Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

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DieKleineMausIstAusDemHaus14
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Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von DieKleineMausIstAusDemHaus14 »

Hallo,

nun so langsam gerate ich an meine Grenzen und hoffe hier ein paar Anregungen oder Tipps zu bekommen, wie man damit umgehen kann.
Meine Tochter ist 4,5 Monate alt. Sie war recht leicht bisher, stillte aber auch nicht sooft, vom KiA aus aber alles in Ordnung, eben zierlich, aber nicht unterernährt.
Entwicklung zeitgemäß.
Mag sein, dass ich auch von den erste 3 Monaten etwas "verwöhnt" war, weil Hannah da immer fröhlich war, am Lachen und nachts wie ein Stein gepennt hat (7-8 Stunden am Stück), weil sie tagsüber so neugierig in der Weltgeschichte rumgeisterte.
Vor ca. 5 Wochen änderte sich das, sie schlief nicht mehr durch, hatte öfter Hunger. Fand ich toll, sie kam dann so alle 2-3 Stunden und schlief aber immer direkt wieder ein. Wir stillten im Liegen, schliefen beide darüber wieder ein. Machte mir Schlaftechnisch überhaupt nichts aus, diese Unterbrechungen.
Nun so seit 3 Wochen ist es so, dass sie wohl zahnt. Sie weint, ist schlecht gelaunt, man kann sie nicht ablegen, Tragen will sie aber auch nicht, Wiege findet sie doof, alles nervt sie, sie macht sich steif und brüllt. Sie kann nicht schlafen weil sie überdreht ist und ist total müde.
Das EINZIGE was sie akzeptiert ohne in lautes, anhaltendes Gebrüll zu verfallen ist die Brust. Zum Nuckeln. Einmal nuckeln, schon schläft sie. Entferne ich mich nach einiger Zeit, wird sie wach, heult.
Das Ganze hat sich jetzt noch so gesteigert, dass sie, wenn sie endlich eingepennt ist nach ca. 20 min in eine Alptraumphase fällt, in der sie wohl schlecht schläft. Sie verzieht beim Schlafen das Gesicht, keucht, weint und wird mit sirenenartigem Gebrüll wach. Ich kann sie dann durch nichts beruhigen. Will ich sie kuscheln, kratzt sie und wird wütend. Nur hochheben, rumtragen und fröhlich sein, bis sie ganz wach ist hilft. Oder eben wieder: anlegen. Das führt zum dauerstillen bzw. nuckeln. Sie hat es raus, wie sie die Brust als Nuckel mißbrauchen kann, ohne dass was rauskommt.
Nachts ist noch schlimmer. Sie hatte ein Beistellbett (babybay), aus dem sie aber nun rausgewachsen ist (sie ist schon 67 cm).
Nun, da sie keine Probleme mit Schlafen hatte und das so plötzlich anfing, dass sie stündlich wach wurde und schrie wie am Spieß, dachten wir vllt ist es ihr im babybay zu eng. Wir haben also angefangen das Babybett, das es beim Kinderzimmer dazu gab auszuräumen und ne Matratze zu kaufen und einzurichten.
Himmel, Nest und alles was es so gibt.
Tagsüber liebt sie es.
Wir legten sie vor 3 Wochen abends darein schlafen und sie schlief bis 3 Uhr und hat dann nach mir "gerufen", nicht geweint. Ich bin sofort angehuscht (hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, weil ich nicht glauben konnte, dass sie plötzlich wieder schläft) und hab sie geholt und zu uns ins Bett geholt, gestillt, wir haben geschlafen.
3 Tage lang haben wir das so gemacht. Eine halbe Nacht bei ihr im Bett, sobald sie stillen wollte, zu uns.
Das war eine Woche gut so, sie stillte nachts dann ca. alle 3 Stunden und da sie ja ab dem ersten Stillen bei mir lag, im Bett, ging das. Der Papa musste meistens rüber, denn wir haben nur eine große Matratze und zu dritt ist es sehr eng.
Seit 2 Wochen ist es NOCH SCHLIMMER.
Tagsüber wie gesagt, Gebrüll und Wutanfälle, alles ist doof. Nur die Brust ist toll, am liebsten 24 Stunden nuckeln.
Nachts schreit sie im Schlaf ständig auf. Also schläft sie wieder bei mir, Papa ist auf der Couch im Wohnzimmer.
Sie wird alle 30-60 min wach nachts, schreit wie verrückt und ist untröstlich, es sei denn die Brust kommt. JEDE Nacht.
Manchmal trinkt sie, meistens reicht das Gefühl der Brustwarze im Mund um kurz wieder einzuschlafen, irgendwann reich das aber nur noch 20 min und dann wird sie wieder unruhig, streckt sich, macht sich im Schlaf steif usw.
Ich war beim Arzt, der konnte nichts feststellen, redete was von Schub und Zahnen, das könne Monate dauern, ich solle mir jemanden holen, damit ich ab und an mal Schlaf finde.
Ich höre und lese das oft "Geben sie das Kind für ein paar Stunden ab"
In der Theorie nett. In der Praxis habe aber nur ich den Dauernuckel am Start. Auch bei Papa ist sie 20 min fröhlich, dann regt sie sich tags und nachts auf, will an die Brust.
Bei allen anderen ist es noch schlimmer. Am Wochenende steht Papa um 7 Uhr auf, nimmt die fröhliche, frisch gestillte Kleine mit und gerade wenn ich eingeschlafen bin, weckt er mich 40 min später, weil die Kleine schläfrig ist und das Haus zusammenbrüllt, weil sie an der Brust einschlafen will.
Ich KANN definitiv nicht mehr und denke ans Abstillen, einfach damit wer anders sie mal "füttern"/beruhigen" kann.
Und ja in meiner Verzweiflung habe ich vor einer Woche eine Handmilchpumpe besorgt und auch eine Avent naturnah Trinkflasche. Sie spuckt bzw. stößt aber jeden Sauger (auch eine Schnuller von avent habe ich versucht) sofort wieder aus, die abgepumpte Milch läuft ihr an den Seiten runter uns sie verschluckt sich.
Sämtliche Freundinnen von mir, die alle stillen und gleichalte Kinder haben, gehen mal zum Friseur, auf Geburtstage oder ähnliches. Baby trinkt mit fast 5 Monaten nun aus dem Fläschen und Oma oder Mann passen für paar Stunden auf.
Wenn ich sage "meine macht das nicht" gucken die doof. "Wie die kann das nicht?"
Ja is so, meine Tochter findet Sauger gruselig, schreit, wenn sie sie im Mund hat und würgt von ihnen.
"Warum versuchtst du es nicht mit nem Schnuller?"
Davor hat sie Angst und sie würgt davon.
"Noch nie gehört, echt jetzt?"
Ich bin definitiv am Ächzen, übermüdet und weiß NICHT wie das weitergehen soll.
WIESO hasst mein Kind es getragen zu werden, gekuschelt zu werden, von jemand anderem behütet zu werden?
Wieso will sie im Prinzip NUR an die Brust und nicht mal zu MIR als Person.
Wieso hilft kein tröstendes Wort, kein Vorsingen, kein garnichts und WIE zum Teufel soll das denn weitergehen?
Ich habe Bedenken, dass ich irgendwann demnächst einfach umkippe...mir ist dauernd übel vor Schlafmangel...
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MaareMum
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von MaareMum »

