stillprobleme/trinkfaul?
Verfasst: 16.07.2016, 13:32
liebes forum,
ihr wurdet mir empfohlen und ich hoffe, ich bekomme hilfe. ich bin inzwischen (nach nur 11 tagen
) völlig fertig was das stillen meiner maus angeht. eigentlich was die ganze ernährung angeht.
eigentlich ging ich erst davon aus, dass ich nicht stillen darf/kann, da ich ein medikament einnehme, was minimal in die mumi geht. zum glück konnten mich embryotox, die klinik und mein arzt aber beruhigen. ich hatte mich wahnsinnig aufs stillen gefreut... etwas bedenken hatte und habe ich trotzdem.
die geburt war dann leider schwer: lange wehen (50 stunden), abfallende herztöne, dann eine sectio. meine maus ist eine sehr zarte. sie suchte aber schnell die brust und im kh habe ich sie auch sofort nachdem ich aufwachte (ich brauchte eine vollnarkose) angelegt. sie trank. leider stellte sich nach ca. 4 tagen raus, dass sie zu viel angenommen hatte, sie ist einfach sehr gemütlich, trinkt langsam, schläft ein, will 20 minuten wieder an die brust. dann wurde es chaotisch: die frühschicht sagte: nur anlegen und stillen -nicht mehr. die spätschicht sagte - abpumpen und mit dem finger/spritze zufüttern. die nachtschicht reichte mir das fläschchen für die abgepumpte milch. also bekam die maus fläschchen (ich legte sie trotzdem an und sie trank auch weiter an der brust, wenn auch wenig). die kinderärztin dort hielt sich raus, als ich um einen rat fragte.
meine hebamme meinte dann, ich solle versuchen doch wieder voll zu stillen ohne abpumpen. ich hatte einen zweiten milcheinschuss (meine güte, hatte ich brüste und milch) und es schien 1-2 tage ganz gut zu laufen. nachts kam sie alle 3 stunden, trank, schlief gemütlich weiter. dann hatte ich 24 stunden quasi kaum noch milch. ich legte an, ich pumpte ab, die lütte brüllte - fast 24 stunden. ich kannte zwar ihr trinkfaulheit, aber das war schon heftig. es geht einem natürlich irre nahe und ich fühlte (und fühle) mich wie ein versager, der sein kind nicht ernähren kann und es zum weinen bringt. als es am nächsten tag nicht besser wurde tippte die hebamme auf hunger und ich ging trotzdem zum arzt. diese war sehr lieb, sagte aber auch: die kleine hat hunger. der plan war (sofern zu verwirklichen): stillen, abpumpen ggf. zufüttern mit pulvermilch. ich habe erst mal zu hause ein fläschchen pulvermilch gemacht und war erleichtert, dass sie kleine endlich satt war und ruhe fand. und ehrlich gesagt: meine nerven auch. wie es weitergehen sollte wusste ich nicht...
gestern dann: da ist sie wieder die milch. ich habe nachgelegt. und ich versuchte es so zu machen: stillen, abpumpen, ggf. zufüttern. nur: mausi ist wieder faul. sie geht an die brust, sie trinkt auch - und pooft gemütlich ein. 20 minuten später fällt ihr ein, dass sie doch hunger hat und sie brüllt wieder wie am spieß. ich habe ihr dann mumi abgepumnkt im fläschchen angeboten: drei schlucke und gute nacht. das selbe dann mit der kunstmilch. die nacht war wieder komplett schlaflos (sie schläft bei mir im bett und am liebsten auf bzw. an mir, was sie natürlich auch darf). ich war nur noch damit beschäftigt, zu versuchen die lütte satt zu bekommen, was mir ja nicht gelang. ich zog sie aus, kitzelte sie - aber sie hat da echt die ruhe weg. heute morgen mit hebamme: ich soll wieder nur versuchen zu stillen. ich versuche es ja, ich ärgere sie mit blutendem herzen, aber sie nuckelt sich gemütlich einen weg, pennt ein und wacht kürzeste zeit später wieder auf. bevor wir zu einem kleinen spaziergang aufbrachen brüllte sie sich wieder so verzweifelt und herzzerreißend ein, dass ich dachte: ok, dann halt wieder versuch pulvermilch. ich musste sie zwar auch ärgern, aber sie trank wenigstens fast die flasche leer (ist ja auch einfacher) und fand ruhe und schläft jetzt im tuch. sie ist ja auch nur noch wach.
