Über eine Trageberatung bin ich auf dieses wunderbare Forum aufmerksam geworden. Was für ein Segen.
Viele wertvolle Tips habe ich schon euren Seien entnommen und nun würde ich mich selber sehr freuen, wenn es die Möglichkeit zur Beratung gäbe.
Auch wenn ich eine Ahnung habe wo ich ansetzten sollte, so hoffe ich auf Tipps und ja auch der Motivation von Aussen, dies umzusetzten. Durch starke Verdauungsprobleme meiner Tochter liegen meine Nerven nun auch blank und da ich alleinerziehend bin, bleibt mir nicht die Ruhe und Muse die sein sollte.... Also mal von Anfang an:
Meine Tochter kam am 07.11.15 nach pathologischem CTG per (absolut angebrachtem) Kaiserschnitt auf die Welt. Geplant war eine Hausgeburt. Da sie einen sehr schlechten Apgar hatte mit entsprechend grossen Anpassungsschwierigkeiten, musste sie dann auch auf die Intensiv bis zum darauffolgenden Tag. In der Nacht konnte ich samt Bett dann nach Stunden zum Bonding zu ihr, ohne Anlegeversuch da sie einfach nur geschlafen hat. Am Tag darauf konnte ich dann endlich mittags zu ihr auf die NG Station. Hier wurde sie schon zugefüttert da man aufgrund ihres Starts und zarten Gewichts eine Gelbsucht auf jeden Fall vermeiden wollte. Ich begann mit dem Pumpen und legte sie Problemlos an. Das Andocken klappte problemlos, das wachhalten viel sehr schwer. Nach den Stillmahlzeiten wurde zugefüttert, da sie grade am ersten Tag enormen Hunger hatte mit entsprechend deutlichem Protest. Sie hat einiges nachzuholen. Erholte sich dann aber auch sehr gut und stetig, so dass wir am 4.LT entlassen wurden.
Zu Hause angekommen bliebt die Pumpe der stete Begleiter. Nach jeder Mahlzeit pumpte ich weiterhin ab, da ich anfangs noch Unterstützung hatte. Abgepumpt habe ich selten mehr als insgesamt 20ml- Der Milcheinschuss kam entspannt und problemlos. Nur die Menge blieb ungenügend so dass ich weiterhin zufütterte. Das Wechseln zwischen Sauger und Brust machte sie gut mit.
Die Stillberatung viel am Anfang etwas zu mager aus denke ich, so dass sich der Kreislauf weiter und weiter drehte.
ihr Bedarf erhöht sich stetig und sehr stark, meine Milchbildung kommt nicht hinterher. So dass sie nach dem, auch ausdauernden, wechselseitigem Anlegen von immer wieder auch 20 Minuten mindestens, dann so unruhig bleibt und meistens auch lauthals schreit, dass ich Nahrung nachgebe. Es begann mit 40ml inzwischen sind wir bei bis zu 170ml.
Eine Stillprobe ergab vergangenen Montag. dass sie 70ml an beiden Brüsten trank. Der Vorschlag die Milch dünner zu machen damit sie öfter kommt machte sie so unruhig und unausgeglichen, dass ich nach drei Tagen aufgab. Hinzu kommen enorme Verdauungsprobleme welche sich hoffentlich langsam etwas legen. Nach sehr sehr festem Stuhl mit starken Schmerzen bleiben nun Blähungen nach vielen Massnahmen und nun erneuter Nahrungsumstellung. Da die Nerven teils blank liegen mit einem Neugeborenen kleinen Bündel welches so leidet und ich nun wenig Unterstützung zu Hause habe, also grösstenteils auf mich alleine gestellt bin ausser einer Mahlzeit am Tag die für mich gekocht wird, merke ich, wie ich zu wenig pumpe. Es ist zudem irgendwann sehr unbefriedigend geworden muss ich sagen zu pumpen. Auch wenn ich weiss niemand leert die Brust wie ein Kind -gar nichts bis minimal etwas hinaus zu bekommen, selbst zwischen den Stillmahlzeiten, war sehr frustrierend und schürte die Angst, dass ich nicht genug Milch bilde. So schlich sich das regelmässige Abpumpen nach und nach aus merkte ich. Nun wieder die Diszilin aufzubrigne bei alle auch noch konsequent abzupumpen fällt mir ehrlich gesagt so schwer. Ich denke aber hier liegt der Hund begraben.
