Ist pucken schädlich?
Moderator: Giraeffchen
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Ist pucken schädlich?
Vor gut einem halben Jahr war ich auf einer Fortbildung und habe einen Vortrag über das Wickeln (vergleichbar mit dem bei uns bekannten Pucken) von Ralph Frenken angehört. Ich habe das Pucken zuvor nur im Ausnahmefall gezeigt und empfinde noch heute, dass es Fälle gibt, in denen modifizertes Pucken helfen kann! Dieser Vortrag hat mich schon sehr angetrieben, mich genauer zu informieren, was das Pucken mit den Kindern macht. Mitterweile habe ich ein Buch des Autors gelesen und auch ein wenig nach seinen Referenzen gegoogelt. Es ist schon so, dass er hauptsächlich das richtig feste Einwickeln als schädlich bezeichnet, dennoch lehnt er das Pucken, wie wir es kennen mit Säcken und Tüchern eigentlich auch eher ab, vor allem wenn es als Standart erfolgt. Es gäbe wenige Ausnahmen, die allerdings auch nur vom stark modifizierten Wickeln für begrenzte Zeit profitieren könnten (z.B. Drogenkinder).
Nun muss ich sagen, dass mich das doch erschreckt, was er teilweise berichtet, denn ich finde es absolut nachvollziehbar, zumindest zu einem Teil. Man kann nicht alles, was er schreibt, auf die gängigen Pucktechniken umsetzen, aber sehr vieles. Er beruft sich auch auf Studien. Er erklärt anschaulich und nachvollziehbar dass Ergenisse teilweise fehlinterpretiert wurden.
Was haltet ihr dasvon, bzw. habt ihr Euch damit schon näher befasst?
Empirisch nachgewiesene negative Wirkungen des Wickelns beziehen sich auf folgende Probleme:
(1) Bestimmte Formen des Wickelns erhöhen das Risiko für Hüftdysplasie (u. a. Kutlu et al.; Akman et al.; Mahan & Kasser).
(2) Das Risiko an Atemwegsinfektionen zu erkranken wird deutlich erhöht (Yurdakok et al.).
(3) Durch das lange ruhige Liegen besteht die Gefahr der Abplattung des Hinterkopfs (Bloch).
(4) Wickeln führt bei normal entwickelten Babys zu einer verspäteten Gewichtszunahme nach der Geburt (Bystrova et al.). Dieser Effekt wird von 327 den Autoren der Studie auf den verringerten direkten Hautkontakt zwischen Baby und Mutter zurückgeführt.
(5) Mütterliches Beziehungsverhalten, affektive Zuwendung und Gegenseitigkeit werden durch Wickeln nachhaltig erschwert, wie anhand einer Untersuchung von Mutter-Kind-Dyaden bei einjährigen Babys festgestellt wurde (Bystrova).
(6) Interkulturelle Studien zeigen, daß Wickeln mit einem verringerten Körperkontakt zwischen Kind und Mutter einhergeht (Barry & Paxson).
Das Buch heißt übrigens:
GEFESSELTE KINDER
Geschichte und Psychologie des Wickelns (Pucken ist nur ein moderner Begriff)
Nun muss ich sagen, dass mich das doch erschreckt, was er teilweise berichtet, denn ich finde es absolut nachvollziehbar, zumindest zu einem Teil. Man kann nicht alles, was er schreibt, auf die gängigen Pucktechniken umsetzen, aber sehr vieles. Er beruft sich auch auf Studien. Er erklärt anschaulich und nachvollziehbar dass Ergenisse teilweise fehlinterpretiert wurden.
Was haltet ihr dasvon, bzw. habt ihr Euch damit schon näher befasst?
Empirisch nachgewiesene negative Wirkungen des Wickelns beziehen sich auf folgende Probleme:
(1) Bestimmte Formen des Wickelns erhöhen das Risiko für Hüftdysplasie (u. a. Kutlu et al.; Akman et al.; Mahan & Kasser).
(2) Das Risiko an Atemwegsinfektionen zu erkranken wird deutlich erhöht (Yurdakok et al.).
(3) Durch das lange ruhige Liegen besteht die Gefahr der Abplattung des Hinterkopfs (Bloch).
(4) Wickeln führt bei normal entwickelten Babys zu einer verspäteten Gewichtszunahme nach der Geburt (Bystrova et al.). Dieser Effekt wird von 327 den Autoren der Studie auf den verringerten direkten Hautkontakt zwischen Baby und Mutter zurückgeführt.