Ich hab keine Lösung für dich aber vielleicht hilft es, zu hören, dass das bei anderen auch so ist.
Mein Große war auch so. Nur Mama und Brust war gut genug. Schnuller, Flasche, Papa - nein Danke. Ich habe auch oft genug Sprüche von anderen Mamas bekommen, die zu Friseur/Theater/... konnten.
Mit Papa half hier zumindest der Pezzi-Ball. Habt ihr das schon mal versucht?
Es wird sich verwachsen. Mehr Trost hab ich leider nicht.

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Gruß, MaareMum
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von chipmunk »

Oh Mensch, das klingt wirklich stressig. Eine von diesen super anstrengenden Phasen. Ich würde mich nicht wundern, wenn es morgen schon wieder besser wird, zumindest war es bei uns immer so. Wenn es so anstrengend war, dass ich dachte (und auch zu meinem Mann meinte), dass das SO nicht mehr weiter geht und wir dringend was ändern müssen, dann wurde es auf einmal wieder besser. (Leider ist das oft auch andersrum, also wenn gerade alles super ist :lol: )
Mir sind spontan paar Sachen durch den Kopf gegangen:
- Was spricht dagegen, sie nachts einfach nuckeln zu lassen? Wir hatten/haben auch immer mal wieder so Phasen, in denen das Kind nachts nur an der Brust hängt. Ich habe mit der Zeit eine recht gemütliche Position gefunden, in der ich ganz gut dabei weiter schlafen kann. Die ersten 4-5 Monate hat er übrigens nur entweder an der Brust, oder auf unserem Bauch liegend geschlafen. Damals war er aber zum Glück nachts auch noch den Papa akzeptiert, das ist momentan leider anders ...
- Hast du mal probiert sie tagsüber nach dem Einschlaf-Nuckeln ins Tragetuch zu packen und sie dort weiterschlafen zu lassen? Vielleicht schläft sie dann ja auch ohne Brust ein bisschen länger? Mein Sohn ist noch bis so vor 2 Monaten (also als er so ein knappes Jahr war) immer nach spätestens 10 Minuten aufgewacht, wenn er tagsüber zum Schlafen irgendwo abgelegt wurde.
- Zum Trinken wenn du nicht da bist könntet ihr doch vielleicht auch mal Bechern oder Löffeln probieren? Wobei das natürlich nicht hilft, wenn nur Nuckeln gefragt ist...
- Hat Papa schon mal versucht sie im Tragetuch zu beruhigen? So klappt es bei meinem Mann eigentlich schon von Anfang an gut (außer abends/nachts). Er musste nur meistens in Bewegung bleiben, sprich, wenn ich weg war musste er immer eine große Runde zügig Spazieren gehen.

Ich drück euch die Daumen, dass die Phase bald wieder rum ist!
mit zwei Jungs (8/2013 und 6/2020)
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tania
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von tania »

hallo kleine maus (ich hab deinen benutzernamen etwas abgekuerzt :-)),

herzlich willkommen im forum.