ich sitze hier und heule und frage mich wie das werden soll. wir eiern völlig ohne zu wissen wohin und was gut und praktikabel ist luftleer rum. erschwerend kommen zwei dinge hinzu: ich bin selbstständig. die kleine kann mit ins büro, ich habe mitarbeiter, die toll sind, ich kann viel von zu hause arbeiten - aber ich brauche schon mal 2 stunden ruhe, um etwas zu schreiben und zu denken. klar können meine eltern und freunde aufpassen, dass ist alles nicht das problem, aber ich heule ja mit, wenn sie heult. und wie. und: ich bin alleinerziehend mit ihr. also entlastung durch einen partner, jemanden der ständig da ist, fällt weg. ich habe tolle eltern und freunde, aber mir fehlt im moment jede idee, jeder weg, wie ich das hinbekommen soll. mir fehlt... ja so etwas wie ein plan, eine struktur, eine möglichkeit. ich merke nur: so läuft es nicht, so geht es nicht. das schaffe ich nicht, das schafft die kleine nicht. irgendwann heulen wir uns nur gegenseitig an. und ich muss ihr doch helfen, ich muss doch mein kind ernähren können
ich bin euch dankbar für eure hilfe (und melde mich auch noch an. das ist jetzt alles zeitersparniss, bis ich mir wieder überlege, was ich mache, wenn mausi schreit). ich habe schon überlegt ob ich bei der la leche liga anrufe? geht das auch am we? wahrscheinlich breche ich aber gleich in tränen aus, wenn ich mit jemanden spreche.
viele grüße
l.
ihr wurdet mir empfohlen und ich hoffe, ich bekomme hilfe. ich bin inzwischen (nach nur 11 tagen
eigentlich ging ich erst davon aus, dass ich nicht stillen darf/kann, da ich ein medikament einnehme, was minimal in die mumi geht. zum glück konnten mich embryotox, die klinik und mein arzt aber beruhigen. ich hatte mich wahnsinnig aufs stillen gefreut... etwas bedenken hatte und habe ich trotzdem.
die geburt war dann leider schwer: lange wehen (50 stunden), abfallende herztöne, dann eine sectio. meine maus ist eine sehr zarte. sie suchte aber schnell die brust und im kh habe ich sie auch sofort nachdem ich aufwachte (ich brauchte eine vollnarkose) angelegt. sie trank. leider stellte sich nach ca. 4 tagen raus, dass sie zu viel angenommen hatte, sie ist einfach sehr gemütlich, trinkt langsam, schläft ein, will 20 minuten wieder an die brust. dann wurde es chaotisch: die frühschicht sagte: nur anlegen und stillen -nicht mehr. die spätschicht sagte - abpumpen und mit dem finger/spritze zufüttern. die nachtschicht reichte mir das fläschchen für die abgepumpte milch. also bekam die maus fläschchen (ich legte sie trotzdem an und sie trank auch weiter an der brust, wenn auch wenig). die kinderärztin dort hielt sich raus, als ich um einen rat fragte.
