ich habe schon während der Schwangerschaft sehr von eurem Erfahrungsschatz profitiert, vielleicht könnt ihr mir nochmal weiterhelfen/ mich beruhigen.
Meine 2 Schätze sind 22 Monate auseinander, der Kleine nun 12 Wochen alt. Vor der Geburt stillte ich den Großen nur noch zum Einschlafen, also maximal 2 mal am Tag, und er befand sich eigentlich im Abstillprozess, fragte manchmal abends nicht mehr nach seiner Mamamilch, so dass wir teilweise 48 Stunden nicht gestillt haben.
Nach der Geburt wurde das natürlich wie erwartet deutlich mehr, da er auch nie der große Esser war, waren wir recht schnell wieder beim Vollstillen, womit ich durchaus gerechnet hatte. Was mich nun irritiert, ist, dass es irgendwie nicht weniger wird. Stattdessen ist seine Mamamilch das allergrößte für ihn, sobald er mich sieht, wird danach gefragt, Tätigkeiten, die er liebt, werden dafür unterbrochen, anderes "Essen" kann sowieso nicht dagegen ankommen, nicht mal Gummibärchen
Ich stille wirklich gerne tandem, sehe viele, viele Vorteile, es stört mich auch nicht, dass mein Großer gerade so exzessiv stillt (naja, zu 95% genieße ich es sehr, in den anderen 5% stört mich seine Vehemenz und sein sehr fordernden Verhalten, wenn ich dann doch mal Nein sagen muss, was wirklich extrem selten vorkommt. Und ich finde es ein bisschen schade, dass mit mir kaum gespielt werden will, sondern lieber ununterbrochen gestillt).
Mir ist auch klar, dass das gerade ein ganz wichtiges Ventil für ihn ist, und es neben Rückversicherung, Trost, tatsächlicher Nahrungsaufnahme, Kuscheln, etc sicher auch irgendwie ein bisschen Verarbeitung von unbewusster Eifersucht ist (er ist im Übrigen kein bisschen eifersüchtig und wahnsinnig liebevoll und fürsorglich zu seinem kleinen Bruder).
Dennoch bin ich etwas ratlos, ob ich einfach so weiter machen soll, und abwarten kann, dass es irgendwann doch wieder von selbst weniger wird, und ob wir da gerade in ein arg seltsames Verhalten hineinschlittern, das ich behutsam etwas bremsen sollte.
Mich würde es extrem beruhigen, zu hören, dass sich das bei vielen erst nach längerer Zeit eingespielt hat bzw. wieder deutlich weniger wurde, und wir kein sonderbarer einzelfall sind!
Liebe Grüße!