Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
-
endru
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 380
- Registriert: 24.06.2013, 08:44
Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Hallo.
Mein Töchterchen ist noch keine 2 Wochen alt und hat heute nun zum ersten Mal die Flasche bekommen, weil ihr Gewicht seit Samstag stagniert.
Ich versuch mal von vorn anzufangen:
Nachdem ich mein großes Kind nicht gestillt hab (nicht konnte?) war ich diesmal fest entschlossen, dass wir es hinbekommen. Nachdem ich hier viel gelesen hab fühlte ich mich auch gut vorbereitet.
Meine Maus kam am 23.5. auf die Welt. Im Kreißsaal haben wir gleich 2 mal gestillt. Danach hat sie erstmal 4 Stunden gepennt. Danach habe ich angefangen alle 2-3 Stunden zu stillen. Das anlegen hat im Gegensatz zur großen problemlos funktioniert.
Was mich bereits in der Klinik etwas verunsichert hat war, dass sie so gut wie nicht ausgeschieden hat.
Außerdem wurde sie gelb. Es war nicht so schlimm, dass wir bleiben sollten, aber es wurde ausdrücklich drauf hingewiesen, dass es beobachtet werden soll.
Zu Hause haben wir dann angefangen zuzufüttern. Hierzu haben wir die Pre mit einer Sonde während des Stillens in den Mund gespritzt. Erst jede zweite Mahlzeit, dann jede.
Das Problem war allerdings, dass sie nicht alle 2-3 Stunden Hunger gemeldet hat. Somit wurde sie geweckt und hat nur halbherzig an der Brust getrunken. Die Wecktipps aus der linksammlung haben nicht geholfen.
Der neue plan war: sie dann ruhig 4 Stunden schlafen lassen umd zwischendurch pumpen. Allerdings kommen beim pumpen nach ner viertel Stunde insgesamt nur ca 15 ml zusammen.
Seit 2 Tagen nehme ich außerdem Bockshornklee ein. Pumpmengen haben sich nicht erhöht, kein volleres Gefühl in den brüsten, aber ich finde ich rieche schon wie das Zeug.
Was will ich jetzt hören.... es fühlt sich bereits so endgültig an. Haben wir eine Chance? Lohnt es sich zu kämpfen?
Die Hebamme meinte, wir haben bereits so viel (so ziemlich alles) versucht....
Gewicht, Ausscheidungen, Zufüttermengen etc. hab ich alles SuTmäßig notiert. Das reiche ich heute Abend nach. Dann beantworte ich auch noch die Fragen.
Danke schon mal, dass ohr euch die Zeit nehmt!
Mein Töchterchen ist noch keine 2 Wochen alt und hat heute nun zum ersten Mal die Flasche bekommen, weil ihr Gewicht seit Samstag stagniert.
Ich versuch mal von vorn anzufangen:
Nachdem ich mein großes Kind nicht gestillt hab (nicht konnte?) war ich diesmal fest entschlossen, dass wir es hinbekommen. Nachdem ich hier viel gelesen hab fühlte ich mich auch gut vorbereitet.
Meine Maus kam am 23.5. auf die Welt. Im Kreißsaal haben wir gleich 2 mal gestillt. Danach hat sie erstmal 4 Stunden gepennt. Danach habe ich angefangen alle 2-3 Stunden zu stillen. Das anlegen hat im Gegensatz zur großen problemlos funktioniert.
Was mich bereits in der Klinik etwas verunsichert hat war, dass sie so gut wie nicht ausgeschieden hat.
Außerdem wurde sie gelb. Es war nicht so schlimm, dass wir bleiben sollten, aber es wurde ausdrücklich drauf hingewiesen, dass es beobachtet werden soll.
Zu Hause haben wir dann angefangen zuzufüttern. Hierzu haben wir die Pre mit einer Sonde während des Stillens in den Mund gespritzt. Erst jede zweite Mahlzeit, dann jede.
