ich bin vor kurzen das erste Mal Mama geworden, meine Tochter wird morgen 10 Wochen alt, wir hatten eine wunderschöne Hausgeburt im Wasser
über das Stillen habe ich mir vorher kaum Gedanken gemacht, also jedenfalls in Bezug das es irgendwelche Probleme geben könnte. Ich wusste nicht mal das es da zu Anfangsschwierigkeiten kommen kann. Hatte mir bis dahin auch noch nie jemand von erzählt
Das Grundsätzliche Hauptproblem ist wohl zu viel Milch!
Anfangs hatten wir ein paar Problemchen mit dem Andocken,sie hatte ihre Zunge nicht richtig mitbenutzt, das hatten wir aber nach ein paar Tagen gut drauf. Oft waren meine Brüste sehr prall, so dass sie schwer andocken konnte. Ich hatte sehr lange wunde Brustwarzen, die linke ganz schlimm bis Woche 8. war ein tiefer Krater, wo ich mich gefragt hatte ob das je wieder wird ^^ ..aber ganz unerwartet ist alles wieder heile und ich kann ENDLICH SCHMERZFREI stillen
So weit so gut...
Da ich sehr viel Milch habe, auch schon vor der Geburt (seit 6 Schwangerschaftsmonat, regelmäßig viel Milchfluss!!) habe ich immer nur eine Brust gegeben. Hätte es auch komisch gefunden nach ner bestimmten Zeit abzudocken und die andere zu geben. Ne zeitlang hat es an der rechten Brust nicht so richtig geklappt, weil der Nippel ein bisschen flacher ist, weswegen ich Anfangs öfters die linke Brust gegeben habe. Inzwischen klappt es aber an beiden Brüsten gleich gut
Allerdings ist das mit der vielen Milch immer noch ein Problem, ich hatte bis jetzt drei mal Milchstau.
Danach hatte ich es dann auch ein paar Tage mit Blockstillen versucht, also 3-4 Stunden die linke, dann die rechte, zwischendurch viel viel ausstreichen usw.
Dann hab ich ne Zeitlang wieder die Brüste abwechselnd gegeben, was auch einigermaßen geklappt hat.
Nun hatte sie letzte Woche Wachstumsschub und hat wieder mehr genuckelt und jetzt ist es wieder sehr viel und irgendwie bekommen wir es nicht in de Griff. Seit letzten Freitag (also jetzt mit heute 6 Tage) mache ich wieder Blockstillen im 3-4 Stunden Wechsel. Aber irgendwie wird es nicht viel besser. Dazu kommt dass das Stillen inzwischen ein richtiger Kampf geworden ist. Oft sprudelt die Milch richtig raus, auch wenn ich vorher ausgestrichen habe, dann verschluckt sich die kleine oft, kann nicht richtig trinken, verkrümmt sich, brüllt meine Brust an und spuckt danach viel wieder aus. Das bringt mich manchmal echt zur verzweiflung
Außerdem hat sie jetzt auch noch ihr Däumchen entdeckt, was mich ein bisschen verunsichert, weil ich so nicht mehr genau erkennen kann wann sie hunger hat und wann sie nur mit ihren Händchen rumspielt. Und wenn sie am Daumen nuckelt, dann habe ich manchmal das Gefühl das ich ihr nicht reiche... ich weiß nicht ob ihr das versteht? Ist so ein Gefühl...
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein,keine Zufütterung
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen die ganze Zeit SEHR VIEL, also es gibt keinen Rhythmus,alles nach Bedarf. Ich schätze sie trinkt so alle 1-2 Stunden, mal 15 min, mal 50 min. Ich versuche mir jetzt mal die Zeiten aufzuschreiben, vielleicht hilft das ja. Wenn sie schläft gibt es auch mal 3 Stunden pause,selten 4 Stunden. Habe sowieso das Gefühl das sie insgesamt nicht genug schläft.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi gaaanz oft, bestimmt 15 Mal. Wir versuchen es auch mit Windelfrei und abhalten. Stuhlgang hatte sie immer 4-5 Mal am Tag, hat sich jetzt vor ein paar Tagen aber umgestellt zu nur noch 1Mal morgens und manchmal noch 1Mal nachmittags (selten).
