Von der Flasche zurück an die Brust

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Kissi84

Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von Kissi84 »

Hallo miteinander!

Ich hab meine Frage im anderen Forum gestellt und da wurde mir empfohlen hier vorbeizuschauen :)

Ich habe folgendes Anliegen: mein Sohn (4,5 Monate alt) bekommt ausschließlich Muttermilch. Seit 6 Woochen habe ich eine elektrische Milchpumpe, weil ich der Meinung war, dass der Kleine zu wenig trinkt und habe nach dem Stillen und Nachts während des Schlafens ihm die Flasche gegeben. Nun ist es so, dass er seit ein paar Wochen nicht länger als 2-3 Minuten an der Brust saugt und dann anfängt zu schreien. Entweder muss ich ihm dann abgepumpte Milch oder einen Schnuller geben. Die Pumpe schafft ca 10ml/Minute. Die 150, die er aus der Flasche trinkt, schafft er unmöglich in der Zeit! Wenn er fertig ist mit der Brust nach ein paar Minuten, sind in der Brust noch locker 100ml drin. Ich weiß nicht, ob das eine Rolle spielt aber ich stille immer noch mit Brusthütchen und hab kein Peoblem damit sie weiterhin zu benutzen. Das Problem allerdings besteht darin, dass ich ihn nicht mehr auswärts stillen kann, da er ständig nach der blöden Flasche schreit.
Heute ließ ich es drauf ankommen und nach 2-3 Minuten Geschrei, hat er wieder die Brust angenommen. Mir erscheint dies jedoch auf Dauer keine schöne Lösung. Ich kann und darf ihn wahrscheinlich nicht vor jeder Mahlzeit so lange schreien lassen! Kann mir bitte jemand einen Tipp geben, wie ich ihm die Brust wieder schmackhaft machen kann? Er fängt ja an zu nuckeln aber da aus der Brust nicht sofort was kommt, sind ihm diese 3 Sekunden saugen schon zu viel. Es wird erst dann gesaugt, wenn die Milch von alleine fließt :-(

Danke schon mal für die Hilfe!
Soleia
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Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von Soleia »

Ich vermute da liegt eine Saugverwirrung vor (Laienmeinung), die Expertinnen werden sich bestimmt dazu melden. Lies mal in der Linksammlung Stillwissen.

Alles Gute!

LG, Soleia
Soleia mit Tochter 12/05, Sohn 05/11, Tochter 05/13, Sohn 09/17 und *12/15
Kissi84

Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von Kissi84 »

Danke, dann hoffe ich mal, dass sie mir helfen können! :(
Elena
Miss SuTiversum
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Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von Elena »

Kissi84 hat geschrieben:Die 150, die er aus der Flasche trinkt, schafft er unmöglich in der Zeit!
Die Experten werden sich sicher noch melden, aber dieser Satz ist mir aufgefallen. 150ml in einer Mahlzeit erscheinen mir unglaublich viel! Dass dein Kind das trinkt, heißt noch nicht, dass es das wirklich braucht.
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
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kissi84

Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von kissi84 »

hmmm, ich bin bisher von der faustregel ausgegangen: 150ml pro kg Körpergewicht. Er müsste mittlerweile ca 7,5kg wiegen. Das wären dann mindestens 1L pro 24 Stunden. Wenn er jetzt nur 5x am Tag trinken würde, was manchmal durchaus vorkommt, dann müsste er sogar 225ml am Stück trinken. Irgendwie erscheint mir diese Menge auch enorm viel. Ach, ich weiß auch nicht, bin total am Verzweifeln. :cry: Er trinkt im Schnitt 7x innerhalb von 24h aber wenn er Nachts durchschläft, dann sind es halt nur 5x.

