Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

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lore
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Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von lore »

Ihr lieben erfahrenen Tragetuchmamas, mich beschäftigt da etwas, vielleicht hat jemand den Nerv mir zu antworten.

Mein Mädchen ist mit ihren 8 Wochen ganz gerne im Tragetuch, sofern sie müde ist und schläft. Leider ist es meist so, dass sie wenn ich mit ihr raus gehe nicht länger als 30/45min schläft, manchmal nur 15min. Dann wird sie wach und merkt dass sie ganz woanders ist. Und wird unruhig. Schreit nicht aber will raus. Das führt nun dazu dass ich kaum vor die Türe komme, einfach weil ich sie draußen nicht aus dem Tuch nehmen kann. Ich trage sie unter der Jacke etc. und sie hat nichts warmes an, sonst würde sie ja schwitzen.

Kinderwagen ist für uns derzeit keine Alternative, alles viel zu aufregend. Sie ist es aber auch gar nicht gewohnt und ich finde tragen eh viel besser. Trotzdem fällt mir volle Kanne die Decke aufn Kopf wenn ich immer nach kurzem Spaziergang wieder mit ihr nach Hause renne.

Jetzt überleg ich ob ich sie doch an den KiWa gewöhnen sollte. Bin innerlich aber dagegen. Vor kurzem haben wir eine KiGa-Freundin von meinem Großen mit dem neunen kleinen Bruder im Kinderwagen getroffen. Der kleine Mann hat dolle geschrieen, allerdings hat man ihn kaum gehört, er war auch erst ein paar Tage alt und ringsrum eingepackt im Wagen. Mama, Papa und große Schwester waren zwar bereits auf dem Heimweg, ließen sich aber trotzdem nicht hetzen, sammelten noch ein paar Stöcke auf und meinten der kleine weint weil er ne neue Windel braucht. Nicht so schlimm.

Ich fand das ziemlich bescheuert. Dabei hab ich mir kurz gedacht, dass ich vielleicht auch neidisch auf so viel Gelassenheit bin. Andere Mamas nehmen sich viel mehr Freiheiten und drehen deshalb freilich zu Hause auch nicht so am Rad. Ich hingegen trage und "schütze" mein Baby ständig vor zu vielen Reizen, mache noch dazu windelfrei und hocke eben die meiste Zeit zu Hause. Will alles richtig machen, hab aber das Gefühl dass ich es mir dabei schwerer mache als nötig.

Ich weiß ja, dass es schon bald besser wird. Die kleine wird größer und "stabiler", das Wetter wird schöner so dass man sie auch draußen auspacken kann etc. Nur momentan bin ich etwas ratlos.

Wozu jetzt aber das ganze Geschreibe? Es würde mich mal interessieren aus welchem Grund ihr vor allem die kleinsten getragen habt und ob der Kinderwagen einen regelmäßige / gelegentliche oder eben keine Alternative für euch war. Tragt ihr aus Überzeugung oder weil es einfach kuschliger ist oder praktischer? Und kennt ihr das Gefühl, es euch manchmal unnötig schwerer zu machen obwohl ihr genau wisst dass ihr nicht anders könnt?

Für mich ist der Kinderwagen derzeit irgendwie keine Option, die kleine wirkt darin so verloren und unglücklich. Aber das wäre vielleicht anders, wenn ich mich nicht so aufs richtigmachen verkrampfen würde.
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matje
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von matje »