ja, wie maaremum schon schrieb, es gibt hier im forum viele "solcher" kinder (auch ungestillte). ein paar tips habe ich aber vielleicht fuer dich.
DieKleineMausIstAusDemHaus14 hat geschrieben: Mag sein, dass ich auch von den erste 3 Monaten etwas "verwöhnt" war, weil Hannah da immer fröhlich war, am Lachen und nachts wie ein Stein gepennt hat (7-8 Stunden am Stück), weil sie tagsüber so neugierig in der Weltgeschichte rumgeisterte.
das klingt wirklich traumhaft. es kann aber auch genau umgekehrt sein - dass sie oefter aufwacht, WEIL sie so neugierig ist und so viele eindruecke zu verarbeiten hat.
Vor ca. 5 Wochen änderte sich das, sie schlief nicht mehr durch, hatte öfter Hunger. Fand ich toll, sie kam dann so alle 2-3 Stunden und schlief aber immer direkt wieder ein. Wir stillten im Liegen, schliefen beide darüber wieder ein. Machte mir Schlaftechnisch überhaupt nichts aus, diese Unterbrechungen.
Nun so seit 3 Wochen ist es so, dass sie wohl zahnt. Sie weint, ist schlecht gelaunt, man kann sie nicht ablegen, Tragen will sie aber auch nicht, Wiege findet sie doof, alles nervt sie, sie macht sich steif und brüllt. Sie kann nicht schlafen weil sie überdreht ist und ist total müde.
traegst du sie im tuch? viele kinder wollen die enge im tuch, beruhigen sich nur bei dieser enge.
Das EINZIGE was sie akzeptiert ohne in lautes, anhaltendes Gebrüll zu verfallen ist die Brust. Zum Nuckeln. Einmal nuckeln, schon schläft sie. Entferne ich mich nach einiger Zeit, wird sie wach, heult.
erst einmal: toll, dass sie sich an der brust beruhigt. bei meinen kindern war es in dem alter beide male so.
Das Ganze hat sich jetzt noch so gesteigert, dass sie, wenn sie endlich eingepennt ist nach ca. 20 min in eine Alptraumphase fällt, in der sie wohl schlecht schläft. Sie verzieht beim Schlafen das Gesicht, keucht, weint und wird mit sirenenartigem Gebrüll wach. Ich kann sie dann durch nichts beruhigen. Will ich sie kuscheln, kratzt sie und wird wütend. Nur hochheben, rumtragen und fröhlich sein, bis sie ganz wach ist hilft. Oder eben wieder: anlegen.
auch hier wieder: toll, zwei moeglichkeiten. es gibt auch kinder, die sich nicht beruhigen lassen. aber natuerlich ist es furchtbar anstrengend, nachts immer raus zu muessen. mein mann und ich hatten es so aufgeteilt, dass er trug und ich stillte. meine soehne waren bei meinem mann uebrigens nur im tuch zu beruhigen!
Das führt zum dauerstillen bzw. nuckeln. Sie hat es raus, wie sie die Brust als Nuckel mißbrauchen kann, ohne dass was rauskommt.
das ist eine der vielen funktionen der brust, das beruhigungsnuckeln.
Das war eine Woche gut so, sie stillte nachts dann ca. alle 3 Stunden und da sie ja ab dem ersten Stillen bei mir lag, im Bett, ging das. Der Papa musste meistens rüber, denn wir haben nur eine große Matratze und zu dritt ist es sehr eng.
Seit 2 Wochen ist es NOCH SCHLIMMER.
Tagsüber wie gesagt, Gebrüll und Wutanfälle, alles ist doof. Nur die Brust ist toll, am liebsten 24 Stunden nuckeln.
Nachts schreit sie im Schlaf ständig auf. Also schläft sie wieder bei mir, Papa ist auf der Couch im Wohnzimmer.
vielleicht koenntet ihr das kinderbett mit der offenen seite an euer bett stellen? dann koennte auch dein partner wieder bei euch schlafen.
Sie wird alle 30-60 min wach nachts, schreit wie verrückt und ist untröstlich, es sei denn die Brust kommt. JEDE Nacht.
