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Ich habe die Hoffnung, dass mir hier geholfen werden kann doch noch bei meinem 2. Kind voll stillen zu können!?!
In meinem Kopf schwirrt ganz viel rum und ich gebe mein Bestes dies nachvollziehbar niederzuschreiben.
2.Schwangerschaft:
Verlief unkompliziert.
Hatte mit meiner Hebamme vor der Geburt Kontakt aufgenommen, um mit ihr über das Stillen zu sprechen. Ich hatte große Sorge, dass es beim 2. Kind wieder nicht klappen könnte.
Sie meinte, dass ich mir keine Sorgen machen soll und alles gut verlaufen wird. Und ich sollte nichts spezielles extra machen.
(Ich hatte mir überlegt gehabt, frühzeitig zu pumpen etc. ... (Hätte ich diese Gedanken doch weiter verfolgt!))
Geburt:
Mein 2. Kind, ein Junge, kam schnell und unkompliziert am 16.7.16 zur Welt. Er wurde mir direkt nach der Geburt auf die Brust gelegt, wo er eine zeitlang liegen konnte. Die Brust habe ich ihm gezeigt, aber getrunken hat er noch nicht. Dann kam die U1 und im Anschluss konnte er eine gute Stunde bei mir wieder weiter liegen. Dort hat er den Weg zur Brust schon gefunden und sie in den Mund genommen, aber getrunken hat er nicht wirklich. Erst danach wurde er angezogen und wir kamen auf Station.
In der Nacht habe ich den kleinen nur nach Bedarf angelegt, da mir die Krankenschwester gesagt hat, dass das Baby sich auch erholen muss und schlafen soll.
(Ich hatte nachgefragt, da ich nicht wusste ob ich ihn öfters anlegen sollte.)
Wir sind nach einer Nacht nach Hause gegangen, da ich von meiner 1.Geburt wusste wie mich der Aufenthalt gestresst hatte und das wollte ich diesmal auf keinen Fall noch mal erleben.
Stillen:
Die erste Woche fand ich noch nichts ungewöhnliches am Stillen.
Irgendwann kam das abendliche Dauer-Stillen von 18.00 bis 23:00 hinzu. Clusterfeeding - denk ich mal.
Hier wurde er mehr und mehr wütend und richtig zornig an meiner Brust. Das hatte er dann auch manchmal tagsüber und das ging dann solange bis er an der Brust einschlief.
Irgendwann hatte ich ihn dann fast nur noch an der Brust.... (Tagsüber)
Ich ärgere mich sehr über meine Hebamme, da ich ihr so viele Fragen in den ersten Tagen gestellt habe bezüglich dem Stillen.
Und es waren eigentlich in die richtigen Fragen, die dazu geführt hätten vielleicht jetzt mehr Milch zu haben ?!
Sie war so entspannt, dass ich dachte "gut, wenn sie meint, dann wird das schon". Man verlässt sich doch auf die Hebamme, oder????
Zu meinen Fragen, die ich ihr gestellt hatte zählten z.B.:
- Soll ich den Kleinen nachts wecken zum stillen? Antwort: Nein, nach Bedarf
- Soll ich den Kleinen nachts wickeln (damit er wieder wach wird zum trinken)? Antwort: Nein, nicht nötig
- Soll ich die Brust wechseln li / re / li .... ? Antwort: Nein. Erst die eine Seite und wenn er mehr will dann die andere.
(Tolle Antwort, da die Kleinen so schnell wieder einschlafen, obwohl sie noch trinken könnten.)
Oh mann ich kann es nicht glauben wie blauäugig ich war! Was war nur los mit mir???
Wenn sich einer fragt, warum ich nichts unternommen habe: Keine Ahnung.
Vorwürfe mache ich mir zu genügend! Zumal ich weiß was es bedeutet, wenn man einmal mit dem Zufüttern begonnen hat.
