Kita-Eingewöhnung und Stillen
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Maude
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Kita-Eingewöhnung und Stillen
Hallo zusammen,
ich bitte vorab um Entschuldigung, sollte das Thema schon mehrfach dagewesen sein. Es ist nur so, ich wäre in der aktuellen Situation sehr dankbar für Austausch….
Mein kleiner Mann wird diese Woche 1 Jahr alt. Vor 5 Tagen haben wir mit der Kita-Eingewöhnung gestartet. Paul wird gestillt und ich wollte das eigentlich auch weiter so handhaben. Aktuell ist es so, dass er sehr gut vom Familientisch isst jedoch sehr oft kommt und angelegt werden möchte. Die letzten Wochen noch mal vermehrt, er hat angefangen zu laufen. Wenn wir z.B. auf dem Spielplatz oder im Familienzentrum sind „schwärmt er aus“, spielt und ist aktiv, kommt dann nach einer Weile zurück und möchte nuckeln. Bislang war das für uns so passend und für mich völlig o.k. Er war schon immer ein Nuckel-Kind, mal mehr mal weniger, tagsüber und auch Nachts.
Problem jetzt: so ist die Situation auch in der Kita. Er geht in die Gruppe, spielt mit, sieht sich um und kommt dann nach 20 Minuten zurück, möchte zwingend an die Brust. Ich habe ihn dann auch jedes Mal angelegt.
Heute war Tag 5 der Kita-Eingewöhnung (auf dem Papier nach dem Berliner Modell) und es wurde mir mitgeteilt, dass die Eingewöhnung so nicht funktionieren würde. Durch das Stillen in der Kita sei es der Bezugsbetreuerin nicht möglich eine Bindung aufzubauen.
Tag 1 und 2 war Anwesenheit mit Mama für 1 Stunde, an Tag 3 und 4 fand ein kurzer Trennungsversuch statt, der abgebrochen werden musste, weil Paul nicht zu beruhigen war und angeblich bei der Erzieherin nach der Brust gesucht habe……
Ich habe bei dem Gespräch darum gebeten, diese Woche Trennungsversuche zu unterlassen und weiterhin anwesend sein zu dürfen. Das wurde mir nur ausnahmsweise zugestanden und sei nicht üblich. Man habe ja auch einen Zeitplan und müsse voran kommen.
Doch schon leicht verzweifelt habe ich heute schon telefonisch bei einer Stillberaterin Rat gesucht. Das Gespräch war sehr konstruktiv, kompetent und gut. Vorschlag hier war zu üben, dass die Brust nicht immer verfügbar sei und Stress auch anders abgebaut und ausgehalten werden „muss“. Ich verstehe, dass diese Kompetenz für ein Kind wichtig ist, um in der Kita „bestehen“ zu können. Leider stehe ich nun sehr unter Zeitdruck und habe nicht das Gefühl hier von der Kita unterstützt zu werden.
Noch als Zusatzinformation:
Paul hat Schnuller trotz Angebot immer abgelehnt und sein Herz auch noch nicht an ein Schnuffeltuch oder Kuscheltier verschenkt. Wir haben also auch bislang kein gutes Übergangsobjekt
Er wird in der Regel in den Schlaf gestillt, die letzte Zeit gelingt es aber auch zunehmend meinem Mann ihn ins Bett zu bringen. D.h. mit Papa oder Oma, die er allerdings nur 1x monatlich sieht, klappt das „alleine bleiben ohne Brust“ auch.
Meine Fragen sind nun:
Hattet ihr das gleiche „Problem“ und wie habt ihr es gelöst ? Wie sind eure Erfahrungen ?
Wie seht ihr das mit dem Stillen in der Kita im Rahmen der Eingewöhnung ?
Was kann ich gegenüber der Erzieherinnen argumentieren ?
Vielen lieben Dank für das Lesen meiner langen mail und euere Antworten !
Maude mit Paul
ich bitte vorab um Entschuldigung, sollte das Thema schon mehrfach dagewesen sein. Es ist nur so, ich wäre in der aktuellen Situation sehr dankbar für Austausch….
