stillprobleme/trinkfaul?

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lena9

stillprobleme/trinkfaul?

Beitrag von lena9 »

liebes forum,

ihr wurdet mir empfohlen und ich hoffe, ich bekomme hilfe. ich bin inzwischen (nach nur 11 tagen :cry: ) völlig fertig was das stillen meiner maus angeht. eigentlich was die ganze ernährung angeht.

eigentlich ging ich erst davon aus, dass ich nicht stillen darf/kann, da ich ein medikament einnehme, was minimal in die mumi geht. zum glück konnten mich embryotox, die klinik und mein arzt aber beruhigen. ich hatte mich wahnsinnig aufs stillen gefreut... etwas bedenken hatte und habe ich trotzdem.

die geburt war dann leider schwer: lange wehen (50 stunden), abfallende herztöne, dann eine sectio. meine maus ist eine sehr zarte. sie suchte aber schnell die brust und im kh habe ich sie auch sofort nachdem ich aufwachte (ich brauchte eine vollnarkose) angelegt. sie trank. leider stellte sich nach ca. 4 tagen raus, dass sie zu viel angenommen hatte, sie ist einfach sehr gemütlich, trinkt langsam, schläft ein, will 20 minuten wieder an die brust. dann wurde es chaotisch: die frühschicht sagte: nur anlegen und stillen -nicht mehr. die spätschicht sagte - abpumpen und mit dem finger/spritze zufüttern. die nachtschicht reichte mir das fläschchen für die abgepumpte milch. also bekam die maus fläschchen (ich legte sie trotzdem an und sie trank auch weiter an der brust, wenn auch wenig). die kinderärztin dort hielt sich raus, als ich um einen rat fragte.

meine hebamme meinte dann, ich solle versuchen doch wieder voll zu stillen ohne abpumpen. ich hatte einen zweiten milcheinschuss (meine güte, hatte ich brüste und milch) und es schien 1-2 tage ganz gut zu laufen. nachts kam sie alle 3 stunden, trank, schlief gemütlich weiter. dann hatte ich 24 stunden quasi kaum noch milch. ich legte an, ich pumpte ab, die lütte brüllte - fast 24 stunden. ich kannte zwar ihr trinkfaulheit, aber das war schon heftig. es geht einem natürlich irre nahe und ich fühlte (und fühle) mich wie ein versager, der sein kind nicht ernähren kann und es zum weinen bringt. als es am nächsten tag nicht besser wurde tippte die hebamme auf hunger und ich ging trotzdem zum arzt. diese war sehr lieb, sagte aber auch: die kleine hat hunger. der plan war (sofern zu verwirklichen): stillen, abpumpen ggf. zufüttern mit pulvermilch. ich habe erst mal zu hause ein fläschchen pulvermilch gemacht und war erleichtert, dass sie kleine endlich satt war und ruhe fand. und ehrlich gesagt: meine nerven auch. wie es weitergehen sollte wusste ich nicht...

gestern dann: da ist sie wieder die milch. ich habe nachgelegt. und ich versuchte es so zu machen: stillen, abpumpen, ggf. zufüttern. nur: mausi ist wieder faul. sie geht an die brust, sie trinkt auch - und pooft gemütlich ein. 20 minuten später fällt ihr ein, dass sie doch hunger hat und sie brüllt wieder wie am spieß. ich habe ihr dann mumi abgepumnkt im fläschchen angeboten: drei schlucke und gute nacht. das selbe dann mit der kunstmilch. die nacht war wieder komplett schlaflos (sie schläft bei mir im bett und am liebsten auf bzw. an mir, was sie natürlich auch darf). ich war nur noch damit beschäftigt, zu versuchen die lütte satt zu bekommen, was mir ja nicht gelang. ich zog sie aus, kitzelte sie - aber sie hat da echt die ruhe weg. heute morgen mit hebamme: ich soll wieder nur versuchen zu stillen. ich versuche es ja, ich ärgere sie mit blutendem herzen, aber sie nuckelt sich gemütlich einen weg, pennt ein und wacht kürzeste zeit später wieder auf. bevor wir zu einem kleinen spaziergang aufbrachen brüllte sie sich wieder so verzweifelt und herzzerreißend ein, dass ich dachte: ok, dann halt wieder versuch pulvermilch. ich musste sie zwar auch ärgern, aber sie trank wenigstens fast die flasche leer (ist ja auch einfacher) und fand ruhe und schläft jetzt im tuch. sie ist ja auch nur noch wach.

