Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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noahsmama2013
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Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von noahsmama2013 »

Hallo Ihr Lieben,

mein kleiner Sohn ist heute gerade 16 Tage alt. Er kam bei 40+6 spontan zur Welt mit einem Geburtsgewicht von 4440 g. Ich habe ihn noch im Kreißsaal angelegt und bis zur Entlassung am dritten Lebenstag lief alles gut. Allerdings war am Entlassungstag der Bilirubinwert schon grenzwertig, so dass wir am Folgetag nochmal zur Kontrolle ins Kh mussten. Die Kontrolle ergab das der Wert zu hoch war und wir mussten zur Fototherapie im Kh bleiben. Und ab da ging es dann bergab...

Unter der Fototherapie war mein Kleiner total platt, beinahe apathisch. Hätte ich ihn nicht regelmäßig unter der Lampe hervorgeholt, hätte er wohl 24h geschlafen. Auch an der Brust war es für mich in den Tagen beinahe unmöglich ihn wachzuhalten. Aufgrund der Schläfrigkeit hat er dann wohl auch nicht effektiv gesaugt und es hat sich nicht ausreichend Milch gebildet. :( Leider hab ich im Kh auch nicht abgepumpt um die Milchbildung anzuregen. Ich bin da allein einfach nicht drauf gekommen. Naja wir wurden dann am 7. Lebenstag entlassen, da wog der kleine Mann dann 4060 g und war durch die Gelbsucht noch immer sehr müde und schwer wach zubekommen. Zuhause habe ich ihn regelmäßig (alle 2h) angelegt und auch nach dem Stillen noch nachgepumpt. Allerdings kam beim Pumpen nicht mehr als 10 ml zusammen. Beim ersten Kontrolltermin durch die Hebamme wog die Maus dann 4120 g und wir machten erstmal so weiter. Beim 2. Kontrolltermin allerdings hatte er abgenommen und brachte nur noch 4090 g auf die Waage. Meine Hebamme meinte er darf nicht abnehmen und ich solle zufüttern. Habe damit dann genau vor einer Woche begonnen.

Da ich sehr unsicher war wieviel er nun an der Brust trinkt und was ich zufüttern muss, habe ich mir in der Apotheke eine Waage geliehen. So habe ich festgestellt, dass er zwischen 40-60 ml an der Brust trinkt. Habe dann bei jeder Mahlzeit noch ca. 40-60 ml Pre zugefüttert. Im Nachhinein war es wohl nicht nötig und richtig bei jeder Mahlzeit Pre zuzufüttern. Naja, heute war die Hebamme wieder da und die Maus hat innerhalb von 4 Tage 260 g zugenommen. :shock: Er wiegt jetzt mittlerweile 4610 g. Ich wollte immer vollstillen und möchte es noch immer. Daher möchte ich die zugefütterte Pre Nahrung jetzt reduzieren und dann hoffentlich ganz weglassen. Kann ich das schaffen und wenn ja, wie gehe ich am Besten vor??? Habe heute tagsüber nur gestillt und der Kleine war zufrieden und glücklich. Am späten Nachmittag und jetzt habe ich jeweils 50 ml Pre zugefüttert. Da die Milchmenge nachts und morgens laut meiner Hebamme am größten ist, will ich es heute Nacht auch ohne zufüttern versuchen. Meint ihr das ist so in Ordnung? Oder reduziere ich die Pre Nahrung zu abrupt?

Ich würde so gerne ganz ohne Pre Nahrung auskommen! Nehme schon Boxhornkleekapseln und trinke Malzbier um die Michproduktion anzukurbeln. Es wäre toll wenn ihr mir Tipps geben würdet, wie ich es schaffen kann voll zu stillen.

Vielen Lieben Dank schonmal!
Ganz liebe Grüße von Steffi mit Marlon (11/2008) und Noah (10/2013)
Donnerkind
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Re: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von Donnerkind »

Hallo,

schön, dass Du hergefunden hast! Es wird sich bestimmt bald eine Stillberaterin bei Dir melden. Für deren beraterische Tätigkeit ist es ganz wichtig, dass sie alle relevaten Infos von Dir bekommt. Welche das sind, erfährst Du hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=125451
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
jusl
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Re: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von jusl »

Hallo und herzlich willkommen hier!