oh nein ihr armen, auch deine arme kleine tochter! da hat sie gerade eine menge zu verarbeiten! es klingt aber wirklich nach einer typischen phase, etwas, was sie bald ueberwunden haben wird. und dann kommt was neues. das muss nicht heissen, dass sie wieder so traumhaft wie als kleines baby schlaeft ;-) - aber anders. es ist uebrigens gar nicht so selten, dass gut schlafende babys, wenn sie aelter werden wieder oefter aufwachen. mein grosser hat super geschlafen bis er sechs monate alt war, mehrere stunden am stueck und dann wachte er acht wochen lang halbstuendlich auf - AAARGH.
Manchmal trinkt sie, meistens reicht das Gefühl der Brustwarze im Mund um kurz wieder einzuschlafen, irgendwann reich das aber nur noch 20 min und dann wird sie wieder unruhig, streckt sich, macht sich im Schlaf steif usw.
Ich war beim Arzt, der konnte nichts feststellen, redete was von Schub und Zahnen, das könne Monate dauern, ich solle mir jemanden holen, damit ich ab und an mal Schlaf finde.
oder wenige wochen.
Ich höre und lese das oft "Geben sie das Kind für ein paar Stunden ab"
In der Theorie nett. In der Praxis habe aber nur ich den Dauernuckel am Start. Auch bei Papa ist sie 20 min fröhlich, dann regt sie sich tags und nachts auf, will an die Brust.
traegt er sie im tuch? in anstrengenden phasen ist mein partner mit seinem sohn im tuch rausgegangen. so waren anderthalb bis zwei stunden problemlos drin und ich konnte schlafen. blieben sie zu hause oder trug er nicht im tuch ging das nicht bei uns.
Bei allen anderen ist es noch schlimmer. Am Wochenende steht Papa um 7 Uhr auf, nimmt die fröhliche, frisch gestillte Kleine mit und gerade wenn ich eingeschlafen bin, weckt er mich 40 min später, weil die Kleine schläfrig ist und das Haus zusammenbrüllt, weil sie an der Brust einschlafen will.
ja, das war bei uns morgens auch so.
Ich KANN definitiv nicht mehr und denke ans Abstillen, einfach damit wer anders sie mal "füttern"/beruhigen" kann.
es ist nicht gesagt, dass das stillen hier ursaechlich ist! ich halte es fuer viel wahrscheinlicher, dass es nichts grundlegendes an eurer situation aendert (nur dass flaeschchen zubereiten, vor allem nachts, anstrengender ist als stillen). du sagst ja selber, dass es deinem kind oft eben nicht um die milch geht - da hilft dann auch die flasche nicht. und schnuller ist viiiiiel weniger effektiv als die brust. viele weinende kinder spucken den schnuller einfach aus..
Und ja in meiner Verzweiflung habe ich vor einer Woche eine Handmilchpumpe besorgt und auch eine Avent naturnah Trinkflasche. Sie spuckt bzw. stößt aber jeden Sauger (auch eine Schnuller von avent habe ich versucht) sofort wieder aus, die abgepumpte Milch läuft ihr an den Seiten runter uns sie verschluckt sich.
auch die naturnah trinkflasche ist grundsaetzlich anders als die brust und kann eine saugverwirrung ausloesen.
Sämtliche Freundinnen von mir, die alle stillen und gleichalte Kinder haben, gehen mal zum Friseur, auf Geburtstage oder ähnliches. Baby trinkt mit fast 5 Monaten nun aus dem Fläschen und Oma oder Mann passen für paar Stunden auf.
Wenn ich sage "meine macht das nicht" gucken die doof. "Wie die kann das nicht?"
Ja is so, meine Tochter findet Sauger gruselig, schreit, wenn sie sie im Mund hat und würgt von ihnen.
"Warum versuchtst du es nicht mit nem Schnuller?"
Davor hat sie Angst und sie würgt davon.
"Noch nie gehört, echt jetzt?"
Ich bin definitiv am Ächzen, übermüdet und weiß NICHT wie das weitergehen soll.
da findest du definitv einige hier im forum denen es aehnlich geht. und viele die schreiben, dass der papa eben sehr wohl ran kann - wenn er traegt.