Mein kleiner Mann wird diese Woche 1 Jahr alt. Vor 5 Tagen haben wir mit der Kita-Eingewöhnung gestartet. Paul wird gestillt und ich wollte das eigentlich auch weiter so handhaben. Aktuell ist es so, dass er sehr gut vom Familientisch isst jedoch sehr oft kommt und angelegt werden möchte. Die letzten Wochen noch mal vermehrt, er hat angefangen zu laufen. Wenn wir z.B. auf dem Spielplatz oder im Familienzentrum sind „schwärmt er aus“, spielt und ist aktiv, kommt dann nach einer Weile zurück und möchte nuckeln. Bislang war das für uns so passend und für mich völlig o.k. Er war schon immer ein Nuckel-Kind, mal mehr mal weniger, tagsüber und auch Nachts.
Problem jetzt: so ist die Situation auch in der Kita. Er geht in die Gruppe, spielt mit, sieht sich um und kommt dann nach 20 Minuten zurück, möchte zwingend an die Brust. Ich habe ihn dann auch jedes Mal angelegt.
Heute war Tag 5 der Kita-Eingewöhnung (auf dem Papier nach dem Berliner Modell) und es wurde mir mitgeteilt, dass die Eingewöhnung so nicht funktionieren würde. Durch das Stillen in der Kita sei es der Bezugsbetreuerin nicht möglich eine Bindung aufzubauen.
Tag 1 und 2 war Anwesenheit mit Mama für 1 Stunde, an Tag 3 und 4 fand ein kurzer Trennungsversuch statt, der abgebrochen werden musste, weil Paul nicht zu beruhigen war und angeblich bei der Erzieherin nach der Brust gesucht habe……
Ich habe bei dem Gespräch darum gebeten, diese Woche Trennungsversuche zu unterlassen und weiterhin anwesend sein zu dürfen. Das wurde mir nur ausnahmsweise zugestanden und sei nicht üblich. Man habe ja auch einen Zeitplan und müsse voran kommen.
Doch schon leicht verzweifelt habe ich heute schon telefonisch bei einer Stillberaterin Rat gesucht. Das Gespräch war sehr konstruktiv, kompetent und gut. Vorschlag hier war zu üben, dass die Brust nicht immer verfügbar sei und Stress auch anders abgebaut und ausgehalten werden „muss“. Ich verstehe, dass diese Kompetenz für ein Kind wichtig ist, um in der Kita „bestehen“ zu können. Leider stehe ich nun sehr unter Zeitdruck und habe nicht das Gefühl hier von der Kita unterstützt zu werden.
Noch als Zusatzinformation:
Paul hat Schnuller trotz Angebot immer abgelehnt und sein Herz auch noch nicht an ein Schnuffeltuch oder Kuscheltier verschenkt. Wir haben also auch bislang kein gutes Übergangsobjekt
Er wird in der Regel in den Schlaf gestillt, die letzte Zeit gelingt es aber auch zunehmend meinem Mann ihn ins Bett zu bringen. D.h. mit Papa oder Oma, die er allerdings nur 1x monatlich sieht, klappt das „alleine bleiben ohne Brust“ auch.
Meine Fragen sind nun:
Hattet ihr das gleiche „Problem“ und wie habt ihr es gelöst ? Wie sind eure Erfahrungen ?
Wie seht ihr das mit dem Stillen in der Kita im Rahmen der Eingewöhnung ?
Was kann ich gegenüber der Erzieherinnen argumentieren ?
Vielen lieben Dank für das Lesen meiner langen mail und euere Antworten !
Maude mit Paul
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ixcacienfuegos
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- Registriert: 20.07.2014, 18:46
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Ich habe meinen Sohn während der Eingewöhnung bewusst nicht in der Kita gestillt. Er sollte gleich wissen, dass das dort eben nicht geht. Wenn er es eingefordert hat, habe ich ihm gesagt: Wenn wir nach Hause gehen. Er hat das akzeptiert. Ein oder zwei Mal war der Stillewunsch so dringend, dass ich ihn in der Garderobe gestillt habe. Ansonsten wartet er bis zu Hause.
Ich denke ehrlich gesagt, dass du es deinem Sohn durch das Stillen in der Kita nicht leichter machst.