Hallo Lore, ich verstehe gut was du meinst! Bei mir war es so: Als Madame da war, habe ich sie erst ganz selbstverständlich in den KiWa gelegt, weil man das halt so macht.... Fand sie aber total doof und hat nach kurzer Zeit geweint. Getragen war sie gut zufrieden, also habe ich angefangen, mich etwas zu informieren, bin auf dieses Forum gestoßen und wurde langsam aber sicher infiziert.... [emoji6] Madame hat mittlerweile nichts mehr gegen den KiWa. Ich benutze ihn regelmäßig 1x pro Woche, wenn ich sie mit zum Reiten nehme, dann macht sie ihren Mittagsschlaf darin. Ich nehme ihn auch mit, wenn ich länger in der Stadt unterwegs bin, zum shoppen, wobei es meist darauf hinaus läuft, dass die Einkäufe, überzähligen Jacken etc. im KiWa liegen und ich das Kind im Sling trage [emoji1]. Sonst benutze ich ihn nur ausnahmsweise, ich habe mich so ans Tragen gewöhnt, dass es mir total merkwürdig vorkommt, sein Kind auf dem Rücken liegend vor sich her zu schieben. Aber gerade als Madame so 8-12 Wochen alt war, habe ich auch manchmal die Kinder von Freundinnen angeschaut, die offenbar im KiWa wohnen, immer zufrieden schlafen während die Mamas Kaffee trinken und mich gefragt, warum ich eigentlich immer mit meinem Baby auf dem Arm auf und ab laufen muss, anstatt mich dazu zu setzen.... Aber: ich bin froh, dass ich kein KiWa Kind hatte, sonst wäre die ganze schöne Welt des Tragens an mir vorüber gegangen. Aber, um auf deine Ausgangsfrage zurück zu kommen: KiWa dann und wann finde ich praktisch. Aktiv daran gewöhnen würde ich nicht, irgendwann klappt es plötzlich, zumindest bei uns. Liebe Grüße!

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Donnerkind
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von Donnerkind »

lore hat geschrieben: Dabei hab ich mir kurz gedacht, dass ich vielleicht auch neidisch auf so viel Gelassenheit bin. Andere Mamas nehmen sich viel mehr Freiheiten und drehen deshalb freilich zu Hause auch nicht so am Rad. Ich hingegen trage und "schütze" mein Baby ständig vor zu vielen Reizen, mache noch dazu windelfrei und hocke eben die meiste Zeit zu Hause. Will alles richtig machen, hab aber das Gefühl dass ich es mir dabei schwerer mache als nötig.

Wozu jetzt aber das ganze Geschreibe? Es würde mich mal interessieren aus welchem Grund ihr vor allem die kleinsten getragen habt und ob der Kinderwagen einen regelmäßige / gelegentliche oder eben keine Alternative für euch war. Tragt ihr aus Überzeugung oder weil es einfach kuschliger ist oder praktischer? Und kennt ihr das Gefühl, es euch manchmal unnötig schwerer zu machen obwohl ihr genau wisst dass ihr nicht anders könnt?

Für mich ist der Kinderwagen derzeit irgendwie keine Option, die kleine wirkt darin so verloren und unglücklich. Aber das wäre vielleicht anders, wenn ich mich nicht so aufs richtigmachen verkrampfen würde.
Hallo Lore,

Du sprichst mir teilweise richtig aus der Seele! Ganz genau dieselben Gedanken habe ich auch immer wieder: könnte ich es nicht viel einfacher haben? Ist es wirklich so schlimm, wenn ich mehr auf meine Bedürfnisse höre?
Bisher bin ich immer zu dem Ergebnis gekommen, dass es gut so ist, wie ich die Dinge handhabe. Auch wenn ich dabei viel zurückstecken muss. Die Ansichten anderer Mütter akzeptiere ich meistens, muss sie aber nicht toll finden. Z.B. wenn ein Minibaby immer im trendigen Kinderwagen geschoben wird mit einem ganz dicken Kissen als Decke, so dass es irgendwie kaum noch eine Chance hat, seine Mama zu sehen. Das tut mir in der Seele weh. Vor allem, wenn das Kind dabei nicht glücklich ist, aber einfach mal weitergeschoben wird.
Unser Jüngster war die ersten Monate selten im Kinderwagen. Ungefähr ein Mal in der Woche, damit er das Geschobenwerden nicht völlig vergisst. Aber er hatte damit keine Probleme. Hab dann halt immer Situationen gewählt, wo ich wusste, dass er es okay finden würde. Aber es fühlte sich für mich nicht gut an, so ein kleines Baby so weit weg von mir zu haben. Mittlerweile ist er 22 Monate alt, nimmt Reißaus, wenn ich mit der Tragehilfe ankomme, und sitzt total gerne im Buggy.
Wo ich es aktuell bestimmt einfacher haben, es aber mit meinem Muttergefühl nicht vereinbaren könnte, ist das Thema Schlafen: das Kind musste noch nie in seinem Leben alleine einschlafen. Einige wenige Male hat das mein Mann bisher übernommen, aber grundsätzlich bin ich dafür zuständig. Und immer mit Stillen. Das schränkt natürlich schon sehr ein, aber ich weiß, dass auch diese Zeit eines Tages vorbei sein wird. Deswegen forciere ich da nichts, verstehe aber, wenn andere Mütter sagen, dass sie sich den "Stress" nicht antun.
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
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Sakura
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von Sakura »