Das Problem war allerdings, dass sie nicht alle 2-3 Stunden Hunger gemeldet hat. Somit wurde sie geweckt und hat nur halbherzig an der Brust getrunken. Die Wecktipps aus der linksammlung haben nicht geholfen.
Der neue plan war: sie dann ruhig 4 Stunden schlafen lassen umd zwischendurch pumpen. Allerdings kommen beim pumpen nach ner viertel Stunde insgesamt nur ca 15 ml zusammen.
Seit 2 Tagen nehme ich außerdem Bockshornklee ein. Pumpmengen haben sich nicht erhöht, kein volleres Gefühl in den brüsten, aber ich finde ich rieche schon wie das Zeug.
Was will ich jetzt hören.... es fühlt sich bereits so endgültig an. Haben wir eine Chance? Lohnt es sich zu kämpfen?
Die Hebamme meinte, wir haben bereits so viel (so ziemlich alles) versucht....
Gewicht, Ausscheidungen, Zufüttermengen etc. hab ich alles SuTmäßig notiert. Das reiche ich heute Abend nach. Dann beantworte ich auch noch die Fragen.
Danke schon mal, dass ohr euch die Zeit nehmt!
- Frieda78
- Forumsleitung
- Beiträge: 2944
- Registriert: 25.06.2013, 12:06
- Wohnort: Rheinland-Pfalz
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Endru, ich bin froh, dass Du hier bist! ((()))
Ich bin sicher, das wird!
Ich bin sicher, das wird!
Frieda mit Junge 07/98, Mädchen 12/12, Junge 04/15 und Mädchen 08/18
-
endru
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 380
- Registriert: 24.06.2013, 08:44
- romina
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7021
- Registriert: 21.03.2014, 19:33
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Endru!
Ich bin auch ganz sicher das es wird! Du WILLST voll stillen und das wirst du auch! Meine kleine und ich hatten auch Startschwierigkeiten. Anfangs wenig Ausscheidungen und sie schlief beim anlegen spätestens nach 3 min ein. Gelb war sie dann auch.
Dann aber als es alles kappte nahm sie jeden Monat 1 Kilo zu und wurde ein richtiges Mops-Baby.
Du/ihr werdet das schaffen!!!
Und wegen abpumpen. Bis heute kommt bei mir beim Pumpen mit der handpumpe oder per Hand kaum was. Keine Ahnung. Aus der Brust kam ja abscheidend genug. Aber bei so ner Pumpe funktioniert vielleicht nicht bei jeder der milchspendereflex gut? Lass Dich davon nicht verunsichern. Wenn du Pumpen willst hilft evtl eine elektrische?
Liebe Grüße und fühl dich gedrückt
Ich bin auch ganz sicher das es wird! Du WILLST voll stillen und das wirst du auch! Meine kleine und ich hatten auch Startschwierigkeiten. Anfangs wenig Ausscheidungen und sie schlief beim anlegen spätestens nach 3 min ein. Gelb war sie dann auch.
Dann aber als es alles kappte nahm sie jeden Monat 1 Kilo zu und wurde ein richtiges Mops-Baby.
Du/ihr werdet das schaffen!!!
Und wegen abpumpen. Bis heute kommt bei mir beim Pumpen mit der handpumpe oder per Hand kaum was. Keine Ahnung. Aus der Brust kam ja abscheidend genug. Aber bei so ner Pumpe funktioniert vielleicht nicht bei jeder der milchspendereflex gut? Lass Dich davon nicht verunsichern. Wenn du Pumpen willst hilft evtl eine elektrische?
Liebe Grüße und fühl dich gedrückt
~ ~ dezemberchen & novemberchen ~ ~
- Schwedenmama
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 255
- Registriert: 04.09.2012, 17:34
- Wohnort: Ruhrgebiet
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Endru, schön dich hier zu lesen! Hier wird dir bestimmt geholfen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und denk an dich!
