Ich bin am Ende
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miedziana
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Ich bin am Ende
Hallo!
Im Urbia-Forum wurde mir empfohlen mich hier zu melden und mal meine Leidensgeschichte zu posten und nach Hilfe zu suchen. Ich will so gerne stillen, aber mein Sohn und ich kämpfen seit genau 4 Monaten unaufhörlich miteinander. Er ist mein erstes Kind. Auch das Tragen ist so ein Problemthema, aber das Poste ich später im Trageforum.
Mein Sohn kam bei ET-7 per Einleitung und einer sehr schweren Entbindung auf die Welt. Von Geburt an wollte er alle 2 Stunden trinken - tagsüber und nachts. Pro Mahlzeit trinkt er 10 bis maximal 15 Minuten an einer Brust und die zweite will er dann gar nicht mehr. In den ersten Wochen hatten wir abends auch viele Clusterphasen die ich mal außen vor lasse.Denn die sind das kleinste Problem gewesen. Er war, bzw. ist es immer noch, ein Schreikind. Im KH hat das Stillen erst super geklappt. Dann haben mich die Schwestern dort verunsichert und auf einmal hatte ich Probleme dabei. Dann kam noch meine Hebamme dazu, die mich völlig durcheinander gebracht hat. Sie sagte ich soll nur alle 4 Stunden stillen und die Zeiten strecken. Da ich keine Ahnung hatte habe ich das einen Tag lang versucht. Aber sein Schreien hat mir das Herz gebrochen und ich habe wieder nach Bedarf gestillt. Hinterher hat er beim Stillen auch gekämpft, geweint, sich gestreckt, etc. Und so haben mein Kleiner und ich täglich miteinander gekämpft. Ich habe eine STillberaterin der LLL angeschrieben und nur einen Link zu INfoblättern bekommen. Erst ein Gespräch mit einer Stillberaterin der AFS hat ein klein wenig geholfen.
Das Gute war, dass zu der Zeit die Nächte gut waren. Da ich mit wenig Schlaf auskomme, fand ich es nachts auch ok alle 2 Stunden zu stillen. Und der Zwerg schläft eh bei uns im Bett, das hat es noch leichter gemacht.
Bis zur 9. Woche wurde es auch mit meinen BW nicht besser. Ich hatte höllische Schmerzen bei jedem Stillen. Nichts von dem Hebammentipps hat geholfen. Meine letzte Chance war das Lasern, wofür ich 4 Tage lang 40 km pro Richtung rumfahren musste mit einem schreiendem Baby im Auto. Immerhin hat es gut geholfen und ich hatte keine Schmerzen mehr.
Dann kam die Brustschimpfphase. 3 Wochen zu früh, nämlich mit 9 Wochen. Grade zu der Zeit als meine beste Freundin geheiratet hat und ich Trauzeugin war. Von der Hochzeit habe ich nichts mitbekommen, weil mein Kind zu der Zeit ab nachmittags komplett das trinken verweigert hat und bis zur Nacht durchgeschrien hat. Die Trauung habe ich noch miterlebt, danach nichts mehr. Keine Reden, das Essen nicht, auch nicht den Hochzeitstanz und die Torte auch nicht. Ich liebe meinen Sohn, aber das hat mich mehr als nur geärgert, gebe ich zu. Schließlich heiratet meine beste Freundin im besten Fall nur einmal.
Direkt im Anschluss kam der 12-Wochen-Schub. Zwei Wochen lang wollte er nachts alle 30-60 Minuten trinken. Ich habe in diesen 2 Wochen gar nicht geschlafen. Denn tagsüber gönnt mir meinZwerg von Geburt an keine Sekunde Ruhe. Er schläft tagsüber nur in Bewegung im Ringsling (andere Tragehilfen verweigert er). Und im Kinderwagen wird auch gnadenlos geschrien. Darum kann ich ihn nichtmal jemand anderem zum Spazieren mitgeben, weil er nur schreit und tragen will ihn niemand.
Dann hat es irgendwann angefangen, dass der Kleine ab 5 Uhr morgens angefangen hat zu wühlen, jammern und sich hin und her zu schmeißen. Damals hab ich bei Urbia noch gesagt bekommen, das sei normal, weil ab 5 der Darm anfängt zu arbeiten. Mir wurde sogar "geraten" mein Kind in den Arm zu nehmen, als würde ich das nicht tun. Aber egal.
Aus 5 Uhr wurde kurz darauf 4 Uhr. Dann 3 Uhr. Und mittlerweile geht diese Jammer-Phase jede Nacht von 2-7 Uhr. Das Dumme dabei ist: er muss während dieser Zeit nuckeln. Den Schnuller nimmt er nicht, und seinen Daumen auch nicht. Und an die Brust geht er nur, wenn er Hunger hat. Das einzige woran er dann nuckelt ist mein Finger. Da er sich aber ständig hin und her wirft, muss ich wach bleiben und meine Hand mit seinem Kopf bewegen. Hab schon versucht seinen Kopf festzuhalten, aber dann wird er wach. Im Löffelchen wird geweint, und im Arm zappelt er auch weiter bis er wach ist. Das einzige was mir bleibt ist ihn an meinem Finger nuckeln zu lassen, damit er schläft. Also bin ich jede Nacht von 2-7 Uhr wach und halte ihm den Finger hin. Und zwischendurch will er ja auch noch alle 2 Stunden trinken. Tagsüber kann ich keinen Schlaf nachholen, weil er nur in Bewegung schläft.
Und das sind nur die Nächte. Tagsüber ist beim Stillen alles andere interessanter. Wenn er ein Geräusch hört, dockt er sofort ab und trinkt nicht weiter. Ich achte schon drauf, dass wir meist zu Hause in Ruhe stillen können, aber ich kann mich ja auch nicht komplett einsperren.
Ach, und Milchstau ist mein bester Freund. 6 mal mittlerweile, Tendenz steigend.
Ich dachte, dass er mit zunehmendem Alter nachts besser schläft und weniger trinkt. Ich habe genug Milch. Ich könnte noch ein zweites Kind ernähren. Die Milch scheint auch sehr fett zu sein, weil er wächst wie ein Mutant.
