Hallo!
Ich bin neu hier im Forum, da ich zum ersten Mal in der Stillzeit nicht weiter weiß.
Mein Kleiner ist 21 Monate alt. Wir stillen noch.
Vor rund zwei Wochen habe ich ihn nachts abgestillt. Der Zeitpunkt war meines Erachtens gut gewählt. So mit 18 Monaten hat er angefangen, endlich mal auch mehr zu essen und das nicht nur als lustige Freizeitbeschäftigung gesehen, sondern auch den Sinn verstanden. NAchts hatte er keinen Hunger mehr, war nur mehr am Dauernuckeln und ich in etwa jede Stunde wach, da ich nicht mehr weiterschlafen konnte und mir bereits vom ständigen "stillliegen" alles weh tat. Zusätzlich versteht er wirklich schon alles, spricht in etwa 200 Wörter, und er hat es vorher schon öfters akzeptiert, wenn ich nachts gesagt habe, dass der Busen jetzt Pause habe. Dann konnte er auch so weiterschlafen. Das hatte früher nicht geklappt. Jetzt konnte er plötzlich ohne Brust weiterschlafen.
Also hat sich mein Mann Urlaub genommen, damit er mich tagsüber entlasten kann. Nachts den Kleinen beruhigen funktioniert bei ihm nicht, da schreit sich unser Moritz in Rage und hört auch nicht mehr damit auf.
Wir dachten, dass es Horrornächte werden würden. ABER wir haben uns getäuscht, der Kleine hat nur die ersten beiden Nächte sich für jeweils eine halbe Stunde beschwert und war natürlich auch zornig und traurig. Aber das wars dann auch so ziemlich. Ich biete ihm immer wieder Wasser an, das verweigert er aber. Er schläft nun meist schnell weiter durch ein bisschen Zureden oder Streicheln. Ich fand/finde das toll.
Und der Schlaf wurde nun auch etwas besser, er kann nun auch 3 Stunden am Stück schlafen!! Hatten wir vorher noch nie!! Seit der Geburt habe ich nicht mehr 2 Stunden am Stück geschlafen. Von Durchschlafen träume ich noch nicht mal, er ist halt kein guter Schläfer.
Jetzt zum Problem: Seither ist er wie ausgewechselt! Am dritten NAchts-Abstill-Tag bekam er auch noch hohes Fieber, so für 1,5 Tage. Kinderärztin tippte auf Virusinfekt. Aber das Fieber war ja bald wieder weg!
Nun ist er ständig am Quengeln, Weinen, teilweise kann man ihm nichts recht machen, er ist wieder total Baby geworden, will nur bei mir sein, wenn ich 5 Minuten aus dem Raum gehe, bricht Panik bei ihm aus....auch wenn sein Papa mit ihm spielt...Und er will nun alle - wirklich teilweise 2 Minuten seinen Busi. Zieht mir sogar das Leiberl hoch. Und sogar wenn wir unterwegs sind und er eigentlich abgelenkt wäre. Kein Spiel interessiert ihn mehr länger als 3 Minuten...
Zusätzlich mag er kaum mehr noch was essen. Ja, Süßes würde er ständig essen, das möche ich aber nicht. Er isst beim Frühstück gerade mal ein 1cm mal 1 cm Brot und zwei Schluck Milch/Kakao und das wars! Und so gehts den Tag weiter.
Vorher war er zumeist ausgeglichen und fröhlich, konnte sich gut alleine beschäftigen, mit Papa spielen war super, war halt schon ein richtig großer Bub.
ich bin grad ziemlich verzweifelt. Das Dauergeheule und das alle 2 Minuten zum Busen wollen ist nicht mehr auszuhalten.
So, vielleicht hat da wer Erfahrung? Geht das wieder vorbei? Oder habe ich bei meinem Kleinen ein Trauma ausgelöst mit diesem nächtlichem Abstillen?
Soll ich wieder anfangen, ihn nachts zu stillen. Oder würde das jetzt nix mehr ändern??
ACh ja, nach dem ominösen Infekt hat er auch plötzlich angefangen viele Zwei-Wort-Sätze zu sprechen. Gleichzeitig zum anhänglicher werden, will er aber nun auch noch mehr selbsstständig machen....
Ist da alles zusammen gekommen: Nächtliches Abstillen, Entwicklungsschub und ev. Trotzphase?? Aber alles von einem Tag auf den andern? Er ist auch müder als vorher, obwohl er besser schläft. Noch eine Nachwirkung vom Infekt?
Liebe Grüße und Entschuldigung für den Roman
Monimo
Kleinkind nach nächtlichem Abstillen nicht wiederzuerkennen
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Re: Kleinkind nach nächtlichem Abstillen nicht wiederzuerken
Hallo Monimo,
ach je. Das klingt nicht schön.
Wie lang ist denn der Infekt her?
