Brust "anbieten"
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aronla
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Brust "anbieten"
Hallo!
Ich bin seit 6 Wochen Mama eines tollen Sohnes. ich habe schon eine "große" Tochter, die ich in den ersten 2 Jahren gerne und vielvielviel gestillt habe.
Trotzdem komm ich mir beim 2. grad wieder wie eine völlige Stillanfängerin vor und hab deshalb in den letzten Wochen viel hier im Forum gelesen einfach um noch mehr Wissen über das Stillen anzusammeln und trotzdem hab ich gefühlt noch tausen Fragen dazu.
Hier mal eine erste:
Ich habe hier immer wieder gelesen, dass am besten das Baby alle Parameter des Trinkens/der Milchbestellung entscheiden sollte (Trinkdauer, welche Seite, ob dann noch die andere usw.) Aber wie soll das in der Praxis gehen? Mein Sohn nimmt die Brust, die ich ihm anbiete. Und er hat bisher auch noch nie! wenn er wach war das Trinken oder die andere Seite abgelehnt. Wenn es nach ihm ginge, würde er seine komplette Freizeit an der Brust verbringen und den Rest der Zeit seinen Rausch ausschlafen.
Aber er überisst sich ständig, spuckt oft nach dem Trinken die "zu viel" Milch aus, manchmal auch noch eine Weile nach der Mahlzeit. Dadurch spuckt er sich selber auch vor allem nachts ständig wieder wach, nur um dann weiterzutrinken, weil EInschlafen anders nicht geht, was uns beiden auf den Keks geht - ihm warscheinlich noch weniger als mir..
Richtig clever kommt mir das nicht vor, oder? Warum macht er das? Bedeutet dann in der Praxis "die andere, angebotene Brust ablehnen" einfach einschlafen bei kleineren Babies? Oder hab ich einfach ein besonders gefräßiges? Er hat nach 4,5 Wochen auch schon 5,5 Kilo gewogen, also über 400g die Woche zugenommen...
Ach ja und wie soll das "aussuchen der Brust" technisch funktionieren in dem Alter?
Danke für Eure Antworten!
Ich bin seit 6 Wochen Mama eines tollen Sohnes. ich habe schon eine "große" Tochter, die ich in den ersten 2 Jahren gerne und vielvielviel gestillt habe.
Trotzdem komm ich mir beim 2. grad wieder wie eine völlige Stillanfängerin vor und hab deshalb in den letzten Wochen viel hier im Forum gelesen einfach um noch mehr Wissen über das Stillen anzusammeln und trotzdem hab ich gefühlt noch tausen Fragen dazu.
Hier mal eine erste:
Ich habe hier immer wieder gelesen, dass am besten das Baby alle Parameter des Trinkens/der Milchbestellung entscheiden sollte (Trinkdauer, welche Seite, ob dann noch die andere usw.) Aber wie soll das in der Praxis gehen? Mein Sohn nimmt die Brust, die ich ihm anbiete. Und er hat bisher auch noch nie! wenn er wach war das Trinken oder die andere Seite abgelehnt. Wenn es nach ihm ginge, würde er seine komplette Freizeit an der Brust verbringen und den Rest der Zeit seinen Rausch ausschlafen.
Aber er überisst sich ständig, spuckt oft nach dem Trinken die "zu viel" Milch aus, manchmal auch noch eine Weile nach der Mahlzeit. Dadurch spuckt er sich selber auch vor allem nachts ständig wieder wach, nur um dann weiterzutrinken, weil EInschlafen anders nicht geht, was uns beiden auf den Keks geht - ihm warscheinlich noch weniger als mir..
Richtig clever kommt mir das nicht vor, oder? Warum macht er das? Bedeutet dann in der Praxis "die andere, angebotene Brust ablehnen" einfach einschlafen bei kleineren Babies? Oder hab ich einfach ein besonders gefräßiges? Er hat nach 4,5 Wochen auch schon 5,5 Kilo gewogen, also über 400g die Woche zugenommen...
Ach ja und wie soll das "aussuchen der Brust" technisch funktionieren in dem Alter?
Danke für Eure Antworten!
Mädchen 09/2011
Junge 04/2014
Junge 04/2014
- tania
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Re: Brust "anbieten"
gut moeglich ist, dass das saugbeduerfnis deines kindes groesser ist als sein hunger. bald wird er lernen mit weniger zug zu nuckeln, dann kommt auch weniger milch. ud spucken heisst nicht "zu viel getrunken". meine soehne haben das in den ersten wochen/monaten auch gemacht.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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nido56
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Re: Brust "anbieten"
Also, der Pirat hat mindestens die ersten zwei Monate seines Lebens entweder geschlafen oder gestillt (+ Zufuettern). Eine angebotenen Brust ablehnen war auch bei ihm nicht im Repertoire de moeglichen Verhaltensweisen enthalten. Er hat allerdings nie gespuckt und auch nicht uebermaessig viel zugenommen. Das hat sich erst geaendert, als er insgesamt wacher wurde und mehr von seiner Umwelt mitbekam. Da hat er dann auch schonmal abgedockt und zufrieden in der Welt herumgeschaut.
nido mit dem Piraten (01/2012)
- klimaforscherin
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Re: Brust "anbieten"
aronla hat geschrieben: Wenn es nach ihm ginge, würde er seine komplette Freizeit an der Brust verbringen und den Rest der Zeit seinen Rausch ausschlafen.