und: es stimmt nicht immer alles was erzaehlt wird. die kinder deiner freundinnen weinen vielleicht, wenn sie von oma oder papa behuetet werden. ich kenne einige omas, die denken das weinen zu babys dazugehoert und es den muettern nicht erzaehlen. oder muetter, die halt auch ihr weinendes baby beim papa lassen.
WIESO hasst mein Kind es getragen zu werden, gekuschelt zu werden, von jemand anderem behütet zu werden?
Wieso will sie im Prinzip NUR an die Brust und nicht mal zu MIR als Person.
Wieso hilft kein tröstendes Wort, kein Vorsingen, kein garnichts und WIE zum Teufel soll das denn weitergehen?
es wird sich immer aendern. und die brust befriedigt alle sinne gleichzeitig. denn sie ist ja nah an dir dran, sie hoert deinen herzschlag, spuert deine haut, deinen atmenden bauch, riecht dich, schmeckt die milch, sieht dein gesicht usw usf. das ist nicht "nur" brust, das ist das gesamtpaket mama. aber ja, ich kannte das gefuehl, dass ich manchmal fast eifersuechtig war auf meine brust.
Ich habe Bedenken, dass ich irgendwann demnächst einfach umkippe...mir ist dauernd übel vor Schlafmangel...
ich hatte fuer mich die regel, dass ich mich ausruhe, wenn das baby schlaeft. also nicht schnell nen topf sauber machen oder kurz das bad wischen, sondern fuesse hoch oder vielleicht sogar selber schlafen. und versucht wege zu finden, dass dein partner euer kind tagsueber anderthalb stunden nehmen kann.
tania mit sohn *09 und sohn *12
Tomma
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von Tomma »