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und denk an dich!
Schwedenmama mit dem jungen Schweden (07/12) und der kleinen Wölfin (04/15)
-
koalina
- SuT-Legende
- Beiträge: 8860
- Registriert: 17.11.2014, 16:00
- Wohnort: im schönen Norden
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Herzlich Willkommen! ((( )))
Fachliches kann ich nicht beitragen, wünsche dir aber ganz viel Kraft! Toll, das du stillen möchtest!
*Tasse Tee und Schoki rüber schieb*
Alles Gute euch!
koalina
Fachliches kann ich nicht beitragen, wünsche dir aber ganz viel Kraft! Toll, das du stillen möchtest!
*Tasse Tee und Schoki rüber schieb*
Alles Gute euch!
koalina
--.-'-;@
mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)
Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)
Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
- KaHaLi
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 754
- Registriert: 20.02.2015, 22:09
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Liebe Endru,
das wird bestimmt!
Das mit dem Wecken bzw. wach halten zum Trinken war hier zu Beginn auch ein Kampf und ich habe aus einer Brust in 90% der Fälle nie mehr als 10ml bekommen, während die andere sprudelte - trotzdem hat die Maus immer aus beiden Brüsten genug bekommen, da sie ja ganz anders saugt als die Pumpe.
Hat deine Hebamme dir denn bestätigt, dass deine Maus richtig trinkt?
Meine hatte da zu Beginn Probleme, die sich aber recht schnell gelegt haben.
Ich hatte am Anfang auch viele Ängste - erst dass ich keine Milch haben könnte, weil der Milcheinschuss gedauert hat - dann dass ich nie ohne Stillhütchen stillen könnte, dass ich das Baby mit Hütchen nicht ausreichend mit Milch versorgen kann (die ersten Tage hatte sie zu wenig nasse Windeln) und auch ob ich eventuell mit nur einer Brust stillen kann.
Jetzt stille ich seit 8,5 Monaten - längst ohne Stillhütchen und auch mit beiden Brüsten ; -)
Ich drücke dir die Daumen, ihr schafft das!
das wird bestimmt!
Das mit dem Wecken bzw. wach halten zum Trinken war hier zu Beginn auch ein Kampf und ich habe aus einer Brust in 90% der Fälle nie mehr als 10ml bekommen, während die andere sprudelte - trotzdem hat die Maus immer aus beiden Brüsten genug bekommen, da sie ja ganz anders saugt als die Pumpe.
Hat deine Hebamme dir denn bestätigt, dass deine Maus richtig trinkt?
Meine hatte da zu Beginn Probleme, die sich aber recht schnell gelegt haben.
Ich hatte am Anfang auch viele Ängste - erst dass ich keine Milch haben könnte, weil der Milcheinschuss gedauert hat - dann dass ich nie ohne Stillhütchen stillen könnte, dass ich das Baby mit Hütchen nicht ausreichend mit Milch versorgen kann (die ersten Tage hatte sie zu wenig nasse Windeln) und auch ob ich eventuell mit nur einer Brust stillen kann.
Jetzt stille ich seit 8,5 Monaten - längst ohne Stillhütchen und auch mit beiden Brüsten ; -)
Ich drücke dir die Daumen, ihr schafft das!
Liebe Grüße
KaHaLi
mit Septemberkind 2014 & Julibaby 2018
KaHaLi
mit Septemberkind 2014 & Julibaby 2018
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Hallo endru,
herzlichen Glückwunsch zu Deiner kleinen Maus. Ich schaue mir Deine Antworten auf die Fragen an und dann gucken wir, an welchen Rädchen wir noch drehen können. Okay?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
herzlichen Glückwunsch zu Deiner kleinen Maus. Ich schaue mir Deine Antworten auf die Fragen an und dann gucken wir, an welchen Rädchen wir noch drehen können. Okay?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
-
endru
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 380
- Registriert: 24.06.2013, 08:44
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Danke Teazer, dass du dir das mal anschaust!
