Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
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Maren
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Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Ich bin gerade verwirrt, ratlos und durcheinander. Vorallem aber auch traurig.
Mein Sohn (20 Monate) hat Karies.
Drei der vorderen Zähne sind betroffen.
Auf meine Frage wie denn sowas kommt, meinte die Zahnärztin, dass sowas häufig bei Flaschenkindern auftritt. Mein Sohn hat in seinem Leben allerdings keine einzige Flasche getrunken. Er hatte aber schon früh viele Zähne und isst natürlich schon länger das Gleiche wie wir. Auch Süßigkeiten gibt es hier häufiger mal. Wir putzen mind. 2 Mal am Tag die Zähne.
Die Zahnärztin meinte dann heute, dass es dann vermutlich auch nicht so toll ist nachts zu stillen und ich solle das aufgeben bzw alternativ nachts Zähne putzen (haha...)
Ist da was dran? Also liegt es tatsächlich am Stillen bzw greift Muttermilch die Zähne an?
Außerdem wüsste ich gerne, ob jemand Erfahrung mit Zahnbehandlungen in dem Alter hat und mir berichten mag.
Danke!
Mein Sohn (20 Monate) hat Karies.
Drei der vorderen Zähne sind betroffen.
Auf meine Frage wie denn sowas kommt, meinte die Zahnärztin, dass sowas häufig bei Flaschenkindern auftritt. Mein Sohn hat in seinem Leben allerdings keine einzige Flasche getrunken. Er hatte aber schon früh viele Zähne und isst natürlich schon länger das Gleiche wie wir. Auch Süßigkeiten gibt es hier häufiger mal. Wir putzen mind. 2 Mal am Tag die Zähne.
Die Zahnärztin meinte dann heute, dass es dann vermutlich auch nicht so toll ist nachts zu stillen und ich solle das aufgeben bzw alternativ nachts Zähne putzen (haha...)
Ist da was dran? Also liegt es tatsächlich am Stillen bzw greift Muttermilch die Zähne an?
Außerdem wüsste ich gerne, ob jemand Erfahrung mit Zahnbehandlungen in dem Alter hat und mir berichten mag.
Danke!
Liebe Grüße von Maren (7/85) mit der Zaubermaus (2/12) und dem Minimann (7/13)
2014 Teile entrümpeln 130 sind schon weg, 1884 müssen noch raus
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Serafin
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Hey, das war hier schon oft Thema. Der Tenor war immer, dass Stillen keinen Karies macht.
Stillkinder haben nicht Karies wegen sondern trotz des Stillens.
Schläft dein Kind manchmal mit offenem Mund? Da können die Zähne dann austrocknen (oder so, ich bin kein Mediziner), die brauchen die Spucke, sonst werden sie wohl irgendwie porös und die Bakterien können angreiffen.
Ach ja, fahre mit deiner Zunge mal nach Hinten in den Gaumen. Der ist am Anfang ganz fest, dann, wenn es fast nicht mehr weiter geht, wird es weich. Dort liegt beim Stillen deine Brustwarze. Sobald das Kind saugt, wird auch ein Schluckreflex ausgelöst, wenn Milch kommt. Die Milch beim Stillen kann also nicht die Zähne umspülen wie eine Saftflasche.
Stillkinder haben nicht Karies wegen sondern trotz des Stillens.
Schläft dein Kind manchmal mit offenem Mund? Da können die Zähne dann austrocknen (oder so, ich bin kein Mediziner), die brauchen die Spucke, sonst werden sie wohl irgendwie porös und die Bakterien können angreiffen.
