Stillen und Berufseinstieg

Was kommt nach dem Vollstillen?

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elsasmama
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Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von elsasmama »

Liebe SuT-Leserinnen,

ich hab bisher nur mitgelesen, nun aber habe ich ein paar Fragen. Wer hat Erfahrungen mit Berufstätigkeit (Schichtdienst) und Stillen? Ich gehe (leider) ab Januar wieder arbeiten, mein Mann ist dann 3 Monate in Elternzeit. Meine Tochter wird dann 10 Monate alt sein.

Meine Fragen sind drehen sich um die Einschlafsituation und ganz allgemein die Mahlzeiten, wenn meine Brust nicht verfügbar ist. Kommt ein 10 Monate altes Kind damit schon klar oder ist die Trennung zu früh?

Ich schildere mal unsere Situation, wie sie jetzt ist.

Meine Tochter isst tagsüber bei uns mit (BLW) und bekommt hin und wieder ein halbes Glas Brei. Ob sie es annimmt, hängt von der Tagesform ab. An der Brust trinkt sie trotzdem noch 6-8 Mal am Tag. Nachts meldet sie sich momentan 2-4 Mal. Abends wird sie in den Schlaf gestillt und schläft im Familienbett.

Ich habe meine Chefin gebeten, mir vorerst nur Dienste zu geben, die von 10-18.30 Uhr bzw. 16-20.30 Uhr gehen. An den 8-Stunden-Tagen könnte mein Mann mir unsere Tochter zum Stillen vorbeibringen, oder ich pumpe ab. An den 4-Stunden-Tagen wäre ich dann beim Ins-Bett-Gehen nicht zu Hause. Demzufolge müsste meine Tochter ohne Stillen einschlafen. Bisher hat mein Mann sie also nicht ins Bett bringen können. Schnuller nimmt sie nicht.

Pulvermilch möchte ich ihr möglichst gar nicht geben. Und möglichst möchte ich auch noch lange weiterstillen, habe aber Angst, dass die Milch weniger wird, wenn ich wieder anfange zu arbeiten.

Außerdem ist sie momentan sehr anhänglich, lässt sich auch schlecht vom Papa trösten.

Könnt ihr mir Mut machen?

Liebe Grüße
Theresa


PS: Wenn mein Post in ein anderes Unterforum gehört, bitte verschieben! Danke. :)
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samuraikid
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von samuraikid »

hallo und herzlich willkommen hier.
zehn monate ist deine maus? ich glaube, da geht es mit fremdeln los und sie merkt ja auch, dass etwas im busch ist, deswegen auch das vermehrte stillen.
für deinen schichdienst denke ich, dass das abpumpen ganz sinnvoll. somit kann dein mann ebenfalls die flasche geben. nd wenn du zu hause bist, dann kannst du sie ja wieder stillen. der körper stellt sich auf die situation auch ein (ich mit meinem laienhaften wissen denke jedenfalls so) aber ich denke, dass hier noch ein paar spezialisten antworten können *winke*
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samuraikid
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von samuraikid »

ich glaube, deine frage wird eher im stillforum beantwortet *wink zu den admins*
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Wurzelkind
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von Wurzelkind »

Liebe Eisbärmama,

wir haben das ganze WE Besuch, aber du klingst so traurig...da wollte ich wenigstens kurz was schreiben, denn du hast mir auch immer was Aufbauendes geschrieben.

Ich hatte vor der Kita solche Angst. Auch bzgl. des Stillens usw. Hab im Stillforum sogar damals nen Thread eröffnet. Ich möchte dich beruhigen. Bei allem was kompliziert war, aber das Stillen war überhaupt kein Thema!!!!! Die Umstellung hat super geklappt!!!
Alle Sorgen waren umsonst!

Und zum Einschlafen: Wenn du weg bist, wird sie auch anders einschlafen. Ihr Papa und sie werden ein ganz eigenes Einschlafritual entwickeln. Meine Tochter schläft bei meiner Muttr z.B. ein wenn diese sie auf den Schoß nimmt und singt :D

Bestimmt wird auch bei euch alles gut!!!!
Wurzelkind mit Wurzelzwerg 10/2012

Das worauf es im Leben am meisten ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat.
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Wurzelkind
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von Wurzelkind »

Ach so...zum Thema Milch wird weniger: Ich stille ja jetzt manchmal über 9 Stunden gar nicht. Eine Zeit lang auch in der Nacht selten. Jetzt plötzlich in der Nacht laaaaang und häufig! Kind schreit
Wurzelkind mit Wurzelzwerg 10/2012

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Kirschquark
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von Kirschquark »

meine Tochter ist jetzt zehn MOnate alt, seit sie sieben Monate alt ist, arbeite ich wieder im Dreischichtsystem.
Das klappt wirklich gut, prinzipiell ist die Milch wohl schon weniger geworden - weil sie weniger gefordert wird. Soll heißen: auch an den Tagen, an denen ich 24h zur Verfügung stehe, wird inzwischen mehr gegessen als vor drei Monaten noch. Aber das ist vermutlich normal ;)
Ich hatte am Anfang schon den einen oder anderen Milchstau, wenn ich meine Pumppause in der Nacht nicht nehmen konnte (ich arbeite auf einer Intensivstation, da ist das so wenig planbar), manchmal habe ich auch nur schnell mal über dem Waschbecken ausgestrichen.
Jetzt hat sich offenbar meine Brust an unregelmäßige Beanspruchung gewöhnt, ich pumpe nicht mehr und die Brüste sind beim Nachhausekommen zwar prall aber nicht schmerzempfindlich und falls doch, wirds ja dann direkt weggetrunken. Für den Notfall liegt die Pumpe aber noch im Spind.