Ich kann ja nicht mal kurz was für mich tun, um mal ein wenig auszuspannen, weil ich stillen muss. Letztens wollte ich mich mit meiner besten Freundin treffen. Wir sind essen gegangen. Aus beruflichen gründen kann sie immer erst ab 19 Uhr, auch am WE. Mein Sohn geht um 20 Uhr ins Bett und mein Mann sagte, er schafft das schon. Hab ihm abgepumpte Milch dagelassen. Als ich zurück kam waren beide völlig aufgelöst. Ohne Einschlafstillen wollte der Mini nicht schlafen. D.h. Ich kann mit meiner Freundin so lange nicht mehr ausgehen, bis ich abgestillt habe. Wenn wir uns bei mir zu Hause treffen, macht das auch wenig Sinn. Um 19 Uhr kommt sie, um 20 Uhr bringe ich Mini ins Bett und bin dann mindestens eine Stunde weg. So lange dauert das immer bis er schläft mindestens. Momentan sogar 2-3 Stunden.
Einerseits denke ich mir: ich habe mich jetzt so lange gequält, geweint, gekämpft. Hab so viel mitmachen müssen, wenn ich jetzt aufgebe war es umsonst. Aber andererseits denke ich: wie viel soll ich noch kämpfen? Wie viel soll ich noch ertragen? Es wird doch scheinbar nie besser werden.
Und diese angeblichen Glücksgefühle beim stillen sind wohl voll an mir vorbei gegangen. WENN er mal die Güte besitzt ruhig zu trinken, ist es schön. Aber das kommt sehr selten vor. Meist zappelt er wild rum und lässt sich von allem ablenken. Auch liegend im dunklen Raum.
Der einzige Grund der mich noch weitermachen lässt ist, dass ich oft krank bin und er sich nicht anstecken kann. Aber vielleicht wäre ich weniger krank, wenn ich mehr Ruhe hätte.
Er bekommt genug Nähe. Schläft bei uns im Bett und tagsüber trage ich ihn viel. Ich habe auch mehr als genug Milch, laufe aus wie ein Wasserfall. Und da mein Zwerg wächst als würd ich ihm Anabolika geben, ist meine Milch auch schön fett.
Und seit ein paar Tagen hat er sogar ein neues "Spiel" drauf. Wenn er trinkt, dann schlägt er mich. Er schlägt mit seinen Ärmchen permanent gegen meine Brust und meinen Brustkorb. Und das wirklich fest! Meine KiÄ hat letztens auch gesagt, dass er für sein Alter zu viel Kraft hat. Und als würde das nicht reichen, kratzt er mich auch noch. Mein Dekolte sieht aus als hätte ich das Borderline-Syndrom. Wenn ich seine Hand aber festhalte, und er nicht mehr schlagen und kratzen kann, dann drückt er sich weg, mit Brustwarze im Mund, und zieht mir die BW lang wie einen Gummi. Und noch etwas ist zu erwähnen: Sein Spielchen ist so anstrengend, dass er bei jedem Stillen komplett nassgeschwitzt ist.
Und wenn er richtig gut drauf ist, dann beißt er auch noch zu mit seinem zwar zahnlosen, aber sehr harten Kiefer.
Ich stille mittlerweile fast immer in einem ruhigen Raum, ohne Geräusche, ganz allein, mit Tuch über seinem Kopf. Ich habe es auch im liegen probiert, aber da ist es das gleiche Spiel. Sogar beim Einschlafstillen macht er das mittlerweile. Und auch nachts. Egal wie fit oder müde er ist.
Eigentlich wollte ich BLW machen, statt Brei. Aber ich kann und will nicht mehr. Ich hab mittlerweile die Schnauze so gestrichen voll vom Stillen, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass das die größte Fehlentscheidung meines Lebens war. Er guckt zwar schon sehr interessiert beim Essen zu, aber kaut noch nicht mit und greift nicht nach dem Essen. Und ich habe keine Kraft mehr um darauf zu warten, bis er selbst Beikostreif ist. Wenn nicht bis Dienstag (4 Monate + 1 Tag) ein Wunder geschieht, werde ich dann mit Brei anfangen und so schnell wie möglich abstillen.
Ich wollte wirklich stillen. Habe so lange gekämpft. Bis heute kämpfe ich. Aber es wird und wird nicht besser. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Im Urbia-Forum wurde mir empfohlen mich hier zu melden und mal meine Leidensgeschichte zu posten und nach Hilfe zu suchen. Ich will so gerne stillen, aber mein Sohn und ich kämpfen seit genau 4 Monaten unaufhörlich miteinander. Er ist mein erstes Kind. Auch das Tragen ist so ein Problemthema, aber das Poste ich später im Trageforum.
Mein Sohn kam bei ET-7 per Einleitung und einer sehr schweren Entbindung auf die Welt. Von Geburt an wollte er alle 2 Stunden trinken - tagsüber und nachts. Pro Mahlzeit trinkt er 10 bis maximal 15 Minuten an einer Brust und die zweite will er dann gar nicht mehr. In den ersten Wochen hatten wir abends auch viele Clusterphasen die ich mal außen vor lasse.Denn die sind das kleinste Problem gewesen. Er war, bzw. ist es immer noch, ein Schreikind. Im KH hat das Stillen erst super geklappt. Dann haben mich die Schwestern dort verunsichert und auf einmal hatte ich Probleme dabei. Dann kam noch meine Hebamme dazu, die mich völlig durcheinander gebracht hat. Sie sagte ich soll nur alle 4 Stunden stillen und die Zeiten strecken. Da ich keine Ahnung hatte habe ich das einen Tag lang versucht. Aber sein Schreien hat mir das Herz gebrochen und ich habe wieder nach Bedarf gestillt. Hinterher hat er beim Stillen auch gekämpft, geweint, sich gestreckt, etc. Und so haben mein Kleiner und ich täglich miteinander gekämpft. Ich habe eine STillberaterin der LLL angeschrieben und nur einen Link zu INfoblättern bekommen. Erst ein Gespräch mit einer Stillberaterin der AFS hat ein klein wenig geholfen.
Das Gute war, dass zu der Zeit die Nächte gut waren. Da ich mit wenig Schlaf auskomme, fand ich es nachts auch ok alle 2 Stunden zu stillen. Und der Zwerg schläft eh bei uns im Bett, das hat es noch leichter gemacht.
