Neuvorstellung - und einige Fragen / Probleme
Verfasst: 21.12.2013, 14:57
Hallo alle zusammen,
ich habe mich neu angemeldet, nachdem ich seit der Geburt unserer Tochter vor 3 Wochen schon einiges bei euch nachgelesen habe.
Ich bin 30 Jahre alt und die kleine Maus ist unser erstes Kind. Das Schwangerwerden sowie die Schwangerschaft verliefen problemlos. Bis auf ziemliche Rückenschmerzen gegen Ende, die meine Hebamme mit Akupunktur behandelt hat (ich finde es hat geholfen), hatten wir keine nennenswerten Schwierigkeiten.
Mein Mann hat die ganze Zeit über mitgefiebert und mich immer sehr unterstützt. Wir sind uns in der Schwangerschaft, was die Geburt (wie es ungefähr ablaufen sollte) betrifft und auch in Bezug auf Stillen, Schlafen und Versorgung des Babies fast immer einig. Damit will ich sagen, hier zuhause habe ich soviel liebevolle Unterstützung, wie ich mir wünschen kann und bin überzeugt, daß das ein gutes Fundament ist.
Leider habe ich aber durch falsche und dann später gar keine Anleitung mehr beim Stillen im Krankenhaus auf beiden Seiten tiefe Risse in den Brustwarzen, die einfach nicht zuheilen wollen. Vielleicht sind sie etwas kleiner geworden, aber ich kann es nicht beschwören und das macht mich so traurig.
Ich versuche euch anhand des "Fahrplans" mal die wichtigen Infos aufzuzählen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Am dritten Tag im Krankenhaus bekam die Maus nach 5-stündigem Dauerstillen (abwechselnd an beiden Seiten) von einer Krankenschwester 20ml Wasser aus einem NUK-Fläschchen, weil diese meinte, das Kind hätte vielleicht Durst. Etwa am 12. Tag bekam sie hier zuhause von meinem Mann nochmals 20 ml Wasser, weil sie stundenlang saugen wollte und ich nicht mehr konnte vor Schmerzen.
Nahrung bekam sie nicht (nur Muttermilch).
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir haben noch keinen Rhythmus, der jeden Tag gleich wäre. Von den drei letzten Tagen kann ich es euch sagen (ich zähle von 24h bis 24h):
18. Dezember: 12x stillen, jeweils eine Brust. Erstes Mal um 3.45 Uhr (davor ca. 23 Uhr zuletzt), letztes Mal ca. um 22 Uhr. Die meisten Stilleinheiten dauern so 45 Minuten, es waren aber mitags und abends insgesamt 5 Stilleinheiten à 20 Minuten dabei. Längster Stillabstand: ca. 4,5 Stunden, kürzester: 15 Minuten. Meistens ca. 1,5 Stunden.
19. Dezember: 12 x stillen, jeweils eine Brust. Erstes Mal um 3.00 Uhr, letztes Mal um ca. 22 Uhr. Heute nur 2 x Stilleinheiten à 20 Minuten, die anderen 45 Minuten. Stillabstände wie oben.
20. Dezember: 8 x stillen, jeweils eine Brust. Erstes Mal um 24.00 Uhr, gefolgt von einer 2-stündigen Schreiphase auf Papas Arm. Danach hat sie bis 6.30 Uhr geschlafen!!! Also längster Stillabstand ca. 5,5-6 Stunden!.
21. Dezember: bahnt sich ähnlich an wie gestern.
Die Tage vor dem 18. Dezember habe ich es nicht so genau überwacht, aber Mahlzeiten waren es täglich ca. 8-12. Mal 9, meistens 10 oder 11.
Clusterfeeding hatten wir bis vor 5 Tagen täglich, seitdem nehme ich auf Anraten meiner Hebamme Bockshornkleekapseln, weil sie meinte, man könne nicht wissen ob das Baby vielleicht nicht genug bekommt (da hatten wir auch einen Gewichtsstillstand). Nach einem Tag konnte ich erstmals per Hand Milch ausstreichen und höre, daß das Baby lauter schluckt und größere Schlucke nimmt. Seitdem haben wir das Clusterfeeding nicht mehr täglich, wenn dann ab 17/18 Uhr bis zur großen Schlafrunde um ca. 22/23/24 Uhr.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Windeln werden ca. jedes 2. Stillen gewechselt, dann sind sie mindestens nass, oder nach akustisch vernehmbarer Darmentleerung sofort..... Stuhlgang haben wir kleine Mengen 2x tgl. und mittelgroße Menge 1x. So dass es neben rauskommt, war es nur am Anfang paar Mal.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Im Kreißsaal haben wir erstmal nackig unter einem Tuch geschmust, bis die Kleine aktiv das Suchen anfing. Andocken im Sitzen zurückgelehnt und mit Hebammenhilfe klappte gut, tat nicht weh. Später nachdem ich kurz versorgt worden bin und die kleine Maus solange beim Papa war, haben wir die andere Seit im Liegen gegeben. Fand ich sehr unbequem, leider keine konstruktiven Vorschläge oder Hilfsmittel vom Personal.
