Immer wieder Zweifel...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Lothlorine
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Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Liebe SuTler,
liebe Leidensgenossinnen,

seit Monaten hadere ich damit diesen Thread aufzumachen, jetzt packe ich es mal an. Es geht um mein kleines fast 14 Monate altes Pfadi, das nach wie vor gerne dauernuckelt. Zum Glück gibt es dieses Forum, daher weiß ich mittlerweile, dass wir ganz normal sind. :mrgreen: Zur Vorgeschichte, ich versuche mich kurz zu fassen: Problemlose Schwangerschaft, zügige, glückliche, ambulante Geburt, holperiger Stillbeginn (Nachsorgehebamme riet zum Zufüttern, wogegen ich mich wehrte, nach 5 Wochen habe ich dann vollgestillt), Stillen nach Bedarf, langsame Gewöhnung an Beikost, Familienbett, getragen- gesundes, aufgewecktes, sehr aktives Mädchen, das auch ohne Mama spielen kann. Soweit, so glücklich. Aber das Thema Schlaf... Die ersten Wochen schlief unser Pfadi nur AUF uns, danach nachts in meiner Armbeuge und tagsüber, sowie abends nur im TT. Kinderwagen war und ist nur phasenweise beliebt, Schnuller wurde nur wenige Tage angenommen. Ablegen funktioniert bis heute nicht, die ersten zwei Monate ließ sie sich noch nicht einmal wach ablegen. Diese Supersensoren hatte ich doch gar nicht bestellt... :shock: Auch die Federwiege war leider kein Erfolg. Das Babybay ging gar nicht, mittlerweile wird allerdings das große Beistellbett akzeptiert, wenn ich sie darin stille. Sie dreht sich auch schon seit ein paar Monaten von mir weg und ich kann mich auch hin und wieder rumdrehen. Das TT mochte sie irgendwann abends nicht mehr, dann schlief sie einige Zeit bei mir auf dem Stillkissen auf der Couch. Es musste allerdings still sein. Irgendwann war auch das unbequem, sie brauchte Platz. Nun schläft sie seit Sommer auf einer Matratze im Kinderzimmer bis wir ins Bett gehen. Vorher führen wir unsere festen Abendrituale durch. Das Alleineschlafen klappt zwischen zwei Minuten oder (einmalig) 3 1/4 Stunden. Aber es sind immerhin kleine Fortschritte. Nachts haben wir von Beginn an keinen Rhythmus. Sie sucht zwischen alle paar Minuten und drei Stunden meine Brust. In neun Nächten seit Geburt hat sie länger als 6 Stunden geschafft, oder ich habe es verschlafen... Das heißt sie kann es! Gegen Morgen wird gewöhnlich dauergenuckelt bzw. für kurze Zeit abgedockt. Ich habe nach anfänglichen Schlafstörungen gelernt relativ viel mitzuschlafen, aber die Probleme, die ihr Schlafverhalten mit sich bringt, sind hier im Forum ja hinlänglich bekannt: Rückenschmerzen, weil ich mich nicht umdrehen kann, Tiefschlafdefizit, keine Zeit mit meinem Mann, keine Zeit für eigene Unternehmungen am Abend, einfach mal abschalten. Seit ich wieder arbeite ist das noch anstrengender geworden. Genug beschwert, was habe ich unternommen: Gute Bücher gelesen (Sears, Renz-Polster, Gonzales, Pantley, Liedloff etc.), mich hier im Forum gestärkt, Gespräche mit zwei