Wenn sich die Expertinnen melden: soll ich ihm nachts während er schläft die Flasche geben oder warten, bis er von alleine aufwacht und nach Essen schreit? Er geht gegen 20h ins Bett und gegen eins, wenn ich ins Bett gehe, gebe ich ihm halt noch die Flasche. Früher hat er bis 5:30 geschlafen und dann bis 8. In der letzten Woche wacht er aber wieder gegen 2/3 auf und dann wieder um 6 und dann um 8.
jusl
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Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier.

Ich melde mich in Kürze ausführlich - bitte lies Dir bis dahin schon mal unsere Grundinfo "Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT?" durch, reiche die dort erbetenen Angaben nach, und melde Dich an. Dann können wir Dich besser beraten.

Danke und LG, bis später,
Julia
kissi84
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Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von kissi84 »

danke :)

wenn du diese Angaben meinst, dann lauten sie wie folgt:

1. Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen
ausschließlich Muttermilch, zum Teil abgepumpte Milch, wurde nie zugefüttert

2. Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
das sind jetzt ungefähre Zeiten:
00:30: abgepumpte Milch im Schlaf
03:00 (schlafpause bis)- 06:00 (schlafpause bis) - 08:00 (nur ein paar Minuten) - 9:30 (danach Schlafpause bis) - 12:00 - 14:30 (danach Schlafpause bis) - 16:00 - dann folgt eine sehr lange Wachphase. Gegen 18:00 wird wieder nur ein wenig an der Brust genippt und ca 30 Minuten geschlafen. Die letzte Mahlzeit bekommt er dann gegen 19:30. Wenn ich ihm abgepumpte Milch gebe, dann sind es meist um die 120-150ml. Er schafft aus der Flasche ca 70ml/Minute zu trinken. Wie viel er aus der Brust trinkt, kann ich leider nicht sagen. Die Schlafphasen variieren je nachdem ob er draußen schläft oder drin. An der Brust trinkt er meist 6-7 Minuten. Danach will er entweder nicht oder ist eingeschlafen.

3. Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Stuhlgang ca 3x, der Rest um die 10x am Tag. So genau kann ich das nicht sagen. Wenn er Stoffwindeln trägt, sind sie manchmal alle 30 Minuten nass und manchmal 5x innerhalb von 10 Minuten.

4. Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Da ich stillunfreundliche Brustwarzen habe, hat mir die Hebamme/Stillberaterin damals am dritten Tag Stillhütchen besorgt. Mit den Hütchen klappte es auf Anhieb problemlos. Das Baby ist seit ca. einem Monat sehr unruhig beim Trinken. Lässt sich leicht ablenken. Seitdem er in den Genuss der Flasche gekommen ist, hab ich Andock-Probleme. Er will das Hütchen erst dann in den Mund nehmen, wenn da Milch rausfließt oder wenn er sich so sehr die Seele aus dem Leib geschrieen hat, dass er keine andere Wahl hat als trinken zu müssen.

5. Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
ja, alle 3.

6. Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
nein

7. Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
nein, keine.
jusl
Jusl Almighty
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Registriert: 19.03.2007, 10:54
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Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von jusl »

Danke für Deine Antworten!