Ach ja, fahre mit deiner Zunge mal nach Hinten in den Gaumen. Der ist am Anfang ganz fest, dann, wenn es fast nicht mehr weiter geht, wird es weich. Dort liegt beim Stillen deine Brustwarze. Sobald das Kind saugt, wird auch ein Schluckreflex ausgelöst, wenn Milch kommt. Die Milch beim Stillen kann also nicht die Zähne umspülen wie eine Saftflasche.
kleiner Maulwurf 12/15
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- antje143
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
hallo,
meine große war damals jünger als dein kind und ich habe hier was vor längerer zeit geschrieben:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... s#p2086067
und es gibt noch mehr beiträge zu DEM thema:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... lit=karies
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 5#p2701715
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... s#p2734759
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... s#p3075693
meine große war damals jünger als dein kind und ich habe hier was vor längerer zeit geschrieben:
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ein lieber Gruß von
mit
großer Prinzessin Jan.06 - kleiner Prinzessin Mai.08 und
Sternensohn Juni.03 - Sternentochter Sep.04

http://www.ge-tragen.de/
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Maren
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Danke für eure Antworten.
Leider gehen nicht alle externen Links in den anderen Beiträgen und mir fehlte bisher die Ruhe zum lesen. Aber ich hoffe ich arbeite mich da noch durch.
Auf die Suchfunktion bin ich in dem Moment gar nicht bekommen
Leider gehen nicht alle externen Links in den anderen Beiträgen und mir fehlte bisher die Ruhe zum lesen. Aber ich hoffe ich arbeite mich da noch durch.
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Liebe Grüße von Maren (7/85) mit der Zaubermaus (2/12) und dem Minimann (7/13)
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Maren
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Gekommen
Liebe Grüße von Maren (7/85) mit der Zaubermaus (2/12) und dem Minimann (7/13)
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Sedona
- schreibt ganz schön oft
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Ich bin inzwischen der festen Überzeugung, dass Karies nicht nur durch Bakterien und mangelndes putzen entsteht, sondern eher ein Ernährungsproblem ist. Ich habe "Karies heilen" von Ramiel Nagel gelesen und das Ernahrungsschema eine Weile probiert. Ende vom Lied: ich bin begeistert! Keins meiner Löchlein ist schlimmer geworden. Zwei sind sogar wieder zu gewachsen. Sogar mein Zahnarzt ist total von den Socken 
- Mutterhenne
- Profi-SuTler
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Ich wollte Dich nicht einfach wegklicken ((()))... Vorweg: Bin kein Stillmod, habe mich aus eigenem Interesse etwas in das Thema eingelesen. Die Profis mögen mich bei Bedarf bitte korrigieren!
Die Sache mit dem Stillen und Karies ist ein bißchen komplexer (dazu gibt es ja auch schon einige Threads hier): MuMi ist nicht primär kariogen. Also: Kein Kind bekommt allein vom Stillen Karies. Im Gegenteil: Viele Studien zeigen, dass Stillkinder ein niedrigeres Risiko für Karies haben als nichtgestillte Kinder. MuMi enthält eine Zuckerart (Laktose), die zum großen Teil im Darm erst verdaut wird - anders als die meisten (alle?) Folgemilch-Produkte (enthalten Stärke=Mundverdauung), Saftschorlen etc. Allerdings kann bei Vorliegen anderer Risikofaktoren das Reduzieren des nächtlichen Stillens angezeigt sein: Jede Flüssigkeit, die nachts die Mundflora durcheinanderbringt (also auch Wasser) verhindert die Remineralisierung des Zahnschmelzes in dieser langen Ruhephase. Veilleicht sollten Ihr auch versuchen, nach dieser Diagnose mit Süßigkeiten (noch) vorsichtiger zu sein?
Hat denn Eure Zahnärztin gesagt, dass die Läsionen bei Eurem Klinen auf jeden Fall behandlungsbedürftig sind? Manchmal kann man auch fluoridieren und engmaschig beobachten. Ich habe hier von einem Fall gelesen, wo das bis zum Zahnwechsel geklappt hat. Vor einer Behandlung würde ich auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen (manachmal werden auch Mineralisierungsstörungen des Zahnschmelzes, Fluorose o.ä. mit Karies verwechselt).
Alles Gute Euch weiterhin, und Kopf hoch! Es gibt bestimmt eine Lösung! Du hast nichts falsch gemacht!