Stillberaterinnen, meiner Pekipleiterin, einer Heilpraktikerin. Einmal war sogar eine Psychologin bei uns zu Besuch, weil ich bei ihr einen Kurs zu entspannte Zeiten mit dem Baby gebucht hatte und wir wohl ein Spezialfall sind. Meine Kinderärztin ist auch Heilpraktikerin und probierte schon mehrere Globuli mit uns aus. Ich habe so ziemlich alle Tricks und Methoden durch: Mamashirt, Kuscheltier, Wärmflasche, weiße Geräusche, Entspannungsmusik, austoben, verschiedene Schnullertypen, gestuftes Beruhigen, Schlafprotokolle, pucken, Nest bauen, Lavendelölmassage, Sandmännchenöl, abendliches Bad...
Nur beim Osteopathen waren wir noch nicht. Weshalb ich euch das alles schreibe: Ich komme aus dem Zweifeln nicht heraus. Einmal denke ich, ja es ist gut, wie wir es machen und sie braucht es so und ich schaffe es, bis sie von sich aus so weit ist. Aber dann taucht immer das kleine Teufelchen auf, das doch mein Kind mit anderen vergleicht, das mir einflüstert nicht alles richtig zu machen. Verpasse ich es, sie in Ruhe alleine einschlafen zu lassen? Manchmal denke ich sie kämpft richtig an der Brust ums Ein- und Weiterschlafen. Ist sie vielleicht alt und reif genug für andere Wege? Was kann ich ihr zumuten? Selbst mein geliebter Sears und Renz-Polster weisen darauf hin, dass man Kompromisse finden muss. Wie oft frage ich mich, wie hoch mein Leidensdruck ist, ob er reicht für Veränderungen? Davon habe ich mit meinem Mann eine ganze Liste geschrieben. Aber welche umsetzen und wie? Ich muss sagen, dass ich selbst mit Pantleys Entwöhnungsplan ein schlechtes Gewissen habe, weil ich meine kleine Maus beim Einschlafen störe... :oops: Wobei ich mir vorgenommen habe, das jetzt mal konsequent 10 Tage durchzuziehen. Vor dem nächtlichem Abstillen scheue ich mich noch, da sie das bestimmt noch nicht versteht. Aber so wie ich sie einschätze, ist das für sie der einzige Weg, die Nuckel-Schlaf-Assoziation zu durchbrechen. Auf Papa Beruhigungsversuche reagiert sie panisch, obwohl er sie sonst zu 50 Prozent betreut. Nach 3 Minuten Schreien auf seinem Arm haben wir abgebrochen. :roll:
Nicht auf ihr Herumrollern und Suchen zu reagieren bringt nur manchmal was, anderweitig beruhigen (Signalwörter, streicheln etc.) ebenso. Sie macht das alles im Halbschlaf mit geschlossenen Augen, von daher könnte ich ja behaupten sie schläft durch. Wenn ich nicht reagiere oder nur ohne Brust wird sie wach und weint. Sie zeigt auch Ansätze von Selbstregulation: Kopf hin und her werfen, rumrollern, mit dem Arm schlagen. Daumen wird nicht benutzt. Insgesamt schreit unser Pfadi nur sehr wenig und wird oft als in sich ruhendes Kind bezeichnet.
Wurde doch lang... Nun nochmal meine Frage: Steh ich ihrem ruhigen Schlaf im Weg? Was kann oder muss ich ihr zumuten? Geht es nicht ohne Protest, Weinen? Ist es auch schädlich, wenn wir sie dabei begleiten? Danke für eure Geduld! :D
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marykate
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von marykate »