Habt ihr schonmal eine Federwiege ausprobiert? Die hat uns beim Großen in exakt so einer Phase gerettet - man musste zwar dauerschaukeln (zum Teil auch recht heftig :oops: ) aber das kann ja auch Papa. Bei nonomo kann man sich glaub ich erstmal für einige Wochen eine ausleihen und schauen, ob Baby das mag.
Halte durch, es ist bestimmt nur eine Phase - und v.a. Heißt das NICHT, dass ihr etwas falsch macht oder du gar eine schlechte Mutter bist! Fang nicht an, dir sowas einzureden!
Ach, und mir hat noch der Austausch mit Leidensgenossinnen geholfen (z.B. Hier im Schlafforum im Argh-Thread)...
Ich wünsche dir viel Kraft und bald wieder eine gute Phase!
LG
auch vom Kleinen Mann (07/2012)
und dem noch kleineren Mann (05/2014)
DieKleineMausIstAusDemHaus14
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von DieKleineMausIstAusDemHaus14 »

Hallo,

vielen Dank für die lieben Antworten! Mir gehts schon besser. Als ich das geschrieben habe, war ich gerade nervlich ziemlich niedergeschlagen.
Und ich sehe auch, ich habe nicht gesagt "ich bin ein nervliches Wrack" sondern ich bin ein FRACK, ich lache mich gerade so dermaßen tot darüber. :mrgreen:
Bezüglich der lieben Tipps hier:
eine Federwiege haben wir hier, das ist das was ich mit "die Wiege mag sie nicht mehr".
Sonst mochte sie dort sehr gern drin liegen, aber wie gesagt im Moment is alles doof. :shock:
Bezüglich Tragen im Tragetuch.
Ohjeee, was haben wir schon hinter uns.
Wir hatten ein TT, es hat geklappt bis sie ca. 5 wochen alt war, dann fing sie an darin so jämmerlich zu schreien und zu wimmern, während man es festzog.
Als sie noch älter war, hat sie sich mit aller Energie mi den Händen freigerudert, man konnte das Tuch nie fest ziehen.
Also hatten wir eine Trageberatung.
Es funktionierte vieles NICHT, die Beraterin stellte die These auf, dass irgendwas bei der Geburt sie erschrocken hatte un sie daher die Enge nicht mag.
Das passte, weil Hannah es hasst am Kopf oder den Armen berührt zu werden (wickeln ist ein Spass) und es ihr wie gesagt bei uns zu dritt im Bett auch zu eng ist. Sie strampelt und rudert uns dann wütend weg und motzt und grunzt im Schlaf. Wenn ich mit ihr allein im Bett liege, dann gehts besser, wir halten Händchen, aber liegen 10-20 cm auseinander.
Nun, die Storchenwiege carrier ging, darin schlief sie sogar ein.
Anfangs war die auch okay, aber nun wie gesagt will sie nicht getragen werden.
Sie macht dasselbe Theater wie im Tuch. Manchmal is es ok und sie dreht den Kopf zur Seite um über den Träger hinausschauen zu können, aber plötzlich wird sie wütend, brüllt sauer auf und macht sich steif, um sich aus dem Tuch zu schälen.
Sie kommt eben garnicht zur Ruhe,ich versuch immer den Kopf auf meine Brust abzulegen, sie reißt ihn sofort wieder nach hinten um sich umgucken zu können. :x
Dadurch hängt sie sich fast immer ins Hohlkreuz, aber die Storchenwiege ist so gut, dass der Beutel das kaum zulässt, was ihr wohl nicht passt.
Oder sie wimmert wieder ganz erbärmlich und schreit, wenn man sie versucht einzupacken.
Ich bin dann jedes Mal ganz aufgewühlt und muss sie wieder rausschälen, weil ich glaube, dass sie vllt. doch irgendwas "hat".
Wir waren auch schon bei zwei Ostheopaten, die eine meinte nur "och meine beiden Kinder wollten auch nicht getragen werden, ist halt bei vielen Kindern so".
Aalso das ist unsere Odyssee zum Tragen.
Ich bin aktuell der Meinung, dass wir sie und die Trage mit zur Nachberatung nehmen und das Ganze mal vorführen.
Sonst habe ich mich vorher so gut eingelesen, denn die Kleine war ein absolutes Wunschkind.
Ich freute mich aufs Familienbett, aufs Tragen im Tuch, aufs Stillen.
Und dann kam die Maus. Mit starkem eigenen Willen und einem gewissen Freiheitsdrang, doch mal bitte für sich sein zu dürfen.
Die üblichen Dinge wie auf den Bauch legen gingen auch nur die ersten 2 Wochen. Sie kommt auf dem Bauch liegend nicht zur Ruhe, der Kopf MUSS hochgerissen werden und es muss sich immer umgeschaut werden.
Wenn sie müde ist, dann nervt sie das und sie weint sobald ich sie zu mir auf den Bauch legen mag.
Ich glaube langsam, dass das in der Trage auch das Problem ist.
Wenn ich sie trage, dann fliegen wir entweder, oder sie wird falschrum, (schön zusammengerollt natürlich) getragen, sodass sie sich alles ansehen kann.
Aber sowas darf man ja nicht in der Trage und ein bb oder sowas kommt daher nicht in Frage :cry:
Bezüglich des Ehemanns, der helfen kann/soll, ist es nachts so, dass ich es alleine machen WILL
Ich bin in Elternzeit, mein Mann arbeitet Vollzeit.
Er kann mir daher tagsüber die Kleine leider nicht abnehmen und nachts möchte ich das nicht, weil ich sonst angst habe, dass er vor die Wand fährt demnächst. :oops:
Aber ich fühle mich sehr oft so überfordert, gerade weil die Kleine auch tagsüber kaum schläft.
Aber naja...das wird bestimmt alles wieder und eben hat sie mit mir eine Stunde so laut gelacht, dass alles vergessen war. :D

