Meine Kleine ist in 2 Tagen 3 Monate alt und unser "Problem" besteht schon fast seit etwa der 4. Lebenswoche, wird nur leider kaum besser.
Und zwar kommt es mir bei meiner Tochter so vor, als würde sie nicht gerne stillen. Was ja eigentlich totaler Quatsch ist. Schliesslich MUSS sie ja stillen um zu Überleben. Aber zum anfang.
Die ersten Lebenswochen lief das Stillen recht problemlos. Sie war grundsätzlich nur wach um zu trinken und schlief danach gleich wieder ein. Der Milcheinschuss liess nicht lang auf sich warten, was wahrscheinlich auch am Tandemstillen der grossen Schwester (2,5 J.) zu "verdanken" war. Die Kleine stillte auch "perfekt", sodass ich beim 4. Kind tatsächlich das erste Mal keine wunde Brustwarzen bekam nach der Geburt und nie Schmerzen hatte. Nach etwa 3 Wochen fing unser "Problem" langsam an. Sie schlief nicht mehr ein beim Stillen und wollte grundsätzlich kaum mehr an die Brust. (von den 12x/24h waren wir weit entfernt). Und wenn sie dann trank, störte sie sich am zu schnellen Milchfluss. Es war bzw. ist ein ewiges an- und abdocken. Ich musste schauen, dass nicht alles vollgespritzt wurde und danach wollte sie kaum mehr richtig trinken. Was immer schon besser ging war das Stillen im Liegen.
Nun ist einige Zeit vergangen und unser Problem wird nicht kleiner sondern grösser. Es gibt Tage, da weiss ich echt nicht wann sie überhaupt Milch getrunken hat. Klar, irgendwie muss irgendwas in ihr landen, denn sie hat doch noch nasse Windeln aber ich frage mich wirklich wann.
Als Beispiel heute. Sie schlief ab gestern 22 Uhr durch bis etwa 4 Uhr. Stillte schön (nachts trinkt sie immer gut) und schlief nochmals bis etwa 7 Uhr. Da wollte sie nicht stillen. Um 7.30 wollte ich sie ansetzen (da sie m.M.n. deutliche Hungerzeichen gegeben hat) und sie hat wirklich kaum getrunken. Darum um 8 nochmals probiert, da hat sie die Brust nur angeschrien. Danach um halb 11 endlich mal halbwegs "normal" getrunken. Danach um 13 Uhr wieder nur geweint und erst um 13.40 im Liegen hats dann geklappt. Da hat sie dann auch geschlafen (mittlerweile klappt Einschlafstillen ganz gut im Bett) und hat 1,5h durchgenuckelt/gestillt im Schlaf. Am abend hat sie dann um etwa 17.30 nochmals gestillt (aber wirklich mehr schlecht als recht) und dann zum Einschlafen um 19.30-21.30 durchgehend im Bett im Liegen (ab 19.45 geschlafen und im Schlaf weiter gestillt). Wenn wir also die halbwegs-Mahlzeiten mitzählen sind es 7x/24h. Aber ich bin echt nicht sicher, wieviel Milch ihr in den "Halbwegsmahlzeiten" wirklich in den Magen kommt. Meist lässt sie schon los bevor die Milch kommt oder dockt immer an/ab/an/ab und sobald er MSR kommt ist sie sowieso total "überfordert" und geht erst mal weg und meist gar nicht mehr ran. Vom Gefühl her hat sie heute "richtig" gestillt nur um 4 Uhr, halb 11, 13.40 ev. noch 17.30 und 19.30 gestillt. Wo wir schon nur noch bei 5 Mahlzeiten wären. Langsam hab ich echt angst, sie könnte zu wenig bekommen und letztendlich zu wenig zunehmen. An meiner Milch zweifle ich keinesfalls, die läuft wie verrückt und meine Grosse trinkt ja auch immer noch fleissig mit und hat sich nie beschwert. Ich "zweifle" mehr an meiner Kleinen, ob sie sich wirklich holt was sie braucht...
Kann es denn wirklich sein, dass sie mit nur 5 Mahlzeiten genug bekommt? Oder holt sie sich beim "Dauerstillen" am Mittag/Abend so viel zusätzlich das es irgendwie doch aufgeht? Ich kann sie ja nicht mal zum mehr stillen "zwingen", da sie dann sofort losschreit wenn ich sie ansetzen will. Woran kann es liegen, dass sie so "ungern" stillt? Wieso klappt es im Liegen besser?
Ich hab mir jetzt mal eine Waage zugelegt, weil ich echt langsam angst um "ihr Wohl" habe. Macht es Sinn, Stillproben zu machen oder wäre es sinnvoller, den Gewichtsverlauf alleine anzuschauen? Ich hab mir ja echt gesagt, dass ich mir beim 4. Kind keine Waage ins Haus hole, weil ich WEISS, dass das Stillen klappen wird. Und jetzt zweifle ich nicht an der Fähigkeit meiner Brust genug Milch zu produzieren sondern an meinem Baby, genug Milch zu trinken...
Was ich vielleicht noch schreiben muss, wir waren wegen KISS in Behandlung bei einem "KISS-Arzt". Seit da klappt das Einschlafstillen viel besser/zuverlässiger/ruhiger. Aber die anderen Mahlzeiten sind gleich bzw. schlimmer.
So, dass wär jetzt mein WIRR-WARR-Text. Ich hoffe, man versteht mein Problem trotzdem. Irgendwie soviele "Infos" und Probleme. Recht schwierig das in einen Text zu bringen...
Herzilchen Dank schon mal!