Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Moderator: Giraeffchen
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kyllikki
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Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Hallo Ihr Lieben!
Wir haben hier auch ein Schlafproblem, zu dem ich gerne Eure Gedanken lesen würde. Mein Sohn (jetzt 9 Monate) ist von Geburt an nachts alle ein bis drei Stunden aufgewacht. Die ersten Monate war daran auch überhaupt nichts ungewöhnlich. Er wurde langsam wach und steigerte sich von Bewegen, über Stöhnen, Jammern, Weinen zu Schreien. Doch soweit ist es selten gekommen. Wir schlafen im Familienbett und ich wurde meist beim Stöhnen, spätestens Jammern wach. Er hat sich dann in der Regel mit Streicheln, Nuckel und "schhhhh" machen beruhigen lassen ohne ihn hoch zu nehmen und nach wenigen Augenblicken weiter geschlafen. Gestillt habe ich ungefähr alle zwei bis drei Stunden.
Doch seit einigen Monaten ist es anders. Der Kleine wacht direkt brüllend auf. Es gibt keine Vorwarnung, er legt direkt los mit voller Lautstärke, hochrotem Kopf, schweißnassen Haaren und setzt sich dazu auf oder geht auf alle Viere. Den Nuckel drückt er raus und schlägt meine Hand weg, Streicheln und "schhhh" kann man sich gleich ganz sparen. In den Arm nehmen und wiegen führt nur zu noch hysterischerem Gebrüll und Überstrecken. Das einzige was hilft ist ihm die Brustwarze in den brüllenden Mund zu stopfen. Ja wirklich, er sucht nicht selber und dockt nicht selber an. Ich muss sie ihm in den Mund stecken, damit er kapiert, dass sie da ist. Dann ist augenblicklich alles gut, er beruhigt sich und nuckelt sich in den Schlaf. Wenn es gut geht war es das. Oft (ca. 50% der Fälle) wird er aber beim Ablegen (im Liegen hat er noch niiiie gestillt) wieder wach und das Gebrüll geht direkt von vorne los (wieder von 0 auf 100).
Erst war ich entspannt, hab es als Phase abgetan und gewartet. Doch nun ist es seit Monaten Dauerzustand und nagt mittlerweile sehr an meinen Nerven. Meine Brustwarzen sind immer mal wieder wund vom vielen Genuckel und auch wenn mein Verstand weiß, dass das Quatsch ist, macht es mich auch wütend so angebrüllt zu werden und ein steifes, nach mir schlagendes Kind im Arm zu halten. Natürlich weiß ich, dass er es NICHT mit Absicht macht und schon gar nicht um mich zu ärgern. Doch neben den ganzen irrationalen Gefühlen kommt jetzt langsam echte Sorge hinzu. Läuft in seinem Gehirn eventuell etwas nicht rund, wenn er aus dem Schlaf immer direkt in hysterisches Gebrüll verfällt?
Über Eure Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Vorschläge würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus!
Wir haben hier auch ein Schlafproblem, zu dem ich gerne Eure Gedanken lesen würde. Mein Sohn (jetzt 9 Monate) ist von Geburt an nachts alle ein bis drei Stunden aufgewacht. Die ersten Monate war daran auch überhaupt nichts ungewöhnlich. Er wurde langsam wach und steigerte sich von Bewegen, über Stöhnen, Jammern, Weinen zu Schreien. Doch soweit ist es selten gekommen. Wir schlafen im Familienbett und ich wurde meist beim Stöhnen, spätestens Jammern wach. Er hat sich dann in der Regel mit Streicheln, Nuckel und "schhhhh" machen beruhigen lassen ohne ihn hoch zu nehmen und nach wenigen Augenblicken weiter geschlafen. Gestillt habe ich ungefähr alle zwei bis drei Stunden.