Klingt in weiten Teilen nach unserem Kind :mrgreen:
Ich drück Dich mal, das ist wirklich schwierig :?

Meine Tipps auf die Schnelle:

- Geh nicht über Deine Grenzen. Tust Du schon, ich weiß. Ich meine aber in einer bestimmten Situation. Z.B. wenn Deine Tochter zum x.ten Mal wieder aufwacht, wenn Du Dich 1 cm von ihr wegbewegst und nach der Brust verlangt und Du willst wirklich JETZT in dem Moment einfach ganz und gar nicht mehr, dann gib ihr die Brust in dem Moment auch nicht. Oder knöpf sie ihr ab, wenn es Dir reicht. Und erkläre ihr das. Dass Du jetzt im Moment einfach nicht mehr kannst und magst und dass sie die Brust später wieder bekommt, wenn Du ausgeruhter bist. Das hat für mich/uns weit besser funktioniert als irgendwelche Zeitpläne und Listen. Und wurde auch relativ gut akzeptiert, vermutlich weil ich dann authentisch war.

- Geduld. Wir sind 16 Monate weiter und haben natürlich immer noch kein Kind, das schläft wie im Bilderbuch, aber es wird wirklich von alleine immer besser. Vor allem die Abhängigkeit von der Brust löst sich TATSÄCHLICH von alleine. Irgendwann kommt der Moment wo Du merkst, dass sie sich nicht an der Brust beruhigt, Du löst sie von der Brust und sie schläft kurz danach ohne Meckern ein.

- Hör auf Dein Gefühl. Wenn Dir irgend etwas wirklich grundfalsch vorkommt, dann mach es auch nicht. Und wenn Du den Impuls hast etwas zu tun, das vielleicht etwas merkwürdig erscheint, aber irgendwas sagt Dir, dass es das jetzt ist: Mach's.

- Ausprobieren. Nicht zu viel ausprobieren natürlich. Aber etwas, das vor einer Woche nicht geklappt hat kann eine weitere Woche später plötzlich klappen. Mit Papa einschlafen zum Beispiel. Ewig undenkbar, irgendwann ging's auf einmal :D

Bei uns hat es übrigens auch etwas über den ersten Geburtstag gedauert bis sich wieder etwas getan hat beim schlafen. Es kann gut sein, dass sich bald wieder von alleine etwas tut :)
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marykate
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von marykate »

Achso, nein, es wird sehr sicher nicht ohne Protest gehen :)
Und das ist auch vollkommen ok. So lange ihr sie dabei begleitet und Euch den Protest anhört.

Es geht in jeder Beziehung immer und immer wieder darum, dass jede Seite ihre Grenzen absteckt und dazu ist Kommunikation nötig. Das läuft in dem Alter natürlich noch nicht über ausführliche wortreiche Darlegungen der eigenen Situation :P :wink:

Was Du wann ihr zumuten kannst und was Du auch DIR zumuten kannst musst Du einfach nach Situation entscheiden.
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Danke, Marykate! Das tut gut. Als wenn das Kind gewusst hätte, dass ich einen Hilferuf starte, geschah vorgestern das Unfassbare. Erst hat sie beim Einschlafstillen nach akrobatischen Übungen an der Brust abgedockt, mir den Rücken zugedreht und mit den Armen geschlagen, dann einmal quer über die Matratze gekrabbelt, sich auf den Bauch geworfen, die Spieluhr hinter sich geworfen, meine Hand festgehalten... Und immer mal wieder ruhig liegengeblieben, mit dem Versuch einzuschlafen. Das Ganze endete dann doch an meiner Brust, aber nur ganz kurz, dann hat sie sich abgedockt und zufrieden gepennt. Der Abend bescherte mir dann eine Häkelrunde und fast einen ganzen Film (1 1/2 Std) und nach dem kurzen Weiterstillen um zehn im FB, schlief sie tatsächlich bis 5 Uhr!!! :konfetti Ich wurde um halb vier mal wach und da lag sie mit dem Kopf nach unten in ihrem Beistellbett. Ich muss tatsächlich mal im Tiefschlaf gewesen sein, sonst merke ich jede Regung. Entweder habe ich gestillt und es nicht gemerkt oder hat sie tatsächlich das erste Mal in 14 Monaten 7 Std durchgeschlafen. Egal, beides toll! Leider war es wieder eine Eintagsfliege, aber immerhin gehen wir bald in den zweistelligen Bereich, was Schlafen über 5 Std angeht. Es beruhigt mich immer wieder, weil ich dann sehe, dass es wirklich ohne mein Zutun geht. Aber deine Tipps finde ich super, ich kann viel mit den Gedankenanstößen anfangen. Als ich mal Migräne hatte, konnte ich es auch nicht mehr ertragen, da hat sie auch eine halbe Std ohne Weinen neben mir probiert einzuschlafen. Mein Mann hat sich dann aber erbarmt und sie getragen.
Was haltet ihr davon, sie tagsüber nicht mehr beim Stillen einschlafen zu lassen? Das funktioniert auch nicht mehr immer, aber im Buzzi hat sie gestern auch bei mir protestiert. Irgendwie hab ich das Gefühl, sie braucht was Neues...
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marykate
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von marykate »

