Familienbett und "ins Bett bringen"

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Berenike
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Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von Berenike »

Ich hab die SuFu bemüht, aber es gibt einfach zu viele Treffer zum Familienbett... Falls also irgendwo schon was zum Thema steht, verweist mich bitte gerne!
Mein "Problem" mit dem Familienbett ist, dass ich immer mit ins Bett gehen muss und vor allem auch liegenbleiben muss. Zur Zeit sieht es bei uns so aus:
Irgendwann zwischen 20.00 und 22.00 Uhr wirds Kindchen (8 1/2 Monate alt) müde und dann machen wir es bettfein (Windel, Nachthemd), manchmal tobt es dann noch mal rum. Wenn es eindeutig müde wird, lege ich mich mit ihr hin und einschlafstille, was meist auch recht problemlos klappt. Dauert halt, zwischen 15 Minuten und ner Stunde ungefähr. Dann schläft sie so ca. 2-3, manchmal 4 Stunden am Stück, dann ungefähr im 2-3-Stunden-Rhythmus weiter durch die Nacht. Wenn ich noch mal aufstehe (z.B. Klo, Zähneputzen), wacht sie meistens auf, spätestens nach 10 Minuten alleine im Bett liegen. Sie schläft dann auch nicht wieder von alleine ein, sondern turnt im Bett rum (hab das mal beobachtet), im Zweifel bis zum Rand. Ruft/weint aber auch nicht. An meiner Seite vom Bett steht ein Beistellbett, in dem sie aber nie schläft. Die anderen Seiten vom Bett sind offen.
So, das eine Problem ist, dass ich wirklich gerne mal wieder abends Zeit mit meinem Mann verbringen würde. Das ist aber nicht soo dringend. Schlimmer ist, dass ich jetzt wieder arbeite. Ich kann mir meine Arbeitszeit gut einteilen und auch von zu Hause aus was machen - aber nicht vom Bett aus :roll: Da ich erst mal versuche, nicht länger als 7 Stunden am Stück weg zu sein, häufe ich natürlich reichlich Fehlstunden an. Abgesehen davon schaffe ich auch meine Arbeit nicht in der Zeit. Ich MUSS also abends noch was machen (am Computer) - aber wie? Selbst wenn mein Mann sich mit hinlegt, wird das Kind wach und will stillen. Und so langsam macht es mich auch wahnsinnig, noch 2-3 Stunden wach neben einem schlafenden Kind zu liegen...
Ich würde die Kleine halt gerne ins Bett bringen, dann noch 2 Stunden was arbeiten (oder eben faulenzen) und mich dann wieder zu ihr ins Familienbett legen. Aber wahrscheinlich ist das eine utopische Idealvorstellung - falls wir nicht als Familie in einem Gitterbett schlafen wollen :lol:
Habt ihr irgendwelche Tips für mich?
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
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4tiere
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von 4tiere »

Hach ja, ich erinnere mich. Das war bei uns genauso, ich habe das erste Jahr quasi abends ab 20 Uhr im Bett verbracht. Oft auch noch Dauerstillend. Ich weiß noch, als ich das erste Mal abends nicht im Bett war, war ich ganz nervös und wusste nicht so richtig, was ich tun sollte. Heute ist unsere Maus drei Jahre alt und sie legt sich selbst hin, ich sage Gute Nacht und das war es. Was ich damit sagen will ... Es wird auf jeden Fall besser und irgendwann "musst" du nur noch Einschlafstillen und Irgendwann noch weniger.
Wir haben in der Zeit als es eben noch nicht ging, die Not zur Tugend gemacht. Also unser abendliches Leben spielte sich im Schlafzimmermmer ab. Wir haben beide dort gequatscht, gelesen, Fernseh geguckt, ein Glässchen Wein getrunken oder gesurft. Wenn mein Mann was arbeiten musste, nahm er den Laptop und so konnte er bei uns bleiben. Der Vorteil ist, der so dazu kam, dass unsere Maus quasi überall schlafen kann, sie kennt eine Geräuschkullisse von Anfang an.