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
siehe oben
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein, nix künstliches, nur die Brust! Am Anfang ein paar mal unseren kleinen Finger zur Beruhigung beim Autofahren. Und jetzt nimmt sie manchmal ihr Däumchen zum beruhigen oder einschlafen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
wir waren auf Empfehlung der Hebamme einmal beim Osteopathen in der 3 Woche, da sie sich einen Halswirbel bei der Geburt verklemmt hatte und das auch mit den Andock Problemen der ersten Wochen zusammen hängen könnte
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein
Ich habe insgesamt das Gefühl, dass sie lange Zeit immer nur die Vordermilch bekommen hat, die auch nicht lange satt macht, was vielleicht auch das häufige Stillen und das wenige schlafen erklärt?!
aber auch jetzt wenn ich vorher viel Vordermilch abstreiche oder in Ausnahmefällen auch mal abpumpe, ist es manchmal noch schwer für sie zu trinken, weil die Milch einfach so spritzt! Also auch wenn die Brust nicht mehr prall ist und schon schön weich ist,spritzt es in 1-3 strahlen raus wenn ich zum testen kurz raufdrücke. Manchmal dockt sie schreiend von meiner Brust ab und dann seh ich nur wie es da einfach raussprudelt
Dann hab ich ständig Milcheinschüsse, auch wenn sie gerade nicht trinkt. Ich merke es daran dass meine Brüste auf einmal sehr spannen und kribbeln, manchmal laufen sie kurz danach auch etwas aus. Milcheinschüsse hab ich auch zb dann wenn sie süße Sachen macht oder wenn ich sehe das sie an ihrem Daumen lutscht.
Muss sie sich denn für das saugen der Hintermilch sehr viel mehr anstrengen?? Das könnte nämlich das gemecker der letzten Tage erklären, weil sie es vielleicht nicht gewohnt ist?! und durch das Blockstillen muss sie somit mehr tun?!
Manchmal trinkt sie auch und spuckt danach sehr viel wieder aus. Dann lutscht sie wieder auf ihrer Faust herum, dann weiß ich nicht ob ich sie dann direkt wieder andocken soll... weil ich dann nicht weiß ob sie gespuckt hat weil sie schon übervoll ist oder weil die Milch so reingesprudelt ist das sie vielleicht direkt wieder hochkommt. Es kommt mir auch so vor als wenn sie ihre Faust benutzt um zu spucken. Also sie steckt ihre Hand in den Mund, krümmt sich, jammer und spuckt dann...
ja, was gibt es noch zu sagen? Sie hat von Anfang an sehr viel sehr schnell zugenommen. Die Hebamme war sehr begeistert. Ihr Geburtsgewicht war 3410g und jetzt wiegt sie über 6 Kg.
OK, ich hoffe ich habe nix wichtiges vergessen. Vielleicht könnt ihr uns ja helfen
Wir wollen nämlich unbedingt weiter stillen, weil es ja auch zwischendurch soooo schön ist und ich mir auch einfach nix anderes vorstellen kann.
Ich hatte eigentlich gedacht, dass mit der Milchmenge würde sich von alleine einfach einpendeln, aber wann soll es denn soweit sein???! Und ich möchte nicht dass das stillen so zum Kampf wird. Was sie ein paar Mal dabei beruhigt hat, war das Geräusch eines Föhns, da hat sie dann trotz sprudelnder Milch ruhiger getrunken, vielleicht weil sie sich dann besser konzentrieren konnte.. aber das kann ja auch nicht die Lösung sein.
Ich wünsche mir, dass sie von meiner Milch richtig schön satt wird, gut schläft und das vielleicht auch mal längere Pausen zwischen den Mahlzeiten entstehen.Wenn sie zwischendurch ihr Däumchen nimmt, habe ich das Gefühl das sie das Stillen nicht richtig befriedigt und satt macht....was ja auch bei den Zuständen kein Wunder ist...