ich sitze hier und heule und frage mich wie das werden soll. wir eiern völlig ohne zu wissen wohin und was gut und praktikabel ist luftleer rum. erschwerend kommen zwei dinge hinzu: ich bin selbstständig. die kleine kann mit ins büro, ich habe mitarbeiter, die toll sind, ich kann viel von zu hause arbeiten - aber ich brauche schon mal 2 stunden ruhe, um etwas zu schreiben und zu denken. klar können meine eltern und freunde aufpassen, dass ist alles nicht das problem, aber ich heule ja mit, wenn sie heult. und wie. und: ich bin alleinerziehend mit ihr. also entlastung durch einen partner, jemanden der ständig da ist, fällt weg. ich habe tolle eltern und freunde, aber mir fehlt im moment jede idee, jeder weg, wie ich das hinbekommen soll. mir fehlt... ja so etwas wie ein plan, eine struktur, eine möglichkeit. ich merke nur: so läuft es nicht, so geht es nicht. das schaffe ich nicht, das schafft die kleine nicht. irgendwann heulen wir uns nur gegenseitig an. und ich muss ihr doch helfen, ich muss doch mein kind ernähren können :(

ich bin euch dankbar für eure hilfe (und melde mich auch noch an. das ist jetzt alles zeitersparniss, bis ich mir wieder überlege, was ich mache, wenn mausi schreit). ich habe schon überlegt ob ich bei der la leche liga anrufe? geht das auch am we? wahrscheinlich breche ich aber gleich in tränen aus, wenn ich mit jemanden spreche.

viele grüße
l.
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deidamaus
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Re: stillprobleme/trinkfaul?

Beitrag von deidamaus »

Hallo lena9,

herzlich Willkommen hier im SuT und alles Gute zu deinem Minibaby :D

Kannst du mir noch die Fragen aus dem Thread Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT? beantworten?

Dann können wir gemeinsam einen Plan entwerfen, der für dich passt und mit dem du dein Baby hoffentlich voll stillen kannst.

Bis dahin lies dir schon mal die Wecktipps für schläfrigen Babys durch,vielleicht saugt deine Kleine damit ja effektiver und länger.

Liebe Grüße von deidamaus
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Re: stillprobleme/trinkfaul?

Beitrag von Lösche Benutzer 22636 »

liebe deidamaus,

ich habe das gestern in der aufregung leider zu spät gesehen, aber mir das jetzt durchgelesen und hoffe, ich kann euch genug infos geben:

1. * Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde

wir haben quasi alles durch. im kh musste ich dann abpumpen und so nahm sie genug zu, dass wir entlassen werden konnten. inzwischen füttere ich mit kunstmilch zu, sie schläft an der brust ein und brüllt kurze zeit später vor hunger. ich habe erst gestern angefangen aufzuschreiben, wie oft wir stillen/füttern. allgemein richte ich mich dabei nach der kleinen und sie schläft gerne am vormittag und ist nachtaktiv. gestern haben wir:

8 uhr - stillen und danach ein fläschchen pre (ca. 60 ml)
11 uhr - stillen und danach pre (ca. 50 ml ind zwei etappen)
13.30 uhr - stillen und ein fläschchen pre (ca. 30 ml in mehreren etappen)
16 uhr - stillen und pre (ca. 30 ml, sie wollte eigentlich gar nicht)
18.30 - stillen und ein fläschchen pre - hier geht jetzt alles ineinander über, was füttern angeht. sie scheint am abend sehr großen hunger zu haben, so dass ich sie gestern fast dauerhaft an der brust hatte (allerdings nur bis 22 uhr, dann wurde es komplett anders) und auf dem sofa lag. nach drei schlucken döste sie ein und begann gegen 22 uhr die brust fast komplett abzulehnen. das ist neu und macht mich wieder traurig. sie brüllte mich an, wollte das (einfache) fläschchen und war kaum mehr an die brust zu bekommen. gegen 23 uhr sind wir ins bett. sie hatte bis dahin 2-3 fläschchen mit je ca. 90 ml (von denen sie aber immer höchstens 60 ml trank).
1 Uhr - stillversuch und fläschchen pre (ca. 30 ml)
3 uhr - stillversuch und fläschchen pre (ca. 50 ml)
ab 5 uhr am morgen war sie wach: mehrere stillversuche (spuckte die brust aus und brüllte) und zwei fläschen bis ca. 8 uhr. das um 8 uhr (90 ml) hat sie weggezogen. seitdem schläft sie. ich hatte sie um 11 uhr angelegt - sie spuckt die brust aus und brüllt mich an. fläschchen verlangte sie aber auch nicht.

2. * Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

da haben wir einfach noch keinen alltag. bisher haben wir zu hause "rumgegammelt", ab morgen werde ich stundenweise ins büro müssen, aber die lütte kommt mit oder wird bei ganz wichtigen babyuntauglichen terminen von meinen eltern, mitarbeitern oder einer bekannten (erzieherin) betreut. sonst habe ich glücklicherweise einen babyfreundlichen beruf und die kleine wir heiß erwartet, sie hat quasi ein kleines babyzimmer in meinem büro.

3. * Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?

ich wickel sie spätestens dann, wenn ich füttere (außer nachts, da kann ich auch mal eine runde auslassen). pipi macht sie immer und meist hat sie auch stuhlgang. die genaue häufigkeit kann auch hier kaum gesagt werden, da sie am allerliebsten reste loswird, wenn man sie wickelt. dann macht sie nochmal 1-3 mal (fließende übergänge, im wahrsten sinne der wortes).

4. Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

wir sind ja noch ganz kurz "dabei". eigentlich hatte ich das gefühl, dass es gut klappt, sie hat sofort als wir uns "sahen" die brust gesucht und ich habe sie angelegt. völlig problemlos. sie kam regelmäßig nachts 3.4 mal, schlief danach ruhig weiter. aber dann hieß es, dass sie zu viel abgenommen hat und es wurde chaotisch. wir mussten stillproben machen (x-fach) und das schlimmste für mich: ich sollte dann auch mit dem stillen warten und sie hatte solchen hunger und ich durfte sie nicht anlegen (warum habe ich nicht verstanden). seitdem ist sie sehr unruhig (und ich wohl auch). sie kennt inzwischen die flasche und den schnuller.

5. * Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

sie ist im mutterleib schon immer sehr schlank gewesen. geburtsgewicht war bei 2.980 gramm und sie hat nun etwas mehr (100 gramm) - von der hebamme gemessen. die genauen einzeldaten habe ich leider nicht. ich werde aber nun auch aufschreiben, wie oft sie pipi macht und stuhl. ich habe eine schilddrüsenunterfunktion (150 l-thyroxin) und nehme seit vielen jahren venlafaxin (dies ist das medikament, mit dem ich so große bedenken verbunden habe. beim menschen führt es defintiv beim absetzen zu einer unruhe. allerdings wurde mir mehrfach gesagt, dass ich damit stillen kann, so dass ich versuche das auch zu glauben. auch wurde mir von embryotox mitgteilt, dass man nach der geburt keine probleme erwartet, da ich eine sehr geringe erhaltungsdosis nehme)

ich hoffe, ich habe die fragen halbwegs beantworten können. seit gestern nacht habe ich leider das gefühl, es wird noch schlimmer und sie lehnt jetzt dir brust ab, so dass ich die wahl habe zwischen: brüllendem baby, was die brust nicht mag oder kunstmilch :(.

liebe grüße
lena
Lösche Benutzer 7681

Re: stillprobleme/trinkfaul?