Ich denke ehrlich gesagt, dass du es deinem Sohn durch das Stillen in der Kita nicht leichter machst.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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ixcacienfuegos
- Profi-SuTler
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- Registriert: 20.07.2014, 18:46
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Mein Sohn war übrigens bei der Eingewöhnung 11 Monate alt.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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Linda81
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 06.12.2014, 18:06
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Hallo Maude,
ich bin grad in Eile, aber mag Dir gern den Thread von jaloca78 "Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Xy" (ähm, vergessen) schon mal zeigen. Da diskutieren wir gerade etwas Ähnliches. Kurzform: das Stillen ist bestimmt NICHT das Problem.
Bald melden sich hier bestimmt auch noch andere Mütter.
ich bin grad in Eile, aber mag Dir gern den Thread von jaloca78 "Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Xy" (ähm, vergessen) schon mal zeigen. Da diskutieren wir gerade etwas Ähnliches. Kurzform: das Stillen ist bestimmt NICHT das Problem.
Bald melden sich hier bestimmt auch noch andere Mütter.
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
- Masim
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 137
- Registriert: 28.03.2012, 17:07
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Ich melde mich später auch noch ausführlich! Ich sitze gerade in der Garderobe der Kita - erste Trennung von 17 Monate altem Stillkind.
Bisher habe ich die Erzieherinnen in Bezug aufs Stillen unproblematisch erlebt. Vorhin kam nur eine Aussage, die mich überrascht hat.
Bisher habe ich die Erzieherinnen in Bezug aufs Stillen unproblematisch erlebt. Vorhin kam nur eine Aussage, die mich überrascht hat.
Mama zweier Sommerkinder (2011 & 2014)
- Maryam+Leo
- Dipl.-SuT
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- Registriert: 21.12.2010, 16:57
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Huhu
ich verstehe dich so gut
Ich habe meine beiden Kindern noch gestillt als sie in die Kita kamen.
Bei Kind 1 war es unproblematischer, weil er nicht so doll fixiert war auf die Brust, bei der Eingewöhnung war er 10 Monate alt.
Kind 2 (Eingewöhnung mit 12 Monaten) macht mich jetzt mit ihren über 2 Jahren noch wahnsinnig mit ihrem straken WILLEN, immer und überall.
In der Kitaeingewöhnung habe ich sie nur in der Umkleide gestillt, ich wollte irgendwie nicht, dass das so in den Tagesablauf der Kita gehört. Hab versucht zu verneinen und sie zum Spielen zu animieren. Hat auch ganz gut geklappt.
Es war und ist aber immer so, dass wenn ich sie abhole, sie SOFORT ankommt und meine Brüste auspacken will. Anfangs habe ich sie dann in der Umkleide gestillt, jetzt mache ich das aber nicht mehr und sie muss die 5 Minuten bis daheim warten, auch hier das Zauberwort Ablenkung. Ob das richtig ist oder nicht möchte ich nicht beurteilen, für mich war es der "schonenste " Weg.
Schlafen klappt und klappte bei beiden Kindern, die auch nie einen Nuckel benutzten, in der Kita immer super. Ich glaube da macht man sich einfach zu viele Gedanken. Wenn man nicht da ist klappt es ohne Brust besser als man denkt.
Ich denke der Trennungsschmerz hat nichts mit dem Stillen bzw. der Brust zu tun, sondern eben einfach mit der Trennung, das ist ja auch ein Stück weit normal. Mama ist weg, was soll das ?!?
Ich würde einfach auf die Eingewöhnung von 4 Wochen verweisen (bei uns sind es vertraglich und in der Satzung 4 Wochen, durchgezogen werden aber auch 2 Wochen mit dem Berliner Modell) und die nächste Woche einfach noch komplett mit da bleiben.
Gehst du wieder arbeiten ? MUSS dein Kind dort schlafen ? Ansonsten würde ich das vielleicht eher Schritt für Schritt machen und eben 4 Wochen nur von 9- nach dem Mittagessen und dann erst dort schlafen lassen wenn es problemlos klappt, dass es eben auch akzeptiert, dass du nicht da bist.
ich wünsche dir alles Gute !
ich verstehe dich so gut
Ich habe meine beiden Kindern noch gestillt als sie in die Kita kamen.