Der Fall scheint mir sehr eindeutig zu sein: Dein Baby hat sich an das Flaschetrinken gewöhnt und ist gerade dabei, sich von der Brust in Richtung Flasche umzugewöhnen. Wenn Du das Stillen retten möchtest, musst Du die Notbremse ziehen, und zwar möglichst bald (denn mit 4 Monaten ist Dein Baby kein Neugeborenes mehr, sondern schon ziemlich "Gewohnheitstier" sozusagen).
Seit 6 Woochen habe ich eine elektrische Milchpumpe, weil ich der Meinung war, dass der Kleine zu wenig trinkt und habe nach dem Stillen und Nachts während des Schlafens ihm die Flasche gegeben.
Wie kam es dazu? Warum warst Du der Meinung, dass Dein Baby zu wenig trinkt?
Heute ließ ich es drauf ankommen und nach 2-3 Minuten Geschrei, hat er wieder die Brust angenommen. Mir erscheint dies jedoch auf Dauer keine schöne Lösung. Ich kann und darf ihn wahrscheinlich nicht vor jeder Mahlzeit so lange schreien lassen!
Naja, Du hast ihm die Flasche ja vorgesetzt, jetzt "nimmst Du sie ihm wieder weg". Da ist es doch sehr verständlich, dass Dein Baby protestiert (eigentlich super, dass es nur 3 Minuten waren!..). Hilf ihm, von der Flasche wieder weg zu kommen, als Euer gemeinsamer Weg.
Er fängt ja an zu nuckeln aber da aus der Brust nicht sofort was kommt, sind ihm diese 3 Sekunden saugen schon zu viel. Es wird erst dann gesaugt, wenn die Milch von alleine fließt
Genau, ein ganz klassisches Zeichen für zunehmende Flaschengewöhnung.
hmmm, ich bin bisher von der faustregel ausgegangen: 150ml pro kg Körpergewicht.
Diese Faustregel ist extrem ungenau und gilt für Stillbabys definitiv nicht. Die 24-Stunden-Trinkmenge eines Stillbabys ist von mehreren Faktoren (Alter, Geschlecht, Gewicht, Gesundheitszustand etc.) abhängig. Lawrence und Lawrence geben in "Breastfeeding: A Guide for the Medical Profession", Ausgabe 1999, folgende Durchschnitts-Trinkmengen (in ml, mit Standardabweichung) in 24 Std. an:

jünger als ein Monat 673 +/- 192
1 bis 2 Monate 756 +/- 170
2 bis 3 Monate 782 +/- 172
3 bis 4 Monate 810 +/- 142
4 bis 5 Monate 805 +/- 117
5 bis 6 Monate 896 +/- 122

Du siehst, das passt zu der Faustregel überhaupt nicht. Deutlich mehr als einen Liter täglich trinkt Dein Baby garantiert nicht, sondern der Mittelwert in dem Alter liegt bei 800 ml, und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich 700-900 ml.
Er trinkt im Schnitt 7x innerhalb von 24h aber wenn er Nachts durchschläft, dann sind es halt nur 5x.
Das ist sehr selten, und ebenfalls ein deutlicher Hinweis darauf, dass Dein Baby sich derzeit ans Flaschetrinken gewöhnt, was in der Regel mit vergleichsweise großen und seltenen Mahlzeiten einhergeht (anstatt eher häufige, kleinere Mahlzeiten beim Stillen).
Stillbabys trinken normalerweise durchschnittlich 8-12 mal in 24 Stunden. Für ein Baby, das etwa 800 ml täglich trinkt, ergeben sich daraus durchschnittliche Portionengrößen von ca 60-80 ml pro Mahlzeit.
Seitdem er in den Genuss der Flasche gekommen ist, hab ich Andock-Probleme.
"Genuss" ist gut... :lol: wenn man die Folgen bedenkt:
Er will das Hütchen erst dann in den Mund nehmen, wenn da Milch rausfließt oder wenn er sich so sehr die Seele aus dem Leib geschrieen hat, dass er keine andere Wahl hat als trinken zu müssen.
Das ist zweifellos eine große Belastung für Euch beide. Die Frage ist also, wie Du Dein Baby SANFT zurück an die Brust gewöhnen kannst. Dein Baby muss sich wieder daran gewöhnen, dass es "erstmal" so saugen muss, ehe es reichlich fließt, und Dein Baby muss wieder flexibel in seinen Erwartungen werden, was das Fließverhalten der Milch anbelangt. Möglicherweise ist auch das Andocken als solches inzwischen gestört, d.h. Dein Baby hat sich bereits an das Mundgefühl des Flaschensaugers anstatt des Brusthütchen gewöhnt und assoziiert das Flaschensaugergefühl mit Wohlgefühl und Sattwerden. Hier müssen wir also ansetzen. ;-)
Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
ja, alle 3.
Wie oft pro Tag bekommt Dein Baby denn den Schnuller? Gibt es z.B. Tage, an denen es komplett schnullerfrei ist?

