In drei Wochen geht's bei mir wieder los in Vollzeit, mein Mann geht dann in Elternzeit. Die kleine Maus ist dann 6 Monate alt. Mit Beikost haben wir angefangen, aber wirklich nennenswerte Mengen nimmt sie noch nicht zu sich. Sie wird nach Bedarf gestillt, und das ist tagsüber seehr oft. Teilweise will sie stündlich trinken. Liegt auch daran, dass zur Zeit eben alles wahnsinnig interessant ist und jedes ungewohnte Geräusch dazu führt, dass die Mahlzeit vollständig unterbrochen wird, weil erstmal geschaut werden muss, was da los ist. Und dann sieht sie was interessantes, Spielzeug oder den Kater oder oder und dann ist erstmal vergessen, dass sie ja Hunger hatte
Nun, zurück zum Thema. Eigentlich war alles ganz einfach gedacht. Handmilchpumpe hab ich hier (Medela Harmony), pumpen klappt wunderbar, Flasche mit Medela Calma Sauger ist auch da, Flaschenfütterung durch den Papa klappt auch, eigentlich. Elektrische Pumpe von Medela ist unterwegs zu mir. An Milch wird's nicht mangeln, da bin ich recht zuversichtlich, das hat immer klasse geklappt, nach einem holprigen Pumpstart.
Gestern abend war ich bei einer Veranstaltung zur Schlafenszeit, Papa war also zuständig. Das Mäusekind hat fast zwei Stunden gebrüllt und - natürlich - die Flasche verweigert. Er hat wohl etwas Milch mit dem Löffel in sie hineinbekommen, aber die Technik war eher nicht so nach Lehrbuch *räusper*. Dieses Erlebnis (das ich nur vom Hörensagen kenne) hat mich natürlich von meiner Zuversicht etwas weggebracht. Aber trotzdem sag ich mir, sie wird auch lernen, beim Papa zu entspannen.
Nun wird also abgepumpte Milch gekühlt oder tiefgefroren da sein, die Flasche auch. Wie groß ist die Gefahr der Saugverwirrung jetzt noch? Insbesondere, da sie ja viel trinkt tagsüber. (Oder wird sich das verringern? Könnte sie effektiver trinken? Ist da wahrscheinlich auch ganz viel kuscheln dabei?) Ich mach mir grad wirkich nen Kopf, dass wir das Abstillen einläuten, wenn sie den ganzen Tag aus der Flasche trinkt. Und das will ich auf gar keinen Fall, ich stille inzwischen total gern!
Zweite Frage: Wenn die Mumi warmgemacht ist und das Tochterkind trinkt dann nur ein paar Schlucke, kann mein Mann dann später die gleiche Flaschen nochmal füttern (abgekühlt, nicht wieder warmgemacht), und wenn ja, wie lange noch? Ist ja immer schade um die gute Milch. Klar, er könnte immer kleine Portionen auftauen, aber jedesmal wieder unterbrechen, wenn das Mäusekind dann vielleicht doch trinken würde? Dritte Frage: was macht er denn, wenn er unterwegs sein will, in der Krabbelgruppe zum Beispiel? Mumi warmhalten soll ja nicht so toll sein ... Kühl in die Flasche, mitnehmen und vor Ort aufwärmen? Stell ich mir stressig vor, wenn das Kind dann Hunger anmeldet und dann muss noch alles hergerichtet werden. Zuhause ist's ja vorbereitet. Gibt es Fläschenwärmer zum Mitnehmen? Was ich auf der Babymesse gesehen habe, ist ein "Instant-Flaschenwärmer" - da wird so ein Heizelement in die Flaschen eingebaut (Prinzip Taschenwärmer), das die Milch dann beim Durchfließen erwärmt: http://www.yoomi.de Kennt das jemand? Taugt das was? Soll auch für Muttermilch geeignet sein.
Ach mensch, ich mach mir aber auch immer so nen Kopf. Mein Mann hat mich vorgestern drauf aufmerksam gemacht, dass es nur noch drei Wochen sind - er freut sich riesig auf die Elternzeit - seitdem ist mir ganz anders ... Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, 9 h am Tag ohne Kind zu sein.