Bei Kind 1 war es unproblematischer, weil er nicht so doll fixiert war auf die Brust, bei der Eingewöhnung war er 10 Monate alt.
Kind 2 (Eingewöhnung mit 12 Monaten) macht mich jetzt mit ihren über 2 Jahren noch wahnsinnig mit ihrem straken WILLEN, immer und überall.
In der Kitaeingewöhnung habe ich sie nur in der Umkleide gestillt, ich wollte irgendwie nicht, dass das so in den Tagesablauf der Kita gehört. Hab versucht zu verneinen und sie zum Spielen zu animieren. Hat auch ganz gut geklappt.
Es war und ist aber immer so, dass wenn ich sie abhole, sie SOFORT ankommt und meine Brüste auspacken will. Anfangs habe ich sie dann in der Umkleide gestillt, jetzt mache ich das aber nicht mehr und sie muss die 5 Minuten bis daheim warten, auch hier das Zauberwort Ablenkung. Ob das richtig ist oder nicht möchte ich nicht beurteilen, für mich war es der "schonenste " Weg.
Schlafen klappt und klappte bei beiden Kindern, die auch nie einen Nuckel benutzten, in der Kita immer super. Ich glaube da macht man sich einfach zu viele Gedanken. Wenn man nicht da ist klappt es ohne Brust besser als man denkt.
Ich denke der Trennungsschmerz hat nichts mit dem Stillen bzw. der Brust zu tun, sondern eben einfach mit der Trennung, das ist ja auch ein Stück weit normal. Mama ist weg, was soll das ?!?
Ich würde einfach auf die Eingewöhnung von 4 Wochen verweisen (bei uns sind es vertraglich und in der Satzung 4 Wochen, durchgezogen werden aber auch 2 Wochen mit dem Berliner Modell) und die nächste Woche einfach noch komplett mit da bleiben.
Gehst du wieder arbeiten ? MUSS dein Kind dort schlafen ? Ansonsten würde ich das vielleicht eher Schritt für Schritt machen und eben 4 Wochen nur von 9- nach dem Mittagessen und dann erst dort schlafen lassen wenn es problemlos klappt, dass es eben auch akzeptiert, dass du nicht da bist.
ich wünsche dir alles Gute !


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ixcacienfuegos
- Profi-SuTler
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- Registriert: 20.07.2014, 18:46
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Ich denke nicht, dass das Stillen an sich ein Problem ist. Das Stillen im Gruppenraum sehe ich aber kritisch. Für mich war das ein langsamer Ablöseprozess. Schritt 1: Akzeptieren, dass in der Gruppe nicht gestillt wird. Schritt 2: Mama geht weg. Beides auf einmal hätte ich heftig gefunden.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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Lösche Benutzer 17774
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Hallo,
wir stillen wann immer Sohni will, er ist 2,5, mit einem Jahr kam er in die Kita.
Ich hatte mir davor auch viele Gedanken gemacht, mich bewusst für stillen, so wie es für uns passt entschieden und sich dafür, dass eben alle anderen Menschen (ohne meine Brüste
) ihren Weg finden müssen mit dem Sohni, was Schlafen und Beruhigen angeht. Stillen war in der Kita auch kein Thema, ich habe es erwähnt und seine Bezugsbetreuerin hat uns unterstützt mit ihren Worten, dass es absolut kein Problem ist, denn für jedes Kind in der Eingewöhnung ist das Umfeld, die Menschen, die Schlafsituation neu und es ist eben ein Prozess da Wege zu finden, das hat nix mit Stillen zu tun.
Er hat es aber in der Kita auch nie gefordert, bzw. bin ich wahrscheinlich auch einfach immer los und nach 5 Minuten waren wir zu Hause. Ich für mich mochte das Stillen in der Öffentlichkeit irgendwann nicht mehr und wollte nicht in der Kita stillen.