Hier nun erstmal die Antworten:
- Gebt uns genaue Informationen!
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
seit dem 6. Lebenstag wird Pre zugefüttert. Anfänglich wurde während des Stillens mit einer Sonde die Pre mit in den Mund gespritzt. Heute hab ich nun die ersten Mahlzeiten mit Flasche gefüttert. Seit dem 7. LT wurden in etwa 120ml Pre zugefüttert. Ab dem 9. LT wurde dann zusätzlich die abgepumpte MuMi gefüttert. Zugefüttert wurde dann bei fast jeder Mahlzeit.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Gestillt wurde entsprechend der Empfehlung ne viertel Stunde je Seite. Ich habe sie von Anfang an alle 2h, bzw. auch mal erst nach 3h geweckt. Allerdings war die kleine dann nicht unbedingt motiviert beim trinken... deshalb hab ich dann angefangen sie etwas länger schlafen zu lassen und statt dessen zu pumpen. In der Liste weiter unten hab ich das pumpen einfach als stillen mitgezählt.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Die ersten zwei Tage hat sie gar nicht ausgeschieden, abgesehen von nem bisschen Mekonium im Kreißsaal. Dann hat sie lange nur einmal am Tag gepinkelt und gekackt. Regelmäßig Urin hat sie erst ausgeschieden, als wir mit Zufüttern angefangen hatten. Allerdings war das auch nicht ausreichend. Meine Hebamme meinte, dass die kleinen in etwa 10% des Gewichts ausscheiden müssten. Das wären bei uns ca.350g sein müssen. Tatsächlich waren es aber immer nur ca. 200g.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das erste Anlegen im Kreißsaal hat gut geklappt. Auch danach haben wir uns da ganz gut reingefunden. Auch meine Hebamme meinte, dass das Anlegen gut aussieht und auch ihre Saugtechnik richtig aussieht. Unruhig ist sie mittlerweile, wenn ich sie anlege und nicht gleich was kommt. Sorry... das war die letzten paar Male zu beobachten. Jetzt geb ich ja Flasche.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Außer den heute angebotenen Flaschen gab es nur Brust.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Da die kleine noch nicht so alt ist kommt natürlich noch die Hebamme. Bis heute kam sie jeden Tag. Das nächste Mal erst Freitag.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Gelbsucht bei der Kleinen. Die Bili-Werte aus der Klinik schreib ich unten mit in die Liste. Den Wert hatten die aber nur über die Haut geprüft.
Bei mir sind keine Erkrankungen bekannt. Die Hebamme meinte allerdings, dass ich vielleicht einfach nicht genug Oxytocin produziere, da ja auch bei beiden Geburten keine Wehen von meinem Körper produziert wurden. Ich hatte bei beiden Geburten die meiste Zeit den Wehentropf dran. Für Wehen braucht man wohl auch Oxytocin.
Jetzt noch die bisher gesammelten Daten. Wie bereits erwähnt hab ich unter "gestillt" auch die Pumpsitzungen erfasst.
