Guten Abend,
ich bin neu hier, lese zwar immer mal wieder mit, hatte aber bisher keinen Bedarf zum schreiben.
vor drei Wochen habe ich schweren Herzens meine Tochter auf Fläschchenmilch umstellen müssen. Die Kleine hatte seit ihrer Geburt kaum zugenommen, sie trank immer nur kurz und weinte dann. Obwohl ich die vier älteren Geschwister alle bis etwa sechs Monate voll gestillt hatte, machte mir die Umstellung aufs Fläschchen überraschend wenig Kummer, der Kleinen gings sofort besser mit der Flaschenmilch. Nachts liess ich die Kleine aber an der Brust trinken, was auch immer gut geklappt hat.
Eigentlich dachte ich, dass sich die Sache mit der Stillerei nun erledigt hätte und begann, meinen Frieden damit zu schliessen. (den meine Tochter entwickelt sich prächtig, seit sie das Fläschchen kriegt)
Seit gestern möchte die kleine nun auch am Tag an die Brust, für mich etwas ganz neues. Überraschenderweise möchte sie nun nach dem fast leeren Fläschchen noch gestillt werden. gestern verstand ich es als Nähebedürfnis und bemerkte dass sie zwar wenig Milch trank aber immerhin. Heute war logischerweise wieder mehr Milch da, sie war begeistert.
Ich weiss nicht, wohin der Weg führt. Mein kleines, wunderbares Wesen überrascht mich wieder einmal völlig. Ich hätte Interesse an einem lockeren Gedankenaustausch, vollstillen ist nicht mehr mein Ziel.
Hier die Facts:
Geburt am 27.2.14, Gewicht 2670 g. Sie ist sofort nach dem Kaiserschnitt an die Brust und hat gesaugt (aber anders als ihre Geschwister.) Ich habe sie die ersten drei Tage immer nach Bedarf gestillt aber sie nahm mehr und mehr ab. Als sie unter die 10% Marke fiel, bekam sie jeweils pre Milch nach dem Stillen (selten mehr als 20 ml) Daheim sind wir gleich weiter gefahren, aber das Gewicht stieg nur sehr zögerlich. Gleichzeitig begann sie immer mehr zu spucken. nach vier Wochen begann sie sehr unruhig zu werden und zu schreien. Vor, während und nach dem Stillen. Ich habe die kleine eigentlich immer im Tragetuch gehabt. Bei der 1 Monatskontrolle bekam sie Antramumps verschrieben, das Gewicht war bei knapp 3 kg. Danach hatte ich ein sehr zufriedenes Baby, das zwar nicht mehr schrie, immer noch oft spuckte und nicht zunahm.
Mit ca neun Wochen wog die kleine 3400 g. Die aufgesuchte Stillberaterin erkannte eine Trink-und Saugschwäche, worauf ich eben begann, nach jedem Stillen die Flasche anzubieten, die sie immer komplett leerte. Und endlich ging das Gewicht bergauf. Logischerweise hat sich damit die Stillerei reduziert. Für mich wars bequemer, der kleinen die Flasche zu geben und nicht um jeden Schluck an der Brust zu kämpfen. Wie gesagt, bedauerte ich den Abschied vom Stillen aber freundete mich auch mit den positiven Seiten des Fläschengebens an. Vor einer Woche kam der Moment, den ich nicht für möglich gehalten hätte: die Freude meiner Tochter aufs Fläschchen rührte mich tief im Herzen, ich dachte, das sei nur beim gestillten Kind möglich.
Und jetzt möchte mein Schätzchen zurück an die Brust...? Ich freue mich, aber es überrascht mich. Ich glaubte immer, die Kleinen bevorzugen das Fläschchen, wenn sie sich mal gewöhnt haben.
Wie geschrieben, vollstillen ist nicht mein Ziel. Das Gewicht zu häufig zu kontrollieren ist mir zu aufwändig. Ich möchte mich nur mit anderen austauschen, die eventuell einen ähnlichenWeg gegangen sind.
liebe Grüsse, Molly5
Hilfe, mein Baby will stillen!
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molly5
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Re: Hilfe, mein Baby will stillen!
Mir fällt spontan und völlig laienhaft ein: freu dich, ist ja sehr kuschelig und jedes Fläschchen, dass du nicht machen musst, ist gewonnene Zeit
Ich habe meinen Sohn etliche Monate Zwiemilch-ernährt ( sagt man das so???) und habe mich immer mächtig gefreut, wenn er zumindest fast voll gestillt hat.
Ich habe meinen Sohn etliche Monate Zwiemilch-ernährt ( sagt man das so???) und habe mich immer mächtig gefreut, wenn er zumindest fast voll gestillt hat.
Liebe Grüße, M. mit großem Erfinder (2007), süßer Maus (2009) und kleiner Prinzessin (2011)
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FCF
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Re: Hilfe, mein Baby will stillen!
Sorry, zu schnell gedrückt:
Und vielleicht erkennt Baby ja doch noch die Vorteile vom Original?
Und vielleicht erkennt Baby ja doch noch die Vorteile vom Original?
Liebe Grüße, M. mit großem Erfinder (2007), süßer Maus (2009) und kleiner Prinzessin (2011)