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter!
Ich bin sicher, mit Hilfe von Deidamaus schafft ihr es!

Was ich beim lesen jetzt nicht ganz verstanden habe: du schreibst, sie stillt, schläft dabei ein und will dann zwanzig Minuten später wieder stillen.
Dann fütterst du sie. Warum stillst du nicht einfach zwanzig Minuten später nochmal?
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Brianna
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Re: stillprobleme/trinkfaul?

Beitrag von Brianna »

Herzlich Willkommen!
Kannst du die Gewichtsdaten von der Hebamme noch erfragen? Eventuell auch die aus der Klinik? Das wäre für deidamaus wichtig.
Gruß Brianna
J 05/13 L 12/15
delfinstern
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Re: stillprobleme/trinkfaul?

Beitrag von delfinstern »

hast du schon einen Kontrolltermin für deine SD? Seit wann nimmst du die 150er Tabletten? Nach der Geburt ändert sich der Bedarf wieder.
Versuch mal eine Liste anzufangen:
3.3. 2900g Geburt
16.7. xxxxg, 8x stillen.
Auch wenn du aktuell nur die Stillanzahl und Windelanzahl hast (eine Windel mit Stuhl zählt nur als Stuhlwindel, auch wenn Pipi drin ist)
Liebe Grüße
Delfin*
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deidamaus
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Re: stillprobleme/trinkfaul?

Beitrag von deidamaus »

Hallo lena,
lena9 hat geschrieben:
8 uhr - stillen und danach ein fläschchen pre (ca. 60 ml)
11 uhr - stillen und danach pre (ca. 50 ml ind zwei etappen)
13.30 uhr - stillen und ein fläschchen pre (ca. 30 ml in mehreren etappen)
16 uhr - stillen und pre (ca. 30 ml, sie wollte eigentlich gar nicht)
18.30 - stillen und ein fläschchen pre - hier geht jetzt alles ineinander über, was füttern angeht. sie scheint am abend sehr großen hunger zu haben, so dass ich sie gestern fast dauerhaft an der brust hatte (allerdings nur bis 22 uhr, dann wurde es komplett anders) und auf dem sofa lag. nach drei schlucken döste sie ein und begann gegen 22 uhr die brust fast komplett abzulehnen. das ist neu und macht mich wieder traurig. sie brüllte mich an, wollte das (einfache) fläschchen und war kaum mehr an die brust zu bekommen. gegen 23 uhr sind wir ins bett. sie hatte bis dahin 2-3 fläschchen mit je ca. 90 ml (von denen sie aber immer höchstens 60 ml trank).
1 Uhr - stillversuch und fläschchen pre (ca. 30 ml)
3 uhr - stillversuch und fläschchen pre (ca. 50 ml)
ab 5 uhr am morgen war sie wach: mehrere stillversuche (spuckte die brust aus und brüllte) und zwei fläschen bis ca. 8 uhr. das um 8 uhr (90 ml) hat sie weggezogen. seitdem schläft sie. ich hatte sie um 11 uhr angelegt - sie spuckt die brust aus und brüllt mich an. fläschchen verlangte sie aber auch nicht.
dann fasse ich mal zusammen:
16.7.16 10 x stillen, 11 x Flasche (mind. 370 ml Pre)
Kommt das so ungefähr hin?
wir sind ja noch ganz kurz "dabei". eigentlich hatte ich das gefühl, dass es gut klappt, sie hat sofort als wir uns "sahen" die brust gesucht und ich habe sie angelegt. völlig problemlos. sie kam regelmäßig nachts 3.4 mal, schlief danach ruhig weiter. aber dann hieß es, dass sie zu viel abgenommen hat und es wurde chaotisch. wir mussten stillproben machen (x-fach) und das schlimmste für mich: ich sollte dann auch mit dem stillen warten und sie hatte solchen hunger und ich durfte sie nicht anlegen (warum habe ich nicht verstanden). seitdem ist sie sehr unruhig (und ich wohl auch). sie kennt inzwischen die flasche und den schnuller.
Danke für die Info. Hier ist der allerwichtigste Ansatzpunkt um zum Stillen zu finden: Der Verzicht auf künstliche Sauger. Diese erfordern nämlich eine andere Saugtechnik als die Brust, so dass Babys, die Brust und Flasche bekommen, die richtige Stilltechnik an der Brust nur sehr schwer oder garnicht erlernen können. Das bedeutet für euch, das die Umstellung auf eine stillfreundliche Zufüttermethode extrem wichtig ist.
sie ist im mutterleib schon immer sehr schlank gewesen. geburtsgewicht war bei 2.980 gramm und sie hat nun etwas mehr (100 gramm) - von der hebamme gemessen. die genauen einzeldaten habe ich leider nicht. ich werde aber nun auch aufschreiben, wie oft sie pipi macht und stuhl. ich habe eine schilddrüsenunterfunktion (150 l-thyroxin) und nehme seit vielen jahren venlafaxin (dies ist das medikament, mit dem ich so große bedenken verbunden habe. beim menschen führt es defintiv beim absetzen zu einer unruhe. allerdings wurde mir mehrfach gesagt, dass ich damit stillen kann, so dass ich versuche das auch zu glauben. auch wurde mir von embryotox mitgteilt, dass man nach der geburt keine probleme erwartet, da ich eine sehr geringe erhaltungsdosis nehme)
Überprüfe auf jeden Fall zeitnah deine Schilddrüsenwerte. Diese haben - wenn sie falsch eingestellt sind - unter Umständen großen Einfluss auf die Milchmenge. Venlafaxin kannst du nehmen, wie du ja schon weißt.
ich hoffe, ich habe die fragen halbwegs beantworten können. seit gestern nacht habe ich leider das gefühl, es wird noch schlimmer und sie lehnt jetzt dir brust ab, so dass ich die wahl habe zwischen: brüllendem baby, was die brust nicht mag oder kunstmilch :(.
Dein Baby hat durch die Verwendung der Flasche eine Saugverwirrung, weswegen die Umstellung auf eine stillfreundliche Zufüttermethode sehr, sehr wichtig ist. Lies dir obigen Link dazu mal durch und überlege dir, was für dich in Frage kommt. Empfehlen würde ich dir das BES.