23.05.2015: 3.680g (KH Geburt)
25.05.2015: 3.560g (KH), Bili-Wert 157
26.05.2015: 3.400g (KH), Bili-Wert 200
27.05.2015: 3.380g (Hebamme)
28.05.2015: 3.430g (Hebamme) 1x Stuhl
29.05.2015: 3.430g (Hebamme) 10x gestillt, 90ml Pre, 3x Urin, 2x Stuhl
30.05.2015: 3.510g (Hebamme) 10xgestillt, 115ml Pre, 5x Urin, 0x Stuhl
31.05.2015: 3.530g (Hebamme) 10x gestillt, 120ml Pre, 5x Urin, 0x Stuhl
01.06.2015: 3.600g (Hebamme) 11x gestillt, 110ml Pre, 27ml MuMi, 5x Urin, 2x Stuhl
02.06.2015: 3.530g (Hebamme) 12x gestillt, 130ml Pre, 65ml MuMi, 5x Urin, 1x Stuhl, 3x3 Bocks
03.06.2015: 3.520g (Hebamme)
Heute hatte ich zwar angefangen aufzuschreiben, war dann aber so fertig mit dem ganzen, dass ich ab Mittag nicht weiter Buch geführt hab. Daher lediglich das Gewicht... Nachdem die Hebamme das Gewicht verkündet hatte war für mich irgendwie der erste Gedanke: Flasche. Nach der gestrigen Zufüttermenge war ich mir soooo sicher, dass sie heute mehr wiegt. Das Gewicht war wie ein Schlag ins Gesicht. Als wären die Anstrengungen der letzten Tage völlig umsonst. Ich weiß, dass andere hier viel mehr kämpfen. Da haben auch alle meinen größten Respekt.
Mein Mann steht dem Ganzen wieder äußerst skeptisch gegeüber. Bei der Großen ging es mir wochenlang schlecht mit vielen Tränen. Er hat da "Angst", dass sich das genau so wiederholt.
Ich schick das jetzt mal so ab und bin auf deine Einschätzung gespannt. Bis dahin würde ich erstmal weiter den Bocks nehmen, alle paar Stunden pumpen (so dass ich auf in etwa 10x pumpen komme) und mit Flasche füttern.
Danke schon mal!
Hier nun erstmal die Antworten:
- Gebt uns genaue Informationen!
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
seit dem 6. Lebenstag wird Pre zugefüttert. Anfänglich wurde während des Stillens mit einer Sonde die Pre mit in den Mund gespritzt. Heute hab ich nun die ersten Mahlzeiten mit Flasche gefüttert. Seit dem 7. LT wurden in etwa 120ml Pre zugefüttert. Ab dem 9. LT wurde dann zusätzlich die abgepumpte MuMi gefüttert. Zugefüttert wurde dann bei fast jeder Mahlzeit.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Gestillt wurde entsprechend der Empfehlung ne viertel Stunde je Seite. Ich habe sie von Anfang an alle 2h, bzw. auch mal erst nach 3h geweckt. Allerdings war die kleine dann nicht unbedingt motiviert beim trinken... deshalb hab ich dann angefangen sie etwas länger schlafen zu lassen und statt dessen zu pumpen. In der Liste weiter unten hab ich das pumpen einfach als stillen mitgezählt.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Die ersten zwei Tage hat sie gar nicht ausgeschieden, abgesehen von nem bisschen Mekonium im Kreißsaal. Dann hat sie lange nur einmal am Tag gepinkelt und gekackt. Regelmäßig Urin hat sie erst ausgeschieden, als wir mit Zufüttern angefangen hatten. Allerdings war das auch nicht ausreichend. Meine Hebamme meinte, dass die kleinen in etwa 10% des Gewichts ausscheiden müssten. Das wären bei uns ca.350g sein müssen. Tatsächlich waren es aber immer nur ca. 200g.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Das erste Anlegen im Kreißsaal hat gut geklappt. Auch danach haben wir uns da ganz gut reingefunden. Auch meine Hebamme meinte, dass das Anlegen gut aussieht und auch ihre Saugtechnik richtig aussieht. Unruhig ist sie mittlerweile, wenn ich sie anlege und nicht gleich was kommt. Sorry... das war die letzten paar Male zu beobachten. Jetzt geb ich ja Flasche.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Außer den heute angebotenen Flaschen gab es nur Brust.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Da die kleine noch nicht so alt ist kommt natürlich noch die Hebamme. Bis heute kam sie jeden Tag. Das nächste Mal erst Freitag.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Gelbsucht bei der Kleinen. Die Bili-Werte aus der Klinik schreib ich unten mit in die Liste. Den Wert hatten die aber nur über die Haut geprüft.