Auf Station bat ich um Hilfe beim nächsten Anlegen. Das sah so aus, daß die Schwester meine Hand wegschob und sagte: "Ich sehe nichts wenn Sie das machen. Lassen Sie mich mal." und dann als ich beim selbständigen Anlegen fand es wäre gut so: "Das stimmt noch nicht, denn es tut Ihnen ja gar nicht weh!" (Kein Scherz).
Dann wurde ich drauf hingewiesen, daß ich dem Baby ein Atemloch mit dem Finger in die Brust drücken müsse. Am nächsten Tag hatte ich auf beiden Seiten symmetrische, halbmondförmige, senkrechtverlaufende blutende Risse an der Brustwarzenspitze (ich konnte bis dato nur Kopfbergehaltung). Die Schwestern kritisierten mich nur und sagten, das käme davon wenn man das Baby so lange trinken läßt. Sie hätten mir doch gesagt, daß 10 Minuten pro Seite reichen. Aufgrund der Verletzung bekam ich Stillhütchen Größe L von Medela und Lanolin. Damit ging es leichter auszuhalten.
Am 4. Tag sind wir nach Hause. Auf Anraten meiner Hebamme und meiner Schwester habe ich versucht, auf die Hütchen schrittweise zu verzichten. Meiner Tochter ist das Andocken (wohl auch durch den Milcheinschuß am 5. Tag mit sehr prallen Brüsten, aus denen ich aber per Hand nichts rausbekommen habe) manchmal schwer gefallen.
Ca. am 7. Tag begann das Clustern und meine Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer. Ich hab mich im ungeheizten Kinderzimmer oft nackt ausgezogen, weil ich vor lauter Angst vor meiner Tochter schon ins Schwitzen kam. Sicherlich bedingt durch meine Verkrampftheit hat die Kleine oft 10x gebraucht, um genug in den Mund zu bekommen bis es endlich losging. Bis dahin war ich am heulen und schreien und habe ihren Kopf bestimmt auch ein paar Mal zu fest gehalten... Das Saugen an sich tat dann aber nicht wirklich weh.
Zwei Tage später habe ich nachts mit ihr auf dem Sofa gesessen, geheult und ernsthaft überlegt, sie in dieser Nacht einfach nicht mehr zu stillen und nur noch den Finger in den Mund zu halten, damit sie nicht weint....
Mein Mann hat uns gehört und kam dann mit den Stillhütchen. Schwups, es ging sofort und tat nicht groß weh. Seitdem
haben wir beschlossen, die Hütchen solange zu nutzen, bis alles verheilt ist.
Wir üben fleißig neue Stillpositionen und fühlen uns sicher mit Kopfbergehaltung (versuche, nicht so oft zu machen wegen der Wunden), Footballhaltung und im Liegen. Allerdings tun mir davon immer schrecklich die Hüften weh. Meine Nachsorgehebamme schaut jedes Mal eine Stillrunde zu (kommt alle 2-3 Tage zur Zeit) und findet es okay wie wir es machen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?Flasche wie gesagt 2x. Hütchen im Moment immer. Schnulli vielleicht alle 4-5 Tage mal 10 Minuten, wenn ich nach 6h Clustern nicht mehr kann und wenn sie ihn überhaupt nimmt. Meistens wird er ausgespuckt.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nachsorgehebamme.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Spontan-Geburt verlief nach 41 Wochen, davon die letzten 15 in Schädellage, unkompliziert und ohne technische Hilfsmittel, kristellern oder ähnliches. Baby war bzgl. Gelbsucht knapp unter der 40. Perzentile, wurde nur kontrolliert und nicht behandelt.
Ich selbst habe eine Hashimoto-Thyreoiditis, die vor und während der Schwangerschaft gut bis sehr gut kontrolliert und medikamentös behandelt worden ist. Jetzt habe ich vor paar Tagen Labor gehabt und L-Thyrox um 1/3 reduzieren müssen.
