ich bin mittlerweile sehr verzweifelt. Meine Kleine hat schon von Geburt an "geröchelt" und bekam mehr oder weniger schlecht Luft. Ich habe sie immer etwas hoch gelagert, so dass es etwas besser ging. Zuletzt hat sie wochenlang in einer Babyschaukel geschlafen, die halt etwas höher gelagert ist und die ich ab und zu anstubsen konnte wenn sie rumzappelte weil sie keine Luft bekam.
Seit nun 3 Wochen aber ist es richtig schlimm und wird immer schlimmer. Sie versucht, Luft zu bekommen, es kommt aber nichts in der Lunge an, und sie versucht es einmal, zweimal, dreimal, schreckt dabei auch immer etwas auf, und danach ist sie ganz wach. Das geht so die ganze Nacht und wirklich gefühlte hundertmal. Teileweise, also leider selten, aber ab und zu, kann sie auch mal eine Stunde lang sogar ohne Schnarchen schlafen. Dann aber wieder aus dem Nichts heraus Röcheln, Schnarchen, und dann bekommt sie keine Luft mehr und alles ist dicht.
Erkältet ist sie nicht.
Wir sind dann vor 3 Wochen erstmal zu "unserem" HNO - knappe 3 Stunden von hier. Er war damals beim Großen der einzige Arzt, der uns helfen konnte (nach langem Suchen - das Suchen wollte ich mir diesmal ersparen). Der sagte, es seien nicht die Polypen (worauf wir getippt hatten - weil der Große das eben schon früh hatte), sondern ein unreifer Kehlkopf. Er hat uns Globuli gegeben und sagte, das würde sich verwachsen.
Nachdem nun die Globuli nichts brachten, und ich dann in einer Nacht mal nur einmal 20 Minuten mal schlafen durfte, und zufällig meine Eltern zu Besuch waren, habe ich die Nacht mit der Kleinen in der Manduca, auf dem Pezziball wippend, bei google verbracht und eine Klinik ausfindig gemacht, die spezialisiert ist auf dieses Kehlkopfproblem. Also angerufen, aber der Arzt dort meinte, die in Stuttgart seien genauso gut, und das wäre nicht so weit. Also sind wir dorthin gefahren und ich habe mit der Maus 5 Tage dort verbracht.
Es wurde ein EEG gemacht, Sono vom Kopf, sie wurde ständig auf Sauerstoffmangel kontrolliert (war aber angeblich nicht - wobei sie sich ja immer bewegt wenn sie so röchelt oder keine Luft mehr bekommt, und wenn sie sich bewegt, stimmt wohl der Wert nicht mehr - so ganz habe ich das nicht verstanden ehrlich gesagt), und es wurde eine Magensonde gelegt. Diese Magensonde sollte überprüfen, ob Magensäure in die Speiseröhre hochkommt. Ergebnis: "grenzwertig", 40x in der Nacht, also haben wir Omeprazol bekommen,welches wir ihr geben sollen. Dies soll die Magensäure hemmen.
Seit 10 Tagen bekommt sie das nun, und es hat sich leider nur eines verbessert. Vorher ist sie dauernd aufgewacht und warf sich hin und her, und ich wusste nicht was los war, sie ist also auch ohne Atemprobleme aufgewacht. Das tut sie nun fast nicht mehr. Aber die Atemprobleme sind nach wie vor da.
Der Arzt dort hat gesagt, ich sollte so schnell wie möglich abstillen und auf Brei umstellen. Sie ist 6 Monate alt. Eigentlich wollte ich diesmal keinen Brei geben sondern BLW machen. Das probiere ich auch, aber ich denke, da landet zur Zeit noch nichts im Magen. Brei habe ich dann auch mal probiert, aber das geht noch überhaupt nicht. Sie schmeisst alles mit der Zunge wieder raus.
Und dann denke ich auch... selbst wenn sie ab und zu tagsüber Brei bekommt - bringt denn das dann was wenn sie doch nachts die Atemprobleme hat? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, abzustillen, oder sie auch "nur" nachts abzustillen. Schnuller nimmt sie auch nicht (sie hat wohl auch einen verkleinerten Mundraum - da ist eine zusätzliche Zahnleiste wo keine sein soll), wie soll sie denn da einschlafen?!
Hat vielleicht irgendjemand eine Idee? Ich glaube es hört sich sehr verschleimt an nachts, dass sie vielleicht deshalb keine Luft bekommt. Ich lagere sie schon höher, und im Moment schlafen wir beide erhöht, sie immer an meiner Brust (was soooo ungemütlich ist), weil ich sie nur so beruhigen kann. Aber die letzte Nacht war wieder eine totale Katastrophe.
Ich hoffe ich habe jetzt nicht allzu wirr geschrieben. Bin ziemlich matsch im Kopf
Verzweifelte Grüße..
Andrea