(5) Mütterliches Beziehungsverhalten, affektive Zuwendung und Gegenseitigkeit werden durch Wickeln nachhaltig erschwert, wie anhand einer Untersuchung von Mutter-Kind-Dyaden bei einjährigen Babys festgestellt wurde (Bystrova).
(6) Interkulturelle Studien zeigen, daß Wickeln mit einem verringerten Körperkontakt zwischen Kind und Mutter einhergeht (Barry & Paxson).
Das Buch heißt übrigens:
GEFESSELTE KINDER
Geschichte und Psychologie des Wickelns (Pucken ist nur ein moderner Begriff)
Mama von Prinzessinnenhexe 05 und (B)engel 08
zertifizierte Trageberaterin der "Die Trageschule"
zertifizierte AFS Stillberaterin
Heilpraktikerin in Ausbildung (seit Mai 2012)
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sutnahpele
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Re: Ist pucken schädlich?
Wir haben nicht gepuckt, weil wir kurz vor der Geburt auf einen Artikel gestoßen sind, der sich auch mit den negativen Folgen beschäftigte. Darin wurde festgestellt, dass Pucken u.a. zu einem erhöhten Cortisolspiegel beim Baby (durch die extreme Enge) führen kann. Der Autor hat auch darauf hingewiesen, dass es keine gesicherten positiven Effekte des Puckens gibt. Ist jetzt nur ganz grob zusammengefasst, da ich sowohl Autor als auch Titel vergessen habe (ist jetzt schon eine ganze Weile her, dass ich ihn gelesen habe
)
Wir haben, wie geschrieben, auf Basis dieser Erkenntnisse nicht gepuckt und es hat uns ehrlich gesagt auch nicht gefehlt. Wir haben da nicht weiterrecherchiert, ich finde aber die von dir aufgeführten Punkte ziemlich interessant, wenn man bedenkt, wie häufig Pucken empfohlen wird.
Wir haben, wie geschrieben, auf Basis dieser Erkenntnisse nicht gepuckt und es hat uns ehrlich gesagt auch nicht gefehlt. Wir haben da nicht weiterrecherchiert, ich finde aber die von dir aufgeführten Punkte ziemlich interessant, wenn man bedenkt, wie häufig Pucken empfohlen wird.
Dezemberkind 2011, Novemberkind 2014, Oktoberkind 2018, Maikind 2023, Januarbaby 2026.
- Patricia77
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Re: Ist pucken schädlich?
Das, was Du schreibst, klingt wie das, was man in den Zusammenfassungen von Herrn Frenken lesen kann.
Ich habe nicht gepuckt, weil ich darin schon immer eine Gefahr für die Eltern-Kind-Bindung sah und auch, weil ich als Baby gepuckt wurde und der Anblick eines so fest gewickelten Kindes für mich noch nie ein Wohlgefühl ausgedrückt hat. Ganz schrecklich finde ich es, die Arme nach unten oder vor dern Bauch zu binden. Da wird es mir selbst schon beim Anblick ganz "komisch".
Auf der anderen Seite habe ich Eltern schon gezeigt, wie sie ihrem Baby mit einem Tuch helfen können, das sichtbar Probleme hatte, die Ärmchen vor dem Körper zentriert zu halten. Das waren Frühchen oder hypotone Kinder (2 mit Downsyndrom). Allerdings diente das auch nur dazu, die Hände des Kidnes vor seiner Brust (in Mundnähe) zu halten. Die Kinder haben sich so sehr gut beruhigt, sind aber nicht jedes Mal eingeschlafen, sondern haben z.T. einfach nur an ihren Händchen gesaugt, die sie endlich schafften länger vor der Brust zu zentrieren. Auch bei sehr stark ausgeprägtem Moro Reflex funktioniert das schon ganz gut. Aber diese Technik, die ich zeige ist eher locker, die Kinder können sich bewegen, um die Beine herum ist gar nichts und ich nehme immer nur elastische Tücher.
Was mich aber bei meinen Recherchen aber sehr erschreckt hat, ist dass das Pucken offenbar fast immer gezeigt wird und tatsächlich auch mit den Armen nach unten, oder vor dem Bauch verschrenkt. Auch diese ganzen Pucksäcke (ich will gar keinen Namen nennen), erlaubend em Kind praktisch keine Bewegungsfreiheit.
