Abpumpen
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Honey
Abpumpen
Hallo,
ich möchte gerne eine Vorrat anlegen und daher einiges abpumpen. Mein Mann soll gelegentlich auch mal füttern können. Mein Sohn ist 12 Wochen alt und ich habe einen zwei Stunden Rhytmus beim Stillen. Es ist sehr selten länger. Daher muss ich innerhalb der 2 Stunden abpumpen. Wie sieht das aus wenn ich nach einer Stunde pumpe und mein Sohn nach einer weiteren Stunde wieder hunger bekommt? Ist dann dennoch genug Milch für ihn da? Ich bekomme den MSR schlecht ausgelöst, am besten klappt es wenn mein Sohn an einer Seite angelegt ist aber das ist umständlich und außerdem trinkt er beide Brüste und ich würde ihm die zweite weg nehmen indem ich abpumpe. Das ist darum auch keine Lösung. Vielleicht wisst ihr wie ich es am besten machen kann?
ich möchte gerne eine Vorrat anlegen und daher einiges abpumpen. Mein Mann soll gelegentlich auch mal füttern können. Mein Sohn ist 12 Wochen alt und ich habe einen zwei Stunden Rhytmus beim Stillen. Es ist sehr selten länger. Daher muss ich innerhalb der 2 Stunden abpumpen. Wie sieht das aus wenn ich nach einer Stunde pumpe und mein Sohn nach einer weiteren Stunde wieder hunger bekommt? Ist dann dennoch genug Milch für ihn da? Ich bekomme den MSR schlecht ausgelöst, am besten klappt es wenn mein Sohn an einer Seite angelegt ist aber das ist umständlich und außerdem trinkt er beide Brüste und ich würde ihm die zweite weg nehmen indem ich abpumpe. Das ist darum auch keine Lösung. Vielleicht wisst ihr wie ich es am besten machen kann?
- Mutterhenne
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Re: Abpumpen
Hallo 
Bestimmt meldet sich bald ein Stillmod bei Dir
!
Einige Deiner Fragen sind schnell beantwortet. Vorweg: Ein 2-Stunden-Rhythmus ist für ein Kind im Alter Deines Sohnes norml und gut, er sorgt dafür, dass sich Deine Milchproduktion dem (steigenden) Bedarf Deines Kindes anpasst!
) ausgelöst.
Ein kleiner Hinweis zum Füttern: Kennt Ihr stillfreundliche Füttermethoden? Künstliche Sauger (die teuren, Calma etc., unterscheiden sich in dieser Hinsicht nicht von günstigeren Produkten) tragen immer das Risiko einer Saugverwirrung mit sich - und so alt ist Dein Kind ja noch nicht... Besser sind Softcup, Spritze, später auch ein normaler Becher.
LG
Mutterhenne
Bestimmt meldet sich bald ein Stillmod bei Dir
Einige Deiner Fragen sind schnell beantwortet. Vorweg: Ein 2-Stunden-Rhythmus ist für ein Kind im Alter Deines Sohnes norml und gut, er sorgt dafür, dass sich Deine Milchproduktion dem (steigenden) Bedarf Deines Kindes anpasst!
Die Milch wird hauptsächlich beim Stillen gebildet. Durch Abpumpen zwischen den Stillmahlzeiten regst Du Deine Milchproduktion an, für Deinen Sohn ist dann sicherlich genug da!Honey hat geschrieben:Wie sieht das aus wenn ich nach einer Stunde pumpe und mein Sohn nach einer weiteren Stunde wieder hunger bekommt? Ist dann dennoch genug Milch für ihn da?