Bei meiner Kleinen ist es so, dass sie immer mal wieder Phasen hat, in denen sie Baby sein will. Sie pendelt da zwischen Autonomie ("Ich kann das ALLEINE!") und dem Bedürfnis nach Zuwendung ("Tragst Du mich bitte", "Ich bin ein Baby", "nein mach Du das ich bin doch ein Baby" und Baby-spielen (Krabbeln, Babylaute machen)). Wir einigen uns dann immer wieder darauf, dass sie gleichzeitig klein und groß ist. In meiner Wahrnehmung kommen die Babyphasen oft, wenn nicht ihr eigenes Autonomiebestreben, sondern Anforderungen von außen den Zuwachs an Selbständigkeit "auslösen".
Keine Ahnung, ob das bei Deinem auch so ist oder mit dem Abstillen zusammenhängt.
Zu Deiner Frage, ob es nun zu spät ist, das nächtliche Abstillen zurückzunehmen: ich glaube nicht, wir hatten auch mal nachts abgestillt und ich bin davon irgendwann wieder abgewichen, weil es ein (allerdings nächtlicher) Kraftakt wurde. Und etliche Monate später ist das nächtliche Stillen sehr selten geworden. Meine Maus schläft auch in ihrem eigenen Zimmer und das gern. Manchmal will sie bei uns schlafen und darf das dann (klar!) auch. Ich habe immer den Eindruck, dass sie in solchen Situationen "auftankt".
Vielleicht kannst Du unabhängig vom Grund des aktuellen Verhaltens Deinem Sohn solche "Auftankgelegenheiten" bieten? Mal tagsüber ganz ausgiebig stillen. Mehr Zeit ganz exklusiv mit ihm verbringen. Damit er merkt, die Mama ist nicht weg, sondern immer noch für mich da, wenn auch vielleicht anders als vorher. Wenn es für DICH aber gut ist mit dem nächtlichen Abstillen und er nachts auch nicht mehr nach der Brust verlangt, sehe ich dafür keinen Anlass, nachts wieder zu stillen. Ich würde jedenfalls meiner Kleinen nicht die Brust anbieten, wenn sie nicht danach verlangt - gebe sie ihr aber (mit Ausnahmen, z.B. ich muss gerade dringend weg oder habe in der Öffentlichkeit Klamotten an, mit denen ich nicht stillen kann) immer, wenn sie danach verlangt. Das funktioniert bei uns meist ganz gut.
Ich drücke euch die Daumen!
ach je. Das klingt nicht schön.
Wie lang ist denn der Infekt her?
Bei meiner Kleinen ist es so, dass sie immer mal wieder Phasen hat, in denen sie Baby sein will. Sie pendelt da zwischen Autonomie ("Ich kann das ALLEINE!") und dem Bedürfnis nach Zuwendung ("Tragst Du mich bitte", "Ich bin ein Baby", "nein mach Du das ich bin doch ein Baby" und Baby-spielen (Krabbeln, Babylaute machen)). Wir einigen uns dann immer wieder darauf, dass sie gleichzeitig klein und groß ist. In meiner Wahrnehmung kommen die Babyphasen oft, wenn nicht ihr eigenes Autonomiebestreben, sondern Anforderungen von außen den Zuwachs an Selbständigkeit "auslösen".
Keine Ahnung, ob das bei Deinem auch so ist oder mit dem Abstillen zusammenhängt.
Zu Deiner Frage, ob es nun zu spät ist, das nächtliche Abstillen zurückzunehmen: ich glaube nicht, wir hatten auch mal nachts abgestillt und ich bin davon irgendwann wieder abgewichen, weil es ein (allerdings nächtlicher) Kraftakt wurde. Und etliche Monate später ist das nächtliche Stillen sehr selten geworden. Meine Maus schläft auch in ihrem eigenen Zimmer und das gern. Manchmal will sie bei uns schlafen und darf das dann (klar!) auch. Ich habe immer den Eindruck, dass sie in solchen Situationen "auftankt".
Vielleicht kannst Du unabhängig vom Grund des aktuellen Verhaltens Deinem Sohn solche "Auftankgelegenheiten" bieten? Mal tagsüber ganz ausgiebig stillen. Mehr Zeit ganz exklusiv mit ihm verbringen. Damit er merkt, die Mama ist nicht weg, sondern immer noch für mich da, wenn auch vielleicht anders als vorher. Wenn es für DICH aber gut ist mit dem nächtlichen Abstillen und er nachts auch nicht mehr nach der Brust verlangt, sehe ich dafür keinen Anlass, nachts wieder zu stillen. Ich würde jedenfalls meiner Kleinen nicht die Brust anbieten, wenn sie nicht danach verlangt - gebe sie ihr aber (mit Ausnahmen, z.B. ich muss gerade dringend weg oder habe in der Öffentlichkeit Klamotten an, mit denen ich nicht stillen kann) immer, wenn sie danach verlangt. Das funktioniert bei uns meist ganz gut.
Ich drücke euch die Daumen!
fluflu - still-mama seit 8/11 