Hi Lore,

meine Kinder wollten mit 8 Wochen KUCKEN. Wie verhält sich denn Dein Kind, wenn Du es in der Wohnung trägst? Will es da nach dem Aufwachen auch raus?

Kann Dein Kind aus der Jacke raus kucken? Kannst du die Tragejacke soweit öffnen, dass Kind KUCKEN kann? Und der Winter ist zum Glück ja nicht so kalt, kannst Du irgendwas an Eurer Kleidung drehen? Zb. Du lässt Deine Jacke geöffnet, oder so dass nur die Füße des Kindes unter Deiner Jacke sind, und dem Kind dafür mehr Anziehen? Dann behindert deine Jacke nicht seine Sicht.

Schwitzt Dein Kind wirklich, wenn Du ihm unter der Jacke mehr anziehst?

Oder ist das Windelfrei eher der Auslöser? Kann es sein, dass Dein Kind nach dem Aufwachen mal muss und Dir das anzeigt? Kannst Du Deinen Spazierweg so planen und das Kind so kleiden, dass Du es unterwegs nach dem Aufwachen easy abhalten kannst? Es gibt sogar Wolloveralls mit Schlitz bzw. Nähanleitungen dazu, wie man das Kind mit Wolloverall abhalten kann. Oder zweiteilig? Oben warme Jacke, unten warme Hose, Hose runter, Abhalten, Hose wieder hoch?
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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Sakura
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von Sakura »

PS: so praktisch war der KiWa für das Kind Deiner Bekannten auch nicht, oder? Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass Du Dein Kind da drinnen schreien lassen würdest??? Und im KiWa besteht das gleiche Problem bezüglich KUCKEN und evtl. Abhalten bei Euch. Du kannst Dir ja mal nen KiWa ausleihen und es versuchen, aber wenn Dein Kind nach dem Aufwachen aus dem Tuch will, kann ich mir schwer vorstellen, dass es nach dem Aufwachen friedlich im KiWa liegen bleibt, wo es NICHTS sieht und auch niemanden spürt und keinen Kontakt mit Mama hat.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Kattirina
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von Kattirina »

Mein Baby hat KiWa von Anfang an gehasst, immer geweint, ich hab den praktisch nie benutzt und bald verkauft. Es wollte definitiv NIE auf dem Rücken liegen. Auch ein paar Minuten Weinen/Schreien/Verzweifeln, bevor das Baby im Wagen einschläft, hätte ich nicht übers Herz gebracht.

Ich trage mein Kind immer noch ausschließlich, obwohl es, seit es ca. 3 Jahre alt ist, ganz gern in den KiWa geht, den ich dann für Oma/Patentante usw. nochmal angeschafft habe. Ich finde es toll, dass mein Kind beim Tragen auf meiner Augen- und Ohrhöhe ist. So können wir uns die ganze Zeit super unterhalten. Mit KiWa ist mir der Mutter-Kind-Abstand z.B. an einer befahrenen Straße schon zu groß, von der AKustik her, um gut im Gespräch zu bleiben - und da denke ich an einen rückwärtsgewandten Sitz.

