Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!
Verfasst: 01.10.2014, 14:54
Hallo,
nun so langsam gerate ich an meine Grenzen und hoffe hier ein paar Anregungen oder Tipps zu bekommen, wie man damit umgehen kann.
Meine Tochter ist 4,5 Monate alt. Sie war recht leicht bisher, stillte aber auch nicht sooft, vom KiA aus aber alles in Ordnung, eben zierlich, aber nicht unterernährt.
Entwicklung zeitgemäß.
Mag sein, dass ich auch von den erste 3 Monaten etwas "verwöhnt" war, weil Hannah da immer fröhlich war, am Lachen und nachts wie ein Stein gepennt hat (7-8 Stunden am Stück), weil sie tagsüber so neugierig in der Weltgeschichte rumgeisterte.
Vor ca. 5 Wochen änderte sich das, sie schlief nicht mehr durch, hatte öfter Hunger. Fand ich toll, sie kam dann so alle 2-3 Stunden und schlief aber immer direkt wieder ein. Wir stillten im Liegen, schliefen beide darüber wieder ein. Machte mir Schlaftechnisch überhaupt nichts aus, diese Unterbrechungen.
Nun so seit 3 Wochen ist es so, dass sie wohl zahnt. Sie weint, ist schlecht gelaunt, man kann sie nicht ablegen, Tragen will sie aber auch nicht, Wiege findet sie doof, alles nervt sie, sie macht sich steif und brüllt. Sie kann nicht schlafen weil sie überdreht ist und ist total müde.
Das EINZIGE was sie akzeptiert ohne in lautes, anhaltendes Gebrüll zu verfallen ist die Brust. Zum Nuckeln. Einmal nuckeln, schon schläft sie. Entferne ich mich nach einiger Zeit, wird sie wach, heult.
Das Ganze hat sich jetzt noch so gesteigert, dass sie, wenn sie endlich eingepennt ist nach ca. 20 min in eine Alptraumphase fällt, in der sie wohl schlecht schläft. Sie verzieht beim Schlafen das Gesicht, keucht, weint und wird mit sirenenartigem Gebrüll wach. Ich kann sie dann durch nichts beruhigen. Will ich sie kuscheln, kratzt sie und wird wütend. Nur hochheben, rumtragen und fröhlich sein, bis sie ganz wach ist hilft. Oder eben wieder: anlegen. Das führt zum dauerstillen bzw. nuckeln. Sie hat es raus, wie sie die Brust als Nuckel mißbrauchen kann, ohne dass was rauskommt.
Nachts ist noch schlimmer. Sie hatte ein Beistellbett (babybay), aus dem sie aber nun rausgewachsen ist (sie ist schon 67 cm).
Nun, da sie keine Probleme mit Schlafen hatte und das so plötzlich anfing, dass sie stündlich wach wurde und schrie wie am Spieß, dachten wir vllt ist es ihr im babybay zu eng. Wir haben also angefangen das Babybett, das es beim Kinderzimmer dazu gab auszuräumen und ne Matratze zu kaufen und einzurichten.
Himmel, Nest und alles was es so gibt.
Tagsüber liebt sie es.
Wir legten sie vor 3 Wochen abends darein schlafen und sie schlief bis 3 Uhr und hat dann nach mir "gerufen", nicht geweint. Ich bin sofort angehuscht (hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, weil ich nicht glauben konnte, dass sie plötzlich wieder schläft) und hab sie geholt und zu uns ins Bett geholt, gestillt, wir haben geschlafen.
3 Tage lang haben wir das so gemacht. Eine halbe Nacht bei ihr im Bett, sobald sie stillen wollte, zu uns.
Das war eine Woche gut so, sie stillte nachts dann ca. alle 3 Stunden und da sie ja ab dem ersten Stillen bei mir lag, im Bett, ging das. Der Papa musste meistens rüber, denn wir haben nur eine große Matratze und zu dritt ist es sehr eng.
Seit 2 Wochen ist es NOCH SCHLIMMER.
Tagsüber wie gesagt, Gebrüll und Wutanfälle, alles ist doof. Nur die Brust ist toll, am liebsten 24 Stunden nuckeln.
Nachts schreit sie im Schlaf ständig auf. Also schläft sie wieder bei mir, Papa ist auf der Couch im Wohnzimmer.
Sie wird alle 30-60 min wach nachts, schreit wie verrückt und ist untröstlich, es sei denn die Brust kommt. JEDE Nacht.
Manchmal trinkt sie, meistens reicht das Gefühl der Brustwarze im Mund um kurz wieder einzuschlafen, irgendwann reich das aber nur noch 20 min und dann wird sie wieder unruhig, streckt sich, macht sich im Schlaf steif usw.
Ich war beim Arzt, der konnte nichts feststellen, redete was von Schub und Zahnen, das könne Monate dauern, ich solle mir jemanden holen, damit ich ab und an mal Schlaf finde.
