Verdauungsprobleme

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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suttine
ist nicht mehr wegzudenken
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Verdauungsprobleme

Beitrag von suttine »

Hallo @alle,

mein Name ist suttine und mein Baby pupst.
:mrgreen:
Nochmal ernsthaft: Mein Sohn ist jetzt vier Monate alt und seine Verdauungsprobleme nehmen eher zu als ab. Es gibt Tage, da quält er sich morgens ab vier Uhr so mit feststeckenden Pupsern ab, dass wir beide nicht mehr schlafen. Das ist aber sehr tagesformabhängig, deshalb will ich mich nicht mit "ist halt so" zufriedengeben. Auch wenn wir sicher keine so existentiellen Sorgen haben wie andere hier.
Ich schreibe mal auf, was wir alles schon versucht haben, vielleicht fällt euch noch was ein oder auf.

Erstmal die Antworten zu den vorgegebenen Fragen:

  • Zufütterung: Nein. Nur Muttermilch, keine Fläschchen. Vor Wochen gabs ein paar Mal Fencheltee aus der Spritze oder aus dem Fläschchen, Mengen waren < 10 ml/Tag.
  • Stillalltag: Er trinkt insgesamt etwa 5-8 Mal pro Tag. Morgens zwischen 2 und halb 4 zum ersten Mal, dann wieder zwischen 7 und 8. Tagsüber alle 2-4 Stunden, die letzte Abendmahlzeit gibs gegen 19 Uhr und dann schhläft dieses Traumkind sechs Stunden am Stück.
    Da er in seinem Kinderzimmer schläft, haben wir dort einen Sessel, in dem wir meistens zum Stillen sitzen. Dann trinkt er in der Wiegehaltung. Manchmal stillen wir auch im Liegen, entweder wenn wir gerade eh schon günstig liegen oder wenn ich Verhärtungen habe, die er gezielt wegtrinken soll.
    Einmal Satttrinken dauert nachts etwa 15 Minuten, tagsüber bei viel Ablenkung auch mal eine halbe Stunde. Wir machen immer einmal zwischendrin Bäuerchen und am Ende auch.
  • Ausscheidungen: Pro Tag etwa 5-6 schwere Pipiwindeln, Stuhl mittlerweile nur noch etwa einmal pro Woche (liebevoll die Windel des Todes genannt...)
  • Stillstart: Mir sind keine Probleme bewusst, so kann mans vielleicht formulieren. Ich habe schon im KH viel Unterstützung von den Schwestern bekommen. Meine Nachsorgehebamme war eher weniger hilfreich, sie hatte ihr Schema F und das wars.
  • Künstliche Sauger: ja, eine ganz bestimmte Sorte Schnuller liebt er und braucht sie zum Einschlafen. Sobaldd er schläft, fällt der Schnuller eh raus, und tagsüber gibts ihn auch nur dosiert. Wir haben ihn eingeführt, als er an der Brust total genervt davon war, dass da immer Milch kommt, wenn er nur noch nuckeln wollte.
  • weitere Behandlung/Beratung: nein
  • medizinische Besonderheiten: er hat ein Zungenbändchen, das ihn aber laut KH und Hebamme nicht beim Trinken stört
  • Gewichtsentwicklung: geboren mit 2900 g, mit sechs Wochen 4,76 kg und mit drei Monaten und drei Wochen 6,86 kg
Was ich beobachte:
  • schwergängige Pupser, die ihm tagsüber die Laune verhageln und ihn nachts wachhalten
  • direkt nach dem Stillen zieht er oft die Beinchen an und zetert
  • wenn er versucht, Pupser rauszuquetschen, kommt auch oft oben etwas raus - sieht aus wie Quarkbröckel und Wasser, ich vermute, das ist anverdauter Mageninhalt? Ich meine nicht das "normale" Überlaufen von Milch direkt nach dem Stillen.
Was ich schon versucht habe:

  • schon lange: Ich achte darauf, dass er beim Trinken bequem liegt und nicht zu hungrig ist. Dann ist er weniger hektisch und schluckt weniger Luft.
  • schon lange: Ich verzichte auf Gemüsesorten, von denen ich selbst Blähungen bekomme (diverse Kohlsorten und Zwiebeln).
  • schon eine Weile: Ich packe ihn in unsere Tragehilfe. Auch wenn er mir regelmäßig in den Ausschnitt kotzt, wenigstens arbeiten sich da die Pupser raus. Mache ich bzw. hilft aber nur tagsüber, nicht früh um drei.
  • neu 1: Außerdem hatte mir meine Hebamme Wechselstillen anerzogen, das lasse ich seit einigen Tagen bleiben. Seither habe ich nicht mehr zu viel Milch, und er kommt beim Trinken mit der Menge besser zurecht. (Und ich freue mich auch, endlich wieder weiche Brüste zu haben.)
    Rein theoretisch müsste er jetzt ja wesentlich weniger Vordermilch und mehr Hintermilch trinken, oder? Damit sollte er auch weniger Laktose abbekommen, habe ich mir überlegt, und die wirkt ja blähend. Ja/nein/vielleicht?
  • neu 2: Und zuletzt verzichte ich seit einigen Tagen auf Milch und Milchprodukte, auch wenns schwerfällt. Zum einen war mir das im Zusammenhang mit einer "guten Phase" aufgefallen, zum anderen war ich selbst als Baby auch hochgradig kuhmilchproteinintolerant. In zwei Wochen werde ich eine Provokation machen, danach wissen wir mehr.
    Allerdings war ich Flaschenkind, er ist Stillbaby. Kann da überhaupt ein Tiermilchprotein bei ihm ankommen?
Jetzt hoffe ich, niemand mit der Textwand zu erschlagen und freue mich auf Rückmeldungen.

LG suttine
mit S. (12/2015)
LuxaRosenburg
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Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von LuxaRosenburg »

Heyho,

haha lustig, eine Leidensgenossin! (wobei die Leidenden ja eher unsere Zwerge sind). Bei uns (4,5 Monate) ist die Situation genau die selbe. Was wir inzwischen machen, und die Lage ganz gut entspannt hat (hier wörtlich gemeint):

- ich trinke unter Aufbietung aller Selbstdisziplin täglich Kanne Brottrunk. Das scheint tatsächlich irgendwie durchzukommen zum Kind, und wirkt in etwa so wie die Bigaia-Tropfen, nur besser.

- ich halte bei jedem, spätestens jedem 2. wickeln, über der ollen Windel ab. Mein Kind steht offenbar total auf Windelfrei, pieselt dann sehr oft und pupst auch kräftig.

- ganz neu im Repertoire: wenn's klemmt leg ich mir mein Baby auf den Bauch (also Bauch an Bauch) und rubbel ihr kräftig den Rücken. Das dauert dann 1-2 min, dann (sorry) furzt sie zweimal wie ein Bierkutscher, strahlt übers ganze Gesicht und ist wieder glücklich.

Die diversen Essens-Experimente meinerseits, von Milchverzicht bis literweise Kümmel-Fenchel-Anis, haben bei uns nix genützt...

Alles gute euch zweien!
EhMibima

Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von EhMibima »

Hallo, hast du schon mal versucht dein Baby zum Pullern und käckern abzuhalten?
Meist, eigentlich immer, wenn Babys trinken, müssen sie auch mal.
Stichwort "windelfrei".
Ich habe meine beiden kleineren Kinder abgehalten und kenne die Unruhe, das AN- und abdocken, das Austreten als Signal für: "Mama hilf mir daß ich mich nicht selbst beschmutzen muss"
EhMibima

Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von EhMibima »

In der Abhalteposition(einfach dieses Wort mal in die Suchmaschine eingeben) ist die Ausscheidung erleichtert denn es entspricht der tiefen Hocke wo die unteren Ausscheidungswege frei sind.
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suttine
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Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von suttine »

Hallo ihr drei,

erstmal danke für die schnellen Antworten!

Luxa, eins hast du gleich geschafft: ich habe herzlich gelacht :-) Danke dafür!
Hm, eine Flasche Bigaia haben wir auch schon im Kind versenkt - obs was geholfen hat, weiß ich nicht. Brottrunk muss ich mal googeln, seit ich Hafermilch in den Kaffee kippe, schreckt mich nicht mehr viel.
Eure Turnübung ist bei uns eh täglich dran, da lacht er sich halbtot dabei. Es löst tagsüber einiges an Gas aus dem Kind, vorwärts wie rückwärts, aber für morgens um vier ist das auch nix, leider.

Die Hockposition tut ihm immer gut, egal ob er dabei auf dem Rücken liegt oder seinen Rücken an meinen Bauch lehnt. Es hilft ihm beim Pupsen, aber auch nur für kurze Zeit. Das darf ich dann morgens alle halbe Stunde für ein paar Minuten machen, bringt uns also nicht wesentlich mehr Schlaf. Deshalb suche ich ja nach einer Ursache und nicht nur nach Mitteln gegen die Symptome, sorry.