Bei mir sind keine Erkrankungen bekannt. Die Hebamme meinte allerdings, dass ich vielleicht einfach nicht genug Oxytocin produziere, da ja auch bei beiden Geburten keine Wehen von meinem Körper produziert wurden. Ich hatte bei beiden Geburten die meiste Zeit den Wehentropf dran. Für Wehen braucht man wohl auch Oxytocin.
Jetzt noch die bisher gesammelten Daten. Wie bereits erwähnt hab ich unter "gestillt" auch die Pumpsitzungen erfasst.
23.05.2015: 3.680g (KH Geburt)
25.05.2015: 3.560g (KH), Bili-Wert 157
26.05.2015: 3.400g (KH), Bili-Wert 200
27.05.2015: 3.380g (Hebamme)
28.05.2015: 3.430g (Hebamme) 1x Stuhl
29.05.2015: 3.430g (Hebamme) 10x gestillt, 90ml Pre, 3x Urin, 2x Stuhl
30.05.2015: 3.510g (Hebamme) 10xgestillt, 115ml Pre, 5x Urin, 0x Stuhl
31.05.2015: 3.530g (Hebamme) 10x gestillt, 120ml Pre, 5x Urin, 0x Stuhl
01.06.2015: 3.600g (Hebamme) 11x gestillt, 110ml Pre, 27ml MuMi, 5x Urin, 2x Stuhl
02.06.2015: 3.530g (Hebamme) 12x gestillt, 130ml Pre, 65ml MuMi, 5x Urin, 1x Stuhl, 3x3 Bocks
03.06.2015: 3.520g (Hebamme)
Heute hatte ich zwar angefangen aufzuschreiben, war dann aber so fertig mit dem ganzen, dass ich ab Mittag nicht weiter Buch geführt hab. Daher lediglich das Gewicht... Nachdem die Hebamme das Gewicht verkündet hatte war für mich irgendwie der erste Gedanke: Flasche. Nach der gestrigen Zufüttermenge war ich mir soooo sicher, dass sie heute mehr wiegt. Das Gewicht war wie ein Schlag ins Gesicht. Als wären die Anstrengungen der letzten Tage völlig umsonst. Ich weiß, dass andere hier viel mehr kämpfen. Da haben auch alle meinen größten Respekt.
Mein Mann steht dem Ganzen wieder äußerst skeptisch gegeüber. Bei der Großen ging es mir wochenlang schlecht mit vielen Tränen. Er hat da "Angst", dass sich das genau so wiederholt.
Ich schick das jetzt mal so ab und bin auf deine Einschätzung gespannt. Bis dahin würde ich erstmal weiter den Bocks nehmen, alle paar Stunden pumpen (so dass ich auf in etwa 10x pumpen komme) und mit Flasche füttern.
Danke schon mal!
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: Kann ich tatsächlich nicht stillen?
Hallo endru,
vielen Dank für Deine Antworten. Ich habe mir auch Deinen Stillbericht durchgelesen. Da habt Ihr ja schon einiges durchgemacht.
Dennoch sehe ich noch viel Potential.
Dieses Mal hast Du stillberaterische Unterstützung. Und wir werden ganz genau gucken was nötig ist, was Dir gut tut, was Dein Baby braucht.
Wir werden auf jeden Fall eine geeichte Babywaage benötigen, die Du in der Apotheke leihen kannst. Lies Dir bitte die
Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle durch.
Bei Deinem ersten Kind hast Du ja das BES genutzt. Ich lese aus Deinem Stillbericht, dass Du damals dabei nicht begleitet wurdest. Kannst Du Dir einen Versuch mit meiner Unterstützung vorstellen? Oder wäre Bechern (evtl. auch mit dem Softcup) eine Option? Die Flaschennutzung kann dem Stillen schlicht im Weg stehen. Das wäre sehr schade.