meine hebamme meinte dann, ich solle versuchen doch wieder voll zu stillen ohne abpumpen. ich hatte einen zweiten milcheinschuss (meine güte, hatte ich brüste und milch) und es schien 1-2 tage ganz gut zu laufen. nachts kam sie alle 3 stunden, trank, schlief gemütlich weiter. dann hatte ich 24 stunden quasi kaum noch milch. ich legte an, ich pumpte ab, die lütte brüllte - fast 24 stunden. ich kannte zwar ihr trinkfaulheit, aber das war schon heftig. es geht einem natürlich irre nahe und ich fühlte (und fühle) mich wie ein versager, der sein kind nicht ernähren kann und es zum weinen bringt. als es am nächsten tag nicht besser wurde tippte die hebamme auf hunger und ich ging trotzdem zum arzt. diese war sehr lieb, sagte aber auch: die kleine hat hunger. der plan war (sofern zu verwirklichen): stillen, abpumpen ggf. zufüttern mit pulvermilch. ich habe erst mal zu hause ein fläschchen pulvermilch gemacht und war erleichtert, dass sie kleine endlich satt war und ruhe fand. und ehrlich gesagt: meine nerven auch. wie es weitergehen sollte wusste ich nicht...
gestern dann: da ist sie wieder die milch. ich habe nachgelegt. und ich versuchte es so zu machen: stillen, abpumpen, ggf. zufüttern. nur: mausi ist wieder faul. sie geht an die brust, sie trinkt auch - und pooft gemütlich ein. 20 minuten später fällt ihr ein, dass sie doch hunger hat und sie brüllt wieder wie am spieß. ich habe ihr dann mumi abgepumnkt im fläschchen angeboten: drei schlucke und gute nacht. das selbe dann mit der kunstmilch. die nacht war wieder komplett schlaflos (sie schläft bei mir im bett und am liebsten auf bzw. an mir, was sie natürlich auch darf). ich war nur noch damit beschäftigt, zu versuchen die lütte satt zu bekommen, was mir ja nicht gelang. ich zog sie aus, kitzelte sie - aber sie hat da echt die ruhe weg. heute morgen mit hebamme: ich soll wieder nur versuchen zu stillen. ich versuche es ja, ich ärgere sie mit blutendem herzen, aber sie nuckelt sich gemütlich einen weg, pennt ein und wacht kürzeste zeit später wieder auf. bevor wir zu einem kleinen spaziergang aufbrachen brüllte sie sich wieder so verzweifelt und herzzerreißend ein, dass ich dachte: ok, dann halt wieder versuch pulvermilch. ich musste sie zwar auch ärgern, aber sie trank wenigstens fast die flasche leer (ist ja auch einfacher) und fand ruhe und schläft jetzt im tuch. sie ist ja auch nur noch wach.
ich sitze hier und heule und frage mich wie das werden soll. wir eiern völlig ohne zu wissen wohin und was gut und praktikabel ist luftleer rum. erschwerend kommen zwei dinge hinzu: ich bin selbstständig. die kleine kann mit ins büro, ich habe mitarbeiter, die toll sind, ich kann viel von zu hause arbeiten - aber ich brauche schon mal 2 stunden ruhe, um etwas zu schreiben und zu denken. klar können meine eltern und freunde aufpassen, dass ist alles nicht das problem, aber ich heule ja mit, wenn sie heult. und wie. und: ich bin alleinerziehend mit ihr. also entlastung durch einen partner, jemanden der ständig da ist, fällt weg. ich habe tolle eltern und freunde, aber mir fehlt im moment jede idee, jeder weg, wie ich das hinbekommen soll. mir fehlt... ja so etwas wie ein plan, eine struktur, eine möglichkeit. ich merke nur: so läuft es nicht, so geht es nicht. das schaffe ich nicht, das schafft die kleine nicht. irgendwann heulen wir uns nur gegenseitig an. und ich muss ihr doch helfen, ich muss doch mein kind ernähren können
ich bin euch dankbar für eure hilfe (und melde mich auch noch an. das ist jetzt alles zeitersparniss, bis ich mir wieder überlege, was ich mache, wenn mausi schreit). ich habe schon überlegt ob ich bei der la leche liga anrufe? geht das auch am we? wahrscheinlich breche ich aber gleich in tränen aus, wenn ich mit jemanden spreche.
viele grüße
l.