Also hier hat immer eine Seite gereicht, um das Kind ins Stillkoma zu schicken.
Aber ich glaube auch nicht, dass man das Spucken verhindern kann durch "weniger Stillen". Dann ist ja noch die Frage: "Wann ist es denn genug?" Das traue ich mich nicht zu entscheiden. Das Spucken ist ja auch (bis zu einem gewissen Grad) eine Möglichkeit der Regulation. Tja, und "aussuchen lassen": die "vollere Seite" gibt es (zuerst). Also abwechselnd.
Echt entscheiden lassen geht ja erst später, so ab einem Jahr.
Hast du ein Tragetuch oder eine Tragehilfe? Du könntest versuchen, wenn du das Gefühl hast, dein Kind ist "fertig" oder "voll", einzubinden und zu tragen. Vielleicht wird dann ein Teil der Freizeit in luftiger Höhe verbracht als in den tiefen Tälern, wo die Milchquellen sprudeln...
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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- deidamaus
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Re: Brust "anbieten"
Die Brust aussuchen bedeutet bei den Kleinen, dass man ihnen noch die zweite anbietet (und bei Bedarf die Dritte usw.). Beim nächsten Stillen startet man dann mit der volleren Seite. Es ist nicht so wichtig, ob linke oder rechte Brust, was die Zusammensetzung der Milch anbelangt, sondern, ob eine Brust oder zwei! Der Kaloriengehalt steigt mit jedem ausgelösten MSR. Wechselt man die Seite, ist der Kaloriengehalte wieder so hoch, wie an der ersten Seite zu Beginn. Ist das verständlich?
Mein Mittlerer hat am Anfang im Schnitt 450-500 g die Woche zugenommen
Liebe Grüße
deidamaus
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aronla
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Re: Brust "anbieten"
Danke schonmal! Scheint auf jeden Fall nicht ungewöhnlich zu sein, was mein Sohn da treibt
Bei meiner großen wars auch sehr ähnlich, aber da hab ich die ersten 1,5 Monate teilgepumpt, also war es irgendwie auch anders..
Nuckeln an der Brust kann er auch schon, also daran kanns nicht liegen. Ja und tragen tun wir auch ganz viel, das ist für ihn eine ernstzunehmende Alternative zum trinken
@deidamaus:
Ja, verstehe. Die Frage, die sich mir stellt ist dann nur noch, woher ich weiss, wann ich die Brust wechseln soll, also eine weitere anbieten. Dann, wenn er abfällt? Wenn er kurz nach Beginn des Trinkens auf einer Seite wieder abdockt (macht er manchmal, so an-und abzudocken), heißt es dann auch, dass er lieber schon die andere Seite haben möchte?
Danke!
Nuckeln an der Brust kann er auch schon, also daran kanns nicht liegen. Ja und tragen tun wir auch ganz viel, das ist für ihn eine ernstzunehmende Alternative zum trinken
@deidamaus:
Ja, verstehe. Die Frage, die sich mir stellt ist dann nur noch, woher ich weiss, wann ich die Brust wechseln soll, also eine weitere anbieten. Dann, wenn er abfällt? Wenn er kurz nach Beginn des Trinkens auf einer Seite wieder abdockt (macht er manchmal, so an-und abzudocken), heißt es dann auch, dass er lieber schon die andere Seite haben möchte?
Danke!
- deidamaus
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Re: Brust "anbieten"
Wenn er kurz nach Stillbeginn an- und andockt, muss er sehr wahrscheinlich mal pinkeln. Ich habe zwei windelfrei Kinder und das war ein ganz typisches Verhalten. Da hilft Windel ausziehen und abhalten oder abwarten. Irgendwann pinkeln sie dann schon. Eventuell auch einfach kein Hunger! Aber das kannst du dann sicherlich besser einschätzen.
Wenn er die Brust loslässt, dann einfach nochmal die andere anbieten. Ansonsten kannst du auch wechseln, wenn er so 3 bis 4 mal saugen muss, bevor er schluckt und sichtlich noch Hunger hat.
Ich würde da aber hauptsächlich nach deinem Gefühl gehen. Mütter haben normalerweise ein sehr gutes Gespür für die Bedürfnisse ihres Kindes.
Hilft dir das weiter?
Liebe Grüße
deidamaus
Wenn er die Brust loslässt, dann einfach nochmal die andere anbieten. Ansonsten kannst du auch wechseln, wenn er so 3 bis 4 mal saugen muss, bevor er schluckt und sichtlich noch Hunger hat.
Ich würde da aber hauptsächlich nach deinem Gefühl gehen. Mütter haben normalerweise ein sehr gutes Gespür für die Bedürfnisse ihres Kindes.
Hilft dir das weiter?
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