Genervt von Beikost

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Mama2014
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Genervt von Beikost

Beitrag von Mama2014 »

Hallo,

ich hab mal eine allgemeine Frage und hoffe ich treffe hier auf Gleichgesinnte.
Meine Tochter ist jetzt fast 10 Monate alt und wird nach bedarf gestillt. Wir kommen so auf 8 -10 mal stillen/24 h. Gleichzeitig biete ich ihr 2 mal am Tag Beikost an. Wir versuchen es mit Brei oder Selbstgekochtem. Fingerfood haben wir auch probiert aber das funktioniert am aller wenigsten.
Jetzt zu meinem Anliegen. Meine Tochter mag sich irgendwie nicht füttern lassen. Wenn man mit dem Löffel kommt macht sie zwar den Mund auf aber schnappt dann auch gleich wieder zu. Wenn man einigermaßen schnell ist bekommt man den Löffel noch rein. Wenn sie das Essen dann im Mund hat wird meist alles wieder rausgeschoben in die Hände genommen und überall verteilt. Sie tut aber dann immer so als ob sie mehr will-sprich nach vorne lehnen und den Mund aufmachen und so. Will sie nur spielen und matschen oder essen? Mit dem Löffel selber essen lassen geht noch gar nicht. Fingerfood wird auch zermatscht und wenn mal was versehentlich abgebissen wird, wird es meist wieder ausgespuckt. Kennt ihr das auch? Hat jemand ein paar" Füttertips"? Ich bin schon mittlerweile echt genervt da ich alles Essen entweder wegschmeissen oder unter dem Tisch zusammenlesen muss. Eigentlich sollte ich ihr ja 4 Mal am Tag Beikost anbieten, aber in Anbetracht dessen dass sie so gut wie nie was isst, nervt mich das echt ein bissle. Ich bin wirklich ein geduldiger Mensch und nehme mir auch viel Zeit aber das geht jetzt schon ewig so. Zwischenzeitlich war es mal besser und sie hat auch anstandslos ein paar Löffel gegessen.
Mach ich irgendwas falsch? Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht? Ich hab Angst dass ihr irgendwas an Nährstoffen oder so fehlt wenn sie nicht mal was anderes isst.
Danke fürs Lesen.
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taschi
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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von taschi »

Könnte ein kind von mir sein.. ;-) meine jüngste fängt jetzt mit 13 Monaten an nennenswerte Mengen zu essen..füttern lässt sie sich nur höchst ungerne. Rausschieben hat sie auch gemacht.Wegen der Nährstoffe weiß sicher jmd anders besser Bescheid.

Kann dir nur wärmsten dr.Carlos Gonzales "mein kind will nicht essen" empfehlen...hat mir bei meiner Großen sehr geholfen.
LG Taschi

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Donnerkind
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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von Donnerkind »

