Meine Tochter wurde am 07.09.14 per Kaiserschnitt geboren, da ich an einer schweren Präeklampsie litt.
Der errechnete Geburtstermin wäre der 21.10 gewesen.
Trotz der Frühgeburt ging es E. sehr gut. Sie musste nicht beatmet werden, bekam keine Magensonde und hatte auch so keine Auffälligkeiten.
Leider war es nicht möglich sie direkt anzulegen, aber ich habe fleißig abgepumpt. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass die Station meine Milch mit irgendeinem Pulver auffüllt, obwohl meine Milch von der Menge gereicht hätte.
Am 1. Lebenstag auf der Intensivstation wurde sie mit einem Becher gefüttert.
Ab dem 2. Lebenstag wurde sie auf eine andere Station verlegt und bekam dort die Flasche (mit NUK-Sauger).
Am 3. Tag starten wir den ersten Stillversuch, was noch nicht recht klappte.
Am 5. Tag hatte ich sie endlich bei mir auf dem Zimmer und hab sie heimlich mittels finger feeding gefüttert.
Insgesamt hat sie extrem viel geschlafen und hatte eine recht ausgeprägte Gelbsucht.
Aus dem KH weiß ich nicht die genauen Gewichtsangaben (auch leider nicht da niedrigste Gewicht), aber mir wurde mehrmals tägl. gesagt, dass sie zu wenig wiegt.
(Das Gewichtsdaten schreibe ich weiter unten nochmal gesammelt auf)
Am 16.9 werden wir endlich entlassen. Es dauerte so lange, weil die Gewichtsentwicklung so schlecht war.
In den anschließenden Wochen übten wir immer weiter das Stillen und machten kleine Fortschritte. Pre-Nahrung mussten wir aber nie zufüttern. Sie bekam immer abgepumpte Muttermilch.
Wann wir nicht mehr zufüttern mussten, kann ich leider nicht mehr sagen. Vermutlich war das 2-3 Wochen nach der Geburt.
Trotzdem hatte sie lange kein richtiges Hungergefühl. Sie schlief einfach. Wir haben sie dann regelmäßig auf Anweisung der Hebamme sanft geweckt und im Halbschlaf gestillt. Das klappt gut. Irgendwann meldete sie sich dann selber.
Milch hatte ich immer reichlich, aber ich hatte oft Schmerzen beim Stillen, da die Burstwarzen (BW) sehr gereizt (knall rot) waren und ich nach dem Stillen Vasospamen hatte. Ab Anfang November kamen ständige Milchstaus dazu. die Vasospasmen verschwanden und auch die BW wurden besser.
An 7 Tagen habe (hatte?) ich nur an 2 Tagen keinen Stau. Ich brauch immer ca. 1 1/2 Tage bis der Stau verschwunden ist. Meist hat sich in der Zeit dann an der anderen Brust einer gebildet oder an der selben Brust an einer anderen Stelle ein neuer. Beliebte Stellen sind oberhalb der Brustwarze am Brustansatz oder unterhalb der Arme am Brustansatz.
Leider wurde beim Kaiserschnitt ein recht großes Stück Plazenta in meiner Gebärmutter vergessen. Entgültig verschwunden ist das erst Anfang Dezember mittels mehrerer Tabletten Cytotec. Ca. eine Woche später waren meine Brüste dann nicht mehr so milcheinschussartig sondern wieder weicher und eher wie in der Schwangerschaft.
In der Regel wollte E. bis vor unseren Schwierigkeiten tagsüber alle 3-4h gestillt werden. Nachts schlief sie zwischen 5-7h durch. Es reichte immer eine Brust pro Mahlzeit und nach 12-20min war sie fertig.
Ich stille komplett nach Bedarf und versuche Hunger früh zu erkennen um Hungergeschrei zu vermeiden.
Nun zum Problem:
Seit circa 1 - 1 1/2 Wochen ist sie beim Trinken sehr unruhig.
Die ersten Minuten trinkt sie schön zügig und ich höre sie gut schlucken.
Nach ca. 7 Minuten wird sie dann unruhig. Im besten Fall lässt sie die BW einfach los um sie direkt wieder in den Mund zu nehmen. Im ungünstigen Fall reißt sie an den BW und kneift den Mund zusammen während sie versucht den Kopf zurückzuwerfen, bewegt den Kopf schnell hin und her und tut mir ordentlich weh. So schnell kann ich sie gar nicht von der Brust lösen. Entsprechende gereizt sind meine BW.
Manchmal bekomme ich sie durch wackeln und ssshhh-Geräusche wieder an die selbe Brust, dann trinkt sie, aber nach kurzer Zeit geht es von vorne los. Mein Eindruck ist, dass in vielen Fällen noch Milch da ist.
Spätestens nach 1h meldet sie sich dann wieder. Hungerzeichen sehe ich aber schon vorher (meitens stille ich sie dann direkt): unruhigerer Schlaf, geballte Fäustchen, Fäustchen Richtung Mund, Schmatzgeräusche und Zunge rein und raus.
