Andere (fragwürdige) Methoden beim Essen im KiGa
Verfasst: 14.10.2015, 22:35
Ich brauch mal eure Hilfe, um meine Gedanken zu sortieren. Meine Kinder gehen 3 Tage in der Woche in einen Kindergarten, der uns im Grossen und Ganzen super gefällt (nur 10 Kinder, 3-4 Erzieher, sie sind viel draussen, machen tolle Sachen etc.). Mein Grosser (übrigens ein BLW-Kind, falls sich jemand das fragt) war noch nie so ein toller Esser, also er isst zwar normal viel, aber sehr wenig unterschiedliche Dinge. Hier zu Hause isst er an warmen Gerichten eigentlich nur Nudeln mit Pesto (da geht auch nur eine bestimmte Sorte) und Pfannkuchen (manchmal geht auch Steak oder Hackfleisch ohne Soße). Ich habe schon als er klein war "My Child won't eat" von Gonzalez gelesen und beschlossen mich zu entspannen und ihm auf keinen Fall Druck zu machen. Er isst ausreichend Obst und an Gemüse immerhin Gurke und Möhren, deswegen mache ich mir keine Sorgen um seine Gesundheit.
Schon seit längerer Zeit höre ich von den Erzieherinnen öfter mal, wie toll er den isst und dass er zum Beispiel total gerne Fisch mit Kartoffeln isst. Das würde er hier zu Hause niemals anrühren. Das hat mich immer verwundert und wusste auch, dass sie im KiGa ihn schon eher auffordern, doch mal was zu probieren, aber so wie ich die Erzieherinnen bei der Eingewöhnung erlebt habe, wurde kein Druck gemacht. Neulich habe ich dann mal hier gelesen, dass "Druckmachen" bei den Mahlzeiten im KiGa dazu führen kann, dass das Kind zu Hause nichts Neues mehr probieren mag. Da hab ich dann schon gestutzt und beschlossen, im richtigen Moment mal die richtige Erzieherin darauf anzusprechen. Soweit war es noch nicht gekommen, als heute die eine Erzieherin (die ich nun wirklich als letztes darauf angesprochen hätte, da sie seit geschätzten 30 Jahren in dem Job arbeitet und teilweise noch recht ich sag mal traditionelle Ansichten hat) beim Abholen sagt: "Der Kleine hat gut gegessen (das macht er immer) aber L. mochte heute keine Blutwurst (das ist jetzt kein Witz, die Schweden essen die gebraten und anscheinend mögen besonders Kinder die gerne, ich finds auch eklig). Er wollte dann nur Bacon essen (auch das ist kein Witz, die Schweden kombinieren das anscheinend
). Sie hätte dann aber gesagt, wenn er Bacon will, muss er auch was von dem Blutpudding haben. Da hätte er sich wohl so sehr beschwert, dass er zum Schluss was überlassen durfte. Ich nur:
Ich hab dann beschlossen, das Gespräch nicht direkt zu dem Zeitpunkt und mit dieser Erzieherin zu führen, sondern lieber mit der Leiterin. Deswegen habe ich nur gesagt, dass er ja vieles nicht mag, aber wir ihn zu Hause nie zwingen etwas Bestimmtes zu essen, auch nicht zu probieren, sondern wenn er es gar nicht will, kriegt er halt ein Knäckebrot mit Philadelphia. Das geht immer. Ihre Antwort war: Hier haben wir ja zum Mittag nur mal kein Brot dabei. (Aber ich weiss, dass sie es im Küchenschrank haben). Ich habe dann das Gespräch beendet, und beschlossen, erstmal zu überlegen, wie ich damit umgehe und mich auch mit meinem Freund zu beratschlagen.
Heute Abend hat mein Sohn das vorm Insbettgehen angesprochen. Er hat mir komplett neutral geschildert was vorgefallen war. Hat allerdings auch noch dazu erwähnt, dass gesagt wurde, es gibt keinen Nachtisch, wenn er die Blutwurst nicht isst. (
Ich bin immer noch total baff.) Dann meinte er aber auch im erzählen: "Im Kiga machen sie das so, und hier zu Hause macht ihr das anders." Als er mir das so erzählt hat, wirkte es nicht, als wenn es ein grosses Problem für ihn ist, aber vielleicht ist es das und er isst aus diesem Grunde zu Hause so wenig? Dazu muss ich aber auch sagen, dass er auch schon vor KiGa-Zeiten wenig gegessen hat. Nur vielleicht wäre es mittlerweile besser geworden?