Auch, wenn es mit noch mehr Sauerei verbunden ist: Ich würde das Kind selber essen lassen. Nicht nur mal kurz, sondern Tag für Tag zu jeder Mahlzeit. Es dauert einfach etwas, bis die Kinder beim Selberessen wirklich etwas in den Magen bekommen. Ich bin überhaupt kein Freund vom "Befüllten-Löffel-schnell-in-den-Mund-Schmuggeln". Das ist ja keine wichtige Medizin, die das Kind bekommen MUSS. Essen soll Spaß machen und irgendwann auch satt. Das kann dann plötzlich ganz schnell gehen, dass das Kind nicht nur experimentiert, sondern richtig schluckt. Und Interesse am Essen scheint Deine Tochter ja zu haben - aber sie möchte offensichtlich selber machen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie den Brei aus dem Mund schiebt und in ihren Händen verteilt, weil sie begreifen möchte, was Du ihr da reingeschoben hast.
Unser Sohn lässt sich auch nicht füttern. Bei breiartigen Sachen (ab und an gibt's stichfesten Getreide-Obst-Brei oder Grießbrei) probiere ich es immer mal aus, aber da ist nach spätestens 2 Löffeln Schluss. Dann will er selber spachteln. Das darf er auch, aber erst seit ein paar Wochen, seit er einigermaßen mit dem Löffel umgehen kann (davor gab es so gut wie nichts breiartiges, und wenn doch, hab ich ihn matschen lassen und bin in Deckung gegangen 8) ... war wirklich seeehr selten angesichts der Sauerei).
Du schreibst ja, dass Fingerfood nicht gut klappt: Vielleicht hast Du da "falsche" Vorstellungen? Ich finde, dass FF funktioniert, wenn das Kind nicht alles sofort vom Tisch fegt, sondern vergnügt am Erkunden ist. Wieviel mein Sohn isst, kann ich bis heute nicht sagen. Wenn er mit seinem Essen beschäftigt ist, esse ich nämlich auch, reiche ihm hier ein Stück und da ein Stück und bin mit meiner Aufmerksamkeit vor allem bei MEINEM Essen.
Als er 10 Monate alt war, haben wir übrigens auch noch sehr häufig gestillt. Dürfte auch gut und gerne 10x am Tag gewesen sein. Tja, und jetzt mit 13 Monaten mag er tagsüber nur ein, maximal zweimal bei mir trinken, und nachts noch mehrmals. (Umgekehrt wäre mir zwar lieber, aber ich will mich mal nicht beschweren :wink: ).
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Mama2014
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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von Mama2014 »

Also das mit dem selber essen lassen probieren wir ja auch täglich mal.Es gibt bei uns aber sehr oft Sachen wie zum Beispiel Eintopf oder Auflauf das sie einfach nicht mit der Hand essen kann.
Ich wollte nochmal betonen, dass ich meine Tochter auf jeden Fall nicht zwinge zum essen. Wenn sie den Mund nicht aufmacht oder den Kopf wegdreht hör ich auch sofort auf ihr was anzubieten. Ich finde es auch sehr schlimm wie manche Eltern ihr Kind mit Spielen usw. ablenken um es zu füttern. Ich habe auch das Buch von Gonzales gelesen und kann es nur weiter empfehlen.
Versteht mich nicht falsch. Ich würde sie auch selber essen lassen, aber es landet dabei wirklich nichts im Kind. Ich möchte ja auch nicht immer extra irgendwelches Gemüse für sie dünsten was ich danach wieder wegschmeissen muss. Sie könnte ja schon das gleiche essen wie wir.
Was ich nicht verstehe ist, dass sie zwischenzeitlich sich auch gerne füttern lässt und auch Spaß dabei hat. Letzte Woche haben wir uns Griesbrei gekocht und da hat sie mit Freude vom Löffel gegessen. Ich versteh sie einfach nicht.
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JosMama
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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von JosMama »

Hmm, ich finde das mit dem Gemüse extra dünsten nicht schlecht. Mein Sohn hat danals mit gedünsteten Möhrensticks, Zucchini etc angefangen. Den Rest hab ich gegessen sind ja keine großen Mengen, die man da dünstet...2,3 Stückchen in handlicher Größe

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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von Elfe666 »

Mein Kind ist fast 19 Monate. An manchen Tagen landet fast nichts im Bauch, weil er keine Lust hat zu essen. Extra kochen würde ich allerdings auch nicht.
Und selbst Eintopf, Auflauf und sogar Müsli mit Milch oder normalen Joghurt kann man gut mit dem Händen Essen. Nur halt nicht in Mengen. Aber ich weiß, was in dir vorgeht. So ein Stress habe ich mir bei meinem Großen auch gemacht. Es bringt aber einfach nix. Lass dein Kind selber löffeln und was nebenher dein eigenes Essen. Bei und hat Gabel übrigens am Anfang sogar besser funktioniert als Löffel.