Die Sache mit dem Stillen und Karies ist ein bißchen komplexer (dazu gibt es ja auch schon einige Threads hier): MuMi ist nicht primär kariogen. Also: Kein Kind bekommt allein vom Stillen Karies. Im Gegenteil: Viele Studien zeigen, dass Stillkinder ein niedrigeres Risiko für Karies haben als nichtgestillte Kinder. MuMi enthält eine Zuckerart (Laktose), die zum großen Teil im Darm erst verdaut wird - anders als die meisten (alle?) Folgemilch-Produkte (enthalten Stärke=Mundverdauung), Saftschorlen etc. Allerdings kann bei Vorliegen anderer Risikofaktoren das Reduzieren des nächtlichen Stillens angezeigt sein: Jede Flüssigkeit, die nachts die Mundflora durcheinanderbringt (also auch Wasser) verhindert die Remineralisierung des Zahnschmelzes in dieser langen Ruhephase. Veilleicht sollten Ihr auch versuchen, nach dieser Diagnose mit Süßigkeiten (noch) vorsichtiger zu sein?
Hat denn Eure Zahnärztin gesagt, dass die Läsionen bei Eurem Klinen auf jeden Fall behandlungsbedürftig sind? Manchmal kann man auch fluoridieren und engmaschig beobachten. Ich habe hier von einem Fall gelesen, wo das bis zum Zahnwechsel geklappt hat. Vor einer Behandlung würde ich auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen (manachmal werden auch Mineralisierungsstörungen des Zahnschmelzes, Fluorose o.ä. mit Karies verwechselt).
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"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)
Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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- Mutterhenne
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
...falls das eben irgendwie nicht deutlich geworden ist: Du musst und solltest auf keinen Fall wegen dieser Diagnose komplett abstillen! Wir hören ja auch nicht auf zu essen, wenn wir ein Loch im Zahn haben. Außerdem hängt am Zahn ja ein ganzes Menschlein mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und Ängsten...
Alles Gute Euch!
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- blueberry
- Mod a.D.
- Beiträge: 11076
- Registriert: 03.09.2007, 14:18
- Wohnort: Deutschland
Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Ich weiß nicht, ob das Thema schon bei den Links dabei war, aber hier hab ich dazu mal was geschrieben:
Abstillen wegen Karies beim Stillkind?
Alles Gute für Dein Kind und seine Zähne!
LG, blueberry
Abstillen wegen Karies beim Stillkind?
Alles Gute für Dein Kind und seine Zähne!
LG, blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Maren
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Re: Karies durchs nächtliche Stillen? Abstillen? Behandlung?
Danke für eure lieben Worte.
Unsere Zahnärztin hat uns auf jeden Fall dazu geraten, es zu behandeln.
Ich muss allerdings zugeben, dass wir auch sehr in die Richtung gedrängt haben bzw mir das einfach Bauchschmerzen macht und mir nicht klar war, dass es alternative Möglichkeiten gibt.
Nun hat mein Sohn scheinbar richtig Panik vorm Arzt entwickelt
es ist so furchtbar und ich fühle mich so mies.
Ich wollte das halt unbedingt kontrollieren lassen und so haben wir ihn einen kurzen Moment fixiert.
Ich schreibe später nochmal was... hier wirds gerade wiggelig
Unsere Zahnärztin hat uns auf jeden Fall dazu geraten, es zu behandeln.
Ich muss allerdings zugeben, dass wir auch sehr in die Richtung gedrängt haben bzw mir das einfach Bauchschmerzen macht und mir nicht klar war, dass es alternative Möglichkeiten gibt.
Nun hat mein Sohn scheinbar richtig Panik vorm Arzt entwickelt
Ich wollte das halt unbedingt kontrollieren lassen und so haben wir ihn einen kurzen Moment fixiert.
Ich schreibe später nochmal was... hier wirds gerade wiggelig
Liebe Grüße von Maren (7/85) mit der Zaubermaus (2/12) und dem Minimann (7/13)
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