Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Merle78
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Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Merle78 »

Hallo zusammen,

ich habe mal wieder eine Frage :| oder auch mehrere...
Durch die große Hilfe hier im Forum bin ich glückliche Stillmami geworden, ich genieße es !!! Und möchte es auch noch einige Zeit weiter machen - ich habe dafür echt gekämpft, viele Tränen verloren. Daher ist es jetzt natürlich um so schöner, vor allem merke ich, dass mein kleiner Mann es braucht. (wenn er auch oft ein Schnelltrinker ist, aber wenn er aufgeregt ist, ist es immer DAS Beruhigungswunder!) ich liebe diese Nähe !

Ich weiß, ich bin mit meiner Frage früh dran. Aber mich interessiert es jetzt schon, wie es später weiter geht.
Ich glaube mich wird das abstillen traurig machen... aber es muss ja ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach sein.
Deswegen möchte ich mich zeitig damit auseinander setzten, damit auch ich Zeit habe mich und mein Baby laaaangsam darauf vorzubereiten.

Ich habe hier im Forum schon gesucht, aber nicht so richtig Antwort gefunden.

Also:
Es scheint, als wird unser Kleiner zu den zeitigen Beikostreifen gehören.. er nimmt jetzt schon gut Flüssigkeit vom Löffel & schluckt und giert uns an, wenn wir essen :) (wenn das -wie man ließt- ein Teil der Beikostreife ist) ....aber natürlich warte ich damit noch ! Ist ja noch früh !!

Fakt ist, dass ich nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten muss. Bei meiner Arbeit wird es so sein, dass ich auch mal einen Tag 13Std aus dem Haus bin :cry: Abpumpen klappt bei mir überhaupt nicht ! Von der Menge die da kommt, wird mein Kind nicht satt !
Also bin ich gezwungen abzupumpen (zum einen) und so sehr ich jetzt das stillen auch liebe, möchte ich (glaube ich) nicht länger als (vielleicht) acht-neun Monate stillen.... :| ...was Teile meiner Familie jetzt schon lang finden und meinen, er könne doch schon bald Brei bekommen :evil: das darf mich nicht stören, aber "drückt" doch irgendwie (mein Sohn ist jetzt vier Monate)

Also wird es wohl in etwa hinkommen, dass ich mit der Einführung der Beikost bzw kurz danach, auf Fläschchen umstelle und abstille...
Und da kommen meine Fragen:
- wie mache ich das ?
Man ließt immer von Beikostplänen (z.B. erster Brei Mittags + MuMi), aber wie kombiniert man dann mit Fläschchen anstatt Brust zum abstillen ?
Mein Vorteil: er kennt ja Brust und Fläschchen und nimmt (nahm) regulär beides problemlos.

Gibt es da ein Beispiel ?
z.B. morgens stillen, vormittags Fläschchen, Mittags Brei + stillen, nachmittags Fläschchen, Abends stillen, Nachts stillen ??
In welchem Zeitraum stillt man ab ? Wie werden die Stillmahlzeiten ersetzt ?
Ich möchte mir mit dem abstillen gerne zeit lassen. Ich glaube auch, dass ich als letztes die Stillmahlzeit Abends & in der Nacht (sollte er bis dahin immer noch nicht durchschlafen) weglassen möchte... bzw in den Morgenstunden - dies kuscheln ist uns wichtig !
Und da geht es los ....und ich frage mich: wenn er aufgeregt ist, überreizt... kann man dann trotzdem (in Ausnahmen) nochmal anlegen ? Manchmal hilft dann nämlich auch kein Schaukeln, kein singen, kein Nulli, nur Mama´s Brust....

Mache ich mir wieder zu viele Gedanken ?

fragende Grüße
Merle
Ein Sohn, geboren Ende Juli 2013.
"Wissen macht Milch" :D
Merle78
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Re: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Merle78 »

Merle78 hat geschrieben: Abpumpen klappt bei mir überhaupt nicht ! Von der Menge die da kommt, wird mein Kind nicht satt !
Also bin ich gezwungen abzupumpen (zum einen) und....

fragende Grüße
Merle
...Blödsinn ! (gezwungen) Abzustillen sollte da natürlich stehen ! :oops:
Ein Sohn, geboren Ende Juli 2013.
"Wissen macht Milch" :D
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Carraluma
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Re: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Carraluma »

Hallo Merle,

ich verstehe nicht ganz, warum du denkst du müsstest zu einem bestimmten Zeitpunkt und das noch weit vor dem Ablauf der Elternzeit abgestillt haben.
Schau doch erst mal, was dein Kind macht. Ich hatte mir das vorher ohne Ahnung von Babies auch alles ganz anders vorgestellt. Aber die Babies sind so verschieden. Das eine ist bald ein begeisterter Breiesser, das andere interessiert sich erst spät fürs Essen.

Mein lediglich theoretisches Wissen: Wenn du dir sicher bist, dass du Abstillen willst, ist es von dir aus so, dass du höchstens eine Stillmahlzeit pro Woche reduzieren solltest. Also das Baby stattdessen eine feste Mahlzeit oder Fläschchen kriegt. Für die Brust kann es sehr schlecht sein, wenn man es schneller macht. Wenn das Baby problemlos aufs Fläschchen wechselt, ist das wohl nicht so schwer. Für Beikost braucht es eher länger bis das Baby an neues Essen gewöhnt ist, siehe allgemein Beikosteinführung.

Wenn du aber gerne stillst, würde ich einfach die ersten 10Monate nach Bedarf stillen und mit Beikost anfangen und dann schauen wie oft dein Baby dann noch stillen mag. Vielleicht stillt dein Baby dann sowieso nicht mehr so viel, sondern verputzt mehrere andere Mahlzeiten. Bis du wieder Arbeiten gehst, kannst du dann bestimmt noch (tags) abstillen bzw auf Fläschchen umstellen, je nachdem ein wie guter Esser dein Baby ist. Und vielleicht kannst du danach auch noch etwas nachts stillen, wenn Baby und Brust es mitmachen und du willst.

Momentan finde ich, dass das Stillen nach der Beikosteinführung noch entspannter und schöner ist als davor war und genieße es bislang noch sehr. Ich denke, uns hätte es sehr gestresst, wenn ich mit Beikostbeginn hätte abstillen wollen.

LG,
Carraluma
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Nautilus
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Re: AW: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Nautilus »

Auch 13 h ausser Haus sind kein Grund, dass Du abstillen musst, keine Sorge! Ich arbeite wieder, seit mein Sohn 9 Monate alt war und bin, seit er 12 Monate alt war 1x pro Woche ca. 14 h weg. Wir stillen bis heute (16 Monate) ganz normal weiter und es ist gar kein Problem. Du musst bedenken, dass Dein Kind sich mit einem Jahr nicht mehr so entscheidend von Muttermilch ernährt. Geniesse die Stillzeit ohne Sorgen was kommt, das löst sich zu 99% in Luft auf, das vermeintliche Problem.

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Nautilus
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Re: AW: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Nautilus »

Ergänze: mein Sohn stillt derzeit ca. 2-3 x in 24 h. Bin ich nicht da, isst er einfach mehr, bin ich da will er mittags häufig an die Brust(sonst will er nur früh morgens und abends zum einschlafen).

Und andere geht es schlicht nichts an, wie lange mein kind mit mir eine Stillbeziehung hat ;).

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nido56
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Re: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von nido56 »

Ja, Du machst Dir zu viele Gedanken. Lass es einfach auf Dich zukommen. Ein Einjähriges Stillkind kann im Normalfall gut tagsüber ohne Brust auskommen. Ich arbeite Vollzeit seit der Pirat 5 Monate alt ist und wir stillen noch immer. Abpumpen und Fläschchen haben wir nur ganz am Anfang gebraucht. Der Kleine fand das nämlich nicht so toll und hat schnell lieber tagsüber gegessen und gestillt, wenn ich da war. Mit etwa 15 Monaten war ich sogar das erste Mal über Nacht weg. War auch kein Problem.

Abstillen mit 8 Monaten weil Deine Umwelt das so möchte, fände ich schade. Ich verstehe ja noch irgendwie, dass viele Leute es befremdlich finden, ein Kind zu stillen, dass rumläuft und normal vom Tisch mitisst. Aber warum man ein Baby unter 1 abstillen soll, um ihm dann statt dessen Pulvermilch im Fläschchen zu geben, weil es ja noch Milch braucht, werde ich nie verstehen.

Versteh mich nicht falsch, wenn DU nicht mehr stillen willst, nur zu, still ab wann und wie Du magst, aber es sollte Deine Entscheidung sein und nicht die Deiner Umwelt.

Eine schöne Stillzeit noch
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Morgaine47
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Re: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Morgaine47 »

Ich schließe mich den anderen an. Es gibt keinen Grund abzustillen, außer Du oder Dein Kind wollen es. Deine Umgebung hat nicht mitzureden und auch mal 13 Stunden außer Haus mit 1 Jahr ist überhaupt kein Grund. Wenn Du weg bist isst er feste Nahrung und wenn Du da bist kann er nach Bedarf stillen. Hat bei mir bei beiden Kinder problemlos funktioniert. Die Große hat 28 Monate gestillt und ich war ab 8 Monaten wieder 2 mal die Woche 9 bis 10 Stunden außer Haus. Als sie etwas älter war auch mal 15 Stunden auf Dienstreise. Der Kleine hat 39 Monate gestillt und ich war ab 1 Jahr Halbtags arbeiten, ab und zu auch mal länger. Und beide Kinder waren schlechte Beikostesser, die sich bis 2 Jahre schon noch viel von MuMi ernährt haben. Aber wenn ich nicht da war ging halt behelfsmäßig auch mal was anderes. Flasche haben wir bei der Großen einmal versucht, mochte sie nicht, beim Kleinen gar nicht. Beide Kinder haben sich problemlos von heute auf Morgen aufgrund von Krankheit bei mir bzw. SwS-Problemen abstillen lassen. Der Kleine erst vor 3 Wochen, er kuschelt abends dann nochmal gerne mit meiner Brust, akzeptiert aber, dass er nicht mehr Trinken darf (soviel zum Thema, den bekommst Du ja nie von der Brust, wenn der Zeitpunkt verpasst ist).
LG
Morgaine

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Merle78
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Re: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Merle78 »

Erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten !
Ja... ihr habt recht... ich sollte mich gar nicht von anderen beeinflussen lassen !!
Ich schreibe gerade nur kurz vom Handy aus, melde mich aber nochmal ausführlich.

Der Gedanke weiter zu stillen und nicht mit Beikostbeginn auch auf Flasche umzustellen, ist mir eigentlich auch wohler.
Aber bekomme ich denn (wenn ich mal 13Std außer Haus bin) keinen Milchstau ? Mir schmerzen inzwischen schon die Brüste und fühlen sich stellenweise knubbelig an, wenn mein kleiner mal fünf Stunden am Stück schläft (Nachts) !?!
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Karinke
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Re: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von Karinke »

Jetzt ist nicht dann, und dann wird vieles anders sein ;) Es liegt noch soooviel Zeit und Entwicklungsschritte vor euch. Lasst euch da wirklich noch etwas Zeit! Übrigens: Ab dem 1. Bissen Beikost bist du am Abstillen. Einfach, um das nochmals in Erinnerung zu rufen.
Bild Grosses M, KS, 12.1010 Bild J, VHBAC, 8.2012 Bild Kleines M, 2.HG 9.2015
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beccarei
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Re: Übergang von Stillen-Beikost-Fläschchen

Beitrag von beccarei »

Ich bin, seit die Kleine 1 ist, zwei Mal in der Woche 12 Stunden weg. Die erste Woche hatte ich echt Probleme, weil die Brust produzierte und produzierte. Ich bekam abends meine Jacke nicht mehr zu und der BH schnürte richtig. Aber, die Brust ist ein Wunderwerk der Natur. Nach knapp einer Woche hatte sich die Produktion reguliert.
Ich würde mir da auch jetzt noch keinen Kopf drum machen, genieße es einfach. :slürp*
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
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