Nachts abstillen??

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Feyaria
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Nachts abstillen??

Beitrag von Feyaria »

Ich überlege hin und her, ob und wie ich den Kleinen, wenn er 1 Jahr alt ist, abstille, weil ich dann wieder anfange zu arbeiten, und es ja schon Berichte gibt, dass nächtliches Abstillen zu mehr zusammenhängendem Schlaf führen kann.
Im Moment stille ich den Kleinen immer, wenn er aufwacht, in den letzten Wochen wieder alle 1,5 bis 2 Stunden, manchmal hat er Hunger, manchmal nuckelt er nur. Davor hatten wir mal eine Phase, da ist er nur noch einmal mitten in der Nacht aufgewacht, und davor gab es tatsächlich mal eine Phase, da konnte ich ihn zwischendurch ohne Stillen mit ein bisschen Kuscheln beruhigen.
Für das Abstillen spricht für mich wie gesagt die Hoffnung, dass der Kleine dann besser schläft, dagegen, dass Stillen ein verlässliches Mittel zum Weiterschlafen ist und ich auch weiß, dass sich das Schlafverhalten eh dauert ändert und der Kleine "irgendwann" auch ohne Stillen schlafen wird (nur, will/kann ich so lange durchhalten...?).

Nun ja, eigentlich hoffe ich aber auch zur Entscheidungshilfe auf Meinungen und Erfahrungen zum "Wie" des Abstillens. In meinem Beikostbuch (Lotta lernt Essen) wird empfohlen, "einfach" eine Mahlzeit nach der anderen wegfallen und das Baby vom Papa in den Schlaf zurückbringen zu lassen (und sich dabei selbst unter der Bettdecke zu verstecken...hmm). Das klingt ja erstmal logisch und einfach, bloß haben wir ja keine regelmäßigen "Stillmahlzeiten" in dem Sinne, sondern es ist immer anders, je nachdem, wie und wann der Kleine aufwacht. Dann habe ich mich mit den Methoden von Pantley und Gordon beschäftigt, und eigentlich sagt mir im Moment am meisten zu, wie bei Gordon ein Zeitfenster zu wählen, in dem nicht gestillt wird. An Pantley macht mich etwas ratlos, dass bei ihr die Lösung des Problems darin besteht, dass die Kleinen alleine einschlafen - hier ist es aber ja durchaus so, dass der Kleine gerade am Abend einige Schlafphasen problemlos allein wechselt, also kurz aufwacht und allein wieder einschläft, und wir trotzdem ab 0:00h alle 1,5 Stunden wach sind...)
Tja, und dann kommt wieder die große Frage, ob ich wirklich bereit bin, in der Nacht so planvoll vorzugehen, wie Gordon es vorsieht, oder ob ich dazu nicht zu faul bin... :oops: Eine Möglichkeit wäre ja vielleicht auch noch, in dem Zeitfenster nicht zu stillen, sondern den Kleinen (wahrscheinlich gegen Protest :? ) zurück in den Schlaf zu tragen (oder vom Papa tragen zu lassen).

Ich weiß es nicht - was meint Ihr? Wie habt Ihr es gemacht oder wie habt Ihr es vor, zu machen?
- mit dem Handy unterwegs, deshalb manchmal ein bisschen kurz gefasst -

Liebe Grüße
Feyaria
mit dem Kleinen (Nov. 2014) und Mini im Bauch (Juli 2017)
Lösche Benutzer 20900

Re: Nachts abstillen??

Beitrag von Lösche Benutzer 20900 »

Oh da lies ich jetzt einfach mal mit, beginne auch wieder zu arbeiten wenn Pippi 1 Jahr is, und das auch mit nachtdiensten!
Auch wenn ich mich da in einem stillforum vielleicht unbeliebt mache möchte ich dann nicht mehr stillen, obwohl ich schon viele Erfahrungsberichte gelesen hab dass das alles trotzdem super klappt! :)
Für mich ist zB der umstieg auf pre nicht undenkbar... Aber zum Glück hab ich noch viiiel (still) Zeit vorher :)

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seka
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Re: Nachts abstillen??

Beitrag von seka »

Also...
Bei uns hat das nächtliche Abstillen zu keinerlei Verbesserung des Schlafes geführt. Die Tochter (22mon) ist einfach eine ganz schlechte Schläferin. Sie wird jede Nacht öfters munter. Sie liegt bei mir im Bett und schreit immer wieder nachts auf. Ich kuschle sie dann noch enger an mich und so schläft sie schnell wieder ein.
Bei uns war es so, dass ich irgendwann nachts nicht mehr stillen wollte (damals war sie ca. 11 mon) und habe ihr das am Tag und beim Zubettgehen immer wie gesagt. Ich habe sie dann anstatt des Stillens ganz nah an mich gekuschelt und ihr immer wieder gesagt dass sie mit mir kuscheln kann, aber ich nicht mehr stillen möchte. Ich habe ihr Wasser angeboten falls sie Durst hatte. Nach 3 Nächten war es vorbei und sie hat akzeptiert, dass sie jederzeit mit mir kuscheln kann aber nicht mehr stille. In diesen Nächten hat sie immer nur sehr kurz protestiert und ich habe ihr mein Verständnis für ihren nichterfüllten Still-Wunsch gezeigt.
Dass der Papa das Wiedereinschlafen übernimmt hätte bei uns nicht geklappt, denn wenn ich da bin, wollen sie mich. Ich hätte es auch gar nicht ausgehalten sie weinen zu hören und nicht da zu sein. Sie musste schon aufs Stillen Verzichten, da wollte ich ihr nicht auch noch gleichzeitig die Mama nehmen. Wenn ich wirklich nicht dagewesen wäre, ist es anders als wenn sie spüren, dass ich nur in einem anderen Raum bin.
Der Große ist bereits 7Jahre, für ihn ist es kein Problem wenn ich abends oder nachts mal nicht da bin, aber wenn ich zu Hause bin will er unbedingt die Mama.
Ich schreibe hier nur über unsere Situation, das Wiedereinschlafen mit dem Papa kann bei anderen sicher auch funktionieren - aber ich habe 2 *anderMamaklebeKinder*

Alles Gute!
seka mit sohn (juli/2008) und tochter (nov/2013)
Lösche Benutzer 10310

Re: Nachts abstillen??

Beitrag von Lösche Benutzer 10310 »

Ich lese auch mit, denke mittlerweile auch öfter darüber nach.

Meinen Sohn habe ich mit ca. 22 Monaten nachts abgestillt und zwar so, dass ich auch ein Zeitfenster hatte, das sichtbar begrenzt war ( bei uns waren das automatische Rollläden, man konnte die Uhrzeit einstellen. Später war es nicht mehr nötig, bzw. ich habe es über hell/dunkel oder so ungefähr reguliert), da habe ich ihn getröstet, die ersten Nächte lag er auf meinem Bauch, später reichten ihm meine Haare, Streicheln etc.

Bei uns wurden die Nächte tatsächlich besser, vielleicht lag es auch an dem Alter, k.A.
Er ist zwar immer wieder aufgewacht, für mich war es aber ein Riesenubterschied ob dauergenuckelt wurde und ich dabei nicht schlafen konnte oder ich ihn nur kurz kuscheln und dabei weiterschlafen konnte.

Der Papa ging auch aber nur wenn er getragen hat (das war für ihn aber ok ein Paar Mal nachts zu tragen) und auch nicht unbedingt zum Einschlafen.
Ohne Tragen und zum Einschlafen ging es erst, als ich wegen der Geburt der Zwillinge Paar Tage im Krankenhaus war (die erste zwei Abende waren recht anstrengend für meinen Mann) und auch danach ihn nicht mehr einschlafbegleiten konnte (er wurde zu dem Zeitpunkt seit ca. einem halben Jahr nicht mehr gestillt).

Ein Jahr schlief er nur beim Papa, da konnte mein Mann ihn nachts mit Kuscheln beruhigen.
Jetzt schlafen wir seit ein Paar Wochen wieder alle zusammen und es wird schwieriger. Er will mit mir ku
Lösche Benutzer 10310

Re: Nachts abstillen??

Beitrag von Lösche Benutzer 10310 »

kuscheln und von meinem Mann getragen werden. Schwierigkeit dabei ist, dass ich meine beiden Mädchen noch stille und zwischen den beiden schlafen, und er sich nicht einfach an mich rankuscheln kann. Sucht dann Platz, zwängt sich dazwischen oder jammert. Dadurch sind die Nächte noch unruhiger geworden.
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Re: Nachts abstillen??

Beitrag von Stina82 »

Ich hab jetzt nur den 1. Post gelesen. Ab dem Punkt wenn du wirklich nachts nicht mehr stillen willst, bist du dann auch nicht mehr zu faul das Nachts trotz Müdigkeit durchzuziehen. [emoji6]
Ich hab den Grossen nach Gorden abgestillt. Das hat super und ohne grossen Protest funktioniert. Beim Kleinen bin ich jetzt dabei und da geht es leider ganz anders zu [emoji15]
Pantlay hatte ich damals beim Grossen funktioniert und es hat nicht geklappt...
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FuFu
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Re: Nachts abstillen??

Beitrag von FuFu »

Bei uns war es zeitweise auch sehr anstrengend. Ich habe Vollzeit gearbeitet und mein Mann war zu Hause. Als Klein-Fufu etwa 14/15 Monate alt war, habe ich sie quasi nachts abgestillt, indem ich im Gästezimmer geschlafen habe und mein Mann nachts bei ihr war. Die Nächte waren dadurch nicht besser.
Mit ca. 18 Monaten habe ich dann komplett abgestillt, danach fing sie an durch zu schlafen. Da sie aber vorher mit und ohne stillen mindestens alle Stunde wach wurde und mit stillen auch nicht schneller oder besser wieder einschlief, glaube ich, dass das abstillen nur ein Faktor war. Hätte ich sie früher abgestillt, hätte sie wahrscheinlich nicht mit 15 Monaten durchgeschlafen. Andersherum hätte sie wahrscheinlich mit 18 Monaten so oder so angefangen besser zu schlafen.

Lange Rede kurzer Sinn: Abstillen ist nicht das Allheilmittel fürs schlafen. [emoji6]


☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
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Feyaria
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Re: Nachts abstillen??

Beitrag von Feyaria »

Danke für Eure Berichte! Ich glaube auch, wenn ich bereit bin, was zu ändern, wird sich das mit den Zweifeln erledigen...Am besten gefallen mir die Kuschelvarianten - Aufstehen nachts finde ich richtig fies. Mal schauen, jetzt wird erstmal noch ein bisschen weiter gestillt.
- mit dem Handy unterwegs, deshalb manchmal ein bisschen kurz gefasst -

Liebe Grüße
Feyaria
mit dem Kleinen (Nov. 2014) und Mini im Bauch (Juli 2017)
SpicyChili

Re: Nachts abstillen??

Beitrag von SpicyChili »

Ich bin genau mitten im Thema. Habe dir ja auf deinen Eintrag im Gästebuch geantwortet. Seitdem hat sich bei uns sehr sehr viel getan.

Habe in den letzten Wochen sehr sehr viele verzweifelte Tränchen verrückt. Entweder weil ich mir niemals vorstellen konnte, irgendwann mal abzustillen oder ich war so kaputt und genervt, dass ich am liebsten auf der Stelle nicht mehr stillen wollte.

Letzten Freitag habe ich meine Entscheidung gefällt und nachts abgestillt. Sie hat sich in der Nacht gemeldet, um zu nuckeln, aber ich habe sie nicht mehr gelassen. Ich konnte und wollte nicht mehr. Die Entscheidung war für mich auf einmal glasklar. Meine Tochter hat vielleicht 15 Minuten gemockert. Es ist keine einzige Träne geflossen. Sie hat sofort gespürt, dass sich was geändert hat. Nach dieser für mich kurzen Phase hat sie sich an mich geduckelt. Wir lagen Wange an Wange und haben beide bis zum nächsten Morgen selig geschlafen. Das war so wunderbar und innig. Viel besser als als Lutschnippel missbraucht zu werden.
Tja und dann???? Wir haben seitdem jede Nacht durchgeschlafen. Montag morgen hat sie sich gegen 5:30h mal kurz gemeldet. Ich habe ihr Wasser und Banane gegeben, uns aneinandergekuschelt und bis 8:30h geschlafen. Auch das Einschlafen ist kein Thema mehr. Ich lege sie hin, sie erzählt sich was und spielt mit ihren Händchen, dreht sich hin und her und schläft.

Ich glaube, der Schlüssel war meine eigene Überzeugung, dass das klappt. Die Kleine hat mir vertraut und hat sich fallen gelassen und gesehen, dass es geht. Ich habe aber auch zuvor mit einer Schlafberaterin gesprochen, die mir versichert hat, dass die Kleine fit ist und das nächtliche Abstillen ihr nichts ausmachen wird. Ich brauchte drei Gespräche um das zu verinnerlichen. Meine Kleine ist zwar erst 11 Monate alt, aber schon ziemlich aufgeweckt. Läuft seit über einem Monat und spricht schon mehrere Wörter. Weiß nicht, ob das jedes Baby in dem Alter das so einfach Wegstrecken würde.

Was soll ich sagen? Ich habe eine neue Dimension von Lebensqualität erreicht. Wer weiß zwar schon was die Zukunft bringt? Vor allem wenn der nächste Wachsstumsschub durchbricht. Aber im Moment war das konsequente nächtliche Abstillen für mich die beste Entscheidung.

Tagsüber stille ich noch morgens vor dem Aufstehen und am späten Nachmittag ein Mal. Das reicht im Moment, aber ich werde das, bis sie 1 Jahr alt ist, auch sein lassen. Ich hatte zwar ursprünglich vor, sie mindestens 2 Jahre zu stillen, aber jetzt geht es mir mit meiner Entscheidung definitiv besser.
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Feyaria
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Re: Nachts abstillen??

Beitrag von Feyaria »

Oh, das klingt ja wirklich sehr gut, sieht so aus, als hättest du genau den richtigen Zeitpunkt erwischt! :)
Dein Bericht macht mir auf jeden Fall Mut! Ich warte aber noch, bis das nächste Zähnchen durch ist, er wieder besser isst und der Kleine insgesamt bessere Laune hat - noch hat er nachts ja auch Hunger und nuckelt nicht nur...(und gerade beim Trinken habe ich wieder das Gefühl , dass er schabt...).
- mit dem Handy unterwegs, deshalb manchmal ein bisschen kurz gefasst -

Liebe Grüße
Feyaria
mit dem Kleinen (Nov. 2014) und Mini im Bauch (Juli 2017)
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