Bis zur 9. Woche wurde es auch mit meinen BW nicht besser. Ich hatte höllische Schmerzen bei jedem Stillen. Nichts von dem Hebammentipps hat geholfen. Meine letzte Chance war das Lasern, wofür ich 4 Tage lang 40 km pro Richtung rumfahren musste mit einem schreiendem Baby im Auto. Immerhin hat es gut geholfen und ich hatte keine Schmerzen mehr.
Dann kam die Brustschimpfphase. 3 Wochen zu früh, nämlich mit 9 Wochen. Grade zu der Zeit als meine beste Freundin geheiratet hat und ich Trauzeugin war. Von der Hochzeit habe ich nichts mitbekommen, weil mein Kind zu der Zeit ab nachmittags komplett das trinken verweigert hat und bis zur Nacht durchgeschrien hat. Die Trauung habe ich noch miterlebt, danach nichts mehr. Keine Reden, das Essen nicht, auch nicht den Hochzeitstanz und die Torte auch nicht. Ich liebe meinen Sohn, aber das hat mich mehr als nur geärgert, gebe ich zu. Schließlich heiratet meine beste Freundin im besten Fall nur einmal.
Direkt im Anschluss kam der 12-Wochen-Schub. Zwei Wochen lang wollte er nachts alle 30-60 Minuten trinken. Ich habe in diesen 2 Wochen gar nicht geschlafen. Denn tagsüber gönnt mir meinZwerg von Geburt an keine Sekunde Ruhe. Er schläft tagsüber nur in Bewegung im Ringsling (andere Tragehilfen verweigert er). Und im Kinderwagen wird auch gnadenlos geschrien. Darum kann ich ihn nichtmal jemand anderem zum Spazieren mitgeben, weil er nur schreit und tragen will ihn niemand.
Dann hat es irgendwann angefangen, dass der Kleine ab 5 Uhr morgens angefangen hat zu wühlen, jammern und sich hin und her zu schmeißen. Damals hab ich bei Urbia noch gesagt bekommen, das sei normal, weil ab 5 der Darm anfängt zu arbeiten. Mir wurde sogar "geraten" mein Kind in den Arm zu nehmen, als würde ich das nicht tun. Aber egal.
Aus 5 Uhr wurde kurz darauf 4 Uhr. Dann 3 Uhr. Und mittlerweile geht diese Jammer-Phase jede Nacht von 2-7 Uhr. Das Dumme dabei ist: er muss während dieser Zeit nuckeln. Den Schnuller nimmt er nicht, und seinen Daumen auch nicht. Und an die Brust geht er nur, wenn er Hunger hat. Das einzige woran er dann nuckelt ist mein Finger. Da er sich aber ständig hin und her wirft, muss ich wach bleiben und meine Hand mit seinem Kopf bewegen. Hab schon versucht seinen Kopf festzuhalten, aber dann wird er wach. Im Löffelchen wird geweint, und im Arm zappelt er auch weiter bis er wach ist. Das einzige was mir bleibt ist ihn an meinem Finger nuckeln zu lassen, damit er schläft. Also bin ich jede Nacht von 2-7 Uhr wach und halte ihm den Finger hin. Und zwischendurch will er ja auch noch alle 2 Stunden trinken. Tagsüber kann ich keinen Schlaf nachholen, weil er nur in Bewegung schläft.
Und das sind nur die Nächte. Tagsüber ist beim Stillen alles andere interessanter. Wenn er ein Geräusch hört, dockt er sofort ab und trinkt nicht weiter. Ich achte schon drauf, dass wir meist zu Hause in Ruhe stillen können, aber ich kann mich ja auch nicht komplett einsperren.
Ach, und Milchstau ist mein bester Freund. 6 mal mittlerweile, Tendenz steigend.
Ich dachte, dass er mit zunehmendem Alter nachts besser schläft und weniger trinkt. Ich habe genug Milch. Ich könnte noch ein zweites Kind ernähren. Die Milch scheint auch sehr fett zu sein, weil er wächst wie ein Mutant.
Ich kann ja nicht mal kurz was für mich tun, um mal ein wenig auszuspannen, weil ich stillen muss. Letztens wollte ich mich mit meiner besten Freundin treffen. Wir sind essen gegangen. Aus beruflichen gründen kann sie immer erst ab 19 Uhr, auch am WE. Mein Sohn geht um 20 Uhr ins Bett und mein Mann sagte, er schafft das schon. Hab ihm abgepumpte Milch dagelassen. Als ich zurück kam waren beide völlig aufgelöst. Ohne Einschlafstillen wollte der Mini nicht schlafen. D.h. Ich kann mit meiner Freundin so lange nicht mehr ausgehen, bis ich abgestillt habe. Wenn wir uns bei mir zu Hause treffen, macht das auch wenig Sinn. Um 19 Uhr kommt sie, um 20 Uhr bringe ich Mini ins Bett und bin dann mindestens eine Stunde weg. So lange dauert das immer bis er schläft mindestens. Momentan sogar 2-3 Stunden.
Einerseits denke ich mir: ich habe mich jetzt so lange gequält, geweint, gekämpft. Hab so viel mitmachen müssen, wenn ich jetzt aufgebe war es umsonst. Aber andererseits denke ich: wie viel soll ich noch kämpfen? Wie viel soll ich noch ertragen? Es wird doch scheinbar nie besser werden.
Und diese angeblichen Glücksgefühle beim stillen sind wohl voll an mir vorbei gegangen. WENN er mal die Güte besitzt ruhig zu trinken, ist es schön. Aber das kommt sehr selten vor. Meist zappelt er wild rum und lässt sich von allem ablenken. Auch liegend im dunklen Raum.
Der einzige Grund der mich noch weitermachen lässt ist, dass ich oft krank bin und er sich nicht anstecken kann. Aber vielleicht wäre ich weniger krank, wenn ich mehr Ruhe hätte.
Er bekommt genug Nähe. Schläft bei uns im Bett und tagsüber trage ich ihn viel. Ich habe auch mehr als genug Milch, laufe aus wie ein Wasserfall. Und da mein Zwerg wächst als würd ich ihm Anabolika geben, ist meine Milch auch schön fett.