Ich geh mal der Reihe nach:
Allerdings war am Entlassungstag der Bilirubinwert schon grenzwertig, so dass wir am Folgetag nochmal zur Kontrolle ins Kh mussten. Die Kontrolle ergab das der Wert zu hoch war und wir mussten zur Fototherapie im Kh bleiben.
Wie hoch war der Biliwert denn?
Naja wir wurden dann am 7. Lebenstag entlassen, da wog der kleine Mann dann 4060 g und war durch die Gelbsucht noch immer sehr müde und schwer wach zubekommen. Zuhause habe ich ihn regelmäßig (alle 2h) angeleg
Prima, ca alle 2 Std. war auch genau richtig.

Kannst Du bitte sämtliche Gewichtsdaten, die Du hast, noch mal mit KLARDATUM einfach als Liste posten?
Beim ersten Kontrolltermin durch die Hebamme wog die Maus dann 4120 g und wir machten erstmal so weiter. Beim 2. Kontrolltermin allerdings hatte er abgenommen und brachte nur noch 4090 g auf die Waage. Meine Hebamme meinte er darf nicht abnehmen und ich solle zufüttern
Hm, klar sollte ein Baby nicht "abnehmen", aber das Problem ist ja, dass in die Messdaten bei den Gewichtsdaten ja nicht nur das "echte" Körpergewicht des Babys einfließt, sondern immer auch z.B. der (unbekannte!) Füllstand von Magen, Blase und Darm. Das ist unvermeidlich, deshalb darf man niemals Einzelwerte beim Wiegen interpretieren, sondern nur MESSREIHEN (bei denen sich diese anderen Einflüsse dann herausmitteln). Wenn ein Baby um 9:25 Uhr gewogen wird und 4000 g wiegt, dann um 9:27 Uhr pinkelt und um 9:30 wieder gewogen wird und die Waage dann 3940 g zeigt - hat das Baby dann "abgenommen"? Natürlich nicht, es einfach nur etwas weniger in der Blase als 5 Minuten vorher.
Bei Euch wurde ein Gewichtsunterschied von 30(!) g gemessen, das ist lächerlich wenig, was durch einen Fingerhut voll Urin plus etwas Babyspucke zustandegekommen sein kann - daraus lässt sich beim besten Willen keine Zufütterindikation ableiten.
So habe ich festgestellt, dass er zwischen 40-60 ml an der Brust trinkt.
Prima, das ist eine VÖLLIG NORMALE Mahlzeitengröße für einen jungen Säugling. Babys trinken bekanntlich für gewöhnlich 8-12 mal in 24 Stunden, und die durchschnittlichen Tagestrinkmengen liegen im ersten Lebensmonat im Bereich 500 - 850 ml (Quelle). Ein Baby, das durchschnittlich 12 mal 50 ml trinkt, landet damit bei 600 ml, was im komplett normalen Bereich liegt.
Darüberhinaus möchte ich DRINGEND davon abraten, weitere Messungen hinsichtlich der Mahlzeitengröße durchzuführen (auch "Stillproben" genannt). Die WEISST jetzt, dass Dein Baby völlig normale Mahlzeitengrößen hat, weitere Messungen dienen dann nicht mehr weiterem Erkenntnisgewinn sondern tragen höchstens noch zu Stress und Verunsicherung bei. Deshalb: Bitte nie wieder machen. ;-)
Habe dann bei jeder Mahlzeit noch ca. 40-60 ml Pre zugefüttert. Im Nachhinein war es wohl nicht nötig
Richtig.
Ich wollte immer vollstillen und möchte es noch immer. Daher möchte ich die zugefütterte Pre Nahrung jetzt reduzieren und dann hoffentlich ganz weglassen. Kann ich das schaffen und wenn ja, wie gehe ich am Besten vor??? Habe heute tagsüber nur gestillt und der Kleine war zufrieden und glücklich.
Gut, dann reduziere die Zufüttermilch nach und nach wieder; die Brust wird sich dem steigenden Bedarf dann wieder anpassen.
Wie viel hast Du denn in den letzten Tagen für gewöhnlich täglich zugefüttert? Auf diese Info aufbauend können wir einen Plan entwickeln, wie genau Ihr am besten reduzieren könnt.
Nehme schon Boxhornkleekapseln und trinke Malzbier um die Michproduktion anzukurbeln.
Ich glaube nicht, dass das nötig ist; Ihr seid noch im Wochenbett. Lass uns erstmal schauen, ob die Milchproduktion nicht auch GANZ NORMAL aufbauen lässt. Medikamentöse Unterstützung sollte da nur erfolgen, wenn dies NÖTIG erscheint; das steht bislang aber nicht mal ansatzweise fest. Mein Vorschlag: Bockshornkleesamen NICHT mehr einnehmen, und Malzbier nur dann, wenn Du total gene Malzbier trinkst. (Falls dies nicht der Fall ist, trink bitte einfach, was Dir schmeckt). Einverstanden?