Das geht vielen Frauen so. So manche könnte problemlos mehrere Kinder stillen, bekommt beim Abpumpen aber nie mehr als ein paar ml zusammen. Du solltest für eine entspannte Atmosphäre sorgen, evtl. kannst Du mit Wäreme (warme Dusche) nachhelfen oder ein Foto von Deinem Sohn anschauen. Aber am effektivsten wird der MSR imer vom Original (d.h. von einem süßen, saugenden BabyIch bekomme den MSR schlecht ausgelöst, am besten klappt es wenn mein Sohn an einer Seite angelegt ist
Ein kleiner Hinweis zum Füttern: Kennt Ihr stillfreundliche Füttermethoden? Künstliche Sauger (die teuren, Calma etc., unterscheiden sich in dieser Hinsicht nicht von günstigeren Produkten) tragen immer das Risiko einer Saugverwirrung mit sich - und so alt ist Dein Kind ja noch nicht... Besser sind Softcup, Spritze, später auch ein normaler Becher.
LG
Mutterhenne
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)
Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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Honey1990
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Re: Abpumpen
Hallo Mutterhenne,
danke für deine Tipps.
das ich ihm nichts weg nehme beruhigt mich. Ich hatte mal gelesen das es anderthalb Stunden braucht um die Milch wiederherzustellen, aber dann scheint das ja falsch gewesen zu sein. Wir benutzen Avent brustähnliche Sauger. Ich dachte das die der Brust ähneln besser sind, darum haben wir die schon gekauft. Mein Mann soll ja zur Not füttern und ich glaube außer mit der Flasche kommt er nicht klar. Mit Spritze und Co müsste ich schon selber füttern.
Ich hab gleich noch eine Frage an die Allgemeinheit, wie sieht das mit dem Pumpen zu unterschiedlichen Zeiten aus? Ich habe gehört das man die Milch zur selben Zeit füttern soll, wo sie gepumpt wurde. Die Zusammensetzung soll sich am Tag wohl ändern, sprich die Milch am Tag macht munter und die Abends müde. Das mit den Zeiten hinzukriegen ist für mich kaum machbar. Ist das wirklich wichtig?
danke für deine Tipps.
das ich ihm nichts weg nehme beruhigt mich. Ich hatte mal gelesen das es anderthalb Stunden braucht um die Milch wiederherzustellen, aber dann scheint das ja falsch gewesen zu sein. Wir benutzen Avent brustähnliche Sauger. Ich dachte das die der Brust ähneln besser sind, darum haben wir die schon gekauft. Mein Mann soll ja zur Not füttern und ich glaube außer mit der Flasche kommt er nicht klar. Mit Spritze und Co müsste ich schon selber füttern.
Ich hab gleich noch eine Frage an die Allgemeinheit, wie sieht das mit dem Pumpen zu unterschiedlichen Zeiten aus? Ich habe gehört das man die Milch zur selben Zeit füttern soll, wo sie gepumpt wurde. Die Zusammensetzung soll sich am Tag wohl ändern, sprich die Milch am Tag macht munter und die Abends müde. Das mit den Zeiten hinzukriegen ist für mich kaum machbar. Ist das wirklich wichtig?
- Teazer
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Re: Abpumpen
Die Milchzusammensetzung ist von Mahlzeit zu Mahlzeit unterschiedlich, das liegt nicht nur an der Uhrzeit, sondern an ganz vielen Aspekten. Deshalb musst Du nicht nach entsprechender Uhrzeit abpumpen. Dein Baby wird durch die abgepumpte Milch weder aufgeputscht noch schläfrig werden.
Die sog. brustähnlichen Sauger sind genauso für Saugverwirrungen verantwortlich wie die günstigen anderen. Generell kann schon eine einmalige Saugernutzung ein Baby verwirren (das gilt auch für Schnuller). Natürlich könnt Ihr es dennoch damit probieren. Ihr solltet davor mindestens 6 Wochen problemlos gestillt haben, also Dein Baby gut gediehen sein und Du keine wunden Brustwarzen o.ä. gehabt haben. Und dann solltest Ihr nur bei absolutem Bedarf mit der Flasche füttern und bei den leisesten Problemen wie schlechtem Trinken an der Brust oder wunden Brustwarzen sofort aufhören. Diese Probleme können auch nach längerer Nutzungszeit noch eintreten.