Davor hat sie in wachen Phasen fast ununtergebrochen gelächelt und war sehr interessiert. Sie weint zwar jetzt nicht soviel mehr, aber ich finde sie nicht mehr so zufrieden und zugewandt. Dieses Gefühl hab ich seit ca. 2 Wochen.
Wir kommen zwar auf 5-6 Windeln würde ich sagen, aber ich finde sie leichter als früher.
In den letzten 2 Tagen hatte sie 2x grünen Stuhl und es arbeitet mehr in ihr. Sie pupst auch mehr als vorher.
Manchmal überlege ich, ob das Rumgezerre und die Unruhe beim Stillen mit der Verdauung zusammen hängen.
In den letzten 3 Tagen habe ich ihr nachts Milch aus meinen Tiefkühlvorrat gegeben. Das waren jeweils ca. 80ml. Anschließend hat sie noch zwar noch geweint, aber schlief dann 4-5h am Stück.
Ich muss zugeben, dass ich schlechter getrunken habe und auch nicht so ganz gesund esse. Es gibt zwar gesundes Essen, aber ich esse seit der Geburt eher 2 riesige Portionen m Tag als mehrere kleine.
Auf die Trinkmenge achte ich aber seit dem Problem sehr genau.
Im normalen Alltag habe ich keinen Stress. Mein Mann nimmt mir viel ab und findet auch, dass unsere Tochter gerade Vorrang vor einer sauberen Wohnung hat, dennoch habe ich gedanklich viel Stress. Wir ziehen Anfang März in eine andere Stadt, haben noch keine Wohnung, noch nichts gepackt usw. In dieser Stadt kennen wir niemanden aber ich werde dort mein Studium fortführen.
Nach der Entlassung aus dem KH waren wir mit E. beim Osteopathen. Dort wurden nur Kleinigkeiten gemacht, da es ihr scheinbar total gut ging
Ich selber war vor 1 Woche ebenfalls dort und mir wurde gesagt, dass ich im oberen Rippenbereich oberhalb der Brust sehr angespannt bin. Einen Folgetermin habe ich Mitte Januar.
Ich nehme 2x tägl. von den Schüßler Salzen eine heiße 7 zu mir. Außerdem Bryonia c30.
Ich nehme 2x tägl. Lecithin und auf ganz hartnäckige Stellen des Milchstaus streiche ich das Milchbildungsöl von Weleda, was man nur in Apotheken bekommt.
Zur Milchbildung nehme ich seit 2 Tagen in Absprache mit meiner Hebamme Mariendistelkapseln und trinke 2 Tassen Milchbildungstee (von dm).
Meine Brüste fühlen sich heute schwerer an und sind auch größer (fast als hätte es einen weiteren ganz kleinen Milcheinschuss gegeben), aber satt wird sie scheinbar dennoch nicht. Auch das Zerren ist noch da. Heute weint sie an der Brust auch mehr als sonst. Fast so als würde ihr die Milch nicht passen. Aber ich glaube nicht, dass sie sich beruhigen will und die Milch sie stört. In meinen Augen ist sie eindeutig hungrig.
Ich hab mehrere Fragen:
Wie soll ich stillen? Nur 1 Brust geben? Sobald gezappelt wird die andere Brust anbieten oder erst, wenn nur noch alle paar Minuten 2x kurz gesaugt wird?
Kann es sein, dass meine Milch zwar noch mengenmäßig reichen würde, aber sie nicht fettig oder sättigend genug ist?
Verursacht tatsächlich der Milchspendereflex die Veränderung des Fettgehaltes in der Milch? Bisher dachte ich immer, dass irgendwann die durststillende Milch einfach weg ist und dann die sättigende Milch kommt und das Baby dies durch die Trinklänge und den Stillabstand "einstellt".
Macht es Sinn abends eine kleine Menge zu zufüttern? Mir wäre es lieber sie würde komplett von der Brust trinken, aber ich will natürlich nicht, dass sie Hunger leidet.
Das Abpumpen klappt leider auch nicht mehr gut und so viel Milch hab ich nicht mehr im Tiefkühler
Nun noch die Gewichtsdaten:
07.09. 2310g Geburtsgewicht(gewogen im KH)
16.09 2195g Entlassungsgewicht (gewogen im KH)
19.09 2280g
21.09 2380g
23.09 2480g
25.09 2560g
28.09 2660g
01.10 2750g
05.10 2910g
12.10 3260g
19.10 3600g
26.10 3830g
02.11 4060g
16.11 4410g
23.11 4600g
30.11 3720g
07.12 4940g
14.12 5030g
21.12 5060g
Man könnte jetzt sicherlich denken, dass ich ständig völlig panisch nach dem Gewicht meiner Tochter schaue
Ich finde die Entwicklung einfach interessant und stehe auf statistische Erhebungen. Den Messwert vom 14.12 wusste ich aber zB gar nicht, weil mein Mann sie gewogen hat und ab dem 09.12 hatte ich aber den Eindruck, dass die Kleine unzufriedener ist.
Jetzt ist es alles sehr lang geworden