Gerne :)

Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie sich das Filmschauen angefühlt hat :D

Super!
Lothlorine hat geschrieben:Was haltet ihr davon, sie tagsüber nicht mehr beim Stillen einschlafen zu lassen? Das funktioniert auch nicht mehr immer, aber im Buzzi hat sie gestern auch bei mir protestiert. Irgendwie hab ich das Gefühl, sie braucht was Neues...
Ist doch total egal, was wir davon halten :mrgreen:
Wenn das für Dich grade ein Ansatzpunkt ist, wo Du denkst, dass da was geht: Probier's!
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Ja, klar, so war es ja auch nicht gemeint. :wink:
Ich dachte eher, ob jemand gute Erfahrungen damit gemacht hat, ich meine mich nämlich zu erinnern, dass mir mal eine Stillberaterin und auch meine Hebamme mir den Rat gab.

Aber im Moment (ich will es noch nicht zu laut beschreien, also pssst...) deutet sich eine leichte Besserung an. Abends geht es mal wieder zwischen 45 Minuten und 2 Stunden und nachts hatten wir jetzt auch nochmal fast 5 Stunden am Stück. Das ist ja schon eine exorbitante Steigerung - Lob an mein Pfadi!!! :jippi:

Wobei es nachmittags jetzt immer schwieriger wird (ein Schlaf reicht noch nicht): Im Buzzi wehrt sie sich, bzw. krabbelt mir im Vorfeld schon davon :!: - beim Stillen auf der Couch klappt es auch immer weniger. Selbst der Kinderwagen, der im Moment eigentlich für sie entspannend wirkte, war gestern nur ein Ort des Quatschmachens im todmüden Zustand. Vielleicht bauen wir doch noch das Bett auf. Aber ob ihr es glaubt oder nicht, ich weiß nicht so recht, wie ich das anstellen soll mit dem Schlafenlegen. Hinlegen tut sie sich mittlerweile sowieso nur noch selbst (beim Wickeln auf meine Frage und Bitte hin) und wie soll das Kind da nur runterkommen und dann gar noch die Augen schließen und schlafen??? :shock: Das liest sich in den ganzen Büchern immer sooo einfach.

Hier mal meine aktuelle Ideenliste, was ich angehen könnte, vielleicht kann noch jemand was mit anfangen:

-feste Schlafenszeiten (mind. 2,5 Std. nach dem Aufstehen, mind. 4 Std. vor dem Schlafengehen), besser Tagesstruktur (schwierig, wenn man z.B. das Kinderturnen und die Krabbelgruppe besucht)
-nicht mehr tagsüber Einschlafstillen
-nachts nicht mehr gleich stillen (schlafend stellen, gestuftes Beruhigen)
-1 Nacht auf die Couch ziehen oder den Platz im Bett mit meinem Mann wechseln (vielleicht duftet die Milch doch zu verführerisch :mrgreen: ...)
-Kinderwagen öfter mal stehen lassen (wir laufen immer meilenweit und stundenlang - die Großeltern stellen sie im Garten ab, bei uns wird sie wach!)
-versuchen sie aus dem Buzzi abzulegen (ist bisher immer gescheitert, aber wir probieren es auch nicht mehr)
-1 Nacht im Kinderzimmer weiterschlafen lassen (also hier geht es ja extrem an meine Bequemlichkeit ran - und ehrlich gesagt fehlt sie mir... :knutsch
-Kuscheltier immer wieder dazulegen beim Einschlafen (auch wenn sie es hinter sich wirft :wink: )
-Babymassage
-das Licht abends im Kinderzimmer ausmachen (sie spielt immer noch recht lange, bevor sie zu mir auf die Matratze krabbelt und sich die Augen reibt)
-Pantley-Plan konsequent verfolgen
-Mittagsschlaf im Kinderzimmer probieren
-nachts abstillen (nach Gordon?) als letzte Möglichkeit

Ihr seht, an Ideen mangelt es mir nicht, aber an den beiden, die ich mir unter die Liste geschrieben habe: KONSEQUENZ UND GEDULD! :oops:

Ich freue mich über weitere Rückmeldungen oder Anregungen oder Erfahrungsberichte, danke.
Großes Pfadi (09/2012) und kleines Pfadi (05/2016)
Zimty
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Zimty »

huhu, bei uns ist es fast das gleiche, wir sind jetzt elf monate und schlafen geht nur bei mama. also nachts hab ich das vergügen das sie mal mehr oder weniger allein schläft, also einschlafstillen, auch mal bis zu einer stunde, dann kann ich wieder aufstehen, je nach tag beschwerd sie sich nach 10 minuten oder wenn ich glück hab erst nach 2 stunden, dann leg ich mich wieder zu lange wie nötig dazu und stille mal 10 Minuten oder wieder eine stunde, bis ich dann so gegen morgens 5 liegen bleibe undgemütlich mit ihr ausschlafe. und wenn ich dan neben dran liege mach ich so Sachen wie das hier :mrgreen:
es ist für uns der einzige weg den ich gefunden hab, wenn ich abends mit ihr ins bett geh und morgens früher aufstehen will ist sie sofort wach und schläft nimmer und ist den restlichen tag quengelig. mir macht das im moment nichts aus und ich denk gar nicht dran das ändern zu wollen :D denn ich bin so froh das wir endlich einen weg gefunden haben. ich geh auch davon aus das das noch eine ganze weile dauert bis es sich ändern lässt. ich hab mit der kleinen gelernt, es so zu nehmen wie es ist, sie ändern zu wollen geht einfach nicht. manchmal hab ich auch tage wos mir auf den keks geht aber dann denk ich z.B. zurück an die ersten zwei monate, wo ich nicht kapiert habe, dass sie mich einfach zum schlafen braucht, da waren wir zum Teil mit ihr !!!20 Stunden!!! am Stück wach. Und dann bin ich einfach nur froh das es ist wie es ist :D ich hab mich inzwischen einfach damit abgefunden das es wohl die nächsten ein zwei Jahre auf jedenfall noch so weitergehen wird....
lg Zimty
mit dem wildem Tier 12/12 :slürp*
Lothlorine
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Lothlorine »

Danke, Zimty für deine Erfahrungen. Ich müsste mir von deiner Gelassenheit eine Scheibe abschneiden... Aber ich habe Fortschritte zu vermelden, besser gesagt meine Kleine macht diese. Seit Anfang November hat sie plötzlich versucht selbst (nach dem Stillen) einzuschlafen, siehe oben. Das hat sich tatsächlich nun mehrmals wiederholt. Sogar dahingehend, dass sie geweint hat, aber nicht an die Brust wollte und noch mehr weinte, als ich sie hochnahm! Erst das Hinlegen und mein Nichtstun hat sie beruhigt! Wie irre ist das denn? Ich kam mir schon etwas komisch vor. Jetzt verstehe ich auch endlich, was im Rabenelternartikel mit Loslassen gemeint ist. Sie zeigt mir ihren Weg. Das ging dann ein paar Abende gut, hatte immer 3 Stunden Freizeit und nachts mind. 3 Stunden Schlaf, oft mehr. Für zwei Wochen, ich hatte mich gerade dran gewöhnt. Dann war alles wieder wie vorher. Aber vorgestern ist sie wieder von sich aus von der Brust weg und eingeschlafen, mit ruderndem Ärmchen. Und gestern habe ich spontan was probiert, nach dem ersten Stillen und aufgeregtem Gegrabsche an der anderen Brust ist sie abgedockt. Als sie das nächste Mal wieder ran wollte, hab ich die Brust nicht mehr angeboten und mit Panik und wildem Geschrei gerechnet. Was geschah? Sie motzte zweimal für 10 Sekunden, wälzte sich noch dreimal und ließ dann mein Kuscheln zu. Sie war innerhalb kürzester Zeit eingeschlafen, schneller als beim Stillen! Und das konnte ich später noch zweimal wiederholen. In der Nacht war ich zugegebenermaßen zu müde und bin in mein altes Muster zurückgefallen und habe die Brust gleich ausgepackt... Vielleicht ist sie reif für einen neuen Schritt!?
Das wäre ganz gut, weil mich eine Stillberaterin bzgl. Zahngesundheit verunsichert hat. Ich habe mir die Threads hierzu durchgelesen, aber nicht ganz beruhigt, weil sie auch tagsüber ganz oft stillen möchte.
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Zimty »