Ich denke, es ist schwer für dich ihn bei Stress an eine andere Beruhigungsmethode zu gewöhnen, denn du hast ja nun mal deine Brüste. Wie willste das denn authentisch rüber bekommen, dass da jetzt was anderes ran muss, wenn es dich doch gar nicht stört? In meinen Augen ist das auch nicht deine Aufgabe, sondern die der Betreuer. Die müssen sich doch was einfallen lassen. Genau wie bei allen anderen Kindern auch. Wenn ein Kind sich zur Beruhigung in Mamas Arme kuschelt, dies auch bei der Eingewöhnung tuen will, aber natürlich die anwesende Mama vorzieht und nicht die fremden Betreuer, dann bittet man sie doch auch nicht, das zu lassen und dem Kind ein Kuscheltier in die Hand zu drücken. Und ich für uns bin auch der Meinung, dass Sohni nie bei einem anderen Menschen stillen wollte und Brust erwartet hat...
Bei uns war schlafen so ein Thema, wir haben immer einschlafgestillt. Und ja, in der Kita hat es einige Zeit gedauert, bis er ohne Kummer dort geschlafen hat, aber meiner Meinung nach, weil die Situation fremd und unsicher war, nicht weil er die Brust erwartet hat und ohne nicht schlafen kann. Ich glaube, den Kummer hätte es auch ohne einschlafstillen gegeben.
Ich finde, den Ansatz der Kita nicht richtig. Beziehung braucht Zeit, das geht doch nicht in ein paar Tagen und warum sollte das Stillen den Aufbau einer Beziehung hemmen? Was ist denn mit dem Gedanken, dass Paul gerade durch das Stillen Sicherheit fühlt, dass alles in Ordnung ist, Mama da ist, Mama mit der Situation klar kommt und dem ganzen zustimmt und er sich beruhigt öffnen kann, denn Mama ist da. Vielleicht geht Beziehungsaufbau auch einfacher mit einem sicheren beruhigten Kind? Könnte doch auch mal ne Überlegung wert sein?
Abgesehen davon: ich finde es auch sehr übergriffig dir bezüglich deinem Kind, deinem Körper, dem stillen irgendwelche ungefragten Meinungen kund zu tun...
LG,
jellicle.
Gesendet von meinem Nexus 4 mit Tapatalk
wir stillen wann immer Sohni will, er ist 2,5, mit einem Jahr kam er in die Kita.
Ich hatte mir davor auch viele Gedanken gemacht, mich bewusst für stillen, so wie es für uns passt entschieden und sich dafür, dass eben alle anderen Menschen (ohne meine Brüste
Er hat es aber in der Kita auch nie gefordert, bzw. bin ich wahrscheinlich auch einfach immer los und nach 5 Minuten waren wir zu Hause. Ich für mich mochte das Stillen in der Öffentlichkeit irgendwann nicht mehr und wollte nicht in der Kita stillen.
Ich denke, es ist schwer für dich ihn bei Stress an eine andere Beruhigungsmethode zu gewöhnen, denn du hast ja nun mal deine Brüste. Wie willste das denn authentisch rüber bekommen, dass da jetzt was anderes ran muss, wenn es dich doch gar nicht stört? In meinen Augen ist das auch nicht deine Aufgabe, sondern die der Betreuer. Die müssen sich doch was einfallen lassen. Genau wie bei allen anderen Kindern auch. Wenn ein Kind sich zur Beruhigung in Mamas Arme kuschelt, dies auch bei der Eingewöhnung tuen will, aber natürlich die anwesende Mama vorzieht und nicht die fremden Betreuer, dann bittet man sie doch auch nicht, das zu lassen und dem Kind ein Kuscheltier in die Hand zu drücken. Und ich für uns bin auch der Meinung, dass Sohni nie bei einem anderen Menschen stillen wollte und Brust erwartet hat...
Bei uns war schlafen so ein Thema, wir haben immer einschlafgestillt. Und ja, in der Kita hat es einige Zeit gedauert, bis er ohne Kummer dort geschlafen hat, aber meiner Meinung nach, weil die Situation fremd und unsicher war, nicht weil er die Brust erwartet hat und ohne nicht schlafen kann. Ich glaube, den Kummer hätte es auch ohne einschlafstillen gegeben.