Wichtig ist, dass Du häufig stillst. Mindestens 10x in 24h. Wechselstillen oder Brustkompression können Dir dabei helfen, das Stillen effektiver zu gestalten.
Was meinst Du: Wollen wir es gemeinsam anpacken?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
vielen Dank für Deine Antworten. Ich habe mir auch Deinen Stillbericht durchgelesen. Da habt Ihr ja schon einiges durchgemacht.
Es gibt keine generellen Empfehlungen. Besonders Neugeborene stillen oft kurz, dafür jedoch häufig, manche auch stündlich. Bei langsam zunehmenden Babys sollte man zwar auf die Dauer von effektiven Stillmahlzeiten achten, aber an starr 2x15 min muss man sich nicht orientieren.endru hat geschrieben:Gestillt wurde entsprechend der Empfehlung ne viertel Stunde je Seite.
Ich kann diesen Schritt gut verstehen. Aber häufiges Stillen ist wirklich wichtig. Die allermeisten Babys stillen mindestens 8x in 24h, eher häufiger. Und eine Pumpe regt Deine Milchproduktion auch nicht so an wie Dein Baby. Deshalb ist es wirklich wichtig, dass Du Dein Baby an die Brust holst, wenn sie sich schon nicht von selbst meldet. Anfangs lassen sich Babys ungern gegen ihren Rhythmus zum Stillen bewegen. Aber nach ein paar Tagen läuft das meist besser und sie fangen selbst an sich nach 2 bis 3 Stunden zu melden. In Eurem Fall ist es einfach wichtig, dass die Kleine häufiger stillt.Ich habe sie von Anfang an alle 2h, bzw. auch mal erst nach 3h geweckt. Allerdings war die kleine dann nicht unbedingt motiviert beim trinken... deshalb hab ich dann angefangen sie etwas länger schlafen zu lassen und statt dessen zu pumpen.
Bitte mach das zukünftig nicht. Pumpen ist nicht gleich stillen. Wichtig für mich ist zu wissen wieviel Milliliter Du zufütterst, getrennt nach MuMi und PRE. Und dann noch wie oft Ihr gestillt habt. Daraus ergibt sich ein Gesamtbild.In der Liste weiter unten hab ich das pumpen einfach als stillen mitgezählt.
Windeln wiegen macht keinen Sinn. Denn Du weißt ja nicht wieviel Flüssigkeit Deine Kleine ausgeschwitzt und ausgeatmet hat. Wichtig ist die Windelanzahl, getrennt nach reinen Urinwindel und allen Windeln, die Stuhl enthalten (egal ob mit oder ohne Urin).Die ersten zwei Tage hat sie gar nicht ausgeschieden, abgesehen von nem bisschen Mekonium im Kreißsaal. Dann hat sie lange nur einmal am Tag gepinkelt und gekackt. Regelmäßig Urin hat sie erst ausgeschieden, als wir mit Zufüttern angefangen hatten. Allerdings war das auch nicht ausreichend. Meine Hebamme meinte, dass die kleinen in etwa 10% des Gewichts ausscheiden müssten. Das wären bei uns ca.350g sein müssen. Tatsächlich waren es aber immer nur ca. 200g.
An der Brust läuft die Milch nicht sofort. Dafür muss das Baby aktiv saugen. Die Nutzung der Flasche ist kritisch zu sehen. Aber das weißt Du ja. Eine stillfreundliche Zufüttermethode wird Euch beim Stillen unterstützen und keine zusätzlichen Probleme produzieren.Unruhig ist sie mittlerweile, wenn ich sie anlege und nicht gleich was kommt. Sorry... das war die letzten paar Male zu beobachten. Jetzt geb ich ja Flasche.