naja, immer so gelassen sein schaff ich auch nicht :-) an manchen Tagen hab ich zwischendurch auch mal Verzweiflungsanfälle, aber Gott sei dank nur kurz, und ich hab lange gebraucht das alles so zu aktzeptieren. Ich glaub es liegt daran, dass einem leider die Menschen ausenrum so viel erzählen wie es ja eigentlich sein sollte und man ständig das Gefühl hat man ist nicht normal. Aber das ist mir inzwischen Wurst, ich merk nun was uns gut tut und so mach ichs auch.
Ich glaub auch das die Kinder ihren eigenen Weg gehen, irgendwann sind sie auch bereit alleine Einzuschlafen, die einen früher die anderen später...
Vielleicht klappt es ja bei dir wirklich bald!
Ich hab grad auch noch mal deinen ersten Beitrag gelesen, da schreibst du von Rückenschmerzen, das Problem hatte ich auch. Ich hab dann mal drauf geachtet, mir ist aufgefallen, das ich mich schon beim hinlegen so verkrampft hab um ein bißchen Abstand zu ihr, trotz, stillen, zu haben. Wegen der Angst das Sie keine Luft bekommt, und da ich mich beim schlafen ja nimmer bewegt hab, hab ich die ganze Nacht so unbequem gelegen. Jetzt versuch ich mich immer bequem hinzulegen, leicht zu ihr geneigt. Seit dem hab ich keine Rückenschmerzen mehr. Und ich hab auch keine Angst mehr das sie keine Luft kriegt. Mir ist sogar aufgefallen, dass sie besser und schneller einschläft wenn ich mich zu ihr geneigt, schon fast ein bißchen auf sie drauf, lege. Also natürlich nicht wirklich, aber ich weiß nicht wie ichs beschreiben soll. Ich glaub vorher hatte sie das Gefühl das ich weggehe, das ist jetzt besser.
Was hat den deine Stillberaterin wegen dem Stillen und Zahnproblemen gemeint?
Ich hab mich viel bei der La Leche Liga übers stillen informiert (über Broschüren und Infoblätter), das hat mir echt viel geholfen und den Rücken gestärkt. Und da heist es immer Stillen nach Bedarf, wie auch immer der Bedarf des Kindes aussieht, und solange es Mutter und Kind wünschen. Aber von Zahnproblemen dadurch hab ich jetzt noch nichts gehört.
Ich hab jetzt auch den Wirbelwind, die Zeitung von der LLL aboniert. Da sind auch immer Erfahrungsberichte von Stillmamis und da hab ich letzt auch von einer Mami gelesen die ihr Kind zum einschlafen gestillt hat bis es 6 Jahre alt war...
Ich glaub so wirds hier auch 8)
lg Zimty
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Re: Immer wieder Zweifel...

Beitrag von Zimty »

Ach jetzt hab ich noch was vergessen, du hast ja geschrieben, daß du Sie ja Nachts stillst und da ja dann die Brust auspacken must. Ich weiß nicht obs dir hilft und obs bei anderen auch so klappt wie hier, aber ich erzähls jetzt mal. Seit ich die kleine mit ins Bett nehm und sie beim stillen einschläft, pack ich die Brust nimmer ein. Schlaf ja beim stillen als auch ein :mrgreen: und seit das so ist und die Brust ausgepackt ist stillt sie sich Nachts selber. Ich merk fast nie wenn sie sich andockt. Aber Sie tuts :D Schläft ja an der Brust ein und wenn sie aufwacht muß sie ja nur wieder zuschnappen :D Somit sind die Nächte trotz Stillen inzwischen sehr entspannt.
lg Zimty
mit dem wildem Tier 12/12 :slürp*
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