Ich möchte es auf jeden Fall ansprechen. Ich mag diese Druckmachen beim Essen garnicht. Nur wie am besten? Soll ich einen Artikel ausdrucken und mitbringen, damit mein Anliegen irgendwie untermauert wird? Oder ist das altklug? Vielleicht sollte ich einfach nur sagen, ich will das nicht. Kriegt mein Kind dann eine Sonderbehandlung und mit den anderen Kindern machen sie so weiter? Die "traditionelle" Erzieherin ist nur noch bis Weihnachten da. Von einer Bekannten, die gerade die Ausbildung zu Erzieherin beendet hat, weiss ich, dass hier in Schweden eigentlich gelehrt wird, dass beim Essen kein Druck gemacht werden soll.
Theoretisch wäre es übrigens kein Problem, wenn er einfach gar nichts isst, wenn er es nich mag. Um 14 Uhr wird er ja schon abgeholt und kann dann einfach zu Hause was essen. Mit dem Kleinen ist das übrigens alles kein Problem. Er isst sowohl zu Hause als auch im KiGa gerne und viel und mag auch das Allermeiste.
Das ist jetzt superlang geworden, aber ich schick es jetzt trotzdem mal ab. Vielleicht habt ihr ja ein paar Gedanken dazu, wie ich am besten damit umgehe...
Schon seit längerer Zeit höre ich von den Erzieherinnen öfter mal, wie toll er den isst und dass er zum Beispiel total gerne Fisch mit Kartoffeln isst. Das würde er hier zu Hause niemals anrühren. Das hat mich immer verwundert und wusste auch, dass sie im KiGa ihn schon eher auffordern, doch mal was zu probieren, aber so wie ich die Erzieherinnen bei der Eingewöhnung erlebt habe, wurde kein Druck gemacht. Neulich habe ich dann mal hier gelesen, dass "Druckmachen" bei den Mahlzeiten im KiGa dazu führen kann, dass das Kind zu Hause nichts Neues mehr probieren mag. Da hab ich dann schon gestutzt und beschlossen, im richtigen Moment mal die richtige Erzieherin darauf anzusprechen. Soweit war es noch nicht gekommen, als heute die eine Erzieherin (die ich nun wirklich als letztes darauf angesprochen hätte, da sie seit geschätzten 30 Jahren in dem Job arbeitet und teilweise noch recht ich sag mal traditionelle Ansichten hat) beim Abholen sagt: "Der Kleine hat gut gegessen (das macht er immer) aber L. mochte heute keine Blutwurst (das ist jetzt kein Witz, die Schweden essen die gebraten und anscheinend mögen besonders Kinder die gerne, ich finds auch eklig). Er wollte dann nur Bacon essen (auch das ist kein Witz, die Schweden kombinieren das anscheinend
Ich hab dann beschlossen, das Gespräch nicht direkt zu dem Zeitpunkt und mit dieser Erzieherin zu führen, sondern lieber mit der Leiterin. Deswegen habe ich nur gesagt, dass er ja vieles nicht mag, aber wir ihn zu Hause nie zwingen etwas Bestimmtes zu essen, auch nicht zu probieren, sondern wenn er es gar nicht will, kriegt er halt ein Knäckebrot mit Philadelphia. Das geht immer. Ihre Antwort war: Hier haben wir ja zum Mittag nur mal kein Brot dabei. (Aber ich weiss, dass sie es im Küchenschrank haben). Ich habe dann das Gespräch beendet, und beschlossen, erstmal zu überlegen, wie ich damit umgehe und mich auch mit meinem Freund zu beratschlagen.
Heute Abend hat mein Sohn das vorm Insbettgehen angesprochen. Er hat mir komplett neutral geschildert was vorgefallen war. Hat allerdings auch noch dazu erwähnt, dass gesagt wurde, es gibt keinen Nachtisch, wenn er die Blutwurst nicht isst. (
Ich möchte es auf jeden Fall ansprechen. Ich mag diese Druckmachen beim Essen garnicht. Nur wie am besten? Soll ich einen Artikel ausdrucken und mitbringen, damit mein Anliegen irgendwie untermauert wird? Oder ist das altklug? Vielleicht sollte ich einfach nur sagen, ich will das nicht. Kriegt mein Kind dann eine Sonderbehandlung und mit den anderen Kindern machen sie so weiter? Die "traditionelle" Erzieherin ist nur noch bis Weihnachten da. Von einer Bekannten, die gerade die Ausbildung zu Erzieherin beendet hat, weiss ich, dass hier in Schweden eigentlich gelehrt wird, dass beim Essen kein Druck gemacht werden soll.
Theoretisch wäre es übrigens kein Problem, wenn er einfach gar nichts isst, wenn er es nich mag. Um 14 Uhr wird er ja schon abgeholt und kann dann einfach zu Hause was essen. Mit dem Kleinen ist das übrigens alles kein Problem. Er isst sowohl zu Hause als auch im KiGa gerne und viel und mag auch das Allermeiste.
Das ist jetzt superlang geworden, aber ich schick es jetzt trotzdem mal ab. Vielleicht habt ihr ja ein paar Gedanken dazu, wie ich am besten damit umgehe...