Und zum Rumturnen und so fällt mir ein ...
Wir haben unserer Tochter, als sie krabbeln könnte recht fix beigebracht, wie sie aus dem Bett rutschen kann, also rückwärts auf dem Bauch, später hat mein Mann ihr noch eine Treppe gebaut. So bräuchte ich nie Angst haben, wenn ich nicht dabei war, dass sie runterfallen könne. Und bzgl. des Rausfallens also im Schlaf lag auf der Seite meines Mannes das Stillkissen, da könnte sie im Schlaf nicht drüber Rollen. Aber wach könnte sie drüber klettern und dann eben runterrutschen.
Bild-liche Grüße

Natalie
mit drei wundervollen Kindern!
Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
Und das mit der Rechtschreibung lerne ich noch ... ;-)
(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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Berenike
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von Berenike »

Hm, quatschen geht nur im Flüsterton, Fernsehen aufm Laptop ging ne zeitlang, jetzt wach sie davon auch wieder auf. Hab meinem Mann schon vorgeschlagen, so Verteiler-Dinger für Kopfhörer zu kaufen und damit dann zu gucken, aber das findet er "komisch" :roll: leider. Surfen: bin schon viel zu viel im Netz unterwegs, auch aufm Tablet und lesen kann ich auch nicht immer. Mir gehts ja leider vor allem ums Arbeiten, und da muss ich 1. sitzen und 2. tippen.
Eigentlich dachte ich auch, sie kennt Geräusche beim Schlafen aber es klappt immer schlechter, wenns nicht ruhig um sie um ist.
Und zum runterlassen: ich hab sie schon tausend mal umgedreht und bäuchlings vom Sofa rutschen lassen, aber da ist sie wohl einfach noch zu klein für, das kapiert sie nicht. Unser Bett ist zudem noch recht hoch, da muss sie sich schon strecken...
Trotzdem danke fürs Mutmachen! Ab Frühjahr arbeite ich nur noch dreiviertel, dann ist es nicht mehr ganz so dramatisch, aber jetzt muss ich irgendwie zu sehen, dass ich das nächste halbe Jahr rum kriege...
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
DasKruemel
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von DasKruemel »

Wir haben an meiner Seite vom Bett das Gitterbett unserer Tochter stehen, und die eine Gitterseite entfernt. Gegen 20 Uhr bringe ich sie ins Bett. Wenn sie dann beim Einschlafstillen eingeschlafen ist, lege ich sie auf ihre Matratze, oder wir stillen schon im Liegen wenn sie bereits dort liegt. Sobald sie schläft, stehe ich auf und lege 2 Rollen aus unseren beiden Bettdecken übereinander neben sie. Dann gehe ich runter und hab das Babyphone bei mir. Wenn sie anfängt wach zu werden, höre ich das und lege mich nochmal zu ihr. Sie dockt kurz an und schläft weiter. Dann kann ich wieder rausgehen. Es gibt Abende, da muss ich 5 x rein. Andere Abende gar nicht.
LG - DasKruemel mit der kleinen Maus (* 12/2013)

Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft (Elisabeth Stone)
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Astria
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Re: AW: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von Astria »

DasKruemel hat geschrieben:Wir haben an meiner Seite vom Bett das Gitterbett unserer Tochter stehen, und die eine Gitterseite entfernt. Gegen 20 Uhr bringe ich sie ins Bett. Wenn sie dann beim Einschlafstillen eingeschlafen ist, lege ich sie auf ihre Matratze, oder wir stillen schon im Liegen wenn sie bereits dort liegt. Sobald sie schläft, stehe ich auf und lege 2 Rollen aus unseren beiden Bettdecken übereinander neben sie. Dann gehe ich runter und hab das Babyphone bei mir. Wenn sie anfängt wach zu werden, höre ich das und lege mich nochmal zu ihr. Sie dockt kurz an und schläft weiter. Dann kann ich wieder rausgehen. Es gibt Abende, da muss ich 5 x rein. Andere Abende gar nicht.
Hier ganz genauso gewesen.
Haben damit mit etwa acht Monaten gestartet, und bis etwa 15 Monate so gemacht.
Jetzt stille ich abends auf dem Sofa und mein Mann bringt unser Kind dann ins Familienbett.
Mädchen 05/2013
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Berenike
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von Berenike »

Rüberlegen hab ich schon probiert, da wacht sie auf. Außerdem ist das Gitter vom Beistellbett zu niedrig. Das geht ihr nur bis zur Hüfte wenn sie steht. Wenn sie da drüber purzelt, tut's echt richtig weh...

Ich weiß auch nicht... wenn wir das Bett nicht erst vor zwei Jahren gekauft hätten, würde ich es sofort raus schmeißen. Es ist zwar saubequem, aber das nützt ja nix. Wir haben leider auch keinen Platz um es einzulagern. Damals wussten wir noch nix von Familienbett und so.

