Hallo,
ich überlege schon seit ein paar Tagen, und nun trau ich mich.
vielleicht kann jemand meinen Zwiespalt verstehen, nachempfinden, vielleicht ist das auch einfach so, und das glaube ich ja.
Ich möchte abstillen. Ich bin mir sehr sicher.
Erster Versuch des nächtlichen Abstillens vor 2 Monaten ist dank Mundfäule geplatzt, machte aber nach der dritten Nacht schon Fortschritte.
Wir stillten und stillen also auch nachts. Die Nächte sind durchwachsen, aber nicht der Grund für das Abstillen.
Es ist mehr so, ja, ein Gefühl. Ich WILL einfach nicht mehr.
Meinen Körper mal wieder für mich haben.
Ich kann dieses Gefühl des Nubbelns nicht mehr leiden.
Dieser Punkt, an dem ich nicht mehr wirklich gerne stille, ist jetzt erreicht.
Letztlich steht der Entschluss nicht zu Debatte.
Aber ... ich bin trotzdem traurig.
Nicht erleichtert, den ich leide ja nicht übermassen an dieser Situation.
Nicht froh, denn ich stille und v.a. stillte ihn ja wirklich unheimlich gerne, hab es genossen und genieße die wenigen interaktiven (!) Stillmomente noch sehr. Aber oftmals bin ich eben doch nur der "Nuckel" zum weiterschlafen.
Nicht voller Hoffnung, den ich hoffe ja nicht das z.B. die Nächte besser werden. Darum geht es nicht.
Ich habe auch ein schlechtes Gewissen, ihm das einfach wegzunehmen. Möchte aber n
Und er ist so süß, fordert seine 'nuna' ja auch ein, total herrlich.
Ging es jemandem genauso?
Darf man um ein Stillende trauern, das man selbst bestimmt?
Darf ich beim Abstillen MIT meinem Kind zusammen traurig sein? Oder ist das kontraproduktiv?
Danke fürs Zuhören und vllt Antworten.
lg
Kleinkind abstillen: Entschlossen und Traurig?!
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Omama
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Kleinkind abstillen: Entschlossen und Traurig?!
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Re: Kleinkind abstillen: Entschlossen und Traurig?!
Klar darfst du traurig sein. Aber ob es das Abstillen damit leichter macht, weiss ich nicht. Wenn du fest entschlossen bist, abzustillen, dann klappt das auch. Aber du bist nicht der Schnullerersatz, sonder viel mehr. Dein Kind tankt beim Nuckeln auch Liebe, Nähe, Kuscheln, Sicherheit,... Natürlich kann es das auch ohne Brust. Wenn es dir also zu viel Nuckeln ist, still ab, aber sei dabei wirklich ganz fest davon überzeugt. Dann klappt das auch. Und vergiess nicht ihm trotzdem genauso viel Nähe zu geben, wie vorher.
Kann es vielleicht sein, dass du wieder schwanger bist? Da hatte ich nämlich ähnliche Gefühle wie du.
LG
Deidamaus
Kann es vielleicht sein, dass du wieder schwanger bist? Da hatte ich nämlich ähnliche Gefühle wie du.
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Re: Kleinkind abstillen: Entschlossen und Traurig?!
Mir ging es bei meiner Tochter ähnlich. Wir haben aber erst mal nachts abgestillt. Das hat bei mir sehr viel Druck raus genommen.
Mit 3,5 Jahren war für mich der Punkt, an dem ich gar nicht mehr wollte und da ging es dann auch relativ problemlos. (Ja, sie war auch mal sauer deswegen - das durfte sie aber auch sein.)
Trotzdem war ich auch ein bißchen traurig - warum auch nicht? Es waren 3,5 schöne Jahre Stillbeziehung!
(Ps: bei mir war das erste mal das Gefühl das ich nicht mehr möchte, als mein Zyklus wiederkam nach ca 3 Jahren.)
Mit 3,5 Jahren war für mich der Punkt, an dem ich gar nicht mehr wollte und da ging es dann auch relativ problemlos. (Ja, sie war auch mal sauer deswegen - das durfte sie aber auch sein.)
Trotzdem war ich auch ein bißchen traurig - warum auch nicht? Es waren 3,5 schöne Jahre Stillbeziehung!
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Sohn 11-1996, Sohn 03-2006 und Tochter 08-2009
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Re: Kleinkind abstillen: Entschlossen und Traurig?!
Danke für eure Antworten,
Zyklus ist seit 4 Monaten wieder da, schwanger wäre ich gerne, bin es aber nicht. (also ähnlich wie bei dir, celiana)
Ich glaube da ist auch der Wunsch mal eine Pause zu haben, vom Stillen zum nächsten womöglichen Stillen.
Und ihr habt recht, wenn ich abstille, muss ich mit mir im Reinen und frei für die Trauer meines Kindes sein.
Bin ich dann selber auch noch traurig, dann hab ich nicht die Kraft, ihm all die Geborgenheit und Zuversicht zu geben, die er in dem Moment braucht.
Das ist mir irgendwie bewusst geworden.
Danke.
Zyklus ist seit 4 Monaten wieder da, schwanger wäre ich gerne, bin es aber nicht. (also ähnlich wie bei dir, celiana)
Ich glaube da ist auch der Wunsch mal eine Pause zu haben, vom Stillen zum nächsten womöglichen Stillen.
Das gebe ich ihm so gerne und so oft wie er möchte. Natürlich und umso mehr wenn ich abstillen werde. Danke für die lieben Worte, deidamaus.Liebe, Nähe, Kuscheln, Sicherheit
Und ihr habt recht, wenn ich abstille, muss ich mit mir im Reinen und frei für die Trauer meines Kindes sein.
Bin ich dann selber auch noch traurig, dann hab ich nicht die Kraft, ihm all die Geborgenheit und Zuversicht zu geben, die er in dem Moment braucht.
Das ist mir irgendwie bewusst geworden.
Danke.
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nido56
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Re: Kleinkind abstillen: Entschlossen und Traurig?!
Hallo,
ich stille gerade meinen Zweijährigen ab. Und ja, ich will abstillen und bin trotzdem auch traurig, weil eine wunderschöne Stillzeit zuende geht. Ich finde das legitim. Schliesslich hat uns das Stillen seit seiner Geburt verbunden. Da verändert sich jetzt schon etwas sehr grundlegendes zwischen uns. Diese eine Sache, die er nur mit mir geteilt hat, die fällt nun weg.
Also, warum soll man da keine gespaltenen Gefühle haben.
ich stille gerade meinen Zweijährigen ab. Und ja, ich will abstillen und bin trotzdem auch traurig, weil eine wunderschöne Stillzeit zuende geht. Ich finde das legitim. Schliesslich hat uns das Stillen seit seiner Geburt verbunden. Da verändert sich jetzt schon etwas sehr grundlegendes zwischen uns. Diese eine Sache, die er nur mit mir geteilt hat, die fällt nun weg.
Also, warum soll man da keine gespaltenen Gefühle haben.
nido mit dem Piraten (01/2012)