Ich persönlich würde bei meinen Kindern keine Flasche mehr geben. Dazu habe ich in der Stillberatung schon zu viele negative Beispiele gesehen.
Die sog. brustähnlichen Sauger sind genauso für Saugverwirrungen verantwortlich wie die günstigen anderen. Generell kann schon eine einmalige Saugernutzung ein Baby verwirren (das gilt auch für Schnuller). Natürlich könnt Ihr es dennoch damit probieren. Ihr solltet davor mindestens 6 Wochen problemlos gestillt haben, also Dein Baby gut gediehen sein und Du keine wunden Brustwarzen o.ä. gehabt haben. Und dann solltest Ihr nur bei absolutem Bedarf mit der Flasche füttern und bei den leisesten Problemen wie schlechtem Trinken an der Brust oder wunden Brustwarzen sofort aufhören. Diese Probleme können auch nach längerer Nutzungszeit noch eintreten.
Ich persönlich würde bei meinen Kindern keine Flasche mehr geben. Dazu habe ich in der Stillberatung schon zu viele negative Beispiele gesehen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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Honey1990
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Re: Abpumpen
Einen Schnuller hat er schon von Anfang an und keine Probleme. Sollte dann nicht auch das Fläschen gehen? Unsere Stillbeziehung ist eingespielt also wenig Probleme. Ich hoffe natürlich das keine Saugverwirrung eintritt und will auch nicht täglich mit der Flasche füttern.
- Mutterhenne
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Re: Abpumpen
Erfahrungsgemäß macht ein Fläschchen eher Probleme als der Schnuller. Natürlich gibt es auch Stillbeziehungen, für die das Füttern mit Fläschchen kein Problem darstellt, aber man sollte sich der Gefahr bewusst sein. Es muss nix passieren, aber es könnte... Ich habe es selbst nie ausprobiert (als ich wieder arbeiten gegangen bin - das war nach 7 Monaten - hat das Küken problemlos einige Stunden ohne mich überbrückt), aber mit etwas Übung ist es mit dem Softcup angeblich gar nicht so schwer. Das ist so etwas wie ein Fläschchen mit biegsamer Silikonschnaube statt des Saugers; das Baby 'saugt' nicht, sondern 'schlabbert' die Milch mit der Zunge wie ein Kätzchen (etwas dämliche Beschreibung; ich kenne das Ding nur aus Beschreibungen und Abbildungen, wie gesagt
). Teazer, Du kannst das bestimmt besser beschreiben...
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Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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- Teazer
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Re: Abpumpen
Deine Beschreibung passt.
Es ist eine Luxusvariante der Becherfütterung. Durch das Ventil geht meistens weniger daneben.
Flasche und Schnuller können beide Probleme bereiten. Beim Schnuller sind es jedoch häufig Gedeihprobleme, die einen Verzicht nötig machen.
Flasche und Schnuller können beide Probleme bereiten. Beim Schnuller sind es jedoch häufig Gedeihprobleme, die einen Verzicht nötig machen.
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Honey1990
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Re: Abpumpen
Mutterhenne hat geschrieben:Erfahrungsgemäß macht ein Fläschchen eher Probleme als der Schnuller. Natürlich gibt es auch Stillbeziehungen, für die das Füttern mit Fläschchen kein Problem darstellt, aber man sollte sich der Gefahr bewusst sein. Es muss nix passieren, aber es könnte... Ich habe es selbst nie ausprobiert (als ich wieder arbeiten gegangen bin - das war nach 7 Monaten - hat das Küken problemlos einige Stunden ohne mich überbrückt), aber mit etwas Übung ist es mit dem Softcup angeblich gar nicht so schwer. Das ist so etwas wie ein Fläschchen mit biegsamer Silikonschnaube statt des Saugers; das Baby 'saugt' nicht, sondern 'schlabbert' die Milch mit der Zunge wie ein Kätzchen (etwas dämliche Beschreibung; ich kenne das Ding nur aus Beschreibungen und Abbildungen, wie gesagt). Teazer, Du kannst das bestimmt besser beschreiben...