Ich höre und lese das oft "Geben sie das Kind für ein paar Stunden ab"
In der Theorie nett. In der Praxis habe aber nur ich den Dauernuckel am Start. Auch bei Papa ist sie 20 min fröhlich, dann regt sie sich tags und nachts auf, will an die Brust.
Bei allen anderen ist es noch schlimmer. Am Wochenende steht Papa um 7 Uhr auf, nimmt die fröhliche, frisch gestillte Kleine mit und gerade wenn ich eingeschlafen bin, weckt er mich 40 min später, weil die Kleine schläfrig ist und das Haus zusammenbrüllt, weil sie an der Brust einschlafen will.
Ich KANN definitiv nicht mehr und denke ans Abstillen, einfach damit wer anders sie mal "füttern"/beruhigen" kann.
Und ja in meiner Verzweiflung habe ich vor einer Woche eine Handmilchpumpe besorgt und auch eine Avent naturnah Trinkflasche. Sie spuckt bzw. stößt aber jeden Sauger (auch eine Schnuller von avent habe ich versucht) sofort wieder aus, die abgepumpte Milch läuft ihr an den Seiten runter uns sie verschluckt sich.
Sämtliche Freundinnen von mir, die alle stillen und gleichalte Kinder haben, gehen mal zum Friseur, auf Geburtstage oder ähnliches. Baby trinkt mit fast 5 Monaten nun aus dem Fläschen und Oma oder Mann passen für paar Stunden auf.
Wenn ich sage "meine macht das nicht" gucken die doof. "Wie die kann das nicht?"
Ja is so, meine Tochter findet Sauger gruselig, schreit, wenn sie sie im Mund hat und würgt von ihnen.
"Warum versuchtst du es nicht mit nem Schnuller?"
Davor hat sie Angst und sie würgt davon.
"Noch nie gehört, echt jetzt?"
Ich bin definitiv am Ächzen, übermüdet und weiß NICHT wie das weitergehen soll.
WIESO hasst mein Kind es getragen zu werden, gekuschelt zu werden, von jemand anderem behütet zu werden?
Wieso will sie im Prinzip NUR an die Brust und nicht mal zu MIR als Person.
Wieso hilft kein tröstendes Wort, kein Vorsingen, kein garnichts und WIE zum Teufel soll das denn weitergehen?
Ich habe Bedenken, dass ich irgendwann demnächst einfach umkippe...mir ist dauernd übel vor Schlafmangel...
nun so langsam gerate ich an meine Grenzen und hoffe hier ein paar Anregungen oder Tipps zu bekommen, wie man damit umgehen kann.
Meine Tochter ist 4,5 Monate alt. Sie war recht leicht bisher, stillte aber auch nicht sooft, vom KiA aus aber alles in Ordnung, eben zierlich, aber nicht unterernährt.
Entwicklung zeitgemäß.
Mag sein, dass ich auch von den erste 3 Monaten etwas "verwöhnt" war, weil Hannah da immer fröhlich war, am Lachen und nachts wie ein Stein gepennt hat (7-8 Stunden am Stück), weil sie tagsüber so neugierig in der Weltgeschichte rumgeisterte.
Vor ca. 5 Wochen änderte sich das, sie schlief nicht mehr durch, hatte öfter Hunger. Fand ich toll, sie kam dann so alle 2-3 Stunden und schlief aber immer direkt wieder ein. Wir stillten im Liegen, schliefen beide darüber wieder ein. Machte mir Schlaftechnisch überhaupt nichts aus, diese Unterbrechungen.
Nun so seit 3 Wochen ist es so, dass sie wohl zahnt. Sie weint, ist schlecht gelaunt, man kann sie nicht ablegen, Tragen will sie aber auch nicht, Wiege findet sie doof, alles nervt sie, sie macht sich steif und brüllt. Sie kann nicht schlafen weil sie überdreht ist und ist total müde.
Das EINZIGE was sie akzeptiert ohne in lautes, anhaltendes Gebrüll zu verfallen ist die Brust. Zum Nuckeln. Einmal nuckeln, schon schläft sie. Entferne ich mich nach einiger Zeit, wird sie wach, heult.
Das Ganze hat sich jetzt noch so gesteigert, dass sie, wenn sie endlich eingepennt ist nach ca. 20 min in eine Alptraumphase fällt, in der sie wohl schlecht schläft. Sie verzieht beim Schlafen das Gesicht, keucht, weint und wird mit sirenenartigem Gebrüll wach. Ich kann sie dann durch nichts beruhigen. Will ich sie kuscheln, kratzt sie und wird wütend. Nur hochheben, rumtragen und fröhlich sein, bis sie ganz wach ist hilft. Oder eben wieder: anlegen. Das führt zum dauerstillen bzw. nuckeln. Sie hat es raus, wie sie die Brust als Nuckel mißbrauchen kann, ohne dass was rauskommt.
