Ich hatte gehofft, bei meiner Tochter keine Hilfe bezüglich des Stillens von Euch zu brauchen, aber scheinbar geht es nicht ohne Euch.
Unsere Tochter ist heute 10 Tage alt. Im Kreißsaal habe ich sie das erste mal angelegt und auch der milcheinschuss fand schon in der zweiten Nacht statt. Sie war von Anfang an gut für die Mahlzeiten zu wecken und währenddessen auch wach zu halten. Die gewichtsentwicklung ist laut der Hebamme ebenfalls völlig unauffällig bisher. Zungenbändchen ist von der Hebamme angesehen worden und ebenfalls in Ordnung. So weit so gut.
Leider haben wir von Anfang an das Problem, dass ihr die Brustwarze wieder aus dem Mund rutscht bzw sie die Warze einfach loslässt. Erst dachte ich, dass sich das schon geben würde, sie müsse ja auch erst üben. Aber es wird täglich mehr anstatt weniger. Die Situation ist etwas schwer zu beschreiben - oft scheitert es schon am richtigen andocken (sie hat viel Brust im Mund, baut dann aber keinen sog auf, dabei macht sie häufig mit dem Mund auch "pupsgeräusche" und schmatzt), manchmal dockt sie super an, trinkt dann ein paar Züge und lässt auf einmal los, um gleich wieder andocken zu wollen. Letzte Nacht hat es 1 1/2 Stunden gedauert, bis sie mal länger an der Brust war und dann eingeschlafen ist. Das war für uns beide sehr frustrierend - sie hat natürlich geweint und ich war auch sehr angespannt, weil es nicht klappen wollte.
Es ist auch völlig unerheblich, wann sie das letzte mal getrunken hat - Hungergefühl und "härtegrad" der Brust wirken sich weder positiv noch negativ auf ihr trinkverhalten aus. Auch stillposition und Seite spielen keine rolle. Ich nehme sie zwischendrin häufig hoch und lasse sie aufstoßen, weil ich das gefühl hatte, dass sie vielleicht wegen der Luft im bauch so unruhig an die Brust geht, aber das ändert auch nicht wirklich etwas. Ich verstehe es einfach nicht. Wenn sie denn dann trinkt, sieht mMn von der Technik her alles gut aus: der Mund ist weit geöffnet, sie hat viel Brust im Mund, die Lippen sind darüber gestülpt, ihr Kinn berührt die Brust - alles so wie es sein sollte, oder?
Ich hoffe, ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt. Kennt das jemand? Kann ich etwas an der Situation ändern oder ist es wirklich eine übungssache? Falls es relevant ist: Schnuller und Flasche kennt sie nicht, den kleinen Finger kriegt sie ab und an mal (von mir heute Nacht, als es gar nicht klappen wollte und von meinem Mann abends, wenn ich den großen ins Bett bringe). Vielen Dank!