Ich habe nicht gepuckt, weil ich darin schon immer eine Gefahr für die Eltern-Kind-Bindung sah und auch, weil ich als Baby gepuckt wurde und der Anblick eines so fest gewickelten Kindes für mich noch nie ein Wohlgefühl ausgedrückt hat. Ganz schrecklich finde ich es, die Arme nach unten oder vor dern Bauch zu binden. Da wird es mir selbst schon beim Anblick ganz "komisch".
Auf der anderen Seite habe ich Eltern schon gezeigt, wie sie ihrem Baby mit einem Tuch helfen können, das sichtbar Probleme hatte, die Ärmchen vor dem Körper zentriert zu halten. Das waren Frühchen oder hypotone Kinder (2 mit Downsyndrom). Allerdings diente das auch nur dazu, die Hände des Kidnes vor seiner Brust (in Mundnähe) zu halten. Die Kinder haben sich so sehr gut beruhigt, sind aber nicht jedes Mal eingeschlafen, sondern haben z.T. einfach nur an ihren Händchen gesaugt, die sie endlich schafften länger vor der Brust zu zentrieren. Auch bei sehr stark ausgeprägtem Moro Reflex funktioniert das schon ganz gut. Aber diese Technik, die ich zeige ist eher locker, die Kinder können sich bewegen, um die Beine herum ist gar nichts und ich nehme immer nur elastische Tücher.
Was mich aber bei meinen Recherchen aber sehr erschreckt hat, ist dass das Pucken offenbar fast immer gezeigt wird und tatsächlich auch mit den Armen nach unten, oder vor dem Bauch verschrenkt. Auch diese ganzen Pucksäcke (ich will gar keinen Namen nennen), erlaubend em Kind praktisch keine Bewegungsfreiheit.
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Banane
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Re: Ist pucken schädlich?
uns wurde pucken empfohlen (hebamme) und manchmal frag ich mich ob unsere schlafprobleme vom pucken kommen.... uns wurde es eigentlich empfohlen zum stillen, weil wir dabei auch sehr unruhige zeiten haben, hat nichts gebracht, aber die Hebamme hat so drauf geschworen das es den kindern so gut tut, auch nachts, das wir es 2 monate durchgezogen haben (ab der 6. Woche) nach 6. wochen traumhaftem stundenlangem schlaf fing der mäuserich an sich sehr zu beschweren beim einwickeln und hat deutlich schlechter geschlafen als je zuvor also haben wir es erst immer leichter gemacht und nach weiterern 2 wochen ganz weg gelassen, seit dem schläft er schlecht, unruhig, wacht oft weinend auf... es wurde weder gepuckt noch ungepuckt besser
ich hatte auch ehrlich gesagt nie ein gutes gefühl dabei... mein freund allerdings war sehr begeistert und auch die hebamme haben mich mehr oder weniger überredet, für meinen freund waren vorallem argumente wie "begrenzung.enge.geborgenheit,bauchähnlich" sehr überzeugend.
die kritische sicht darauf finde ich jetzt ein bisschen beängstigend "dochwiederallesfalschgemacht?"
im großen und ganzen hat es glaube ich nicht geschadet, unser knirps ist gesund und munter aber viel gebracht hats wohl auch nicht!
und villeicht kommt ja der schlechte schlaf doch davon das zuviel Cortisol-stress-hormon ausgeschüttet wurde und er das nun mit tief schlafen verbindet!
ich hatte auch ehrlich gesagt nie ein gutes gefühl dabei... mein freund allerdings war sehr begeistert und auch die hebamme haben mich mehr oder weniger überredet, für meinen freund waren vorallem argumente wie "begrenzung.enge.geborgenheit,bauchähnlich" sehr überzeugend.
die kritische sicht darauf finde ich jetzt ein bisschen beängstigend "dochwiederallesfalschgemacht?"
im großen und ganzen hat es glaube ich nicht geschadet, unser knirps ist gesund und munter aber viel gebracht hats wohl auch nicht!
und villeicht kommt ja der schlechte schlaf doch davon das zuviel Cortisol-stress-hormon ausgeschüttet wurde und er das nun mit tief schlafen verbindet!
mit Apfeljunge 7/13 & Birnenbaby 9/16
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Friedrun
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Re: Ist pucken schädlich?
Ich habe mir zwar eine puckhilfe angeschafft, aber letztendlich so gut wie nie gepuckt, trotz vielem schreien.
Ich find auch, dass das pucken einfach am kuscheln und knuddeln hindert. Meine kinder sagten immer, das baby sieht aus wie ne mumie.