Doch seit einigen Monaten ist es anders. Der Kleine wacht direkt brüllend auf. Es gibt keine Vorwarnung, er legt direkt los mit voller Lautstärke, hochrotem Kopf, schweißnassen Haaren und setzt sich dazu auf oder geht auf alle Viere. Den Nuckel drückt er raus und schlägt meine Hand weg, Streicheln und "schhhh" kann man sich gleich ganz sparen. In den Arm nehmen und wiegen führt nur zu noch hysterischerem Gebrüll und Überstrecken. Das einzige was hilft ist ihm die Brustwarze in den brüllenden Mund zu stopfen. Ja wirklich, er sucht nicht selber und dockt nicht selber an. Ich muss sie ihm in den Mund stecken, damit er kapiert, dass sie da ist. Dann ist augenblicklich alles gut, er beruhigt sich und nuckelt sich in den Schlaf. Wenn es gut geht war es das. Oft (ca. 50% der Fälle) wird er aber beim Ablegen (im Liegen hat er noch niiiie gestillt) wieder wach und das Gebrüll geht direkt von vorne los (wieder von 0 auf 100).
Erst war ich entspannt, hab es als Phase abgetan und gewartet. Doch nun ist es seit Monaten Dauerzustand und nagt mittlerweile sehr an meinen Nerven. Meine Brustwarzen sind immer mal wieder wund vom vielen Genuckel und auch wenn mein Verstand weiß, dass das Quatsch ist, macht es mich auch wütend so angebrüllt zu werden und ein steifes, nach mir schlagendes Kind im Arm zu halten. Natürlich weiß ich, dass er es NICHT mit Absicht macht und schon gar nicht um mich zu ärgern. Doch neben den ganzen irrationalen Gefühlen kommt jetzt langsam echte Sorge hinzu. Läuft in seinem Gehirn eventuell etwas nicht rund, wenn er aus dem Schlaf immer direkt in hysterisches Gebrüll verfällt?
Über Eure Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Vorschläge würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus!
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- Vivilotta
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Das hat meine Tochter auch lange Zeit gemacht. Meist aber nur einmal, etwa eine halbe Stunde nach dem Einschlafen. Sie war wie von Sinnen und gar nicht richtig da irgendwie. Man hat ihr einfach angemerkt, dass es sie richtig aus dem Schlaf gerissen hat und sie total orientierungslos war. Bei uns half auch nur "Brust stopfen". Sie wurde sonst aber auch regelmäßig sehr aufgeregt wach, hat oft auch gleich geweint. Und das ebenfalls stündlich.
Ich weiß, wie anstrengend das ist. (((kyllikki))
Ich war dann mit 11 Monaten beim Homöopathen und es wurde deutlich besser. Manchmal hat sie das heute immer noch, aber viel seltener und sie lässt sich auch besser beruhigen.
Auffallend ist, dass sie das eher macht, wenn sie zu früh ins Bett geht. Und wenn die Tage zu aufregend waren.
Ich denke aber, die Zeit spielt hier für dich. Je älter die Kinder werden, umso sicherer fühlen sie sich im Familienbett, sie können sich schneller orientieren und vielleicht auch schon besser selbst beruhigen...
mit Fini 02/15
Ich weiß, wie anstrengend das ist. (((kyllikki))
Ich war dann mit 11 Monaten beim Homöopathen und es wurde deutlich besser. Manchmal hat sie das heute immer noch, aber viel seltener und sie lässt sich auch besser beruhigen.
Auffallend ist, dass sie das eher macht, wenn sie zu früh ins Bett geht. Und wenn die Tage zu aufregend waren.
Ich denke aber, die Zeit spielt hier für dich. Je älter die Kinder werden, umso sicherer fühlen sie sich im Familienbett, sie können sich schneller orientieren und vielleicht auch schon besser selbst beruhigen...
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kyllikki
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Danke für Deine Antwort! Was Du beschreibst, klingt nach dem Nachtschrei. Der ist ja auch ein neurologisches Phänomen und verschwindet deswegen von allein wieder, weil eben das Gehirn ausreift. Auch ein Grund warum ich mir langsam Sorgen mache...