Und seit ein paar Tagen hat er sogar ein neues "Spiel" drauf. Wenn er trinkt, dann schlägt er mich. Er schlägt mit seinen Ärmchen permanent gegen meine Brust und meinen Brustkorb. Und das wirklich fest! Meine KiÄ hat letztens auch gesagt, dass er für sein Alter zu viel Kraft hat. Und als würde das nicht reichen, kratzt er mich auch noch. Mein Dekolte sieht aus als hätte ich das Borderline-Syndrom. Wenn ich seine Hand aber festhalte, und er nicht mehr schlagen und kratzen kann, dann drückt er sich weg, mit Brustwarze im Mund, und zieht mir die BW lang wie einen Gummi. Und noch etwas ist zu erwähnen: Sein Spielchen ist so anstrengend, dass er bei jedem Stillen komplett nassgeschwitzt ist.
Und wenn er richtig gut drauf ist, dann beißt er auch noch zu mit seinem zwar zahnlosen, aber sehr harten Kiefer.
Ich stille mittlerweile fast immer in einem ruhigen Raum, ohne Geräusche, ganz allein, mit Tuch über seinem Kopf. Ich habe es auch im liegen probiert, aber da ist es das gleiche Spiel. Sogar beim Einschlafstillen macht er das mittlerweile. Und auch nachts. Egal wie fit oder müde er ist.
Eigentlich wollte ich BLW machen, statt Brei. Aber ich kann und will nicht mehr. Ich hab mittlerweile die Schnauze so gestrichen voll vom Stillen, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass das die größte Fehlentscheidung meines Lebens war. Er guckt zwar schon sehr interessiert beim Essen zu, aber kaut noch nicht mit und greift nicht nach dem Essen. Und ich habe keine Kraft mehr um darauf zu warten, bis er selbst Beikostreif ist. Wenn nicht bis Dienstag (4 Monate + 1 Tag) ein Wunder geschieht, werde ich dann mit Brei anfangen und so schnell wie möglich abstillen.
Ich wollte wirklich stillen. Habe so lange gekämpft. Bis heute kämpfe ich. Aber es wird und wird nicht besser. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
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kiezkind
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: AW: Ich bin am Ende
O das hört sich alles so anstrengend an. Ich kann hier nur schreiben Respekt für deinen willen und Ausdauer. Für mich hört sich das irgendwie mach KISS an, hast du einmal in die Richtung überlegt?
Weil auch das schlecht schlafen, weg drücken uns so... Und das wühlen in den Morgenstunden, dass wäre ja leider mit dem abstillen nicht weg oder?
Weil auch das schlecht schlafen, weg drücken uns so... Und das wühlen in den Morgenstunden, dass wäre ja leider mit dem abstillen nicht weg oder?
mit Weihnachtswichtel 2010 und April Junge 2013 und September 2017 Mädchen im Arm/Tuch
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Lollipop
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ich bin am Ende
Hallo, das hört sich ja extrem ansträngend an.
Meine kleine ist etwas älter, hat aber auch die tolle Angewohnheit alles andere interessant zu finden.
Hast du schonmal probiert im stehen/laufen zu stillen? Das funktioniert bei uns echt Super...
Vielleicht schaffst du es ja auch im Sling ( können wir noch nicht)
Hast du denn wenigstens Hilfe im Haushalt? Wir sind gerade durch mit einem Schub, jetzt spielt sie sogar mal 20min allein und die Nächte werden besser.
Zusätzlich schläft sie seit 2 Tagen ein ohne zu schreien ( nur bei Mama im tuch sonst schreit sie panisch
)
Ich drück dich wenn ich darf ((((()))))
LG
Meine kleine ist etwas älter, hat aber auch die tolle Angewohnheit alles andere interessant zu finden.
Hast du schonmal probiert im stehen/laufen zu stillen? Das funktioniert bei uns echt Super...
Vielleicht schaffst du es ja auch im Sling ( können wir noch nicht)
Hast du denn wenigstens Hilfe im Haushalt? Wir sind gerade durch mit einem Schub, jetzt spielt sie sogar mal 20min allein und die Nächte werden besser.
Zusätzlich schläft sie seit 2 Tagen ein ohne zu schreien ( nur bei Mama im tuch sonst schreit sie panisch
Ich drück dich wenn ich darf ((((()))))
LG
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Traglingsmama
- möchten wir nicht mehr missen
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- Registriert: 08.04.2013, 10:57
Re: Ich bin am Ende
Oh je, du Arme,herzlich willkommen hier!
Das klingt ja wirklich anstrengend, gerade wenn du mit so wenig Schlaf und relativ allein kämpfen musst.
Ich finde, du machst das toll, gehst auf die Bedürfnisse deines Kindes voll ein.
Es wird besser werden, ganz bestimmt, bei meiner Kleinen finde ich das Stillen auch erst so richtig gut und entspannt, seit sie 4 oder 5 Monate alt ist, aber irgendwie musst du die Zeit natürlich über die Bühne bringen, ohne dabei zu verzweifeln...
Das Hauen und Kratzen hat meine Kleine auch gemacht, sie versucht es immer noch manchmal. Ich möchte das nicht und lasse sie auch nicht, für mich ist das einfacher ganz klar zu sein, und ich glaube, für meine Tochter auch. Ich versuche immer, ihre Hand so festzuhakplten, dass sie meinen Daumen festhält. Und gehe dabei bei ihren Bewegungen mit. Ich sag auch deutlich "au" oder "nein" und nehme sie kurz ab, wenn es zu doll wird, allerdings ist sie natürlich auch schon etwas größer.
Es gibt auch Stillketten, das könntest du noch versuchen. Und Fingernägel ganz kurz schneiden
Der fehlende Schlaf klingt für mich so, als ob das das wäre, was es für dich am anstregendsten macht.
Bloß - ob abstillen das z.B. besser macht, muss nicht sein! Um den Schlaf bringt dich ja nicht das Stillen, sondern dass er nacht am Finger nuckeln will und tags getragen werden.
Schläft er denn tags beim Stillen auch mal ein? Dann könnte es ja funktionieren, dich dann mit ihm hinzulegen. Wenn nicht, hmm, dann musst du anders schauen. Wenn er im Sling eingeschlafen ist - kannst du dich dann auch nicht hinsetzen? Auch nicht, wenn er schon länger schläft?
Dass ihn tags niemang tragen will ist ja schon traurig, gerade der Sling ist ja nicht so kompliziert... An was liegt das denn, dass dich da niemand unterstützt? Ist dein Umfeld da generell dagegen, zu tragen? Oder würde sich eine andere Tragehilfe lohnen, die noch einfacher geht? Z.B. ein Buzzidil oder so?