Ich find auch, dass das pucken einfach am kuscheln und knuddeln hindert. Meine kinder sagten immer, das baby sieht aus wie ne mumie.
mit Nesthäkchen September 2013
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miss_undercover
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Re: Ist pucken schädlich?
Aus meiner Sicht ist das mal wieder eine Frage des Maßes. Unsere beiden Töchter waren als Babys hin und wieder im Pucktuch, wenn es ihnen gut tat. Sie waren beide "Ruder-Babys", die sich durch ihr eigenes wildes Rumgefuchtel mit den Ärmchen schnell vom Schlafen abhielten. Eingepuckt schliefen sie ruhig und gut. Und waren sie wach, wurden sie wieder ausgewickelt. Von weniger Körperkontakt kann bei uns ganz gewiss keine Rede sein, die Kleinen waren so gut wie immer im Tragetuch oder auf dem Arm, aber meine Jüngste zum Beispiel schlief eine zeitlang besonders gern und gut gepuckt im Babybalkon, so kam sie am besten zur Ruhe. Für mich war die Argumentation, dass Pucken Babys die Enge und Geborgenheits aus dem Mutterleib schenkt, einleuchtend. Gleichzeitig habe ich aber auch darauf geachtet, sie nicht zu "fesseln", sondern ihnen eben Begrenzung zu geben, wie man sie ihnen mit einer festen Umarmung oder im Tragetuch auch geben würde.
Die ganzen Gefahren sehe ich bei moderatem (!) Pucken gar nicht:
Meine Töchter waren übrigens die einzigen Babys unserer Krabbelgruppen, die KEINEN platten Hinterkopf hatten, weil sie ja fast immer im Tuch waren und nie irgendwo rumlagen - außer nachts zum Schlafen, aber da liegen nicht gepuckte Kinder ja auch. Sie haben häufig und viel gestillt und toll zugenommen, und waren motorisch sowie von der Hüftentwicklung her völlig unauffällig. Mir ist schon klar, dass solche Einzelfallbeobachtungen keine Statistik widerlegen, aber ich wüsste doch gerne, auf welche Weise und vor allem wie lange am Tag die in den Studien untersuchten Kinder gepuckt waren.
Die ganzen Gefahren sehe ich bei moderatem (!) Pucken gar nicht:
Meine Töchter waren übrigens die einzigen Babys unserer Krabbelgruppen, die KEINEN platten Hinterkopf hatten, weil sie ja fast immer im Tuch waren und nie irgendwo rumlagen - außer nachts zum Schlafen, aber da liegen nicht gepuckte Kinder ja auch. Sie haben häufig und viel gestillt und toll zugenommen, und waren motorisch sowie von der Hüftentwicklung her völlig unauffällig. Mir ist schon klar, dass solche Einzelfallbeobachtungen keine Statistik widerlegen, aber ich wüsste doch gerne, auf welche Weise und vor allem wie lange am Tag die in den Studien untersuchten Kinder gepuckt waren.
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Lösche Benutzer 7681
Re: Ist pucken schädlich?
Ohne mich mit irgendwelchen Hintergründen zu beschäftigen hab ich beide Kinder bewusst nicht gepuckt.
Mir erschien es von Anfang an grausam und wäre gegen meinen mütterlichen Instinkt gewesen.
Mir erschien es von Anfang an grausam und wäre gegen meinen mütterlichen Instinkt gewesen.
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Lösche Benutzer 1828
Re: Ist pucken schädlich?
Ich habe nie gepuckt - weil ich sie im entsprechenden Alter eh auf oder an mir hatte, oft mit nackten Beinen.
- Carraluma
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2331
- Registriert: 28.04.2013, 10:57
Re: Ist pucken schädlich?
Meine Kleine wurde nie richtig gepuckt, weil wir uns nicht damit beschäftigt haben als sie klein war. (Lediglich einige Male habe ich ihr kurz die Ärmchen eingebunden beim Stillen tagsüber, damit sie meine anfangs wunden Brustwarzen nicht kratzt, was mir damals schon sehr geholfen hat.)
Später habe ich mir dann schon überlegt, ob sie ruhiger schlafen würde, wenn man sie von anfang an gepuckt hätte. Aber mein Freund sagte mal, dass er gehört hätte, es störe die motorische Entwicklung.
Grundsätzlich glaube ich auch, dass es darauf ankommt, wie lange (täglich bzw. bis zu welchem Alter) gepuckt wird.