Und dann eben "aktivierter Bockshornklee Kapseln" 3 x 1 täglich seit Montag/Dienstag.
Auf die Brust kommen seit einer Woche schon 2-3x täglich MultiMam Kompressen im Wechsel mit Stillen und im Wechsel mit Medela Brustschilden. Wenn ich die benutze, mache ich immer ein bißchen Lanolin auf die Brustwarzen, weil ich gemerkt habe daß sie mir noch mehr weh tun wenn sie trocken werden.
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde.
*editiert*
So. Wahrscheinlich sind da jetzt jede Menge Infos dabei, die ihr gar nicht hören wolltet....
Die wesentliche Frage, die ich habe: Was kann oder muß ich machen, damit diese blöden Risse endlich mal verheilen??? Ich kann ohne BH und dicke Polsterung keine Klamotten tragen, ich kann mich nicht duschen, ohne die Hand vor die Brustwarze zu halten, weil sogar das fließende Wasser weh tut, ich kann nicht ohne Stillhütchen stillen. Ich hatte gehofft, daß 2 Wochen zur Heilung zumindest insofern ausreichen, daß man eine Verkleinerung sieht.
Achja: Eiter oder Soor haben/hatten wir nicht, nur bißchen Fibrin. Bluten tut es auch nicht mehr. Aber das liegt wohl daran, daß die Maus nur noch 1 oder 2 Versuche zum Andocken braucht, statt 10.
Könnt ihr mir - vielleicht von euch selbst? - sagen, wie lange sowas dauert? Was ist die längste Zeit, die man noch akzeptieren kann bevor man denken muß, daß noch weitere Fehler vorliegen? Ich meine, ich kann auch weiter mit den Hütchen stillen, aber so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Vor allem, daß ich noch nicht mal entspannt duschen oder nackt schlafen kann, nervt mich. Von Umarmungen mit Ehemann oder Familie will ich mal gar nicht anfangen.
Oh je. Allen die bis hierhin durchgehalten haben mit Lesen, schon mal herzlichen Dank für die Anteilnahme. Vielleicht habt ihr ja noch Tips für mich oder seht etwas, das schiefläuft, was ich nicht erkennen kann.
Bis bald,
Tina
ich habe mich neu angemeldet, nachdem ich seit der Geburt unserer Tochter vor 3 Wochen schon einiges bei euch nachgelesen habe.
Ich bin 30 Jahre alt und die kleine Maus ist unser erstes Kind. Das Schwangerwerden sowie die Schwangerschaft verliefen problemlos. Bis auf ziemliche Rückenschmerzen gegen Ende, die meine Hebamme mit Akupunktur behandelt hat (ich finde es hat geholfen), hatten wir keine nennenswerten Schwierigkeiten.
Mein Mann hat die ganze Zeit über mitgefiebert und mich immer sehr unterstützt. Wir sind uns in der Schwangerschaft, was die Geburt (wie es ungefähr ablaufen sollte) betrifft und auch in Bezug auf Stillen, Schlafen und Versorgung des Babies fast immer einig. Damit will ich sagen, hier zuhause habe ich soviel liebevolle Unterstützung, wie ich mir wünschen kann und bin überzeugt, daß das ein gutes Fundament ist.
Leider habe ich aber durch falsche und dann später gar keine Anleitung mehr beim Stillen im Krankenhaus auf beiden Seiten tiefe Risse in den Brustwarzen, die einfach nicht zuheilen wollen. Vielleicht sind sie etwas kleiner geworden, aber ich kann es nicht beschwören und das macht mich so traurig.
Ich versuche euch anhand des "Fahrplans" mal die wichtigen Infos aufzuzählen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Am dritten Tag im Krankenhaus bekam die Maus nach 5-stündigem Dauerstillen (abwechselnd an beiden Seiten) von einer Krankenschwester 20ml Wasser aus einem NUK-Fläschchen, weil diese meinte, das Kind hätte vielleicht Durst. Etwa am 12. Tag bekam sie hier zuhause von meinem Mann nochmals 20 ml Wasser, weil sie stundenlang saugen wollte und ich nicht mehr konnte vor Schmerzen.
Nahrung bekam sie nicht (nur Muttermilch).