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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von Elfe666 »

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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von Donnerkind »

Mama2014 hat geschrieben:Also das mit dem selber essen lassen probieren wir ja auch täglich mal.Es gibt bei uns aber sehr oft Sachen wie zum Beispiel Eintopf oder Auflauf das sie einfach nicht mit der Hand essen kann.
Doch, auch Eintopf oder Auflauf gehen! Nur leicht abgewandelt fürs Kind: wenn es hier z.B. Möhreneintopf gibt, schneide ich beim Gemüseschnippeln ein paar Möhren und Kartoffeln in kindgerechte Stücke (also länger und breiter als den Rest) und fische sie aus dem Eintopf raus, bevor sie zu weich sind. Danach kann ich den Eintopf so weiterbearbeiten, wie es für uns gut ist: Also pürieren, zerstampfen oder einfach so lassen. In der Zeit kühlt nämlich das Essen fürs Kind schon mal ab und es bekommt dann garantiert nichts heißes angeboten.
Beim Auflauf ist es ähnlich. Und irgendwann muss man gar nicht mehr groß darüber nachdenken, wie man das Essen jetzt babyfreundlich hinbekommt, weil man in täglicher Übung ist.
Es gibt ganz wenige Essen, die ich ihm so wirklich nicht anbiete: z.B. Tomatensuppe mit Buchstabennudeln. Das mögen unsere Töchter total. Die Variante für den Zwerg sieht dann so aus, dass für ihn ein paar große Nudeln mitgekocht werden, in seine Schüssel kommen und ich einen Klecks Soße (also eigentlich Suppe) darübergebe. Dazu vielleicht noch Gurkensticks und frische Tomaten anbieten - fertig.
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von sandywa »

Huhu!

Meine Maus ließ sich auch nicht füttern und hat demnach auch nie nennenswerte Mengen an Brei gegessen. Nach 2 Löffeln war meistens Schluß, manchmal hat sie den Mund gar nicht erst aufgemacht. Und beim Fingerfood war es auch ewig so, dass sie kaum was davon gegessen hat. Sie hat einfach damit gespielt, ausprobiert und das war es dann. So mit 16 Monaten hat es sich dann geändert, da wollte sie dann richtig essen und es kamen auch nennenswerte Mengen bei ihr an. Es ist aber auch jetzt noch so, dass sie manchmal eben nichts will und dann ist es halt so. Manchmal bin ich davon auch genervt, aber was soll ich machen, ich kann es eh nicht ändern. Die Phasen, in denen ich genervt bin und denke, dass sie mehr essen muss, kommen auch immer mal wieder. ;-) Aber letztendlich nutzt es nichts, es ist so wie es ist - sie isst wie sie will. :-)

Von daher habe ich es immer so gemacht, dass sie eben wenn ich/wir essen, auch etwas angeboten bekommt. Mittlerweile gibt es dazwischen auch Obst oder so Früchte Spaß-Beutel, mal ein Stück Breze und einen Babykeks/eine Reiswaffel. Als sie noch kleiner war, hat sie halt gestillt. Jetzt stillt sie auch noch, aber ich würde sagen, seit sie ca. 18 Monate alt ist, ist es weniger geworden.

LG Sandra
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Hasenmama
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Re: Genervt von Beikost

Beitrag von Hasenmama »

Huhu!
Der Hase wird morgen zehn Monate und ich dachte, du beschreibst ihn :)
Zwischendurch hat er mal ein paar Tage riesige (!) Mengen Birnenbrei verputzt und den auch echt gefordert. Jetzt ist seit ein paar Tagen wieder vollstillen angesagt.
Mit Fingerfood spielt er auch rum und schluckt fast nie.
Ehrlich gestanden ist es mir fast egal... Ich vermute, dass gerade wieder Zähne drücken.

Leider muss ich regelmäßig mehrere Stunden ohne ihn arbeiten und deshalb würde es mich echt freuen, wenn gerade ins breiessen etwas Verlässlichkeit käme... Naja. Wird schon noch!
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