Es wäre natürlich schade wenn eine Saugverwirrung eintreten würde. Manchmal hat mein Kleiner schonmal Phasen wo er unruhig trinkt und beim Stillen herum zappelt, aber das geht zum Glück nicht immer so.
Ich habe im Internet nur von Medela einen Softcup gefunden. Der war recht teuer. Gibt es da keine günstigere Firmen? Zum Ausprobieren wollte nicht soviel ausgeben. Wann werden die Stillabstände größer oder bleiben sie so? Wenn es bei den zwei Stunden dauerhaft bleibt stille ich wahrscheinlich nach dem 6 Monat ab aber vielleicht werden die Abstände mit Beikost größer. Wie sind da eure Erfahrungen?
- Mutterhenne
- Profi-SuTler
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Re: Abpumpen
Zu den Softcups: Ich selbst habe da, wie gesagt, keine Erfahrung - da weiß sicherlich ein Stillmod mehr
!
Zu den Stillabständen: Das ist sicherlich individuell sehr verschieden; meistens werden die Stillabstände aber tatsächlich größer. Es gibt Kinder, die bis zum 10., 11. Monat keine Beikost möchten. Aber das sind Einzelfälle! Die meisten Kinder fangen so um den 6. Monat herum an, Beikost zu sich zu nehmen (manche früher, manche später); meine Tochter war, wie gesagt, dann sehr schnell so weit, auch mal 5, 6 Stunden ohne mich auszukommen (zu Beginn meines Wiedereinstiegs in den Job haben wir uns mittags zum Stillen getroffen, irgendwann war das nicht mehr nötig).
Auf jeden Fall würde ich Dir (aus persönlicher Erfahrung und aufgrund all dessen, was ich hier mitbekomme
) abraten, nach dem 6. Monat abzustillen. Das ist meist die Zeit, nach der sich die Stillbeziehung eingespielt hat und das Stillen so richtig schön wird; das Kind kommuniziert immer mehr und zeigt immer deutlicher, was ihm das Stillen bedeutet. Das ist eine großartige Erfahrung und für mich gegenüber der (schönen) Pflicht der ersten Monate sozusagen die Kür. Es ist sooo herrlich, wenn das Kind zum ersten Mal während des Stillens abdockt, Dich anlacht und ein glücklich-glucksendes 'mjammjamm' von sich gibt, ehrlich
! Aber das ist ja für Euch auch noch ewig hin - Du hast ja noch ganz viel Zeit für die Entscheidung...
Liebe Grüße!
Zu den Stillabständen: Das ist sicherlich individuell sehr verschieden; meistens werden die Stillabstände aber tatsächlich größer. Es gibt Kinder, die bis zum 10., 11. Monat keine Beikost möchten. Aber das sind Einzelfälle! Die meisten Kinder fangen so um den 6. Monat herum an, Beikost zu sich zu nehmen (manche früher, manche später); meine Tochter war, wie gesagt, dann sehr schnell so weit, auch mal 5, 6 Stunden ohne mich auszukommen (zu Beginn meines Wiedereinstiegs in den Job haben wir uns mittags zum Stillen getroffen, irgendwann war das nicht mehr nötig).
Auf jeden Fall würde ich Dir (aus persönlicher Erfahrung und aufgrund all dessen, was ich hier mitbekomme
Liebe Grüße!
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Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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- Mutterhenne
- Profi-SuTler
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Re: Abpumpen
Danke, Teazer. Das hatte ich bei Dir auch schonmal gelesen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Kinder sozusagen 'über den Hunger hinweg nuckeln' und so zu wenig Energie aufnehmen, richtig?Teazer hat geschrieben:
Flasche und Schnuller können beide Probleme bereiten. Beim Schnuller sind es jedoch häufig Gedeihprobleme, die einen Verzicht nötig machen.
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