Was ist denn der sicherste Rausfallschutz, außer einer Zimmerwand?
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Berenike
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von Berenike »

@astria: und wenn euer Kind aufwacht? Bleibt es dann liegen?
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
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Carraluma
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von Carraluma »

Das Rückwärtsrauskrabbeln einfach weiter zeigen. Bei uns hat es mit etwa 9 Monaten dann zuverlässig geklappt, nachdem ich es ihr schon seit sie mit 6 Monaten das Krabbeln angefangen hat, immer gezeigt habe.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
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4tiere
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von 4tiere »

Ja, das würde ich wirklich weiter üben, das klappt schon bald! Unser Bett ist 60cm hoch und unsere Maus hängt noch heute erst in der Luft und Rutsch weiter. Und sonst hat mein Mann eine Treppe gebaut, damit ist sie total selbstständig unterwegs.
Und das mit dem leichten Schlaf ist wirklich blöd. Ich würde es üben. Wie schläft sie denn tagsüber? Vielleicht kannst du da anfangen. Und schläft sie im Tuch? Das war bei uns immer die Lösung, wenn es nicht anders ging. Dann kam sie ins Tuch oder in den LueMai und ich konnte weiter arbeiten. Der zusätzliche Vorteil war, dass sie dabei wieder daran gewöhnt wurde, bei Geräuschen zu schlafen.

Und das mit dem Rausgehen, habe ich auch irgendwann angefangen. Wie DasKruemel schon schrieb, anfangs mussten wir gefühlte 1000 Male reingehen.
Bild-liche Grüße

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Den beiden Großen (19m und 21w Jahre) und die kleine Maus (01.10.2011), die ich immer noch total genieße! Bild
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(Manche andere Fähigkeiten erwerbe ich bestimmt auch noch, über Anregungen bin ich immer dankbar!)
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Berenike
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Re: Familienbett und "ins Bett bringen"

Beitrag von Berenike »

Okay. Dann üben wir weiter. Habt ihr das auf irgendne Art geübt? Wenn sie auf dem Sofa ist und runter will krabbelt sie immer vorwärts auf die Kante zu bis die Arme drüber hängen. Wenn ich sie lasse, tritt sie sich dann noch mal ab und purzelt... Also nehme ich sie dann an der Hüfte und dreh sie auf dem Bauch rum, so dass die Beinchen nach unten auf den Boden kommen und sage: "So rum aussteigen!" oder sowas in der Art.

Beim Tragen schlafen funktioniert manchmal. Allerdings muss ich sie ja dann tragen (also rumlaufen! sitzen ist nicht drin) und kann nicht arbeiten :D Und wenn sie abends müde ist, will sie auch nicht getragen werden, sondern nuckeln...

Ja, sie scheint irgendwie nen ziemlich leichten Schlaf zu haben. In letzter Zeit besonders stark, aber ich kann mich auch nicht erinnern, dass es mal großartig anders war. Ich hab auch schon überlegt, ob sie vielleicht deswegen so schlecht schläft, weil wir sie halt immer mal in der Federwiege schlafen ließen (tagsüber) und erst, wenn sie geweint hat, gekommen sind. Wer weiß wie lange sie da schon wach drin lag und sich allein gefühlt hat, ohne dass wir e sgemerkt haben? Unsere Nächte sind auch immer sehr zerstückelt. Letzte Nacht z.B. war sie um halb neun eingeschlafen, und dann um 11, um 01, 03, 05 und kurz vor 7 wach und wollte nuckeln. Die letzten drei male ist sie sogar schon durchs Bett gekrabbelt und hat sich hingesetzt, ohne dass ich es gemerkt habe.

Tagsüber schläft sie entweder beim Tragen, beim Stillen oder in der Federwiege, aber da passt sie bald nicht mehr rein (ist nur eine kleine). Das ist sehr schade, denn ne zeitlang hat sie da sehr ruhig und lange drin geschlafen und auch keine "Fluchtversuche" unternommen. Jetzt will sie manchmal erst gar nicht rein, oder wacht nach ner halben Stunde wieder auf und weint sofort.

Mir kommt grad eine Idee: ich werde in unserem Schlafzimmer einen kleinen Arbeitsplatz einrichten. Dann kann ich mal langsam das Aufstehen üben und im Zimmer sitzen bleiben. Dann merke ich gleich, wenn sie wach wird. Und sie merkt, dass ich noch da bin bzw. gleich komme. Vielleicht hilft das was.

Danke schon mal für eure Ideen!!! Es tut ja auch echt gut, das einfach mal aufzuschreiben und zu lesen, dass es anderen ähnlich ging. Ich gerate immer ziemlich schnell in Erschöpfung, wenn ich über sowas nachdenke und zweifle vor allem daran, dass wir jemals ein zweites Kind haben könnten... Aber das ist ein anderes Thema.
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
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