Aber wenn das Pucken wirklich (wie wahrscheinlich meistens beabsichtigt) zu ruhigerem und längerem Schlaf führt, führt das wohl rein quantitativ zu weniger (nächtlicher) Mutter-Kind-Interaktion, aber ob das dann insgesamt zu einer veränderten Mutter-Kind-Beziehung führt oder den Stillerfolg beeinträchtigt?
Später habe ich mir dann schon überlegt, ob sie ruhiger schlafen würde, wenn man sie von anfang an gepuckt hätte. Aber mein Freund sagte mal, dass er gehört hätte, es störe die motorische Entwicklung.
Grundsätzlich glaube ich auch, dass es darauf ankommt, wie lange (täglich bzw. bis zu welchem Alter) gepuckt wird.
Aber wenn das Pucken wirklich (wie wahrscheinlich meistens beabsichtigt) zu ruhigerem und längerem Schlaf führt, führt das wohl rein quantitativ zu weniger (nächtlicher) Mutter-Kind-Interaktion, aber ob das dann insgesamt zu einer veränderten Mutter-Kind-Beziehung führt oder den Stillerfolg beeinträchtigt?
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
- julia1982
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 698
- Registriert: 14.03.2013, 21:17
Re: Ist pucken schädlich?
Ich möchte mal ganz dick bei miss undercover unterschreiben! Es ist doch alles eine Frage des richtigen Maßes! Carlos wurde abends schlafend in den ersten Monaten nach ausgiebigem Einschlafstillen und Kuscheln auf Papas Bauch nachts in den C*osyme Sack (ein Pucksack) gelegt und wir haben ihn sanft (!!!) angezogen um die Ärmchen herum (Händchen vor der Brust). So hat mein Kind in der ersten Schlafphase etwa 3 Stunden Ruhe gefunden vor seinen Ärmchen, er hat sich sonst permanent die Äuglein gerieben. In diesem Pucksack schlief er im Babybalkon direkt an meinem Gesicht. Konnte also meinen Atem und meine Körperwärme jederzeit spüren. Sobald er wach wurde, begann er zu "grunzen" und ich habe ihn ausgewickelt und wieder angelegt. Nach der ersten Phase kam er dann nach drei bis vier Stunden erneut. Dazwischen hat er sich weder gewehrt noch gewimmert oder sonst etwas. Tagsüber haben wir gar nicht gepuckt. Ich war die ersten vier Lebensmonate (vom ersten Monat mal abgesehen) immer sehr ausgeruht, er auch und er hat super an Gewicht zugenommen, wir haben viel gestillt, er hatte keinen platten Hinterkopf etc etc. Ab dem vierten Lebensmonat wurde er mir einfach zu mobil und autonom um ihn zu pucken und ab da haben wir das nicht mehr gemacht. Schon in der ersten Nacht (mit 15 Wochen) drehte er sich vom Rücken auf den Bauch und schläft seitdem so.
Ich würde unsere Bindung als sehr eng und sicher bezeichnen, er ist Vollzeittragling, wird so lange stillen dürfen, wie er mag und wird auch sonst bedüfnisorientiert begleitet. Weder habe noch hatte ich das Gefühl, dass ihm Nähe oder oder Körperkontakt fehlt, noch habe ich das Gefühl eine grausame Mutter gewesen zu sein
Was diese Sache angeht bin ich mir sehr, sehr sicher, dass mein Bauchgefühl mir zuverlässig angezeigt hat was für UNS das Beste war. Da brauche ich keine Studien!
Natürlich liegt die Sache aus meiner Sicht anders, wenn Kinder ÜBERWIEGEND gepuckt werden und dann häufig irgendwo ohne Körperkontakt ABGELEGT werden.
Ich würde unsere Bindung als sehr eng und sicher bezeichnen, er ist Vollzeittragling, wird so lange stillen dürfen, wie er mag und wird auch sonst bedüfnisorientiert begleitet. Weder habe noch hatte ich das Gefühl, dass ihm Nähe oder oder Körperkontakt fehlt, noch habe ich das Gefühl eine grausame Mutter gewesen zu sein
Natürlich liegt die Sache aus meiner Sicht anders, wenn Kinder ÜBERWIEGEND gepuckt werden und dann häufig irgendwo ohne Körperkontakt ABGELEGT werden.
Julia mit kleiner Raupe (03/13) und Herzenskind (03/16)