Zum weggehen mit deiner Freundin - ich war abends auch noch nicht ohne mein Kind weg, und meine Kleine ist doppelt so alt wie derin Sohn. Ich hab sie halt immer mitgenommen, oder, wenn Besuch da ist, im Wohnzimmer einschlafgestillt. Oft schläft sie dann allerdings erst später als sonst...
Aber auch wenn das bei euch nicht klappt - wenn du das wirklich regelmäßiger möchtest aber noch länger stillen willst, wird sich auch dafür irgendwann eine Lösung finden. Dann müsst ihr irgendwann an eunem neuen Einschlafritual arbeiten...
Das waren erstmal meine ersten Ideen beim Lesen, bestimmt haben andere noch mehr Ideen und Zuspruch für dich.
Ich wünsche dir, dass ihr noch eine lange und schöne Stillzeit GENIESSEN könnt!
Alles Liebe dir!
Das klingt ja wirklich anstrengend, gerade wenn du mit so wenig Schlaf und relativ allein kämpfen musst.
Ich finde, du machst das toll, gehst auf die Bedürfnisse deines Kindes voll ein.
Es wird besser werden, ganz bestimmt, bei meiner Kleinen finde ich das Stillen auch erst so richtig gut und entspannt, seit sie 4 oder 5 Monate alt ist, aber irgendwie musst du die Zeit natürlich über die Bühne bringen, ohne dabei zu verzweifeln...
Das Hauen und Kratzen hat meine Kleine auch gemacht, sie versucht es immer noch manchmal. Ich möchte das nicht und lasse sie auch nicht, für mich ist das einfacher ganz klar zu sein, und ich glaube, für meine Tochter auch. Ich versuche immer, ihre Hand so festzuhakplten, dass sie meinen Daumen festhält. Und gehe dabei bei ihren Bewegungen mit. Ich sag auch deutlich "au" oder "nein" und nehme sie kurz ab, wenn es zu doll wird, allerdings ist sie natürlich auch schon etwas größer.
Es gibt auch Stillketten, das könntest du noch versuchen. Und Fingernägel ganz kurz schneiden
Der fehlende Schlaf klingt für mich so, als ob das das wäre, was es für dich am anstregendsten macht.
Bloß - ob abstillen das z.B. besser macht, muss nicht sein! Um den Schlaf bringt dich ja nicht das Stillen, sondern dass er nacht am Finger nuckeln will und tags getragen werden.
Schläft er denn tags beim Stillen auch mal ein? Dann könnte es ja funktionieren, dich dann mit ihm hinzulegen. Wenn nicht, hmm, dann musst du anders schauen. Wenn er im Sling eingeschlafen ist - kannst du dich dann auch nicht hinsetzen? Auch nicht, wenn er schon länger schläft?
Dass ihn tags niemang tragen will ist ja schon traurig, gerade der Sling ist ja nicht so kompliziert... An was liegt das denn, dass dich da niemand unterstützt? Ist dein Umfeld da generell dagegen, zu tragen? Oder würde sich eine andere Tragehilfe lohnen, die noch einfacher geht? Z.B. ein Buzzidil oder so?
Zum weggehen mit deiner Freundin - ich war abends auch noch nicht ohne mein Kind weg, und meine Kleine ist doppelt so alt wie derin Sohn. Ich hab sie halt immer mitgenommen, oder, wenn Besuch da ist, im Wohnzimmer einschlafgestillt. Oft schläft sie dann allerdings erst später als sonst...
Aber auch wenn das bei euch nicht klappt - wenn du das wirklich regelmäßiger möchtest aber noch länger stillen willst, wird sich auch dafür irgendwann eine Lösung finden. Dann müsst ihr irgendwann an eunem neuen Einschlafritual arbeiten...
Das waren erstmal meine ersten Ideen beim Lesen, bestimmt haben andere noch mehr Ideen und Zuspruch für dich.
Ich wünsche dir, dass ihr noch eine lange und schöne Stillzeit GENIESSEN könnt!
Alles Liebe dir!
Mit der Kleinen (02/2020), der Mittleren (02/2013), dem Großen (03/2011) und * (2010)
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miedziana
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Re: AW: Ich bin am Ende
kiezkind hat geschrieben:O das hört sich alles so anstrengend an. Ich kann hier nur schreiben Respekt für deinen willen und Ausdauer. Für mich hört sich das irgendwie mach KISS an, hast du einmal in die Richtung überlegt?
Weil auch das schlecht schlafen, weg drücken uns so... Und das wühlen in den Morgenstunden, dass wäre ja leider mit dem abstillen nicht weg oder?
Wir waren schon beim Osteopathen. Der hat nichts gefunden was meinen Kleinen quälen könnte.
Nein, das Wühlen in der Nacht wäre mit Abstillen nicht vorbei. Aber dann könnte mein Mann öfter übernehmen und ich könnte auch mal tagsüber etwas schlafen. Oder mal rausgehen, für mich allein was tun und entspannen. Momentan ist das nicht wirklich möglich. Mit Stillabständen von 2 Stunden habe ich nicht viele Möglichkeiten mal rauszugehen und Kraft zu tanken.
- Lotti
- Profi-SuTler
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Re: Ich bin am Ende
Liebe miedziana,
auch von mir ein fester Drücker. Was Du beschreibst, klingt echt brutal, mir fällt kein anderes Wort ein. Ich finde auch, wenn Du das mit Deinem Mann besprichst und er bereit ist, das Füttern teilweise zu übernehmen, dann ist Abstillen eine Option.
Ich finde es manchmal etwas schade hier im Forum, wenn Mamas so verzweifelt sind, lese ich sehr oft die Antwort, mit dem Abstillen wird das doch auch nicht besser, nach dem Motto halte durch...ich lese aus Deinem Post schon ziemlich eindeutig, dass Du einfach nicht mehr willst. Klar wäre es schön wenn es besser wird und Ihr eine schöne Stillbeziehung haben könnt. Ich will Dir aber zumindest sagen, dass ich Verständnis für Deinen Abstillwunsch habe.
Außerdem würde ich Dir empfehlen, es mal mit einer Federwiege zu probieren, das hilft ja bei vielen Wunder, bei uns damals auch. Und Stillen auf dem Pezziball.
auch von mir ein fester Drücker. Was Du beschreibst, klingt echt brutal, mir fällt kein anderes Wort ein. Ich finde auch, wenn Du das mit Deinem Mann besprichst und er bereit ist, das Füttern teilweise zu übernehmen, dann ist Abstillen eine Option.
