Wie schon mein Betreff verrät, kämpfe ich mit Stillproblemen. Meine Tochter (1. Kind) kam Ende November gesund und (leider) per Kaiserschnitt auf die Welt. Dass ich stillen möchte, stand für mich immer schon fest. Allerdings war mir nicht bewusst, welche Herausforderung eine scheinbar so natürliche Sache werden darstellen kann! Jetzt so im Nachhinein betrachtet habe ich mich während der Schwangerschaft auch viel zu wenig mit dem Thema Stillen auseinandergesetzt.
Ich bin hier, um noch einen -vielleicht- letzten Versuch zu starten, das Ruder doch noch umzukehren, mit weniger Zufüttern auszukommen, meine Milchmenge zu steigern und aus der Zufütter-Abwärtsspirale auszubrechen..falls es nicht eh schon zu spät ist...
Kurz zu unserer Geschichte:
Meine Tochter ist nun 6 Wochen alt. Nach der Geburt waren wir eine ganze Woche im Krankenhaus, wo bereits mit dem Zufüttern begonnen wurde, da sie an meiner Brust nicht satt zu werden schien. Der Milcheinschuss kam am 3. Tag. Beim Anlegen hat sie gut angedockt, hat dann aber immer sehr langsam getrunken und ist dabei meistens eingeschlafen. Da sie stetig an Gewicht verloren hat, habe ich dann auch schon selbst beim Krankenhauspersonal nach einer Flasche gefragt - einfach aus Angst, mein Kind mit meiner Milch nicht satt machen zu können. Wegen ihrer Gewichtsabnahme hat man mir im KH auch Druck gemacht - ständig wurden "Trinkwiegekontrollen" (wiegen vor und nach dem stillen) gemacht. Dass sie aufgrund eines verkürzten Zungenbändchens nicht gut saugen konnte, hat eine Krankenschwester zufällig am 4. Tag festgestellt, welches am 6. Tag dann auch durchtrennt wurde. Bei der Entlassung wurde mir nahe gelegt noch zu bleiben, da die Gewichtsabnahme beobachtet werden solle, was ich abgelehnt habe. Ich wollte einfach endlich nach Hause. Zur Gewichtsabnahme: meine Nachsorgehebamme war über das Vorgehen des KH ziemlich überrascht, da meine Tochter nicht einmal die 10% Marke überschritten hatte. Sie kam mit 3700 Gramm auf die Welt und wurde mit 3420 Gramm entlassen.
Was mir aber blieb und sich stark in mir verankerte war: mein Kind NIMMT AB, ich kann es NICHT sattstillen und ich MUSS zufüttern.
Dass meine Milch höchstwahrscheinlich ausgereicht hätte (jetzt nicht mehr, da ich ja schon so viel zufüttere) wird mir erst jetzt klar.
Die jetzige Situation:
Ich füttere-wie gesagt-von Beginn an zu. Jetzt reicht meine Milchmenge auch nicht mehr und das Zufüttern ist tatsächlich notwendig. Bis gestern musste ich ihr noch nicht bei jeder Stillmahlzeit PRE Nahrung geben. Vor allem in der Früh hatte ich immer genug Milch, stillte sie gegen 6.00 und sie war für die nächsten 2h zufrieden. In der Nacht wurde die Brust immer prallvoll, weil sie sich in der Nacht meistens nicht meldet (letzte Stillmahlzeit + PRE-Gabe um ca. Mitternacht). Heute Nacht allerdings ist das erstmals nicht passiert und ich konnte sie heute morgen erstmals nicht sattstillen, was mich eigentlich auch dazu bewogen hat, mich hier zu melden. Irgendwie ließ das meine Alarmglocken läuten...das morgendliche Stillen hat bisher immer gut geklappt und nun nicht einmal das!
Hinzu kommt, dass sie meine Brust nicht mehr immer annehmen will. Sie nimmt sie gerne dann, wenn sie prall/voll ist, verweigert sie nun aber immer öfter, selbst wenn noch gut Milch drin wäre.
Stillmahlzeiten:
Einen richtig schönen Rhythmus haben wir nicht. Aber gesamt kommen wir auf ca. 8 Mahlzeiten, wobei ich nach fast jeder zufüttern muss. Besonders viel PRE trinkt sie am Abend. Am Nachmittag reicht manchmal das Stillen. In der Früh reichte es bisher auch, scheint sich nun aber auch geändert zu haben.
Zufüttermenge:
Bevor ich mit der Flasche zufüttere, versuche ich sie immer zu stillen (was nicht immer klappt) und gebe ihr dann Aptamil PRE. Ich versuche immer, zunächst etwas weniger anzubieten und gebe ihr dann noch mehr, wenn sie noch schreit oder ich den Eindruck habe, dass sie hungrig ist. Im Schnitt sind es so um die 450ml am Tag.
Zu Beginn, also in den ersten 3-4 Wochen, habe ich auch noch sehr oft MuMi abgepumpt, mache das in der Zwischenzeit aber immer seltener.
Ausscheidung:
Pipiwindeln hat sie um die 7-8, Stuhl jeden 2.Tag
Besonderheiten Mama/Kind:
Ich habe eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und nehme täglich 25Mikrogramm L-Tyroxin, wobei meine Werte bei der Nachuntersuchung neu erhoben werden müssen. Mein Eisenwert war bei der Entlassung niedrig, weshalb mir Eisentabletten verschrieben wurden, die ich aber nicht regelmäßig einnehme.
Meine Tochter hatte bis Tag 6 ein verkürztes Zungenbändchen.
Künstliche Sauger:
Flasche, Schnuller, manchmal Stillhütchen
Sonstiges:
Ich habe mir ein Brusternährungsset bestellt - sozusagen als letzten Rettungsanker, um meine Milchmenge noch zu steigern und eventuell von der Flasche wegzukommen.
Gestern habe ich es zum ersten Mal getestet und es hat auch funktioniert, ist in der Handhabung halt seeehr aufwendig und mit diesen dünnen Schläuchen und einem wild herumfuchtelnden, aufgeregten Baby eine Nervenprobe. Was mich stutzig macht: kann meine erstmalige Anwendung des BES gestern Abend mit der nicht mehr prallen Brust heute Nacht in irgendeiner Verbindung stehen..? Oder ist das einfach nur Zufall...
Ich möchte einfach meine Milchmenge steigern und noch nicht abstillen! Da sie aber immer öfter die Brust verweigert und sich nach ein paar Zügen schreiend abwendet (obwohl Milch drin wäre- das sehe ich am Stillhütchen oder an ein paar Tropfen, die aus ihren Mundwinkeln kommen), wird die Milchmenge immer weniger und weniger, bis dann irgendwann mal gar nichts mehr da ist...und so habe ich mir das alles nicht gewünscht
Ich würde mich sehr, sehr über Rat und Unterstützung freuen!
Lieben Gruß und Danke!