LG
Julia
noahsmama2013
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Re: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von noahsmama2013 »

@Donnerkind: Vielen Dank für die lieben Worte und die herzliche Begrüßung!

Hallo Julia,

vielen Dank für die schnelle Antwort und Deine Hilfe! Ich werde jetzt versuchen Deine Fragen der Reihe nach zu beantworten, sollte ich was vergessen bitte einfach nochmal nachhaken.

Also erstmal zu den Biliwerten: Am 11.10. (Tag nach der Entlassung) lag der Wert bei 304. Das Kh in Wismar führt grundsätzlich ab einem Wert von 300 eine Fototherapie durch, also durften wir wieder ins Kh einziehen. :( Am 12.10. war der Wert auf 279 gefallen, die Ärztin wollte aber das wir noch eine Nacht unter der Lampe verbringen. Für mich war das schwer, weil Noah einfach total platt unter dem Ding lag und einfach nur gepennt hat. Am 13.10. war der Wert dann selbst unter Fototherapie leicht auf 288 angesteigen. Wir sind dann nachmittags auf eigenen Wunsch nach Hause mit der Auflage am nächsten Tag noch mal zur Blutentnahme zu kommen. Am 14.10. war der Wert dann auf 293,9 angestiegen, aber die Ärztin meinte wir können trotzdem zu Hause bleiben, da er heute ja schon einen Tag älter ist. Hmm, hab das nicht wirklich verstanden, war aber einfach froh nicht dableiben zu müssen. Die Nachsorgehebamme sollte das im Auge behalten. Jetzt geht das Gelbe langsam zurück und Noah wirkt insgesamt auch schon wacher, allerdings schläft er an der Brust immer noch recht schnell ein. Ich habe das Gefühl er nuckelt dann nur noch.

Hier die mir vorliegenden Gewichtsdaten:

08.10. 4440g Geburt Kh
10.10. 4060g Entlassung Kh
15.10. 4210g Hebamme
17.10. 4180g Hebamme - ab hier habe ich mit dem Zufüttern begonnen, abgesprochen war mit der Hebamme, dass ich nach Bedarf zufütter. Da ich aber total unsicher war, habe ich bei jeder Mahlzeit zugefüttert, so ca. 60ml. Auch deshalb weil ich beim Wiegen gesehen habe, dass er nur so 40 bis max. 60 ml (60 ml war allerdings nur einmal) an der Brust trinkt. Habe auch versucht zu pumpen, aber da kommt kaum etwas (nur etwa 10-20 ml). Ich möchte einfach nicht das er hungert.
20.10. ??? (diese Daten fehlen mir, muss ich bei der Hebamme erfragen)
24.10. 4610g Hebamme
25.10. 4510g selbst gemessen, mit einer Babywaage aus der Apotheke

Seit gestern versuche ich die zugefütterte Pre Nahrung zu reduzieren. Habe nur gestern nachmittag und abends zugefüttert und einmal heute morgen sowie eben gerade. (jeweils 50ml Pre) Habe heute auch nicht vor und nach dem Stillen gewogen, um mich nicht zu stressen. Aber es fällt mir schwer, habe echt Panik das er zu wenig Milch bekommt. :cry: Ich möchte natürlich, dass es ihm gut geht und er glücklich und zufrieden ist.