Ich verstehe total was Du meinst, diese entspannten Mütter, die man Kaffee trinken sieht, während das Kind scheinbar friedlich und scheinbar stundenlang im Wagen schläft. Da kann man wirklich neidisch sein. Aber bei vielen dieser Mütter ist das doch bestimmt auch nur eine Momentaufnahme. Oft genug sehe ich Mütter, die den leeren KiWa gestresst mit einer Hand bugsieren, weil sie ihr Kind letztendlich doch auf dem andern Arm tragen müssen. Das ist bestimmt so ziemlich die unpraktischste Fortbewegungsart auf zwei Beinen, die es gibt. Auch sonst, für mich, fand ich KiWa immer furchtbar sperrig und unpraktisch. Überall immer erst schauen müssen, wo der FAhrstuhl ist, statt mit Tragekind einfach ganz normal überall hoch- und reinzukommen. Stress pur in den öffentlichen Verkehrsmitteln. In der Natur auf einigermaßen feste Wege angewiesen zu sein. Ins Café reindrängeln und Parklücken zwischen Tischen suchen oder draußen lassen und befürchten, dass der Wagen geklaut oder nass geregnet wird, usw. usf.

Mal ganz davon abgesehen, dass mir die Kinder einfach soooo leid tun, wenn sie da weinend im Wagen liegen und es steckt höchstens mal kurz jemand den Kopf rein um sicherzustellen dass es "nur die Windel" ist, oder um kurz "beruhigend" zu zischen und dann wieder zu verschwinden. Aber klar, wenn man mit KiWa unterwegs ist, ist es eben extrem unpraktisch, das Kind dann rauszunehmen und den Wagen weiterschieben zu müssen. Aus dieser Logik heraus kann ich mir schon vorstellen, dass viele, auch sonst sehr zugewandte Eltern dann womöglich denken: Ach, die paar Minuten schaffen wir jetzt schon noch, lieber Augen zu und durch, statt jetzt hier ein Riesengewusel zu veranstalten.

Und davon abgesehen fand und finde ich das Tragen soooo schön!

Ich finde den Vorschlag aber gut, das mit dem KiWa mal auszuprobieren, wer weiß, vielleicht funktioniert es ja für Euch überraschenderweise ganz leicht. Aber wie hier schon jemand schrieb, ich würde auch kein aktives "Kind-dran-gewöhnen" veranstalten. Bloß nicht gegen irgendjemandes Willen irgendein Programm durchziehen, auch nicht in der Hoffnung, dass es danach besser wird. Die Art von Anspannung kannst Du jetzt erst recht nicht gebrauchen!

Ich verstehe total, dass dieser kurze Schlafrhythmus Dich total nervt, und Du gerne wieder mehr Freiheiten hättest, und mehr rausgehen würdest. Aber das wird sich wahrscheinlich auch alles soooo schnell wieder ändern! Keine dieser Trage-/Schlaf-/Guck-Rhythmus-Phasen hat hier mehr als ein paar Wochen am Stück angehalten.
Kattirina mit Sommersohn 2011
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romina
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von romina »

Hi!
Kannst du dein Kind nicht wärmer anziehen statt unter die Jacke zu nehmen? Dann könntest du sie raus nehmen. -war so mein erster Gedanke.

Ich hatte anfangs kein gutes Gefühl mit dem KiWa. Das war mir zu weit weg. Und lange Zeit wäre es auch nicht gegangen da die Maus sonst geheult hätte. Sie wollte eben ganz nah bei mir sein. Tuch fand sie aber ganz lange doof! Anfangs schlief sie noch ein aber irgendwann fand sie es eher doof. Das enge eingeschnürte glaub ich. Jedenfalls wurde es erst besser als sie in die trage kam. Da hörte das auf und die Maus würde mittlerweile gern stundenlang in der trage verbringen [emoji12]bei uns war es also eine Zeit ähnlich wie bei euch [emoji6]
Im Nachhinein hätte ich mir Damals eine mei tai zulegen sollen die schon für kleine babys geht. statt nur Tuch und sling. Dann hätte sie vorher schon in eine trage gekonnt. Ihr wäre es aber am liebsten gewesen ich hätte sie immer zu auf dem Arm rumgeschleppt. Aber das ging nicht da ja zu schwer!