Windelfrei ist für mich keine Option.

LG suttine
mit S. (12/2015)
Francisam
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Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von Francisam »

Außer abhalten - und der Tipp kam ja schon - kann ich nichts hilfreiches beisteuern.
Ich will aber mal schnell dalassen, dass Du super sympathisch schreibst. Und Luxa Rosenburg, Du auch! Bitte mehr davon :mrgreen:
Herzlich Willkommen im Forum, Ihr zwei.
... mit Groß (2015), Mittel (2016) und Klein (2022)
mafe
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Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von mafe »

Das willst du sicher nicht lesen, aber hier ging das Ganze mit pupsen, weinen usw. usf (vor allem nachts) bis der Zwerg 7 Monate alt war. Nichts half, weder Bigaia noch eine milcheiweißfreie Diät über 3 Wochen... Und dann plötzlich wars von heute auf morgen so gut wie weg ;) Ich habe nur einen Tipp: "es ist halt so"; ich habe in dieser Zeit nie daran geglaubt, dass es jemals besser wird, aber es ging weg, einfach so.

Halte durch!
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)
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suttine
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Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von suttine »

mafe hat geschrieben:Das willst du sicher nicht lesen,
Wer Fragen stellt, muss die Antworten nehmen, die er bekommt :wink:
mafe hat geschrieben: aber hier ging das Ganze mit pupsen, weinen usw. usf (vor allem nachts) bis der Zwerg 7 Monate alt war. Nichts half, weder Bigaia noch eine milcheiweißfreie Diät über 3 Wochen... Und dann plötzlich wars von heute auf morgen so gut wie weg ;) Ich habe nur einen Tipp: "es ist halt so"; ich habe in dieser Zeit nie daran geglaubt, dass es jemals besser wird, aber es ging weg, einfach so.
Hm, ich glaube, wenn ich mir sicher bin, dass Aktion XY nicht hilft, kann ich das auch abhaken. Ich habe ja erst Dienstag mit milchfrei angefangen, und seither hatten wir nur noch eine schlechte Nacht. Das kann noch Zufall sein, aber es gefällt mir. Wenn bei der Provokation nix rauskommt, ist auch wieder was klar.

Danke dir, und auch danke für das Kompliment @Francisam - Humor schadet nie.
mit S. (12/2015)
EhMibima

Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von EhMibima »

suttine hat geschrieben:
Die Hockposition tut ihm immer gut, egal ob er dabei auf dem Rücken liegt oder seinen Rücken an meinen Bauch lehnt. Es hilft ihm beim Pupsen, aber auch nur für kurze Zeit. Das darf ich dann morgens alle halbe Stunde für ein paar Minuten machen, bringt uns also nicht wesentlich mehr Schlaf. Deshalb suche ich ja nach einer Ursache und nicht nur nach Mitteln gegen die Symptome, sorry.

Windelfrei ist für mich keine Option.

LG suttine
Du musst nicht komplett windelfrei machen. Es geht nicht darum, das Baby nackig zu lassen sondern um die Kmmunikation und darum daß du ihm in seiner misslichen Lage hilfst.
Du kannst ihn auch, wenn du merkst daß er muss, mit Windel abhalten und einen Schlüssellaut sagen. Der heißt dann immer: "Jetzt darfst du". Danach wickeln, weiter stillen, was ihr so macht...nd genießen daß du dein Kind verstehst und ihm helfen kannst.
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suttine
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Re: Verdauungsprobleme

Beitrag von suttine »

Guten Morgen @alle,

unsere Nacht war bescheiden. Das Traumbaby war alle 1-2 Stunden wach, hat rumgemotzt, seine Bauchpresse genutzt und ständig die Beinchen angezogen. Wir haben also fleißig unsere Abhalte-Hocke geübt, damit hat er immerhin weniger gemotzt, aber besser geschlafen hat er davon auch nicht.
Wir fahren gleich zum kinderärztlichen Bereitschaftsdienst, ich will sicher sein, dass da nicht mehr ist. Eventuell schlägt nur meine Erkältung durch.

Der Ansatz mit der Kommunikation gefällt mir, bienesmama. Danke für die Erläuterung!

LG suttine
mit S. (12/2015)
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