Die Kleine hatte nichts besonderes, außer dass sie sensibel ist.
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von DieKleineMausIstAusDemHaus14 »

Huch, ich hab irgendwas gelöscht aus Versehen und der letzte Satz is irgendwie doppelt. Also...gute Nacht, ich versuche mal schnell zu schlafen. Liebe Grüße
Die kleine Maus
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von anirahtaK »

wenn du das Tuch noch hast, lass Dir mal zeigen wie man damit auf die Hüfte bindet (falls du nicht noch einen Sling kaufen magst, evtl kannst du auch einen leihen zum Testen). Denn dann sitzt sie seitlich und sieht mehr, dann fällt das "sich strecken" und rumgehampel schon mal weg.

Ansonsten habe ich keinen Tipp, weil ich das (zum Glück) so gar nicht kenne.

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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von tania »

wenn du magst, schildere doch deine trageprobleme mal im trageforum (gerne auch copy und paste, wenn du fuer alles neu schreiben gerade keinen nerv hast).

neben der seitlich tragen variante bietet sich auch noch rueckentragen an - da schaut das kind auch nach vorne.
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Re: Ich bin ein nervliches Frack! Bitte um Hilfe!

Beitrag von SteffiJ »

Nur kurz eine Idee - lässt sich Deine Maus denn Pucken? Also so richtig eng in ein großes "Spucktuch" einwickeln? Das half/hilft bei meinen zwei "Schrei"babys Wunder. Meine Kleinste hat auch gerade beim Einschlafen und wenn sie müde ist üble Schreiattacken und nimmt auch keinen Schnuller, nur Brustnuckeln - aber es geht viel schneller und besser, wenn sie dabei gepuckt ist. Ja, sie schreit beim Pucken selber auch, aber das tut sie dann ja onehin. Und dann, wenn sie sich gepuckter Weise an der Brust in den Schlaf genuckelt hat, lässt sie sich gut so weglegen. Undgepuckt klappt das gar nicht, da rudert sie dann mit den Armen und rumort so lange rum, bis sie wieder wach ist...
Und ja, seitlich oder auf dem Rücken tragen würde ich auch unbedingt versuchen an Deiner Stelle. Das ist genau das Alter, in dem viele Babys sich nicht mehr vor der Brust einbinden lassen wollen :-)
Liebe Grüße,
Steffi mit großer S.(09/04), mittlerem P.(08/08) und kleiner I.(02/12) und ganz kleiner E. (07/14)

ClauWi®-Trageberaterin (AK 11/13)
Mitglied im Tragenetzwerk e.V.
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