Es stimmt, dass das Oxytocin für die Entleerung der Drüsenbläschen wichtig ist. Aber sowohl die Geburt als auch das Stillen sind sehr komplexe, sehr verschiedene physiologische Abläufe bei denen viele Hormone involviert sind, nicht nur das Oxytocin. Viele Frauen, die eingeleitet werden, haben keine Probleme mit dem Stillen. Diese Gleichsetzung ist also nicht richtig.Die Hebamme meinte allerdings, dass ich vielleicht einfach nicht genug Oxytocin produziere, da ja auch bei beiden Geburten keine Wehen von meinem Körper produziert wurden. Ich hatte bei beiden Geburten die meiste Zeit den Wehentropf dran. Für Wehen braucht man wohl auch Oxytocin.
Dein Baby hat 8% von seinem Geburtsgewicht abgenommen. Das ist ein Bereich, in dem man ein genaueres Auge auf das Stillmanagement werfen sollte. Dann wurde mit der Zufütterung angefangen. Wahrscheinlich wegen der Ausscheidungen, oder? Mit Zufütterung dann 140 g zugenommen. Das liegt nur minimal unter der Empfehlung der WHO. Viele Babys nehmen anfangs langsam zu und holen das später wieder auf. Das ist also nicht ungewöhnlich.23.05.2015: 3.680g (KH Geburt)
...
27.05.2015: 3.380g (Hebamme)
...
03.06.2015: 3.520g (Hebamme)
Ich kann Deine Gefühle gut verstehen. Wir können noch ganz viel ändern, damit Dein Baby mehr Milch in ihren Bauch bekommt. Die Bockshornkleesamen sind eine gute Idee. Deine Pumpmenge sagt nichts über Deine Milchbildung aus. Viele Frauen, die problemlos vollstillen, können keinen Tropfen Milch pumpen.Nach der gestrigen Zufüttermenge war ich mir soooo sicher, dass sie heute mehr wiegt. Das Gewicht war wie ein Schlag ins Gesicht. Als wären die Anstrengungen der letzten Tage völlig umsonst.
Das ist verständlich. Männer fühlen sich da oft hilflos, weil sie "nichts" machen können. Aber Vater sind ganz wichtig für das Gelingen des Stillens. Er kann Dir Euer Großkind abnehmen, Dir Essen bringen, das Wiegen oder Wickeln übernehmen, Dir den Rücken stärken, ...Mein Mann steht dem Ganzen wieder äußerst skeptisch gegeüber. Bei der Großen ging es mir wochenlang schlecht mit vielen Tränen. Er hat da "Angst", dass sich das genau so wiederholt.
Dieses Mal hast Du stillberaterische Unterstützung. Und wir werden ganz genau gucken was nötig ist, was Dir gut tut, was Dein Baby braucht.
Bedeutet das, dass Du gar nicht stillst? Dein Baby muss das Stillen üben, sonst kann sie es nicht lernen. Pumpen um MuMi statt PRE zu füttern ist eine gute Idee, WENN es Dich nicht zusätzlich stresst. Ansonsten ist es besser Deine Energie auf das Stillen zu lenken und stillfreundlich zuzufüttern.Bis dahin würde ich erstmal weiter den Bocks nehmen, alle paar Stunden pumpen (so dass ich auf in etwa 10x pumpen komme) und mit Flasche füttern.
Wir werden auf jeden Fall eine geeichte Babywaage benötigen, die Du in der Apotheke leihen kannst. Lies Dir bitte die
Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle durch.
Bei Deinem ersten Kind hast Du ja das BES genutzt. Ich lese aus Deinem Stillbericht, dass Du damals dabei nicht begleitet wurdest. Kannst Du Dir einen Versuch mit meiner Unterstützung vorstellen? Oder wäre Bechern (evtl. auch mit dem Softcup) eine Option? Die Flaschennutzung kann dem Stillen schlicht im Weg stehen. Das wäre sehr schade.
Wichtig ist, dass Du häufig stillst. Mindestens 10x in 24h. Wechselstillen oder Brustkompression können Dir dabei helfen, das Stillen effektiver zu gestalten.
Was meinst Du: Wollen wir es gemeinsam anpacken?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014