Ausgangssituation:
Töchterchen, 8 Monate, schläft im eigenen Bett im eigenen Zimmer. Problemlos. Sie wird zum Bettgehen, 1-2 Mal nachts und morgens gestillt. In den Morgenstunden gegen 5 Uhr wird sie meist wach, ich hole sie in mein Bett, sie stillt im Liegen neben mir und dämmert wieder weg. Wir kuscheln und schlafen, bis wir gegen 6 Uhr aufstehen. Dieses morgendliche Kuscheln braucht sie, fordert sie, bekommt sie und wir genießen es sehr.
Problem:
Seit etwa 2 Wochen hat sie einen Tick entwickelt. In Situationen, in welchen sie sich beruhigt (also leider Stillen, Einschlafen, Kuscheln) zwickt sie mich. Sie tastet mit Daumen und Zeigefinger nach besonders weichen Hautstellen (natürlich Brust, Hals, Unterseite des Oberarms) und kneift die Haut zusammen. Immer wieder. Ja, es tut weh!
Versuche, das zu unterbinden, scheitern in den meisten Fällen:
- Haut bedecken: Sie tastet gezielt nach Haut. Spätestens beim Hals, neben der gerade gestillten Brustwarze und an den Armen wird sie fündig. Stoff interessiert sie nicht.
- Ablenken: Stillkette war genau 2 Stilldurchgänge interessant. Jetzt nicht mehr.
- Festhalten: Sie wehrt sich und wird wacher davon.
- Ausnahme: Wenn sie beim Stillen schon sehr müde ist, akzeptiert sie als Ablenkung meine Finger.
Auswirkungen:
Ich bin beim Stillen zunehmend gestresst und merke, dass sie den MSR erstspät auslösen kann. Aber vor allem zerstört es das morgendliche kuscheln! Ganz ehrlich, ich bin hart im Nehmen, aber ich werde immer unruhiger und wütender, wenn ich dabei ständig gezwickt werde! Sie folglich auch!
Nun bekommt sie zurzeit auch Zähne, was bestimmt zu ihrem Tick beiträgt. Sie ist generell unruhiger, auch nachts. Heute musste ich sie schon um halb 4 zu uns ins Bett holen, weil sie nicht mehr bei sich bleiben wollte. Leider bedeutet das für mich, mich ab halb 4 nachts zwicken zu lassen… Unruhe, Wut, ein „hilfreicher“ Kommentar meines Mannes, der sich danach einfach auf die andere Seite drehen konnte…
Was ich mir wünsche:
Vielleicht hilft schon Zuspruch. Ich hätte gerne auch die Aussicht, dass es irgendwann wieder leichter wird und sich nicht manifestiert? Prima wären natürlich Tipps. Vorschlag meines Mannes: Ihr Fäustlinge ohne Daumen anzuziehen. Ach, und in der Nacht, nach einer halben Stunde unruhigem Einschlafzwicken: „Gib ihr doch endlich was zu Trinken“.