Mit den Boxhornkleekapseln bin ich heute fertig. Und ab und an ein Malzbier ist für mich okay. Vielen Dank schonmal für Deine Hilfe, dafür bin ich echt dankbar!
Ganz liebe Grüße von Steffi mit Marlon (11/2008) und Noah (10/2013)
jusl
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Re: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von jusl »


Also erstmal zu den Biliwerten: Am 11.10. (Tag nach der Entlassung) lag der Wert bei 304. Das Kh in Wismar führt grundsätzlich ab einem Wert von 300 eine Fototherapie durch, also durften wir wieder ins Kh einziehen. :( Am 12.10. war der Wert auf 279 gefallen, die Ärztin wollte aber das wir noch eine Nacht unter der Lampe verbringen.
Hm, klingt so, als hättet Ihr von dieser Therapie keinen Nutzen, aber leider reichlich Nebenwirkungen mitgenommen.
Aus dem Handbuch für die Stillberatung, Mohrbacher/Stock (2002) zitiert:

"Ein Drittel der gestillten Neugeborenen im Alter von 2-3 Wochen hat eine klinische Gelbsucht [...]. Bei einem gesunden, voll ausgetragenen Baby wurden keine kurz- oder langfristigen gesundheitlichen Folgen mit Werten unterhalb von 23 bis 29 mg/dl in Verbindung gebracht."

23 mg/dl entspricht knapp 400(!) µmol/l. Bei Deinem Baby wurde 304 µmol/l gemessen, das sind 17,8 mg/dl und damit weit entfernt von den zitierten "23-29". Normalerweise macht man unterhalb von 20 mg/dl (= 342 µmol/l) gar nichts, einfach weil in diesem Bereich ein Gesundheitsschaden beim Baby komplett ausgeschlossen ist. Fototherapie oder sonstige Maßnahmen bringen dann keinen Nutzen, aber die Risiken und Nebenwirkungen sind ja trotzdem da.
Habe auch versucht zu pumpen, aber da kommt kaum etwas (nur etwa 10-20 ml). Ich möchte einfach nicht das er hungert.
Die Pumpmenge sagt NICHTS über die tatsächlich vorhandene Milchmenge aus. Ich kenne Frauen, die stillen problemlos ihre Zwillinge voll, bekommen bei der Pumpe aber keinen Tropfen raus.
Das Pumpergebnis hängt im wesentlichen davon ab, ob eine Frau es schafft, "künstlich" an der Pumpe einen Milchspendereflex auszulösen oder nicht. Ein Pumpergebnis von 10-20 ml heißt eindeutig, dass KEIN Milchspendereflex ausgelöst wurde. Entsprechend ist übers Pumpen überhaupt kein Rückschluss auf Deine Milchprodukion möglich.
Seit gestern versuche ich die zugefütterte Pre Nahrung zu reduzieren. Habe nur gestern nachmittag und abends zugefüttert und einmal heute morgen sowie eben gerade. (jeweils 50ml Pre)
Also, Du fütterst seit rund einer Woche täglich 100 ml Pre zu, habe ich das richtig verstanden? Oder die 100 ml erst seit 2 Tagen?
Es wäre günstig, wenn wir das noch möglichst genau nachvollziehen könnten.
25.10. 4510g selbst gemessen, mit einer Babywaage aus der Apotheke
Prima, dann wiege ab jetzt bitte täglich mit dieser Waage, am besten gleich morgens, unter möglichst gleichen Bedingungen. Bitte lies dazu auch unsere Grundinfo Gedeihen, Gewicht und korrektes Wiegen.
Poste die Daten täglich und schreib bitte auch dahinter, wie oft Du gestillt hast, wie hoch die Zufüttermenge war und wie viele Pipiwindeln und Stuhlwindeln Dein Baby hatte. Durch diese Doku ist sichergestellt, dass Dein Baby genug Milch bekommt, und wir können im passenden Tempo die Zufüttermilch reduzieren.
Was meinst Du dazu?

LG
Julia
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Nautilus
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Re: AW: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von Nautilus »

...und, weil es mir gerade aufgefallen ist, noch der Hinweis, dass 40-60 ml mitnichten eine kleine, gar zu kleine Portion sind, sondern, wie Jusl oben schreibt, eine völlig normale Portionsgrösse!
Mach Dir keine Sorgen, Du bist hier in den besten Händen und kannst Dich bestimmt auf eine schöne und erfüllende (und Baby sättigende ;-) ) Stillbeziehung freuen. Alles Gute für Euch!

