Extremes Spucken (Reflux)

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Muschelsucherin
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Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von Muschelsucherin »

Huhu!
Mein Kleinster ist jetzt genau 3 Monate alt und spuckt wie verrückt.
Er hat schon am 2. Tag im KH damit begonnen das Kolostrum wieder auszuspucken.

Ich stille ihn nach Bedarf, wie oft am Tag kann ich gar nicht sagen.
Jedenfalls spuckt er wirklich andauernd. Es ist egal, ob er aufrecht ist oder liegt.
Die Milch kommt direkt nach dem Stillen im Schwall hoch und dann spuckt er im Liegen weiter. Mahcnmal läuft es sogar raus, wenn er schläft.
Er hat wirklich ständig beide Schultern und Arme nass, sein Kopf liegt immer in einer Pfütze. So oft kann ich gar nicht das Tuch wechseln.

Er selbst findet das Spucken manchmal nicht schlimm, aber oft weint er davon. Manchmal weint er auch schon beim Stillen, bekommt richtige Schreianfälle, nimmt die Brust dann nicht mehr und macht sich steif.

Oft hat er was im Hals hängen und würgt dann. Manchmal röchelt er auch so komisch. Er hustet auch öfter, ich habe gelesen, dass das zusammenhängen kann.

Ob er richtig zunimmt, weiß ich nicht. Nächstes Wiegen ist bei der U4. Davor hatte keiner was zu meckern.
Er sieht gut aus und ist agil.

Aber ihn und mich stört das Spucken.
Ich habe alle gängigen Tipps bereits durch. Auch diverse Nahrungsmittel habe ich schon ausgelassen. Ohne Effekt.

Am meisten stört mich, dass ich fast kein Stillen ohne extremes Geschrei verbringen kann.
Er trinkt 1 bis 2 Minuten und danach geht sehr häufig ein ganz schlimmes Schreien los, inklusive Steifmachen und er ist unter keinen Umständen dazu zu bewegen an der brust weiter zu trinken.
Oft beruhigt er sich dann erst nach 15 bis 20 Minuten.
Das ist für mich wirklich schlimm, weil ich wegen der Großen häufig unterwegs bin.

Woran kann denn das liegen? Was kann man tun?
Es ist sehr nervenaufreibend und wird von Tag zu Tag eher schlimmer als besser.

Jetzt kommt folgende seltsame Beobachtung dazu:
Ich hatte gestern Abend einen Termin, bei dem ich den Kleinen nicht mitnehmen konnte.
Also blieb er bei meinem Mann, der zur Not Flasche und Pre-Milch dahatte.
Ich kann nicht pumpen. Bei jedem Versuch habe ich mir die BW kaputtgerissen. Ich bekomme sofort ganz schlimme Rhagaden.
Ich finde zu solchen Notfällen so ne Milch auch nicht schlimm, von daher.....

Ich habe mittags, damit ich beruhigt abends gehen konnte, ausprobiert ob er das trinkt.
Hat er gemacht, ganz ruhig, ohne weinen, steifmachen ect......und er hat NICHT gespuckt, nicht gewürgt, nicht geweint.

Abends während ich weg war, hat mein Mann ihm Milch gegeben und er hat wieder dasselbe beobachtet.

Das finde ich total merkwürdig.


Während ich diesen Text geschrieben habe, lag mein Kind neben mir und hat an die 10x einen kleinen Schwall Mlich ausgespuckt.
Beide Schultern sind nass und sein Brustbereich.
Nur mal, damit man sich das Ausmaß vorstellen kann.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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ClauWi-Trageberaterin GK
Sonnenschein
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Re: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von Sonnenschein »

Kann es sein , dass du sehr reichlich Milch bzw. einen sehr starken Milchspendereflex hast? Das würde erklären , warum er sich bei der Flasche nicht beschwert, weil er da nicht ersäuft wird ;)
Vermutlich bekommt er bei dir einfach zu viel zu schnell auf einmal. Versuch es mal mit mehrfach hintereinander die selbe Brust geben und auf der anderen Seite die Milch einfach weglaufen lassen. Ggf. auch den Milchspendereflex händisch auslösen, etwas Milch weglaufen lassen und dann erst andocken. Gegen die Schwerkraft stillen (z. B. Biological nurturing) ist auch gut. Hat bei uns immer prima geholfen. Kenne das Problem ansatzweise und vom Erzählen durch andere. Viel Erfolg! :)
Liebe Grüße,

Peggy mit Musikus (*06/2004), Erzählbär (*07/2010) und Schelm (*07/2013)



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Muschelsucherin
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Re: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von Muschelsucherin »

Ja, der MSR ist stark, aber er dockt dann ab und weint. Dann läuft es eh so raus und meistens trinkt er dann weiter.
Aber das ist nur an einer Brust so. Die andere Brust produziert auch nicht so viel, aber das wäre ein anderes Thema.