Was hat den der Homöopath mit Deiner Tochter gemacht, dass es bei Euch besser wurde?
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- Vivilotta
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Ich dachte, Nachtschrei würde erst später anfangen? Aber es ist auf jeden Fall ähnlich!
Der Homöopath hat Globulis gegeben, aufgrund einer langen Anamnese. Ich war skeptisch, aber es hat dieses hysterische Schreien sehr reduziert und das Aufwachen war dann tendenziell eher alle 1-2 Stunden und nicht mehr wie mit der Stechuhr jede Stunde.
Ob das nicht so oder so mit der nötigen Reife zu dem Zeitpunkt passiert wäre, weiß ich nicht.
Wir hatten in der Zeit auch deutlich weniger Besuch als sonst, weil die Kitaeingewöhnung losging. Der Alltag war strukturierter etc... Das hat bestimmt auch geholfen!
mit Fini 02/15
Der Homöopath hat Globulis gegeben, aufgrund einer langen Anamnese. Ich war skeptisch, aber es hat dieses hysterische Schreien sehr reduziert und das Aufwachen war dann tendenziell eher alle 1-2 Stunden und nicht mehr wie mit der Stechuhr jede Stunde.
Ob das nicht so oder so mit der nötigen Reife zu dem Zeitpunkt passiert wäre, weiß ich nicht.
Wir hatten in der Zeit auch deutlich weniger Besuch als sonst, weil die Kitaeingewöhnung losging. Der Alltag war strukturierter etc... Das hat bestimmt auch geholfen!
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samoe
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Ich weiß ja nicht, wie alt dein Kind jetzt ist, aber ich kenne das vom Großen als die Backenzähne kamen. Manchmal wühlte er sich (extra) noch durchs Bett und fand und fand keinen Schlaf, dann gab ich ihm auch manchmal ein Schmerzzäpfchen.
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kyllikki
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Danke für die Antwort! Jetzt ist mein Zwerg 9 Monate. Kann schon sein, dass Zähnchen kommen, wir hatten lange Ruhe. Die Schneidezähne hat er schon, also kommen nur noch die unangenehmen Backen - und Eckzähne. Aber ich glaube nicht, dass das die Ursache ist. Immerhin besteht die Situation seit Monaten jede Nacht.
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Wir hatten hier den Nachtschreck beim Krümel, bis er knapp 4 war ist er praktisch NIE ohne Schreien aufgewacht.
Nachts war er nicht richtig wach während dieser Phasen, am Ende hat es immer geholfen, ihm zu sagen, dass er sich wieder hinlegen soll und schlafen. Das klingt schroff, hat aber geholfen. Nicht geholfen haben Kuscheln, Fragen stellen und Trösten.
Ich drücke die Daumen, dass es nur eine kurze Phase ist oder du einen Weg findest, entspannt damit umzugehen.
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Nachts war er nicht richtig wach während dieser Phasen, am Ende hat es immer geholfen, ihm zu sagen, dass er sich wieder hinlegen soll und schlafen. Das klingt schroff, hat aber geholfen. Nicht geholfen haben Kuscheln, Fragen stellen und Trösten.
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kyllikki
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Danke für Deine Antwort! Ab welchem Alter hat es denn bei Euch geholfen ihm zu sagen, dass er sich wieder hinlegen soll? Mein Kleiner kann mich solchen "Anweisungen" noch nicht mal tagsüber zuverlässig umgehen. Muss er ja auch nicht mit 9 Monaten, aber dann wird es wohl noch ein langer Weg sein, bis so etwas nachts helfen könnte...
