung