Es lässt mich nicht los :'-(...
Verfasst: 07.07.2015, 13:47
Liebes Stillforum,
seit Tagen lassen mich ein paar Gedanken nicht los und ich hoffe, ihr könnt mir mit eurer Einschätzung dazu helfen, wieder entspannter zu werden. Je konkreter unsere Planung für eine zweite Schwangerschaft wird, desto mehr werde ich wieder von unserem vermasselten Stillstart eingeholt, ja eigentlich bin ich wohl noch immer traumatisiert, obwohl ich letztendlich nach 6 Wochen vollstillen konnte.
Kurz zu meiner Seite bzgl SWS, Gewicht, Geburt:
Vor der SWS leichtes Untergewicht, relativ ambitionierte Läuferin (ca 35 km pro Woche), in der Schwangerschaft dann 24 kg zugenommen, viele Anzeichen für Diabetes, von meiner miesen Gyn aber ignoriert. Brüste: im ersten SWS-Drittel etwas gewachsen, dann aber kaum Veränderung und auch nie Kolostrum rausgetropft. Geburt: 16 Stunden nach Einleitung mit Cytotec bei 40+5, 4 h davon Presswehen, zwischendrin verrutsche PDA mit Liquorverlust etc....wurde nach wenigen Stunden wieder entfernt; zwischendrin Wehentropf, Wehenhemmer, Schmerzmittel,...schlechte CTG-Werte beim Kind, Blutentnahme am Köpfchen, Nabelschnur um den Hals....aber letztendlich spontan ohne mechanische Hilfsmittel geboren;
Zu meinem Baby:
4400g, 51 cm, 39,5 cm KU, insgesamt sehr schläfrig am Anfang
Zum Stillen/Ausscheidungen:
im Kreißsaal erfolgreich angelegt, aber dann hat sie viel geschlafen, ich hab alle 2 Stunden versucht anzulegen, was immer schlechter funktionierte, da ich durch ein Liquorverlustsyndrom hauptsächlich damit beschäftigt war, vor Schmwerzen zu wimmern und zu schreien, es war die Hölle auf Erden und hielt 10 Tage an. Durch die flache Lagerung konnte ich auch nicht pumpen, irgendwie hab ichs im Liegen nicht hingekriegt...weder Anlegen noch Pumpen lief also...beim Pumpen kamen auch nur so 5 ml...
Meine Maus bekam wegen Unterzuckers direkt Primergen zugefüttert und schlief und schlief und schlief...fast 2 Tage kaum Urin, nur ein bißchen Kieselmehl, durch meine Beschwerden und mangelnde Hilfe gabs schnell ca 5x 60 ml Pre am Tag, leider mit Flasche. Mekonium kam erst, als nach 8 Tagen die Hebamme mit Fieberthermometer pulte, dann aber seeeeehr viel. Am fünften Tag hatte ich Milcheinschuss, direkt mit hohem Fieber und Milchstau, hab manchmal 6 Stunden nicht gestillt....ich hatte einfach vor allem Kopfschmerzen, die das unerträglichste waren, was ich je empfunden habe.Noch heute werde ich bei dem leichtesten Kopfschmerz-Anflug panisch, obwohl ich ja weiß, dass es nichts mit dem damals zu tun hat.
Beim Pumpen kam NIE mehr als 10-20 ml, ich stillte so oft und viel ich konnte, stellte mir nachts zum Pumpen den Wecker etc...allerdings nahm die Kleine SEHR gut zu, sodass ich nach 5-6 Wochen die bis dahin auf 2x90 ml reduzierte Pre (mittlerweile mit BES verfüttert) weggelassen hab. Das Vollstillen hat super geklappt, insgesamt verläuft die Gewichtsentwicklung nun schon seit der U2 seit 14 Monaten konstant entlang bzw leicht oberhalb der 97er-Perzentilen, also ein leicht übergewichtiges Kind..
Nun zu meinem Problem: ich werde den Gedanken nicht los, dass ich Probleme mit der Milchbildung am Anfang habe (kaum Veränderung in der SWS, viel zu geringe Ausscheidungen beim Kind, schläfriges Neugeborenes...und die neulich hier thematisierten tubulären Brüste hab ich auch!!!). Auch kann ich immer noch so gut wie nichts abpumpen, es klappt einfach nicht. Ich weiß, ich habe letztendlich erfolgreich eine zeitlang voll gestillt und bin so dankbar, immer noch zu stillen. Aber ich habe soooo große Angst, dass es beim nächsten Mal wieder so läuft. Ich wollte schon die erste PDA nicht haben und wurde mit Kaiserschnitt-Androhung dazu überredet, mittlerweile bin ich so traumatisiert, dass ich lieber bei einem Kaiserschnitt eine Vollnarkose möchte. Ist das ratsam bzgl Stillstart? Kann es sein, dass ich ein hormonelles Problem hab? Seid ihr auch der Meinung wie die Hebamme im Kreißsaal und mein neuer Gyn, dass ich evtl einen versteckten Diabetes hatte und sollte ich das nochmal testen lassen? Warum war mein Baby so trinkfaul? Und wo soll ich mein zweites Kind bekommen, damit der Stillstart nicht wieder so vermasselt wird? Ich war immer ganz pragmatisch in solchen Dingen, aber mittlerweile schnürt es mir die Kehle zu, wenn ich daran denke, im Krankenhaus an der Pumpe zu hängen, während mein Baby komatös schlafend daneben liegt, weil es ohne mein Einverständnis zugefüttert wurde.
Ich wünsche mir so sehr ein zweites Kind, aber in mir verselbständigt sich der Gedanke, wieder einen Still-Fehlstart hinzulegen, weil mit mir was nicht stimmt....
Was sagt ihr dazu? Übertreibe ich? Irgendwie haben manche Frauen Traumata vom Geburtserlebnis, ich hab meins von den ersten Wochen mit Baby...sollte ich das versuchen, aufzuarbeiten? Und wo kann ich das tun?
Fragen über Fragen....:'-( danke, wer das alles gelesen hat!!! GLG
seit Tagen lassen mich ein paar Gedanken nicht los und ich hoffe, ihr könnt mir mit eurer Einschätzung dazu helfen, wieder entspannter zu werden. Je konkreter unsere Planung für eine zweite Schwangerschaft wird, desto mehr werde ich wieder von unserem vermasselten Stillstart eingeholt, ja eigentlich bin ich wohl noch immer traumatisiert, obwohl ich letztendlich nach 6 Wochen vollstillen konnte.
Kurz zu meiner Seite bzgl SWS, Gewicht, Geburt:
Vor der SWS leichtes Untergewicht, relativ ambitionierte Läuferin (ca 35 km pro Woche), in der Schwangerschaft dann 24 kg zugenommen, viele Anzeichen für Diabetes, von meiner miesen Gyn aber ignoriert. Brüste: im ersten SWS-Drittel etwas gewachsen, dann aber kaum Veränderung und auch nie Kolostrum rausgetropft. Geburt: 16 Stunden nach Einleitung mit Cytotec bei 40+5, 4 h davon Presswehen, zwischendrin verrutsche PDA mit Liquorverlust etc....wurde nach wenigen Stunden wieder entfernt; zwischendrin Wehentropf, Wehenhemmer, Schmerzmittel,...schlechte CTG-Werte beim Kind, Blutentnahme am Köpfchen, Nabelschnur um den Hals....aber letztendlich spontan ohne mechanische Hilfsmittel geboren;
Zu meinem Baby:
4400g, 51 cm, 39,5 cm KU, insgesamt sehr schläfrig am Anfang
Zum Stillen/Ausscheidungen:
im Kreißsaal erfolgreich angelegt, aber dann hat sie viel geschlafen, ich hab alle 2 Stunden versucht anzulegen, was immer schlechter funktionierte, da ich durch ein Liquorverlustsyndrom hauptsächlich damit beschäftigt war, vor Schmwerzen zu wimmern und zu schreien, es war die Hölle auf Erden und hielt 10 Tage an. Durch die flache Lagerung konnte ich auch nicht pumpen, irgendwie hab ichs im Liegen nicht hingekriegt...weder Anlegen noch Pumpen lief also...beim Pumpen kamen auch nur so 5 ml...
Meine Maus bekam wegen Unterzuckers direkt Primergen zugefüttert und schlief und schlief und schlief...fast 2 Tage kaum Urin, nur ein bißchen Kieselmehl, durch meine Beschwerden und mangelnde Hilfe gabs schnell ca 5x 60 ml Pre am Tag, leider mit Flasche. Mekonium kam erst, als nach 8 Tagen die Hebamme mit Fieberthermometer pulte, dann aber seeeeehr viel. Am fünften Tag hatte ich Milcheinschuss, direkt mit hohem Fieber und Milchstau, hab manchmal 6 Stunden nicht gestillt....ich hatte einfach vor allem Kopfschmerzen, die das unerträglichste waren, was ich je empfunden habe.Noch heute werde ich bei dem leichtesten Kopfschmerz-Anflug panisch, obwohl ich ja weiß, dass es nichts mit dem damals zu tun hat.
Beim Pumpen kam NIE mehr als 10-20 ml, ich stillte so oft und viel ich konnte, stellte mir nachts zum Pumpen den Wecker etc...allerdings nahm die Kleine SEHR gut zu, sodass ich nach 5-6 Wochen die bis dahin auf 2x90 ml reduzierte Pre (mittlerweile mit BES verfüttert) weggelassen hab. Das Vollstillen hat super geklappt, insgesamt verläuft die Gewichtsentwicklung nun schon seit der U2 seit 14 Monaten konstant entlang bzw leicht oberhalb der 97er-Perzentilen, also ein leicht übergewichtiges Kind..
Nun zu meinem Problem: ich werde den Gedanken nicht los, dass ich Probleme mit der Milchbildung am Anfang habe (kaum Veränderung in der SWS, viel zu geringe Ausscheidungen beim Kind, schläfriges Neugeborenes...und die neulich hier thematisierten tubulären Brüste hab ich auch!!!). Auch kann ich immer noch so gut wie nichts abpumpen, es klappt einfach nicht. Ich weiß, ich habe letztendlich erfolgreich eine zeitlang voll gestillt und bin so dankbar, immer noch zu stillen. Aber ich habe soooo große Angst, dass es beim nächsten Mal wieder so läuft. Ich wollte schon die erste PDA nicht haben und wurde mit Kaiserschnitt-Androhung dazu überredet, mittlerweile bin ich so traumatisiert, dass ich lieber bei einem Kaiserschnitt eine Vollnarkose möchte. Ist das ratsam bzgl Stillstart? Kann es sein, dass ich ein hormonelles Problem hab? Seid ihr auch der Meinung wie die Hebamme im Kreißsaal und mein neuer Gyn, dass ich evtl einen versteckten Diabetes hatte und sollte ich das nochmal testen lassen? Warum war mein Baby so trinkfaul? Und wo soll ich mein zweites Kind bekommen, damit der Stillstart nicht wieder so vermasselt wird? Ich war immer ganz pragmatisch in solchen Dingen, aber mittlerweile schnürt es mir die Kehle zu, wenn ich daran denke, im Krankenhaus an der Pumpe zu hängen, während mein Baby komatös schlafend daneben liegt, weil es ohne mein Einverständnis zugefüttert wurde.
Ich wünsche mir so sehr ein zweites Kind, aber in mir verselbständigt sich der Gedanke, wieder einen Still-Fehlstart hinzulegen, weil mit mir was nicht stimmt....
Was sagt ihr dazu? Übertreibe ich? Irgendwie haben manche Frauen Traumata vom Geburtserlebnis, ich hab meins von den ersten Wochen mit Baby...sollte ich das versuchen, aufzuarbeiten? Und wo kann ich das tun?
Fragen über Fragen....:'-( danke, wer das alles gelesen hat!!! GLG