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir haben noch keinen Rhythmus, der jeden Tag gleich wäre. Von den drei letzten Tagen kann ich es euch sagen (ich zähle von 24h bis 24h):
18. Dezember: 12x stillen, jeweils eine Brust. Erstes Mal um 3.45 Uhr (davor ca. 23 Uhr zuletzt), letztes Mal ca. um 22 Uhr. Die meisten Stilleinheiten dauern so 45 Minuten, es waren aber mitags und abends insgesamt 5 Stilleinheiten à 20 Minuten dabei. Längster Stillabstand: ca. 4,5 Stunden, kürzester: 15 Minuten. Meistens ca. 1,5 Stunden.
19. Dezember: 12 x stillen, jeweils eine Brust. Erstes Mal um 3.00 Uhr, letztes Mal um ca. 22 Uhr. Heute nur 2 x Stilleinheiten à 20 Minuten, die anderen 45 Minuten. Stillabstände wie oben.
20. Dezember: 8 x stillen, jeweils eine Brust. Erstes Mal um 24.00 Uhr, gefolgt von einer 2-stündigen Schreiphase auf Papas Arm. Danach hat sie bis 6.30 Uhr geschlafen!!! Also längster Stillabstand ca. 5,5-6 Stunden!.
21. Dezember: bahnt sich ähnlich an wie gestern.
Die Tage vor dem 18. Dezember habe ich es nicht so genau überwacht, aber Mahlzeiten waren es täglich ca. 8-12. Mal 9, meistens 10 oder 11.
Clusterfeeding hatten wir bis vor 5 Tagen täglich, seitdem nehme ich auf Anraten meiner Hebamme Bockshornkleekapseln, weil sie meinte, man könne nicht wissen ob das Baby vielleicht nicht genug bekommt (da hatten wir auch einen Gewichtsstillstand). Nach einem Tag konnte ich erstmals per Hand Milch ausstreichen und höre, daß das Baby lauter schluckt und größere Schlucke nimmt. Seitdem haben wir das Clusterfeeding nicht mehr täglich, wenn dann ab 17/18 Uhr bis zur großen Schlafrunde um ca. 22/23/24 Uhr.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Windeln werden ca. jedes 2. Stillen gewechselt, dann sind sie mindestens nass, oder nach akustisch vernehmbarer Darmentleerung sofort..... Stuhlgang haben wir kleine Mengen 2x tgl. und mittelgroße Menge 1x. So dass es neben rauskommt, war es nur am Anfang paar Mal.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Im Kreißsaal haben wir erstmal nackig unter einem Tuch geschmust, bis die Kleine aktiv das Suchen anfing. Andocken im Sitzen zurückgelehnt und mit Hebammenhilfe klappte gut, tat nicht weh. Später nachdem ich kurz versorgt worden bin und die kleine Maus solange beim Papa war, haben wir die andere Seit im Liegen gegeben. Fand ich sehr unbequem, leider keine konstruktiven Vorschläge oder Hilfsmittel vom Personal.
Auf Station bat ich um Hilfe beim nächsten Anlegen. Das sah so aus, daß die Schwester meine Hand wegschob und sagte: "Ich sehe nichts wenn Sie das machen. Lassen Sie mich mal." und dann als ich beim selbständigen Anlegen fand es wäre gut so: "Das stimmt noch nicht, denn es tut Ihnen ja gar nicht weh!" (Kein Scherz).
Dann wurde ich drauf hingewiesen, daß ich dem Baby ein Atemloch mit dem Finger in die Brust drücken müsse. Am nächsten Tag hatte ich auf beiden Seiten symmetrische, halbmondförmige, senkrechtverlaufende blutende Risse an der Brustwarzenspitze (ich konnte bis dato nur Kopfbergehaltung). Die Schwestern kritisierten mich nur und sagten, das käme davon wenn man das Baby so lange trinken läßt. Sie hätten mir doch gesagt, daß 10 Minuten pro Seite reichen. Aufgrund der Verletzung bekam ich Stillhütchen Größe L von Medela und Lanolin. Damit ging es leichter auszuhalten.
Am 4. Tag sind wir nach Hause. Auf Anraten meiner Hebamme und meiner Schwester habe ich versucht, auf die Hütchen schrittweise zu verzichten. Meiner Tochter ist das Andocken (wohl auch durch den Milcheinschuß am 5. Tag mit sehr prallen Brüsten, aus denen ich aber per Hand nichts rausbekommen habe) manchmal schwer gefallen.
