Erstmal vielen Dank für dieses Forum, einige Unklarheiten wurden schon geklärt
Ich habe jetzt ein riiiiiiieeeesiges Problem beim Stillen und hoffe, dass mir hier geholfen werden kann. Erstmal die ganze Geschichte (in Kurzform).
Jakob kam mit 29+3SSW auf die Welt. Nach etwa einer Woche habe ich ihn "angelegt" zum ersten kennenlernen der Brust und ab dann 1x/Tag. Ab Geburt habe ich abgepumpt, je nach Zeit etwa 6-9mal am Tag. Nach etwa drei Wochen durfte ich richtig anlegen, und mir wurde ein Stillhütchen in die Hand gedrückt. Damit hat er dann immer (also 1mal am Tag) etwa 30 ml getrunken, was sein Bedarf entsprach. Nach der Entlassung aus der Klinik am 4.7. Habe ich pro Tag 1-2 mal am Tag gestillt, allerdings ohne zu wiegen. Das wollte (und will) ich nicht, weil es mich so unter Druck setzt. Pro Woche Zuhause haben wir die Stillmahlzeiten um je eine Mahlzeit pro Tag erhöht und jetzt stillt er bis auf eine "Papamahlzeit" mit abgepumpter Milch voll. Das Stillhütchen habe ich irgendwann weglassen können.
Bis zum ET am 2.8. haben wir sehr darauf geachtet, dass er nicht öfter als jede dritte Stunde isst (wegen lungenödem, Entzündung im Darm usw.). Es ist uns teilweise sehr schwer gefallen, da er manchmal einfach früher Hunger hatte und als der KIA nach ET meinte, dass jetzt nichts mehr passieren kann, und er so viel essen darf wie er möchte, waren wir sehr erleichtert. Es ging eine Weile gut, aber dann hatte er plötzlich ständig Hunger. Ich stillte ihn zum Teil jede Stunde, wobei es manchmal zur Beruhigung war. Mehr als drei Stunden dazwischen kam und kommt nie vor. Ich schob es auf Wachstumssprünge und legte ihn an, wann immer er wollte. Plötzlich hatte er um die 400 Gramm in einer Woche zugelegt (s.u.). Ich schob es immer noch auf den Wachstumssprung, versuchte aber, die Mahlzeiten hinauszuzögern mit rumtragen, Schnuller usw. Etwa eine Woche später wieder dasselbe, Gewichtszunahme ohne Ende. Die Hebamme meinte, es wäre schon ziemlich viel, ich soll wirklich versuchen, ihn weniger anzulegen. Leichter gesagt als getan...
In der Zwischenzeit war auch eine s.g. Elternbegleitung aus der Klinik zu Besuch. Sie hat viel Erfahrung mit Frühchen und meinte, dass es noch sehr wohl passieren könnte, dass er ein Lungenödem entwickelt, wenn er zu viel zu Essen bekommt. Das hat mich sehr verunsichert, also bin ich zum KIA. Er meinte, es wäre schon seeeehr viel, aber er scheint keine Flüssigkeit eingelagert zu haben und ich soll auf jeden Fall weiterhin nach Bedarf stillen. Zudem meinte er, es würde an dem Wachstumssprung liegen. Jakob hat in der Zeit nämlich angefangen, lange Blickkontakt aufzunehmen, zu lächeln usw.. Jetzt sind vier Wochen vergangen, und er nimmt weiterhin so viel zu. Die Elternbegleitung hat mir geraten, wieder alle drei Stunden zu stillen und wenn er früher Hunger hat durch tragen usw. Abzulenken (kaum möglich). Außerdem soll ich ein paar Tage lang Pfefferminztee trinken, um die Milchmenge zu reduzieren. Ich versuche also jetzt wieder, maximal alle drei Stunden zu stillen, was mir manchmal das Herz zerreißt. Pfefferminztee habe ich noch nicht getrunken, es wird doch so viel Milch produziert wie gebraucht wird, oder?
Meine Frage lautet also: kann ich mein Kind mit stillen überfüttern? Kann es sein, dass er gar kein Gefühl für hungrig und satt sein hat? Wieso hat er so sehr Hunger? Hoffe so sehr auf Hilfe, ich bin total verunsichert!
Geburtsgewicht am 20.05.: 1164g
Entlassgewicht am 04.07.: 2090g
08.07: 2160g, 1x gestillt, 7x Fläschchen
13.07.: 2340g, 2x gestillt, 6x Fläschchen
18.07: 2520g, 2x gestillt, 6x Fläschchen
22.07.: 2580g, 3x gestillt, 6x Fläschchen
28.07.: 2830g, 4x gestillt, 4x Fläschchen
03.08.: 2990g, 5x gestillt, Fläschchen nach Bedarf
13.08.: 3440g, 2x Fläschchen, den Rest gestillt. Schätzungsweise ca 8x
20.08.: 3830g, 1x Fläschchen, ca. 10x gestillt
24.08.: 4300g, 1x Fläschchen, Ca 8x gestillt
02.09.: 4730g, 1x Fläschchen, Ca. 7x gestillt
Vielen Dank und liebe Grüße
Bumbine