Ich finde, den Ansatz der Kita nicht richtig. Beziehung braucht Zeit, das geht doch nicht in ein paar Tagen und warum sollte das Stillen den Aufbau einer Beziehung hemmen? Was ist denn mit dem Gedanken, dass Paul gerade durch das Stillen Sicherheit fühlt, dass alles in Ordnung ist, Mama da ist, Mama mit der Situation klar kommt und dem ganzen zustimmt und er sich beruhigt öffnen kann, denn Mama ist da. Vielleicht geht Beziehungsaufbau auch einfacher mit einem sicheren beruhigten Kind? Könnte doch auch mal ne Überlegung wert sein?
Abgesehen davon: ich finde es auch sehr übergriffig dir bezüglich deinem Kind, deinem Körper, dem stillen irgendwelche ungefragten Meinungen kund zu tun...
LG,
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- julia1982
- ist mit Leidenschaft dabei
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- Registriert: 14.03.2013, 21:17
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Ich sehe das anders als die Mehrheit hier. Ich verstehe Dich so, dass es Dir nicht unangenehm ist dort zu stillen, oder? Ich habe immer und überall gestillt, auch bei der Eingewöhnung, auch im Gruppenraum. Für mich war die Logik: ist Mama da, darf ich natürlich auch stillen. Ist Mama weg, ist auch die Brust weg [emoji6] ist ja genau so beim Papa. Da enthalte ich ja auch nicht ein paar Stunden vorher die Brust prophylaktisch vor. Unsere EZ haben mich auch darin bestärkt und nach einer langsamen, aber völlig problemlosen Eingewöhnung (auf meinen Wunsch hin über drei Monate) sehr schnell eigene Rituale mit Carlos gefunden. Tränen gab es (fast) nie. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich nichts zu Hause ändern würde und auch nicht anfangen würde, dem Kind die Brust in der Kita zu verweigern. Wie soll es das verstehen? Du bist da und es bräuchte Rückversicherung und einen Moment Nähe und Ruhe und dann darf es nicht stillen? Aber es ist natürlich doof, wenn jetzt schon auf Zeitplan gedrängt wird und Probleme aufs Stillen geschoben werden. Mein Rat: lass Dich nicht drängeln (auch wenn das bestimmt schwer ist)! (())
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Julia mit kleiner Raupe (03/13) und Herzenskind (03/16)
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Baummaedchen
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 153
- Registriert: 23.01.2015, 10:26
Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Unsere Tochter wurde mit 11 Monaten eingewöhnt, an den meisten Tagen vom Papa, wenn ich dabei war gab es die klare Regel, kein Stillen in der Krippe. Ich wollte sie nicht verwirren. Sie hat es schon versucht, bekam dann aber eine Maiswaffel (sie hatte echt dann Hunger). Bis zur Krippe hat sie fast nix gegessen, dort dann auf einmal gut, aber sie war die Essenszeiten nicht gewöhnt, sie aß ja zuvor bzw. trank in kürzeren Abständen bei Bedarf. Also gab es dieersten Wochen auch nach der Eingewöhnung Maiswaffeln von der Krippe.
Als Rückversicherung gab es auf dem Spielplatz bei uns ein Umarmen. Dies macht sie auch bei ihrer Erzieherin, wenn wir nicht da sind. Spielen, kurz zum Umarmen kommen, wieder weggehen zum Spielen. Ich verstehe deinen Sohn schon, dass er halt die Brust bei der Erzieherin gesucht hat,wenn dies bisher seine Methode der Rückversicherung war.
Vielleicht hilft ihm es eine zusätzliche Möglichkeit sich rückzuversichern zu suchen.
Schnuller oder Übergangsobjekt hat unsere auch nicht.
Als Rückversicherung gab es auf dem Spielplatz bei uns ein Umarmen. Dies macht sie auch bei ihrer Erzieherin, wenn wir nicht da sind. Spielen, kurz zum Umarmen kommen, wieder weggehen zum Spielen. Ich verstehe deinen Sohn schon, dass er halt die Brust bei der Erzieherin gesucht hat,wenn dies bisher seine Methode der Rückversicherung war.
Vielleicht hilft ihm es eine zusätzliche Möglichkeit sich rückzuversichern zu suchen.
Schnuller oder Übergangsobjekt hat unsere auch nicht.
mit Mauzi (08/2014) und Mäuserich (09/2016)