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Re: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von noahsmama2013 »

Hallo Julia,
jusl hat geschrieben:Hm, klingt so, als hättet Ihr von dieser Therapie keinen Nutzen, aber leider reichlich Nebenwirkungen mitgenommen.
Ja das stimmt. Ich habe durchaus gefühlt, dass es nicht richtig und gut für uns ist, deshalb haben wir uns ja nach 2 Tagen unter der Lampe auch auf eigene Verantwortung aus dem Kh entlassen. Aber man will natürlich auch nur das Beste für sein Kind und wenn dann die Ärzte auf einen einreden von wegen Hirnschäden und ähnliches, dann macht man sich natürlich Gedanken und stimmt der Therapie zu...
jusl hat geschrieben:Also, Du fütterst seit rund einer Woche täglich 100 ml Pre zu, habe ich das richtig verstanden? Oder die 100 ml erst seit 2 Tagen?
Es wäre günstig, wenn wir das noch möglichst genau nachvollziehen könnten.
Ich fütter seit einer Woche zu. Anfänglich habe ich ihm zu jeder Stillmahlzeit rund 60ml zugefüttert, also schon so ca. 500ml am Tag. Deshalb wahrscheinlich auch die deutliche Zunahme. Ich war einfach sehr unsicher und bin es immer noch. Aus dem Grund habe ich mir ja die Waage für die Stillproben ausgeliehen. Ich bin davon ausgegangen, dass es zu wenig ist, wenn er nur ca. 50g an der Brust trinkt. Seit 3 Tagen habe ich die zugefütterte Pre Nahrung auf 3x50ml pro Tag reduziert. Allerdings hat der kleine Mann laut meiner Waage von gestern zu heute 50g abgenommen. :cry: Das hat mich wieder total verunsichert und traurig gemacht. Anscheinend reicht meine Milch dann doch nicht aus, oder? Ach ich werde nach wahnsinnig...Er ist auch immer noch so schläfrig und pennt mir an der Brust immer recht schnell weg. Auch ein Wechsel der Seiten bringt nicht sehr viel.
jusl hat geschrieben:Poste die Daten täglich und schreib bitte auch dahinter, wie oft Du gestillt hast, wie hoch die Zufüttermenge war und wie viele Pipiwindeln und Stuhlwindeln Dein Baby hatte.

08.10. 4440g Geburt Kh
10.10. 4060g Entlassung Kh
15.10. 4210g Hebamme
17.10. 4180g Hebamme
20.10. ??? (diese Daten fehlen mir, muss ich bei der Hebamme erfragen)
24.10. 4610g Hebamme
25.10. 4510g selbst gemessen, mit einer Babywaage aus der Apotheke
26.10. 4460g 8 x Stillen, 150ml Pre, 0 x Stuhl, 5 x Pipi (komme nur auf 8 x Stillen, weil er nachmittags/abends sehr lange an meiner Brust hängt und ich nicht weiß wie ich das zählen soll)

Er hat momentan ziemlich Bauchweh und quält sich total mit dem Stuhlgang. Wenn er sehr weint, fällt es mir manchmal schwer zu unterscheiden ob es wegen dem Bauchweh ist oder ob er noch Hunger hat. :(

Julia, vielen Dank für Deine Hilfe!! Das gibt mir ein bisschen mehr Sicherheit!
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Re: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von noahsmama2013 »

Hallo Nautilus,

danke für die aufbauende Worte und die lieben Wünsche! Das tut sehr gut im Moment! :D
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Re: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von noahsmama2013 »

Entschuldigung, die Daten vom 26.10. sind falsch, es waren leider nur 4460g.
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Re: AW: Vom Zufüttern zurück zum Vollstillen

Beitrag von Nautilus »

Immer gerne und von Herzen :)

Bevor Julia sich meldet, möchte ich Dich schon mal beruhigen, dass ein Wiegeunterschied von 50 g von gestern zu heute NICHT bedeutet, dass er abgenomnen hat und damit erst recht nicht der Schluss gezogen werden kann, dass Deine Milch nicht reicht. Zum einen ist es wichtig zu wissen, dass Zunahmen häufig in Schüben stattfindet und man Zunahmen deshalb nicht von einem auf den anderen Tag messen kann. Zum anderen sind 50 g quasi "nichts", das ist ein bisschen weniger Kacki oder Urin im Gedärm als gestern zum Wiegezeitpunkt und schon bringt er 50 g weniger auf die Waage-weshalb auch klar ist dass das gar nichts über seine tatsächliche Gewichtsentwicklung aussagt, für diese brauchst Du eine längere Reihe von Daten. Anhand der täglich dokumentierten Ausscheidungen kann Julia aber kontrollieren, dass der kleine Mann derzeit ausreichend versorgt ist, denn nur was rein kommt, kommt auch raus 8-)

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