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- samsara
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Ich kann deine Gedanken gut verstehen, ob mit ihm etwas nicht stimmt. Die mache ich mir auch ab und zu, weil unser zweites Kind (jetzt bald 11 Monate alt) ebenfalls ungefähr seit dem 3. Monat so ein nächtliches Schreiverhalten hat. Ab und zu ist es mal besser, aber dann wieder so grottig... Ich konnte noch keine dauerhafte Besserung feststellen. Tagsüber ist das Baby so ein Sonnenschein... Wir kannten das überhaupt nicht vom ersten Kind, der schon immer ein super Schläfer war, uns macht es auch ratlos. Ich kann dir daher leider keinen Tipp geben, außer dir Kraft zu wünschen und ich hoffe dann einfach für uns beide, dass es vielleicht um den 1. Geburtstag herum besser wird?! Das ist so mein Strohhalm gerade, an irgendetwas muss man ja glauben... Da er sonst fit und munter ist, schließe ich ja ein medizinisches Problem eigentlich aus. Ich habe auch Angst, wenn ich es beim Kinderarzt anspreche, dass dann Sprüche kommen von wegen, dass er ein eigenes Bett braucht und wir ihn periodisch schreien lassen sollen und ich habe einfach keinen Nerv und keine Kraft, so eine Diskussion mit egal-wem zu führen.
Einen solidarischen Drücker lasse ich dir da!
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Kleiner Wolf *07/2012 und Miniwolf *07/2015
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Re: Baby wacht jede Nacht mehrfach brüllend auf
Hallo, das klingt soo anstrengend [emoji22]
Bei uns war es auch lang so, phasenweise. Die letzte Phase hatte er, als er schon älter war, knapp. 2,5 Jahre. Zu dieser Zeit wollte er jeden Tag kamillentee trinken. (Ich glaube, es ging ihm vorallem um die schöne Farbe der teeverpackung und um den Wasserkocher [emoji57] ). Irgendwo hab ich dann gelesen, dass Kräuter verschiedene starke Wirkungen auf kleine Kinder haben können und hab ihn weggelassen. Plötzlich hat es aufgehört, vielleicht Zufall, keine Ahnung.
Wobei er mit 9 monaten wahrscheinlich noch nicht viele Kräuter zu sich nimmt? Womit die vorherigen Phasen zu tun hatten, kann ich mir leider auch nicht erklären.
Selten wacht er jetzt noch so seltsam auf. Er schreit nicht, ist aber total verwirrt, nicht wirklich wach, ist total verschwitzt und jammert sitzend im Bett. Wenn das passiert ist es immer ca eine Stunde nach dem Einschlafen und dann hilft auch nur ruhig und bestimmt immer wieder zu sagen" leg dich wieder hin, alles ist gut. Du bist zu hause im Bett, leg dich wieder hin..."
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Bei uns war es auch lang so, phasenweise. Die letzte Phase hatte er, als er schon älter war, knapp. 2,5 Jahre. Zu dieser Zeit wollte er jeden Tag kamillentee trinken. (Ich glaube, es ging ihm vorallem um die schöne Farbe der teeverpackung und um den Wasserkocher [emoji57] ). Irgendwo hab ich dann gelesen, dass Kräuter verschiedene starke Wirkungen auf kleine Kinder haben können und hab ihn weggelassen. Plötzlich hat es aufgehört, vielleicht Zufall, keine Ahnung.
Wobei er mit 9 monaten wahrscheinlich noch nicht viele Kräuter zu sich nimmt? Womit die vorherigen Phasen zu tun hatten, kann ich mir leider auch nicht erklären.
Selten wacht er jetzt noch so seltsam auf. Er schreit nicht, ist aber total verwirrt, nicht wirklich wach, ist total verschwitzt und jammert sitzend im Bett. Wenn das passiert ist es immer ca eine Stunde nach dem Einschlafen und dann hilft auch nur ruhig und bestimmt immer wieder zu sagen" leg dich wieder hin, alles ist gut. Du bist zu hause im Bett, leg dich wieder hin..."
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Mit Löwenbär 7/2013
Und Pünktchen 8/2018
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