Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Knopfi
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Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von Knopfi »

Hallo!

Meine Kleine, 9 Wochen alt, wird voll gestillt. Nun muss ich demnächst zum Erste-Hilfe-Kurs und ich denke ich kann sie kaum mitnehmen. Der Kurs geht ja über 6 Stunden, sodass sie ausnahmsweise mit der Flasche gefüttert werden müsste. Nur welche eignet sich da am besten? Ich dachte an die Mam Newborn. Wir haben auch die Schnuller von Mam, die Original Latex symetrisch Dinger. Oder lieber die von Avent? Oder eine ganz andere? Auf was muss ich achten? Sollte ich die Flasche vorher mal mit ihr üben oder lieber ins kalte Wasser, als Ausnahme? Sie wird ja wohl trinken, wenn sie Hunger hat, oder? Wie lange kann aufgetaute MuMi verfüttert werden? Und wie viel trinkt sie wohl?

LG Knopfi
LG Knopfi

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feuerdrache
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von feuerdrache »

Lass sie dir doch zum Stillen nachbringen. Das wäre wahrscheinlich das Einfachste
jusl
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von jusl »

Also in meinem Erstehilfekurs saßen damals gleich zwei stillende Mütter. Scheint also doch zu gehen. ;-)

LG
Julia
Lucccy
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von Lucccy »

In unserem Erste-Hilfe-Kurs (für Babys und Kinder) waren praktisch alle Babys dabei. Da war es eher ungewöhnlich kein Baby mitzubringen.
Gruß Lucccy
Knopfi
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von Knopfi »

Ich kann ja mal fragen, aber ich denke das wird nicht gehen. Und evtl wird es auch mal andere Ausnahmefälle geben wo ich eine Flasche brauche. Meine Frage ist also noch nicht beantwortet :)
LG Knopfi

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Karinke
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von Karinke »

Flaschenübungen haben sich bei meinen Kindern in Warze-Knabbern bedankt. Somit habe ich es konsequent so gehandhabt, dass ich nur Termine angenommen habe, die entweder die Mitnahme des Kindes erlaubten (Rücken oder Krabbeldecke), oder wen mitnahm, der das Kind zum stillen vorbei brachte.
Wo du dir keine Sorgen machen musst, ist, dass das Kind dann, wie zuhause auch, alle stunden trinken mag. so fremdbetreut gehen dann plötzlich auch 2-4h ohne Probleme - soweit meine Erfahrung. Und 6h am Stück werdet ihr garantiert nicht Pausenlos machen.

Ich würde dir auch aus Linksammlung Stillwissen, die Links zum Thema stillfreundliches Zufüttern ans Herz legen. Wenns dann wirklich sein sollte, gibt es auch Flaschenfreie Hilfsmittel, wie den Löffel oder den Becher.

Eben, MEINE Brustwarzen haben es nie Gedankt, wenn wer die Idee hatte, einen Schoppen zu verwenden.

Darin aber auch die Anmerkung, dass JEDES Kind eine eigenes Individuum ist, und es NIE DIE Flasche oder DEN Nuckel gibt. Insofern ist deine Frage im Detail unbeantwortbar.
(Falls du einen spezifischen Markensauger hören wolltest, du findest einen Thread über den, warum er eben dennoch nicht "verhebt".)

An was für Ausnahmefälle dachtest du denn?
Bild Grosses M, KS, 12.1010 Bild J, VHBAC, 8.2012 Bild Kleines M, 2.HG 9.2015
Regenbogen82
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von Regenbogen82 »

Knopfi hat geschrieben:Ich kann ja mal fragen, aber ich denke das wird nicht gehen. Und evtl wird es auch mal andere Ausnahmefälle geben wo ich eine Flasche brauche. Meine Frage ist also noch nicht beantwortet :)
Bei mir gabs solche Ausnahmefälle noch nicht und meine Tochter ist acht Monate alt. ;)
Nachdem sie, als ich ihr letztens mal eine Dinkelstange gegeben habe, nachher auch sehr auf meinen BW rumgekaut hat, denke ich, dass sie das nach einer Flaschenfütterung auch tun würde - außerdem habe ich aufgrund meiner Erfahrung beim ersten Kind große Angst vor einer Saugverwirrung.

Ich würde für den Notfall(wie gesagt, bei uns musste noch niemand anderes füttern und als ich zugefüttert habe, war das an der Brust) vorschlagen, kleine Mengen per Becher zu füttern und ab Beikostreife die Zeiten Deiner Abwesenheit mit Brei oder Fingerfood zu überbrücken.
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jusl
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von jusl »

An was für Ausnahmefälle dachtest du denn?
Dieser Frage mag ich mich anschließen. Es ist durchaus problemlos möglich, ein Baby komplett ohne Flasche großzuziehen, wenn man das MÖCHTE - das kann ich Dir aus eigener Erfahrung versichern, aus meinem Bekanntenkreis, und auch aus unzähligen Beratungssituationen - auch bei Erwerbstätigkeit und sonstigen gesellschaftlichen Verpflichtungen, auf Reisen, mit vielen weiteren Kindern im Haus, und in allen anderen Lebenslagen. ;-)

Wenn Du (oder jemand anderes) allerdings gerne gelegentlich die Flasche geben MÖCHTEST, dann darfst Du das selbstverständlich tun. In diesem Fall lauten die Antworten auf Deine Fragen:
Nur welche eignet sich da am besten?
Keine. Flasche A ist nicht besser als Flasche B oder C.
Auf was muss ich achten?
Es sollte eine Weithalsflasche sein (da gibt's reichlich Auswahl), damit das Baby den Mund wenigstens ein bisschen aufmachen muss.
Sollte ich die Flasche vorher mal mit ihr üben oder lieber ins kalte Wasser, als Ausnahme?
"Vorher üben" bedeutet automatisch auch, dass man die Flasche früher einführt als eigentlich "nötig". Da Babys umso häufiger mit Stillproblemen auf künstliche Sauger reagieren, je jünger sie sind, sind ausgedehnte Übungsphasen also nicht empfehlenswert.
Sinnvoller ist, die Flaschenfütterung der Betreuungsperson zu überlassen - INCLUSIVE einer Alternative, wenn das Baby die Flasche verweigert (was relativ häufig vorkommt). Die Alternative könnte sein: Du bist nur wenige Stunden weg und das Baby kann einfach auf Dich warten, oder ein Becher zum Füttern, oder sonstige stillfreundliche Zufüttermethoden.
Sie wird ja wohl trinken, wenn sie Hunger hat, oder?
Kann man nicht vorhersagen.
Wie lange kann aufgetaute MuMi verfüttert werden?
Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab - von der Art und Weise, wie sie gewonnen wurde, wie alt sie ist, wie hoch die enzymatische Aktivität ist usw.
Einige Stunden geht normalerweise problemlos.
Und wie viel trinkt sie wohl?
Kann man ebenfalls nicht vorhersagen. Bewährt haben sich kleine Portionen à 20-40 ml, die bei Bedarf schnell nach und nach aufgetaut werden können.
Der Kurs geht ja über 6 Stunden, sodass sie ausnahmsweise mit der Flasche gefüttert werden müsste.
Bei 6 Stunden macht Ihr doch sicher zwischendrin eine Pause - in dieser Zeit könnte Dir Dein Baby einfach zum Stillen gebracht werden. Oder Du nimmst es einfach mit; wenn Dein Baby eher von der ruhigen Sorte ist, wär das sicher kein Problem.

LG
Julia
feuerdrache
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von feuerdrache »

Ich würde an Deiner Stelle nicht im Kurs anfragen, ob Dir Deine Tochter zum Stillen vorbeigebracht werden darf, dann bist Du automatisch Bittsteller und musst Dich rechtfertigen.
Sondern- ich würde von Dir aus feststellen dass Dir Dein 9 Wochen alter Säugling gebracht wird wenn Hunger da ist. Keine Bitte- eine Feststellung. Dann muss Dein Gegenüber argumentieren warum einem so kleinen Baby die Muttermilch verweigert werden soll.
Das hilft normalerweise recht gut.
Lunali
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Re: Welche Flasche für Ausnahmefüttern?

Beitrag von Lunali »

Ich habe bei Kind 1 mal Flasche versucht, no way, da hab ich den junggesellinnenabschied abgebrochen. Zu Beikostbeginn hat sich doch auf einmal ne Flasche eingeschlichen, das ging plötzlich, ich hab die gleiche Marke genommen wie seine Schnuller.

Kind 2 hat mal unter Protest ne Flasche genommen, als ich im Ballett war (er war 5,5 Monate). Besser ging aber umhertragen. Also richtig glücklich waren beide nicht damit.
Als er 11 Monate war, bin ich wieder arbeiten gegangen (Kind 1 mit 10 Monaten), da gab es dann von den Betreuungspersonen zum Mittagsschlaf ne Flasche, allerdings Kuhmilch. So bringt ihn auch der Papa abends ins Bett. Aber richtig nötig wäre es nicht gewesen und, ganz ehrlich, mich nerven diese Fläschchen.

Ich war mal beim 1.-Hilfe-Kurs, ohne Kind, aber da waren Mamas mit Kindern. Als Kind 2 erst 3-4 Monate war, hab ich einen Chorleiterworkshop gemacht. Tw. hatte ich ihn mit, am Prüfungstag bin ich morgens erstmal alleine los und mein Mann hat ihn mir dann mittags gebracht. Flasche vormittags wollte er nicht.


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