Ca. am 7. Tag begann das Clustern und meine Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer. Ich hab mich im ungeheizten Kinderzimmer oft nackt ausgezogen, weil ich vor lauter Angst vor meiner Tochter schon ins Schwitzen kam. Sicherlich bedingt durch meine Verkrampftheit hat die Kleine oft 10x gebraucht, um genug in den Mund zu bekommen bis es endlich losging. Bis dahin war ich am heulen und schreien und habe ihren Kopf bestimmt auch ein paar Mal zu fest gehalten... Das Saugen an sich tat dann aber nicht wirklich weh.
Zwei Tage später habe ich nachts mit ihr auf dem Sofa gesessen, geheult und ernsthaft überlegt, sie in dieser Nacht einfach nicht mehr zu stillen und nur noch den Finger in den Mund zu halten, damit sie nicht weint....
Mein Mann hat uns gehört und kam dann mit den Stillhütchen. Schwups, es ging sofort und tat nicht groß weh. Seitdem
haben wir beschlossen, die Hütchen solange zu nutzen, bis alles verheilt ist.
Wir üben fleißig neue Stillpositionen und fühlen uns sicher mit Kopfbergehaltung (versuche, nicht so oft zu machen wegen der Wunden), Footballhaltung und im Liegen. Allerdings tun mir davon immer schrecklich die Hüften weh. Meine Nachsorgehebamme schaut jedes Mal eine Stillrunde zu (kommt alle 2-3 Tage zur Zeit) und findet es okay wie wir es machen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?Flasche wie gesagt 2x. Hütchen im Moment immer. Schnulli vielleicht alle 4-5 Tage mal 10 Minuten, wenn ich nach 6h Clustern nicht mehr kann und wenn sie ihn überhaupt nimmt. Meistens wird er ausgespuckt.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nachsorgehebamme.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Spontan-Geburt verlief nach 41 Wochen, davon die letzten 15 in Schädellage, unkompliziert und ohne technische Hilfsmittel, kristellern oder ähnliches. Baby war bzgl. Gelbsucht knapp unter der 40. Perzentile, wurde nur kontrolliert und nicht behandelt.
Ich selbst habe eine Hashimoto-Thyreoiditis, die vor und während der Schwangerschaft gut bis sehr gut kontrolliert und medikamentös behandelt worden ist. Jetzt habe ich vor paar Tagen Labor gehabt und L-Thyrox um 1/3 reduzieren müssen.
Und dann eben "aktivierter Bockshornklee Kapseln" 3 x 1 täglich seit Montag/Dienstag.
Auf die Brust kommen seit einer Woche schon 2-3x täglich MultiMam Kompressen im Wechsel mit Stillen und im Wechsel mit Medela Brustschilden. Wenn ich die benutze, mache ich immer ein bißchen Lanolin auf die Brustwarzen, weil ich gemerkt habe daß sie mir noch mehr weh tun wenn sie trocken werden.
- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde.
*editiert*
So. Wahrscheinlich sind da jetzt jede Menge Infos dabei, die ihr gar nicht hören wolltet....
Die wesentliche Frage, die ich habe: Was kann oder muß ich machen, damit diese blöden Risse endlich mal verheilen??? Ich kann ohne BH und dicke Polsterung keine Klamotten tragen, ich kann mich nicht duschen, ohne die Hand vor die Brustwarze zu halten, weil sogar das fließende Wasser weh tut, ich kann nicht ohne Stillhütchen stillen. Ich hatte gehofft, daß 2 Wochen zur Heilung zumindest insofern ausreichen, daß man eine Verkleinerung sieht.
Achja: Eiter oder Soor haben/hatten wir nicht, nur bißchen Fibrin. Bluten tut es auch nicht mehr. Aber das liegt wohl daran, daß die Maus nur noch 1 oder 2 Versuche zum Andocken braucht, statt 10.
Könnt ihr mir - vielleicht von euch selbst? - sagen, wie lange sowas dauert? Was ist die längste Zeit, die man noch akzeptieren kann bevor man denken muß, daß noch weitere Fehler vorliegen? Ich meine, ich kann auch weiter mit den Hütchen stillen, aber so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Vor allem, daß ich noch nicht mal entspannt duschen oder nackt schlafen kann, nervt mich. Von Umarmungen mit Ehemann oder Familie will ich mal gar nicht anfangen.
Oh je. Allen die bis hierhin durchgehalten haben mit Lesen, schon mal herzlichen Dank für die Anteilnahme. Vielleicht habt ihr ja noch Tips für mich oder seht etwas, das schiefläuft, was ich nicht erkennen kann.
Bis bald,
Tina