ich nehme zusätzlich die MM Kapseln von Motherlove, trinke Malzbier, achte auf gesunde Ernährung, trinke Stilltee von Weleda, nutze sproadisch das Stillöl von Weleda und pumpe mit der Medela Symphony welche ich noch wenige Wochen habe. Da nicht mehr machbar mit Säugling leider nicht mehr doppelsetig. Jede Seite aber mindestens zehn Minuten. Die Tage auch versucht Intervall und Power Pumpen wie in anderen Threads beschrieben.
Sie bekommt am Anfang sehr gute Milch welche wartet und wird teilweise auch geduscht beim Anlegen. Inzwischen gibt es Mahlzeiten da möchte ich sie an der Brust halten und wechsle und wechsel und sie schreit dann nur noch die Brust an vor Hunger. Ein BES wollte ich demnächst ausleihen, dies ging leider vergangene Woche nicht. Hier ist die Hoffnung, dass ich sie and er Brust halten kann, voraussgesetzt sie schreit sich nicht die Seele aus dem Leib vorher.
Mit ihrer Gewichtszunahme gibt es gar keine Probleme. Sie einfach immer wieder an die Brust zu holen und schreien/hungern zu lassen brachte ich nicht übers Herz, auch wenn ich sie bei jedem Zeichen gerne und direkt anlege. Sie wird schon viel weniger schläfrig und trinkt, wenn sie denn an der Brust ist auch oft sehr gut die erste Milch aus.
Auch wenn ich denke die Antwort zu kennen: reiss dich zusammen und pumpe regelmässig auch wenn "nichts" kommt, es hilft. .... Ich bitte um eure Unterstützung.
Ich schaffe es einfach nicht und hoffe es gibt mehr Anregung und Gedanken die uns aus dieser gefährlichen Spirale heraus holen.
Es ist so deprimierend zu sehen wieviel ich nachfüttere und vor allem zu erleben wie schlecht es ihr immer wieder mit der Nahrung geht.
Hier in Stichworten:
* Sie bekam von Anfang an Abgepumpte MM und Fläschchen regelmässig nach fast jeder Stillmahlzeit.
Erst im KH, dann Babylove BIO Pre, dann Umstieg auf Aptamil Comfort nun wechsel zu Töprer Lactana Pre
Aktuell von 90ml bis zu 150 ml zu fast jeder Mahlzeit, MM steht fast keine abgepumpte mehr zur Verfügung wenn sie an die Brust geht.
Ca. 6-9 Flaschen Mahlzeiten pro Tag
*Ca mal 7-10 mal Stillen pro Tag, 5-20 Min pro Seite, 2-4 Stunden Schlafpause
* Pipi mindestens 4 Windeln schwer, Stuhlgang 1-3. Die letzen Tage mit Verdauungsproblemen jedesmal etwas zerbomter Stuhlgang welcher mit den Blähungen abzugehen scheint in der Windel.
* Leichtes Andocken, immer weniger Schläfrig und Trinkmüde, siehe Oben, gut angelegt meistens. Verliert die Brust noch öfter,geht bei Wechsel aber gut wieder ran spätestens. Bis "zu wenig" fliesst und sie durch Hunger ungeduldig wird. Ablenken, beruhigen, Tragen um sie wieder an die Brust zu bekommen hilft nicht.
* Flaschen werden abwechselnd zur Brust angeboten
* Hebamme, Osteopathie Termin steht aus
Genaue Gewichtsdaten erfrage ich nochmal bei meiner Hebamme.
7.11. Geburtsgewicht war 2.430g bei 47 cm (KH)
7.12. mit vier Wochen wog sie 3.720g (Hebamme)
Ging nie unter Geburtsgewicht sondern nahm kontinuierlich zu
Zur Zeit scheint es für mich völlig unrealistisch mein Kind voll stillen zu können. Es wäre aber so wunderbar für meine Tochter und solch eine Erleichterung für mich.
Danke fürs lesen und eure Mühen!