Einschlafen usw. beim Gatten klappt viel besser wenn ich nicht da bin. Sie schläft in des Gatten Arm ein und trinkt bei ihm nur einmal in der Nacht.
LG
Hannah
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Toony
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von Toony »

Hallo Theresa,

ich will dir Mut machen, das wird klappen!

Ich bin teilweise beruflich (und das schon seit 3 Monaten) 12h am Stück weg - der Zwerg wird dann vom Papa in den Schlaf getragen, aufs Stillen verzichtet er in meiner Abwesenheit (bleibt ja auch nix andres übrig ;-)), er nimmt aber auch keine MuMi aus der Flasche oder Tasse. Wenn ich zurück komme, dann bin ich natürlich erst mal gefragt. Habe ich Abendtermine, dann stille ich, bevor ich weg muss und er bekommt wenn er zwischendrin wach wird Wasser zu trinken, er lässt sich auch vom Papa wieder gut in den Schlaf tragen.

Soll er beim Papa (wieder) einschlafen, wenn ich im Haus bin, dann gibt es Terror - es ist also immer ein Unterschied, ob ich greifbar bin oder nicht, er scheint das zu spüren :-)

Vielleicht magst du dir ja den ein oder anderen freien Nachmittag/Abend vorab gönnen, wo du zwar nicht zu Hause bist, aber im absoluten Notfall abrufbar wärst und dein Mann sich schon um eure Tochter kümmert, so dass alle Seiten die grundsätzliche Situation vorab schon ein wenig kennenlernen und du entspannt in die ersten Schichten gehen kannst?

LG, Toony
Toony mit Zwerg (11/12), Maus (12/14) und Schnecke (01/18)
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Wurzelkind
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von Wurzelkind »

Oh :oops: sehe gerade, dass ich dich verwechselt habe :oops: :oops: :oops:

Aber will es trotzdem noch zu Ende schreiben :wink:

Also: Bei mir pendelt sich die Milch auf wundersame Weise immer aufs Kind in. Manchmal trinkt sie nachts 1x und manchmal 8x :shock: Es ist immer genug da und nach meinem Gefühl durch den Berufseinstieg nicht weniger geworden. Ich wünsche dir ALLES GUTE für den Einstieg!!
Wurzelkind mit Wurzelzwerg 10/2012

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Antoine de Saint-Exupéry
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von elsasmama »

Oh vielen Dank für eure aufbauenden Antworten. :-)

Ich war so verunsichert, denn ich hatte neulich irgendwo gelesen, dass wenn man anfängt, Stillmahlzeiten durch Brei zu ersetzen, das der Anfang vom Ende der Stillbeziehung sei und ehe man sich versieht, hat man gar keine Milch mehr. Da ich überlege, meine Kleine vegan zu ernähren, wäre es toll für sie, wenn sie noch lange Mamamilch bekommt, da ich ihr keine Kuhmilch geben möchte.

Eine Frage habe ich aber noch: Wie viel Milliliter habt ihr denn so auf Arbeit abgepumpt und für wie viele Mahlzeiten reicht das dann?

@Toony: Ja, wir werden bald mal einen Testlauf starten. In 2 Wochen kommt mich eine gute Freundin besuchen, die ich 1,5 Jahre nicht gesehen habe. Wir werden dann abends in der Nähe was essen gehen und mein Mann bleibt zu Haus und kümmert sich um die Kleine, wenn sie wach wird. Sollte es gar nicht klappen, bin ich innerhalb von 15 Minuten zu Hause.

@Kirschquark: Eigentlich darf man doch als stillende Mutter laut Mutterschutzgesetz gar nicht nachts arbeiten, oder?

Liebe Grüße


Elsasmama seit *25.02.2013
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missbambi
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Re: Stillen und Berufseinstieg

Beitrag von missbambi »

Huhu Elasmama,
da ich gerade im Forum nach "Stillen und Schichtdienst" gesucht habe und u.a. auf deinen Thread gestoßen bin, wollte ich nun mal nachhören, wie's bei euch bisher läuft?
Ich bin in einer ganz ähnlichen Situation: Bin zwar noch in Elternzeit, werde aber, bevor ich in meine alte Arbeit zurück gehe, für einige Monate ein Kreißsaalpraktikum (im Schichtdienst) machen. Mein Kleiner wird bei Praktikumsantritt 10 Monate alt sein, isst zwar tagsüber schon sehr gut und reichlich, sollt aber trotzdem je nach Befinden 2-4 Mal tagsüber und nachts zwischen 2 und 5 Mal. Er schläft zwar nicht an der Brust ein, Stillen gehört aber ganz klar zum Bettgehritual dazu. Im ersten Monat hab ich nun zwar noch keinen Nachtdienst bekommen; in der 2. Woche allerdings schon eine Spätdienst, d.h. ich komme erst 3, 4 Std. nach Schlafenszeit nach Hause.. Ich mache mir gerade auch echt Sorgen, wie das werden wird, weil das kleine L leider auch aus keinem Fläschchen trinkt ;( ... und ich möchte natürlich auch nicht aufhören zu stillen.
Über Tipps insbesondere bzgl. der Fläschchenverweigerungsthematik würde ich mich total freuen!!
Danke schon im Voraus!

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Svenedi mit großem L (06/2007) und kleinem L (04/2013)

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