Ich finde es manchmal etwas schade hier im Forum, wenn Mamas so verzweifelt sind, lese ich sehr oft die Antwort, mit dem Abstillen wird das doch auch nicht besser, nach dem Motto halte durch...ich lese aus Deinem Post schon ziemlich eindeutig, dass Du einfach nicht mehr willst. Klar wäre es schön wenn es besser wird und Ihr eine schöne Stillbeziehung haben könnt. Ich will Dir aber zumindest sagen, dass ich Verständnis für Deinen Abstillwunsch habe.
Außerdem würde ich Dir empfehlen, es mal mit einer Federwiege zu probieren, das hilft ja bei vielen Wunder, bei uns damals auch. Und Stillen auf dem Pezziball.
S. mit Töchtern (März 2012 und Dezember 2015)
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miedziana
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- Registriert: 26.10.2013, 08:33
Re: Ich bin am Ende
Fingernägel schneiden ist so eine Sache. Wenn er wach ist zappelt er zu sehr. Er ist EXTREM aktiv. Schon von Anfang an. Meine KiÄ hat auch gesagt, dass sie selten so aktive Kinder in der Praxis hatte. Hat zum Vorteil, dass er sich mit 16 Wochen schon auf den Bauch drehen konnte. Aber dafür kann ich ihm die Nägel nur schneiden, wenn er schläft. Da er aber nur schläft, wenn ich ihn im Sling trage, ist das nicht möglich. Manchmal schläft er im Auto ein, aber nur selten. Wenn wir dann kurz an einer roten Ampel stehen bleiben, ohne dass er wach wird, dann versuche ich den einen oder anderen Finger zu erwischen. Aber im Auto schläft er auch nur sehr selten ein.
Ich halte ja seine Hand dann fest, wenn er schlägt. Aber dann fängt er an sich wegzudrücken mit der Brustwarze im Mund und zieht sie lang. Was auch sehr weh tut. Ich tausche dann nur einen Schmerz gegen den anderen.
Du hast Recht, der fehlende Schlaf ist eins der Größten Probleme bei mir. Aber auch das Tragen. Warum ihn keiner Tragen will? Zum einen, weil er schon 8 kg wiegt. Das schafft ja kaum einer länger als 10 Minuten, der das nicht den ganzen Tag gewohnt ist, wie ich. Und zum anderen, weil ich in meinem Umfeld weit und breit die einzige bin, die trägt, bzw. tragen MUSS.
Wenn er im Sling eingeschlafen ist, muss ich weiter in Bewegung bleiben. Sobald ich mich hinsetze, dauert es wenige Minuten bis er wach ist. Hinlegen ist noch schlimmer. Und ihn aus dem Sling rausnehmen und ablegen ist absolut unmöglich. Er hat einen enorm leichten Schlaf. Egal wie oder wo er einschläft, wir müssen ihn so lassen.
Einschlafstillen funktioniert komischerweise immer nur Abends beim Zubettgehen. Ich habe es schon mehrfach am Tag versucht. Mit ihm zusammen ins Bett gelegt, Vorhänge zugezogen, gekuschelt, gestillt und gehofft, dass er dabei einschläft. Aber Pustekuchen. Er war nach seinen 10 Minuten satt und hat mich angegrinst.
Ich habe auch schon mehrfach versucht die Einschlafrituale zu ändern, tagsüber als Alternative zum Tragen und Nachts zum Einschlafstillen. Aber auch da erfolglos. Hab es versucht bei ersten Müdigkeitszeichen, wenn er totmüde war, usw. Er hat dann kurz mit mir gekuschelt, und sobald die Müdigkeit zu groß wurde, und er gemerkt hat, dass er so nicht einschlafen kann, ging das Geschrei los.
Übrigens, auch nach dem Babyschwimmen und Pekip will er nicht schlafen. Nur in Bewegung.
Und andere Tragehilfen funktionieren auch nicht. Waren bei einer Trageberatung. Er hat sich in keinem Teil beruhigen lassen. Bondolino nicht, TT nicht, Mei Tei nicht. Es scheint, dass ihn alles stört was in der Nähe vom Kopf ist und die Sicht behindert. Das einzige was funtioniert ist der Sling. Aber der ist mittlerweile eher suboptimal. 8 kg die an einer Schulter zerrren über Stunden hinweg sind echt schmerzhaft. Bei der nächsten Schlafphase wechsel ich die Seite zwar, dennoch ist es echt schmerzhaft wenn cih so eine Stunde oder länger mit ihm im Sling auf einer Seite laufen muss damit er schläft. Wie gesagt, rausholen ist dann unmöglich. Ich hab wohl ein ganz 'besonderes' Exemplar.
Und um zu meinem eigentlichen Problem, dem Stillen zu kommen: Wenn ich abstillen würde, könnte mein Mann mehr übernehmen. Und ich könnte dann auch mal etwas ausruhen udn Kraft tanken.
Ich halte ja seine Hand dann fest, wenn er schlägt. Aber dann fängt er an sich wegzudrücken mit der Brustwarze im Mund und zieht sie lang. Was auch sehr weh tut. Ich tausche dann nur einen Schmerz gegen den anderen.
Du hast Recht, der fehlende Schlaf ist eins der Größten Probleme bei mir. Aber auch das Tragen. Warum ihn keiner Tragen will? Zum einen, weil er schon 8 kg wiegt. Das schafft ja kaum einer länger als 10 Minuten, der das nicht den ganzen Tag gewohnt ist, wie ich. Und zum anderen, weil ich in meinem Umfeld weit und breit die einzige bin, die trägt, bzw. tragen MUSS.
Wenn er im Sling eingeschlafen ist, muss ich weiter in Bewegung bleiben. Sobald ich mich hinsetze, dauert es wenige Minuten bis er wach ist. Hinlegen ist noch schlimmer. Und ihn aus dem Sling rausnehmen und ablegen ist absolut unmöglich. Er hat einen enorm leichten Schlaf. Egal wie oder wo er einschläft, wir müssen ihn so lassen.
Einschlafstillen funktioniert komischerweise immer nur Abends beim Zubettgehen. Ich habe es schon mehrfach am Tag versucht. Mit ihm zusammen ins Bett gelegt, Vorhänge zugezogen, gekuschelt, gestillt und gehofft, dass er dabei einschläft. Aber Pustekuchen. Er war nach seinen 10 Minuten satt und hat mich angegrinst.