Bitte beantworte doch noch kurz die Fragen, und dann überlegen wir gemeinsam, wie ein geeignetes Rückgewöhnungsprogramm für Euch aussehen könnte.

Einverstanden?

Ich hoffe diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich,
Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
kissi84
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Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von kissi84 »

Seit 6 Woochen habe ich eine elektrische Milchpumpe, weil ich der Meinung war, dass der Kleine zu wenig trinkt und habe nach dem Stillen und Nachts während des Schlafens ihm die Flasche gegeben.
Wie kam es dazu? Warum warst Du der Meinung, dass Dein Baby zu wenig trinkt?
Weil die Großmütter von allen Seiten mir eingeredet haben, dass 5-10 Minuten trinken für "so ein großes Baby" zu wenig sei und ich ihm unbedingt nach dem Stillen noch mehr anbieten sollte. Und es kann ja nicht sein, dass er alle paar Stunden an die Brust will. Aber so, wie du es schreibst, war es wohl absolut in Ordnung! ich könnte mir gerade sowas von in den Hintern beißen!!!
Heute ließ ich es drauf ankommen und nach 2-3 Minuten Geschrei, hat er wieder die Brust angenommen. Mir erscheint dies jedoch auf Dauer keine schöne Lösung. Ich kann und darf ihn wahrscheinlich nicht vor jeder Mahlzeit so lange schreien lassen!
Naja, Du hast ihm die Flasche ja vorgesetzt, jetzt "nimmst Du sie ihm wieder weg". Da ist es doch sehr verständlich, dass Dein Baby protestiert (eigentlich super, dass es nur 3 Minuten waren!..). Hilf ihm, von der Flasche wieder weg zu kommen, als Euer gemeinsamer Weg.
also hab ich doch intuitiv richtig gehandelt. Ich hab ihn jetzt so weit, dass er wenigstens die rechte Brust nach einer kurzen Schreiphase annimmt. Links ist und bleibt unerwünscht. Da dockt er nicht mal an. Da sie mir aber schmerzt und die Milch nur so rausfließt, pumpe ich links ab und verstaue es im Kühlschrank. Es wäre schade das wegzukippen - was soll ich mit der Milch machen? Hab jetzt 3 Flaschen á 150ml stehen...

hmmm, ich bin bisher von der faustregel ausgegangen: 150ml pro kg Körpergewicht.
Diese Faustregel ist extrem ungenau und gilt für Stillbabys definitiv nicht. Die 24-Stunden-Trinkmenge eines Stillbabys ist von mehreren Faktoren (Alter, Geschlecht, Gewicht, Gesundheitszustand etc.) abhängig. Lawrence und Lawrence geben in "Breastfeeding: A Guide for the Medical Profession", Ausgabe 1999, folgende Durchschnitts-Trinkmengen (in ml, mit Standardabweichung) in 24 Std. an:

jünger als ein Monat 673 +/- 192
1 bis 2 Monate 756 +/- 170
2 bis 3 Monate 782 +/- 172
3 bis 4 Monate 810 +/- 142
4 bis 5 Monate 805 +/- 117
5 bis 6 Monate 896 +/- 122