Pumpst du im Moment ab? Dies wäre sehr wichtig, um deine Milchbildung in Gang zu bekommen. Eignen tut sich dazu ein elektrisches Doppelpumpset, was du in der Apotheke ausleihen kannst. Eventuell verschreibt dir dein Kinderarzt eine Pumpe.

Hast du die Möglichkeit noch einige Tage frei zu nehmen? Du bist noch ganz frisch im Wochenbett und solltest dich eigentlich ausruhen und die Zeit nutzen, um dein Baby kennen zu lernen und das Stillen zu etablieren.

Wichtig wäre mir noch ein paar Gewichtswerte (U1, U2, und was du sonst noch so hast).

Um dich auf dem Weg zurück zum Stillen begleiten zu können, wäre es wichtig, dass du jeden Tag unter gleichen Bedingungen wiegst. Wie das geht steht in dem Link Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle. Dazu brauchst du noch eine möglichst geeichte Babywaage, die auf mindestens 10 g genau das Gewicht anzeigt. Diesen Wert notierst du täglich und postest ihn hier zusammen mit der Stillhäufigkeit, der Windelanzahl, die Häufigkeit der Zufütterung und der Menge.

Der Plan wäre dann:
- (Langsame) Umstellung der Zufütterung von Flasche auf eine stillfreundliche Methode (Becher oder BES).
- Tägliches Wiegen und Posten der Daten hier im Thread.
- Reduktion der Zufüttermenge, im besten Fall bis zum Vollstillen.

Dabei würde ich dich im täglichen Kontakt hier Begleiten, um den für dich besten Weg zu finden.

Was meinst du dazu?

Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)

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