Ich habe auch schon mehrfach versucht die Einschlafrituale zu ändern, tagsüber als Alternative zum Tragen und Nachts zum Einschlafstillen. Aber auch da erfolglos. Hab es versucht bei ersten Müdigkeitszeichen, wenn er totmüde war, usw. Er hat dann kurz mit mir gekuschelt, und sobald die Müdigkeit zu groß wurde, und er gemerkt hat, dass er so nicht einschlafen kann, ging das Geschrei los.
Übrigens, auch nach dem Babyschwimmen und Pekip will er nicht schlafen. Nur in Bewegung.
Und andere Tragehilfen funktionieren auch nicht. Waren bei einer Trageberatung. Er hat sich in keinem Teil beruhigen lassen. Bondolino nicht, TT nicht, Mei Tei nicht. Es scheint, dass ihn alles stört was in der Nähe vom Kopf ist und die Sicht behindert. Das einzige was funtioniert ist der Sling. Aber der ist mittlerweile eher suboptimal. 8 kg die an einer Schulter zerrren über Stunden hinweg sind echt schmerzhaft. Bei der nächsten Schlafphase wechsel ich die Seite zwar, dennoch ist es echt schmerzhaft wenn cih so eine Stunde oder länger mit ihm im Sling auf einer Seite laufen muss damit er schläft. Wie gesagt, rausholen ist dann unmöglich. Ich hab wohl ein ganz 'besonderes' Exemplar.
Und um zu meinem eigentlichen Problem, dem Stillen zu kommen: Wenn ich abstillen würde, könnte mein Mann mehr übernehmen. Und ich könnte dann auch mal etwas ausruhen udn Kraft tanken.
Traglingsmama hat geschrieben:Oh je, du Arme,herzlich willkommen hier!
Das klingt ja wirklich anstrengend, gerade wenn du mit so wenig Schlaf und relativ allein kämpfen musst.
Ich finde, du machst das toll, gehst auf die Bedürfnisse deines Kindes voll ein.
Es wird besser werden, ganz bestimmt, bei meiner Kleinen finde ich das Stillen auch erst so richtig gut und entspannt, seit sie 4 oder 5 Monate alt ist, aber irgendwie musst du die Zeit natürlich über die Bühne bringen, ohne dabei zu verzweifeln...
Das Hauen und Kratzen hat meine Kleine auch gemacht, sie versucht es immer noch manchmal. Ich möchte das nicht und lasse sie auch nicht, für mich ist das einfacher ganz klar zu sein, und ich glaube, für meine Tochter auch. Ich versuche immer, ihre Hand so festzuhakplten, dass sie meinen Daumen festhält. Und gehe dabei bei ihren Bewegungen mit. Ich sag auch deutlich "au" oder "nein" und nehme sie kurz ab, wenn es zu doll wird, allerdings ist sie natürlich auch schon etwas größer.
Es gibt auch Stillketten, das könntest du noch versuchen. Und Fingernägel ganz kurz schneiden![]()
Der fehlende Schlaf klingt für mich so, als ob das das wäre, was es für dich am anstregendsten macht.
Bloß - ob abstillen das z.B. besser macht, muss nicht sein! Um den Schlaf bringt dich ja nicht das Stillen, sondern dass er nacht am Finger nuckeln will und tags getragen werden.
Schläft er denn tags beim Stillen auch mal ein? Dann könnte es ja funktionieren, dich dann mit ihm hinzulegen. Wenn nicht, hmm, dann musst du anders schauen. Wenn er im Sling eingeschlafen ist - kannst du dich dann auch nicht hinsetzen? Auch nicht, wenn er schon länger schläft?
Dass ihn tags niemang tragen will ist ja schon traurig, gerade der Sling ist ja nicht so kompliziert... An was liegt das denn, dass dich da niemand unterstützt? Ist dein Umfeld da generell dagegen, zu tragen? Oder würde sich eine andere Tragehilfe lohnen, die noch einfacher geht? Z.B. ein Buzzidil oder so?
Zum weggehen mit deiner Freundin - ich war abends auch noch nicht ohne mein Kind weg, und meine Kleine ist doppelt so alt wie derin Sohn. Ich hab sie halt immer mitgenommen, oder, wenn Besuch da ist, im Wohnzimmer einschlafgestillt. Oft schläft sie dann allerdings erst später als sonst...
Aber auch wenn das bei euch nicht klappt - wenn du das wirklich regelmäßiger möchtest aber noch länger stillen willst, wird sich auch dafür irgendwann eine Lösung finden. Dann müsst ihr irgendwann an eunem neuen Einschlafritual arbeiten...
Das waren erstmal meine ersten Ideen beim Lesen, bestimmt haben andere noch mehr Ideen und Zuspruch für dich.
Ich wünsche dir, dass ihr noch eine lange und schöne Stillzeit GENIESSEN könnt!
Alles Liebe dir!
- noli1313
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- Wohnort: Friesland
Re: Ich bin am Ende
LottiBerlin hat geschrieben:Liebe miedziana,
auch von mir ein fester Drücker. Was Du beschreibst, klingt echt brutal, mir fällt kein anderes Wort ein. Ich finde auch, wenn Du das mit Deinem Mann besprichst und er bereit ist, das Füttern teilweise zu übernehmen, dann ist Abstillen eine Option.
Ich finde es manchmal etwas schade hier im Forum, wenn Mamas so verzweifelt sind, lese ich sehr oft die Antwort, mit dem Abstillen wird das doch auch nicht besser, nach dem Motto halte durch...ich lese aus Deinem Post schon ziemlich eindeutig, dass Du einfach nicht mehr willst. Klar wäre es schön wenn es besser wird und Ihr eine schöne Stillbeziehung haben könnt. Ich will Dir aber zumindest sagen, dass ich Verständnis für Deinen Abstillwunsch habe.
Außerdem würde ich Dir empfehlen, es mal mit einer Federwiege zu probieren, das hilft ja bei vielen Wunder, bei uns damals auch. Und Stillen auf dem Pezziball.