Du siehst, das passt zu der Faustregel überhaupt nicht. Deutlich mehr als einen Liter täglich trinkt Dein Baby garantiert nicht, sondern der Mittelwert in dem Alter liegt bei 800 ml, und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich 700-900 ml.
oh, kann es sein, dass er in der Zeit von 4-5 Monaten weniger trinkt als in der Zeit von 3-4 Monaten? Oder liegt es daran, dass davon ausgegangen wird, dass man in der Zeit mit der Breikost beginnt? 700ml würden auch hinhauen.
Er trinkt im Schnitt 7x innerhalb von 24h aber wenn er Nachts durchschläft, dann sind es halt nur 5x.
Das ist sehr selten, und ebenfalls ein deutlicher Hinweis darauf, dass Dein Baby sich derzeit ans Flaschetrinken gewöhnt, was in der Regel mit vergleichsweise großen und seltenen Mahlzeiten einhergeht (anstatt eher häufige, kleinere Mahlzeiten beim Stillen).
Stillbabys trinken normalerweise durchschnittlich 8-12 mal in 24 Stunden. Für ein Baby, das etwa 800 ml täglich trinkt, ergeben sich daraus durchschnittliche Portionengrößen von ca 60-80 ml pro Mahlzeit.
genau das ist auch bei mir der Fall gewesen! Wenn ich mit der Pumpe aus der rechten Brust 100ml rausbekomme und nachdem er getrunken hat nur noch 40-50 rauskommen, sind es ja genau diese 50-60ml, die er trinkt. Und auch die Häufigkeit war absolut im Rahmen.
Er will das Hütchen erst dann in den Mund nehmen, wenn da Milch rausfließt oder wenn er sich so sehr die Seele aus dem Leib geschrieen hat, dass er keine andere Wahl hat als trinken zu müssen.
Das ist zweifellos eine große Belastung für Euch beide. Die Frage ist also, wie Du Dein Baby SANFT zurück an die Brust gewöhnen kannst. Dein Baby muss sich wieder daran gewöhnen, dass es "erstmal" so saugen muss, ehe es reichlich fließt, und Dein Baby muss wieder flexibel in seinen Erwartungen werden, was das Fließverhalten der Milch anbelangt. Möglicherweise ist auch das Andocken als solches inzwischen gestört, d.h. Dein Baby hat sich bereits an das Mundgefühl des Flaschensaugers anstatt des Brusthütchen gewöhnt und assoziiert das Flaschensaugergefühl mit Wohlgefühl und Sattwerden. Hier müssen wir also ansetzen. ;-)
ich bin bereit! :)
Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
ja, alle 3.
Wie oft pro Tag bekommt Dein Baby denn den Schnuller? Gibt es z.B. Tage, an denen es komplett schnullerfrei ist?
oh je, leider sehr oft. Er ist nie komplett schnullerfrei. Er braucht ihn zum Einschlafen. Entweder muss ich ihn tragen und wiegen oder ich lege ihn in sein Bett und gebe ihm den Schnuller. Dann schläft er auch schnell ein. Ich habe ihn zwar anfangs immer in den Schlaf gestillt und getragen aber es hieß dann wieder von allen, ich soll ihn bloß nicht dran gewöhnen und ihm einfach den Schnuller geben. Die Einschlafszeit hat sich von 2Stunden auf 10 Minuten reduziert aber dafür geht es nicht mehr ohne. Ich habe aber relativ spät mit dem Schnuller angefangen. Erst nach 2 Monaten. Wie oft er ihn bekommt, hängt davon ab, wie oft er am Tag schlafen möchte. Wenn ich merke, dass er sich die Augen reibt, gähnt und quengelt, und schon satt ist und eine saubere Windel hat, dann lege ich ihn hin und gebe ihm den Schnuller. Würde dieses furchtbare Ding aber gerne so schnell wie möglich verbannen. Ich hasse Schnuller :)

ich danke dir 1000x schon mal für die Antworten. Das hat mir gezeigt, dass ich ja anfangs doch alles richtig gemacht habe! Also muss ich ihm nachts auch nichts geben, solange er schläft.

Freue mich auf weitere Anweisungen :)

LG
kissi84
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Registriert: 17.12.2013, 14:24

Re: Von der Flasche zurück an die Brust

Beitrag von kissi84 »

eine Frage hätte ich noch: wieso hörte er dann nicht auf zu schreien nach 60ml aus der Flasche und verlangte nach mehr? Bin davon ausgegangen, dass Babys immer nur so viel trinken, wie sie Durst haben...
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