Deine ganzen Tipps praktiziere ich schon. Das hilft leider alles nichts.
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feniliro
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Re: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von feniliro »

Hallo,

ich bin was das Stillen betrifft gerade auch noch Neuling mit dem 3. Kind, da meine Zwillinge 2009 in der SSW 24+1 geboren sind und sie damals durch die lange Zeit im Krankenhaus inkl. Fläschchen nicht mehr an die Brust gegangen sind. Leider kannte ich damals die ganzen Methoden noch nicht um die beiden doch noch an die Brust zu gewöhnen.

Zum Thema: Ich kenne das was du beschreibst von einem meiner Jungs ganz genau. Bei uns war das Problem eine Speiseröhrenentzündung durch das ständige Aufsteigen durch Magensäure. Dabei ist es typisch, dass das Aufbäumen und Schreien nach wenigen Trinkzügen beginnt, da mit dem Mahlzeitenbeginn angefangen wird vermehrt Magensäure zu produzieren und diese bei Refluxkindern mangels ausreichend funktionierendem Schließmechanismus eben hochsteigt und brennt.

Falls Du denkst dass das bei Dir zutreffen könnte, könntest Du mit dem Kinderarzt besprechen ob eventuell die Gabe eines Protonenpumpenhemmers (Medikament gegen Sodbrennen) das Problem behebt. Ich sollte das damals versuchsweise geben und es hat sehr schnell geholfen. Da haben wir es dann lange beibehalten.

Gegen das Spucken an sich hilft das natürlich nicht...aber gegen den Schmerz dabei (falls es denn Schmerz ist was Dein Baby quält)

Dass das Phänomen bei der Flasche nicht auftritt könnte ich mir eventuell mit einer anderen Haltung beim Füttern erklären? Vielleicht aufrechter, dass die Säure nicht so einfach hochlaufen kann?

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute. Vielleicht hat ja noch jemand ein paar Ideen.

LG Lisa
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Muschelsucherin
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Re: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von Muschelsucherin »

Danke, das klingt hilfreich. Ich muss eh mit meinem Großen hin, da werde ich nachfragen.

Dazu kommt, dass ich andauernd gereizte, sehr trockene Brustwarzen habe, die sehr leicht einreißen.
Meine Frage ist, ob das von der Säure im Mund meines Kindes kommen kann.

Er saugt richtig, daran liegt das nicht. Nur, wenn ich mal nicht so genau auf ganz korrektes Anlegen achte, wie z.B. in der Nacht, da rutscht man ja manchmal etwas ab, dann reißen meine BW sofort ein und ich bekomme fiese Rhagaden.

Alles in allem ist das die stressigste und nervigste Stillzeit von allen dreien. Blöd. :?
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Re: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von klimaforscherin »

Hilft dir vielleicht dieses hier weiter? (von Renz-Polster)
http://www.gesundheitfuerkinder.de/erka ... eflux.html
Grüße
klimaforscherin
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EhMiwm

Re: AW: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von EhMiwm »

Wir hatten das auch bei beiden Kinder sehr extrem.
Und bei beiden hörte es schlagartig mit 6 Monaten auf.
Der Kinderarzt sprach damals von Reflux und nicht ausgereiftem Magenpförtner.
Ich kann dir nicht helfen, dich aber sehr sehr gut verstehen und dir Mut machen.


Geschrieben vom Handy mit Tapatalk4 und eigenwilliger Rechtschreibprüfung. ;-)
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Muschelsucherin
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Re: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von Muschelsucherin »

Danke nochmal für weitere Tipps.

Das Spucken an sich stört mich gar nicht. Das wischt man halt weg und fertig.

Was mich extrem stresst ist das Schreien, steif machen und zappeln beim Stillen.
Ich muss zugeben, dass ich deswegen außer Haus stillen oft versuche zu vermeiden.

Und was mich auch sehr sehr stört sind meine schmerzenden BW.

Meine anderen Kinder haben auch sehr viel gespuckt, aber die wafren fröhlich dabei und ich hatte keine Schmerzen.
Bei denen wurde es auch besser, je älter sie wurden.
Jetzt habe ich das Gefühl, es wird immer schlimmer. :?
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ClauWi-Trageberaterin GK
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Re: AW: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von Ajailana »

Hallo, meine kleine hat die ersten Monate auch ziemlich viel gespuckt und ich hatte einen sehr starken msr, allerdings hört sich das bei dir ganz anders an:cry: ich würde auf jeden Fall mal zum Arzt gehen damit, das ist mmn mehr als nur viel spucken.

Ich wünsche euch gute Besserung:smile:

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Capesider
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Re: Extremes Spucken (Reflux)

Beitrag von Capesider »

Oh je Ihr Armen, das klingt sehr stressig.

Bei meiner Großen hörte das extreme Spucken (3 Mal am Tag umziehen war hier Standart) sofort nach der Biedermann- Behandlung auf, sie hatte Kiss II. Kann es in der Richtung was sein, oder hat er sonst keine Kiss- Anzeichen?
Allerdings wüsste ich dann auch nicht, wieso er von der Pre nicht spucken muss.
Liebe Grüße
Danny BildBild mit 16-jähriger Pferdeflüsterin Bild und dem Dinoexperten :

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