Gewichtsentwicklung:
16.7. - 3630g Krankenhaus/Geburt
18.7. - 3300g Hebamme
20.7. - 3460g Hebamme
22.7. - 3420g Hebamme
25.7. - 3460g Hebamme
29.7. - 3560g Hebamme
01.8. - 3660g Hebamme
09.8. - 3800g Hebamme (nach 2 Wochen)
15.8. - 3880g Hebamme (nach 3 Wochen mit Abpumpen begonnen und die kl. Mengen zugefüttert)
22.8. - 3980g Hebamme (Zufütterung mit pré begonnen)
Mo: 60ml
Di: 145ml
Mi: 165ml
Do: 145ml
Fr: 170ml
Sa: 160ml
So: 170ml
29.8. - 4300g Hebamme
Mo: 140ml
Di: 125ml
Nach 2 Wochen meinte die Hebamme: Oh, da müssen wir mal bis nächste Woche sehen, was mit seinem Gewicht passiert.
(Keine wirklichen Maßnahmen genannt (bis auf Bockshornklee), um frühzeitig dagegen zu lenken.)
Nach 3 Wochen meinte die Hebamme:: Oh, wenn nächste Woche das Gewicht immer noch nicht hoch geht, dann müssen wir überlegen, ob ihr zufüttert.
(Keine Maßnahmen genannt, um frühzeitig dagegen zu lenken.)
Ich wurde allerdings nervös, und habe mir eine Pumpe aus der Apotheke geholt. Außerdem habe ich mir Rat bei einer Stillberaterin geholt, die auch zu mir nach Hause kam.
Zum Anlegen meinte sie das es super ist; der Kleine hat die Brust gut im Mund. Jedoch könnte meine "Brustform" der Grund für die wenige Milch sein. Kann das sein???
Meine Brust ist mini, aber dies soll ja kein Grund sein. Das mit der Form wäre mir neu...
Dann habe ich immer nach dem Stillen abgepumpt, damit die Brust leer wird. Und die kleinen Reste gesammelt und meinem Sohn über einen Löffel und dann über einen Soft-cup verabreicht.
Nach 4 Wochen meinte die Hebamme: Oh, nun müsst ihr zufüttern. Zur Menge meinte sie: 60ml am Tag.
Das wars ihrerseits. Und noch die tolle Bemerkung zum Schluss, dass ich wahrscheinlich immer zufüttern muss, da ich vielleicht zu wenig Drüsengewebe habe.
Sonstiges:
Mein Kleiner lässt sich bis heute kaum ablegen (auch jetzt liegt er an meinem Bauch
Nachts schlafen wir seit dem Krankenhaus Bauch an Bauch.
Mein Sohn hatte fast immer jeden Tag einmal Stuhlgang und hat nasse Windeln.
Pumpen tu ich grad nicht mehr. Es sei denn er nimmt mal nur eine Brust, dann mach ich die andere Seite.
Ich versuch tagsüber alle 2 Stunden ihn jetzt anzulegen. (seit 1 Woche)
Nachts kommt er mittlerweile von selbst fast alle 2 Stunden. (Nachts füttere ich nicht zu)
Zum Zufüttern nehm ich seit einer Woche das Brusternährungsset. Und immer erst nach dem Stillen, wenn nichts mehr kommt und er hungrig ist.
Abschließend nun meine Fragen:
- Ist es für mich noch möglich voll zu stillen oder ist der Zug abgefahren?
- Ist die Zufütterungsmenge hoch? Entspricht wieviel Stillmahlzeiten?
- Pumpen? Soll ich wieder was machen?
- Ich versuche ihm nur kleine Mengen zu geben (35ml), damit er nicht zu sehr satt wird. Kann man das machen?
Allerdings fordert er Abends 70ml ein und ist dann erst zufrieden, die ich ihm auch gebe!
Herzlichen Dank! Ich wünsche mir so sehr Unterstützung auf meinem Weg!