Ich habe am 1.Dez.15 meine erste Tochter auf die Welt gebracht und war von Anfang an für das Stillen und hatte mir auch gewünscht so lange als möglich mein Kind zu stillen. Somit hatte ich mir ein Stillfreundliches Krankenhaus ausgesucht und mir vorher auch schon ein paar Grundlegende Dinge über das Stillen angelesen. Fakt ist, das Krankenhaus war alles andere als "Stillfreundlich" und das Ende vom Lied war, dass die Schwestern einfach meiner Tochter eine Flasche in den Hals gestopft haben (Sorry für den Ausdruck, aber so war es wirklich!). Die Schwestern hatten mich unter Druck gesetzt weil meine Tochter nach 10 Stunden noch keinen Urin gelassen hatte und beim Stillen (Stillhütchen) eingeschlafen ist! Natürlich sind die Sauger im Krankenhaus nicht optimal und die Nahrung floss nur in ihren Mund, was das saugen natürlich nicht fördert. Alles was ich tat und sagte wurde übergangen und jeder sagte mir etwas anderes! Die sogenannten Stillberaterinnen in diesem Krankenhaus gaben mir erst ein zu großes Stillhütchen, dann zu klein, dann wohl passend (Flachwarzen) und letzendlich habe ich noch im Krankenhaus das Kolostrum abgepumpt und meiner Tochter mit der Flasche gegeben weil ich natürlich Angst hatte und die Oberschwester mich schon anfuhr ob ich meine Tochter verhungern lassen will, weil ich mich so gegen die Flasche wehre! Aber ich denke einfach es ist ja ganz natürlich, dass der Milcheinschuss erst nach 2-3 Tagen kommt und die Kinder erst abnehmen. Und das ein Kind nach einer langen, eingeleiteten Geburt die ersten Stunden vllt. erstmal müde ist und schlafen möchte. Grade bei einer Erstgebärenden hätte ich mir mehr Hilfe und Verständnis gewünscht. Ich hätte mir im nachhinein Kniffe gewünscht von den Fachfrauen wie z.B. Kolostrum mit dem Löffel geben oder mit der Spritze!
Nachdem ich zuhause war, waren meine Brüste prall gefüllt aber sie hat nicht Effektiv getrunken, schlief ein und nahm immer mehr ab! Meine Hebamme gab mir auch keine tipps und ich habe abgepumpt und mit Flasche gefüttert!
Nun ist meine Tochter fast 11 Wochen alt und es kommen nichtmal mehr 20ml Milch, weil sie mindestens 4 Wochen garnicht mehr an der Brust war. Sie hatte einen verspannten Nacken und blockierte Wirbel, sie schrie und wehrte sich an die Brust zu gehen. Nun heute nachdem wir 4mal bei dem Osteopathen waren habe ich es nochmals gewagt. Sie saugt tatsächlich an der Brust ausdauernd. Es kommt natürlich so gut wie nichts, spüre auch keinen Milchspendereflex wie sonst (kribbeln,spannen).Sie bekommt deswegen ausschließlich Pulvernahrung + Rest Muttermilch. Nun bin ich total motiviert und glücklich, habe allerdings auch Angst das die Milch nicht mehr wird denn beim ausschließlichen pumpen hat sie auch abgenommen(eventuell auch der schlimme Start/Stress).Ich WILL nicht aufgeben, ich möchte mein Kind stillen und nicht ihr die Flasche geben, ich schähme mich wenn mich Leute fragen ob ich mein Kind stille. Früher habe ich solche Mütter verurteilt und habe gedacht sie wären Selbstsüchtig.Dumm war ich und hatte keine Ahnung, dass es nunmal nicht für jeden so einfach sein kann.
Tut mir leid für den langen Text. Aber nun habe ich mir von Medela das Brusternährungsset bestellt, eventuell bei jemanden schon bekannt! Zudem ist ein Stillen ohne Stillhütchen absolut nicht möglich, wird die Milchmenge trotzdem gesteigert, bzw. die Milchproduktion angeregt? Habe mir alle Stillhütchen bestellt damals die Amazon zu bieten hatte
Zudem trinke ich 3mal täglich Weleda-Stilltee, Bockshornkleesamen 5 Stück am Tag, Malzbier zum Mittagsessen!
Wie kann ich den Milchspendereflex aktivieren, Brustmassage usw. habe ich ausprobiert! Gibt es künstliches Oxytocin bzw. Prolactin?
Und nein ich sehe es nicht zu verbissen, hatte mich eigentlich schon angefunden mit der Tatsache das es nichts wird. Aber ich möchte mir nicht vorwerfen müssen, dass ich nicht alles versucht habe mein Kind zu Stillen.
Ich würde mich über eure Tipps, Erfahrungen und ehrlich gemeinten Meinungen zu meiner Situation freuen!!!
Herzliche Grüße
Ikka