Das kann ich fast so unterschreiben. Wir haben auch lange, hart und immer wieder gekämpft, um eine gute Stillbeziehung zu haben. Bei uns wurde es ab dem 4. Monat, so mit 16 Wochen besser. Dann kamen noch andere Probleme, aber im Nachhinein waren es alles nur Phasen, auch wenn ich in diesen Phasen oft geheult und geflucht habe und auch schon oft vor der Packung Fertigmilch gestanden habe. Aber wenn es schon so weit ist wie bei dir und du schon mehrere Stillberatungen hattest und das Stillen ja nun auch nicht die einzige Baustelle bei euch ist und du eigentlich -so klingt es für mich- abstillen willst, dann mache das. Wir haben das Glück im 21. Jahrhundert in der westlichen Welt zu Leben, wo es Flaschennahrung gibt und man die sich leisten kann. Und was bringt es, auf Teufel komm raus stillen zu wollen, wenn du nachher Depressionen oder Aggressionen davon bekommst?
Ansonsten, Wie wäre es, wenn du es mit Zwiemilchernährung probierst? Nimmt dein Sohn die Flasche überhaupt? Wenn dir viel daran liegt, dass er Mumi bekommt, könntest du probieren abzupumpen, dass der Papa mal ne Fütterung übernehmen kann. Ansonsten Haushalt und alles andere wenn möglich von jemand übernehmen lassen, dass du dich oft hinlegen kannst, dass du zumindest ein bisschen mehr Schlaf bekommst!
Liebe Grüße und alles Gute
Liebe Grüße von
K. (07/87) mit Kampfzwerg (03/13) auf dem Arm, dem Sternenkind (02/13) und Sternchen (10/12) im Herzen
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Merris
- ist gern hier dabei
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Re: AW: Ich bin am Ende
Ich möchte dir auch gerne etwas Mut machen!
In ganz vielen Dingen beschreibst du genau mein Kind. Auch ich konnte mich mit Kind im Tuch nicht setzen oder hinlegen, kein Kinderwagen oder Auto fahren. Das gewühle hat mein Sohn genauso gemacht,hat gejammert und gebrummt und den Kopf hin und her gedreht. Geschlafen hab ich irgendwie nie.
Ich hab zu hören bekommen,dass ich mein Kind verwöhne, und er deshalb so viel brüllt, weil es ihm "zu gut" geht. Der Kinderarzt hat gesagt, ich soll ihn brüllen lassen usw. Du kennst die Sprüche bestimmt alle?!
Ich war bei zwei Osteopathen. Beide haben gesagt,es wäre nichts. Vielleicht hätte er ein Geburtstrauma. Ich hab mich trotzdem in das Thema Kiss eingelesen und mir einen Termin beim Orthopäden geben lassen. Und siehe da, er hatte das Kiss Syndrom. Mein Kind wurde insgesamt 3 mal behandelt. Nach dem zweiten mal wurde es deutlich besser! Er hat viel weniger geweint, er brauchte nicht mehr die ständige Bewegung, er hat ruhiger geschlafen.
Ich würde erstmal in diese Richtung gehen. Such dir einen Kiss Arzt und lass das einfach mal abchecken.
Viel Glück euch!
In ganz vielen Dingen beschreibst du genau mein Kind. Auch ich konnte mich mit Kind im Tuch nicht setzen oder hinlegen, kein Kinderwagen oder Auto fahren. Das gewühle hat mein Sohn genauso gemacht,hat gejammert und gebrummt und den Kopf hin und her gedreht. Geschlafen hab ich irgendwie nie.
Ich hab zu hören bekommen,dass ich mein Kind verwöhne, und er deshalb so viel brüllt, weil es ihm "zu gut" geht. Der Kinderarzt hat gesagt, ich soll ihn brüllen lassen usw. Du kennst die Sprüche bestimmt alle?!
Ich war bei zwei Osteopathen. Beide haben gesagt,es wäre nichts. Vielleicht hätte er ein Geburtstrauma. Ich hab mich trotzdem in das Thema Kiss eingelesen und mir einen Termin beim Orthopäden geben lassen. Und siehe da, er hatte das Kiss Syndrom. Mein Kind wurde insgesamt 3 mal behandelt. Nach dem zweiten mal wurde es deutlich besser! Er hat viel weniger geweint, er brauchte nicht mehr die ständige Bewegung, er hat ruhiger geschlafen.
Ich würde erstmal in diese Richtung gehen. Such dir einen Kiss Arzt und lass das einfach mal abchecken.
Viel Glück euch!
Wie ein Wunder liegst du neben uns. Liebst und atmest Zauber in uns hinein. Manchmal übertrifft die Wirklichkeit den Traum!
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Pepe13
- gut eingelebt
- Beiträge: 22
- Registriert: 10.10.2013, 21:50
Re: Ich bin am Ende
Ein Gedanke zum "Schlagen oder Brustgezerre":
Du könntest versuchen, ihn bei Gezerre sofort abzudocken und deutlich "Nein, dass tut mir weh" zu sagen. Genau so wenn er wie wild rumhampelt. Dann noch mal richtig andocken oder ggf. Ne kurze Pause machen. Und den Babykopf nicht schon aus Angst in Richtung Brust "drücken", das erzeugt reflexartigen Gegendruck!
Meinem Kleinen konnte ich so das Flitschenlassen der BW abgewöhnen. Er hat das manchmal während einer Stillmahlzeit immer wieder gemacht. So hatte ich natürlich ruck zuck wunde Brustwarzen. Die Kleinen kapieren das. Sie spüren unseren festen Entschluss, etwas nicht zuzulassen!
Ich wünsche dir viel Kraft!
Du könntest versuchen, ihn bei Gezerre sofort abzudocken und deutlich "Nein, dass tut mir weh" zu sagen. Genau so wenn er wie wild rumhampelt. Dann noch mal richtig andocken oder ggf. Ne kurze Pause machen. Und den Babykopf nicht schon aus Angst in Richtung Brust "drücken", das erzeugt reflexartigen Gegendruck!
Meinem Kleinen konnte ich so das Flitschenlassen der BW abgewöhnen. Er hat das manchmal während einer Stillmahlzeit immer wieder gemacht. So hatte ich natürlich ruck zuck wunde Brustwarzen. Die Kleinen kapieren das. Sie spüren unseren festen Entschluss, etwas nicht zuzulassen!
Ich wünsche dir viel Kraft!
viele Grüsse von Pepe mit
Mädel 2006
Bub 2009
Bub 07/2013
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