Nachts ist noch schlimmer. Sie hatte ein Beistellbett (babybay), aus dem sie aber nun rausgewachsen ist (sie ist schon 67 cm).
Nun, da sie keine Probleme mit Schlafen hatte und das so plötzlich anfing, dass sie stündlich wach wurde und schrie wie am Spieß, dachten wir vllt ist es ihr im babybay zu eng. Wir haben also angefangen das Babybett, das es beim Kinderzimmer dazu gab auszuräumen und ne Matratze zu kaufen und einzurichten.
Himmel, Nest und alles was es so gibt.
Tagsüber liebt sie es.
Wir legten sie vor 3 Wochen abends darein schlafen und sie schlief bis 3 Uhr und hat dann nach mir "gerufen", nicht geweint. Ich bin sofort angehuscht (hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, weil ich nicht glauben konnte, dass sie plötzlich wieder schläft) und hab sie geholt und zu uns ins Bett geholt, gestillt, wir haben geschlafen.
3 Tage lang haben wir das so gemacht. Eine halbe Nacht bei ihr im Bett, sobald sie stillen wollte, zu uns.
Das war eine Woche gut so, sie stillte nachts dann ca. alle 3 Stunden und da sie ja ab dem ersten Stillen bei mir lag, im Bett, ging das. Der Papa musste meistens rüber, denn wir haben nur eine große Matratze und zu dritt ist es sehr eng.
Seit 2 Wochen ist es NOCH SCHLIMMER.
Tagsüber wie gesagt, Gebrüll und Wutanfälle, alles ist doof. Nur die Brust ist toll, am liebsten 24 Stunden nuckeln.
Nachts schreit sie im Schlaf ständig auf. Also schläft sie wieder bei mir, Papa ist auf der Couch im Wohnzimmer.
Sie wird alle 30-60 min wach nachts, schreit wie verrückt und ist untröstlich, es sei denn die Brust kommt. JEDE Nacht.
Manchmal trinkt sie, meistens reicht das Gefühl der Brustwarze im Mund um kurz wieder einzuschlafen, irgendwann reich das aber nur noch 20 min und dann wird sie wieder unruhig, streckt sich, macht sich im Schlaf steif usw.
Ich war beim Arzt, der konnte nichts feststellen, redete was von Schub und Zahnen, das könne Monate dauern, ich solle mir jemanden holen, damit ich ab und an mal Schlaf finde.
Ich höre und lese das oft "Geben sie das Kind für ein paar Stunden ab"
In der Theorie nett. In der Praxis habe aber nur ich den Dauernuckel am Start. Auch bei Papa ist sie 20 min fröhlich, dann regt sie sich tags und nachts auf, will an die Brust.
Bei allen anderen ist es noch schlimmer. Am Wochenende steht Papa um 7 Uhr auf, nimmt die fröhliche, frisch gestillte Kleine mit und gerade wenn ich eingeschlafen bin, weckt er mich 40 min später, weil die Kleine schläfrig ist und das Haus zusammenbrüllt, weil sie an der Brust einschlafen will.
Ich KANN definitiv nicht mehr und denke ans Abstillen, einfach damit wer anders sie mal "füttern"/beruhigen" kann.
Und ja in meiner Verzweiflung habe ich vor einer Woche eine Handmilchpumpe besorgt und auch eine Avent naturnah Trinkflasche. Sie spuckt bzw. stößt aber jeden Sauger (auch eine Schnuller von avent habe ich versucht) sofort wieder aus, die abgepumpte Milch läuft ihr an den Seiten runter uns sie verschluckt sich.
Sämtliche Freundinnen von mir, die alle stillen und gleichalte Kinder haben, gehen mal zum Friseur, auf Geburtstage oder ähnliches. Baby trinkt mit fast 5 Monaten nun aus dem Fläschen und Oma oder Mann passen für paar Stunden auf.
Wenn ich sage "meine macht das nicht" gucken die doof. "Wie die kann das nicht?"
Ja is so, meine Tochter findet Sauger gruselig, schreit, wenn sie sie im Mund hat und würgt von ihnen.
"Warum versuchtst du es nicht mit nem Schnuller?"
Davor hat sie Angst und sie würgt davon.
"Noch nie gehört, echt jetzt?"
Ich bin definitiv am Ächzen, übermüdet und weiß NICHT wie das weitergehen soll.
WIESO hasst mein Kind es getragen zu werden, gekuschelt zu werden, von jemand anderem behütet zu werden?
Wieso will sie im Prinzip NUR an die Brust und nicht mal zu MIR als Person.
Wieso hilft kein tröstendes Wort, kein Vorsingen, kein garnichts und WIE zum Teufel soll das denn weitergehen?
Ich habe Bedenken, dass ich irgendwann demnächst einfach umkippe...mir ist dauernd übel vor Schlafmangel...