Ich hab ne sehr schwere und große Tochter. Deshalb nutze ich auch gern buggy und zuvor auch KiWa. Aber das ging für mich erst als sie größer war. Also ein paar Monate alt (5 Monate glaub ich)
TH hab ich aber immer noch dabei. Kommt immer der Punkt wo sie getragen werden möchte sind wir länger unterwegs. [emoji6]
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Ainoha
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von Ainoha »

Also ich habe nur Tücher und jetzt nen Mei Tai. Und finde die super praktisch und Kinderwagen eigentlich euch eher unpraktisch. Allerdings sind hier die Bürgersteige auch ziemlich schlimm. Und ich konnte immer problemlos mit dem Kleinen raus. Ich denke, da solltest du auch nach einem Lösungsansatz suchen. Woran liegt es, dass deine Kleine nach dem Aufwachen sofort raus will? Und wie kannst du ihr das ermöglichen? Hast du schon mal probiert, sie kurz rauszunehmen und nach einer Weile wieder einzubinden? Wenn das klappt, wäre es ja auch ne Lösung. Wenn du sie nicht dicker anziehen willst, kannst du vielleicht ja eine dicke Jacke für sie mitnehmen, die du ihr kurz überziehst.

Was könntest du denn sonst noch so machen, damit du nicht zu Hause sitzt und dir die Decke auf den Kopf fällt? Gibt es andere Mütter oder Freunde, die du vielleicht besuchen könntest?

Eigentlich versuch ich alles immer so zu machen, dass es nicht unnötig schwerer, sondern eher leichter für mich wird. Dazu gehört für mich Tragen, Familienbett, zum einschlafen und nachts stillen (und natürlich sowieso nach Bedarf), windelfrei, etc. Aber ich kenne mich auch und weiß genau, dass ein weinendes Baby, um dass ich mich nicht kümmere für mich ganz besonders schwer wäre.

PS: Aber natürlich fällt mir auch manchmal die Decke auf den Kopf, ich mag nicht mehr, bin erschüpft, will dass alles anders ist, etc. Klingt ja so perfekt, wie ich es geschrieben habe. :lol:
Liebe Grüße von mir und dem Kolibri (04/14)...
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RosaLia
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von RosaLia »

Es kommt auch auf die Gegebenheiten an. Ich bin erst bei Kind zwei zum Tragen gekommen und da aus bestimmten Gründen auch weniger als geplant.

Jetzt kommt es darauf an, mit wie vielen Kindern ich wo hin muss, ob ich trage und/oder den Kinderwagen nehme.

Mit dem Bus zum Arzt wird der Kleine getragen und der Mittlere geschoben, damit wir pünktlich sind. Beim Arzt wird der Kleine in die Karre verfrachtet und bleibt da, den Rückweg läuft der Mittlere. Es sei denn, wir müssen die Große pünktlich vom Kindergarten abholen.
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Pupu
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Re: Kinderwagen – eine praktische Alternative oder nicht?

Beitrag von Pupu »

Punkt 1: Windelfrei. Bei einem windelfreien Baby würde ich immer zuerst davon ausgehen, dass es Pipi muss, wenn es im Tuch aufwacht und anfängt, sich zu wehren.

Punkt 2: Du schreibst, Baby wacht auf, weil es merkt, dass ihr woanders seid. Ist Baby denn wach, wenn ihr aus dem Haus geht? Oder schläft es und wacht dann davon auf, dass es plötzlich zugig an den Wangen ist und andere Geräusche sind?

Ich glaube, ich würde folgendes versuchen: Baby wach in warme Wollsachen kleiden, dann einbinden, Jacke drüber und raus. So, dass Baby noch wach ist, wenn du losgehst, es gucken kann, merkt, dass was anders ist etc... Wenn es quengelig wird, rausnehmen und kurz abhalten (daher auch die wärmeren Sachen, damit es dabei nicht friert) und dann wieder einbinden und weitergehen. Im Zweifelsfall da entlanggehen, wo man notfalls reingehen kann (z.B. in ein Café oder ähnliches), oder einfach erstmal in Zuhausenähe herumspazieren, zum Üben. Das wird alles :)
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